AT397755B - Einrichtung und verfahren zum einweiseln einer bienenkönigin - Google Patents
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Description
AT 397 755 B »
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung und ein Verfahren zum Einweiseln einer Bienenkönigin in ein fremdes Bienenvolk.
Das Einwelsein (Zusetzen) einer Bienenkönigin ist in der Bienenzucht oft notwendig, um eine alte Königin gegen eine junge auszutauschen. Ein Bienenvolk, dem man diese fremde Bienenkönigin ohne s Zusatzkäfig zusetzt, tötet diese in den meisten Fällen.
Es ist bekannt, zum sogenannten "Umweiseln" einen Zusatzkafig, der meist aus Holz gefertigt ist und mit einem feinmaschigen Gitter umschlossen wird, zu verwenden. Im unteren Teil bestitzt dieser Zusatzkä-fig eine Öffnung, welche mit Zuckerteig verschlossen wird. Durch eine zweite Öffnung an der oberen Seite des Käfigs wird die junge Königin eingeführt Ist die Bienenkönigin im Zusatzkäfig, wird auch diese Öffnung io verschlossen. Nun wird der Zusatzkäfig mit der Bienenkönigin dem Bienenvolk, dem man vorher seine affe Königin entfernt hat zugesetzt Der bekannte Zusatzkäfig und die beschriebene Methode können jedoch nicht verhindern, daß es trotzdem oft zum Verlust der Königin kommt, da das Bienenvolk die junge Bienenkönigin als Fremdling betrachtet
Aus der DE-OS 23 28 475 ist eine Vorrichtung zum Bebrüten von Weisein bekannt, welche aus einer is Anzahl mR einem Stopfen verschließbarer Drahtgittsrkäfige zur Aufnahme von Weisellarven besteht die innerhalb eines Gehäuses um eine Wärmequelle aufrecht angeordnet sind. Zum Einwetseln einer Bienenkönigin in ein Bienenvolk wird der Stopfen vom Gltterkäflg entfernt und die Käfigöffnung durch Futterteig verschlossen. Der so präparierte Gitterkäfig wird waagrecht zwischen zwei benachbarten Wabenrahmen eingedrückt Käfige dieser Art mit Drehgitter und Zuckerteigverschluß haben jedoch den Nachteil, daß die so Bienenkönigin als fremde Königin erkannt wird. Die Bienen sind ihr daher feindlich gesinnt Nach dem Durchfressen des Futterteiges und Verfassen des Käfigs wird sie deshalb sehr oft getötet Es muß nochmals eine Königin zugesetzt werden, dies ist aber wieder mit Zeit und Kosten verbunden.
Weiters ist aus der DE-PS 817 341 ein Schlupfkäfig für die Bienenzucht bekannt, bei dem eine oder mehrere Wände aus Maschendraht bestehen. In einer Öffnung auf der Oberseite des Käfigs wird eine ss konische Röhre eingesetzt, in welche eine ausgeschnittene Weiselzelle eingefühlt wird. Die Röhre wird mit einem Deckel verschlossen. Nach dem Schlüpfen der Königin wird die leere Weiselzelfe und der Deckel entfernt und das Innere der Röhre mit Zuckerteig ausgefülit Der derart präparierte Käfig kann so als Königinnenzusatzkästchen benutzt werden. Allerdings treten auch bei dieser bekannten Vorrichtung die erwähnten Nachteile auf, daß daa Bienenvolk die junge Bienenkönigin als Fremdling erkennt und diese so nach dem Verlassen des Käfigs töten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Verlust der Bienenkönigin beim Um weissin zu vermeiden und eine einfache und völlig sichere Annahme zu erreichen.
Brfindungsgemäe ist daher vorgesehen, daß der Zusatzkäfig in der Form einer Weiseizelle gestattet ist, deren Manteldurchmesser in Längsrichtung von der oberen Öffnung zur unteren Öffnung hin stetig ss abnimmt, und die Obere Öffnung durch einen lösbaren Stöpsel, die untere Öffnung durch eine von der Bienenkönigin durchnagbare Membran verschlossen ist. Diese Form des Zusatzkäfigs wird von dien Bienen als Weiselzelte betrachtet und angenommen. Bis zum Schlüpfen aus dem als Weiselze! te dienenden Zusatzkäfig hat die Königin keinen direkten Kontakt mR den Bienen.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dafl der Zusalzkäfig aus Kunststoff besteht, wodurch eine einfache und 40 kostengünstige Herstellung ermöglicht wird.
Es ist vorteilhaft, wenn die Membran aus einem Fasermateriai, vorzugsweise Papier, besteht Bn derartiges Material ist bestens geeignet, um von der Bienenkönigin durch genagt zu werden und dabei die natürlichen Geräusche zu erzeugen.
ErfindungsgemäS kann vorgesehen sein, daß der Stöpsel am Umfang in axialer Richtung liegende 45 Stege aufweist. Diese Stege am Stöpsel ermöglichen ehrte ausreichende Belüftung des Zusatzkäfigs. Wenn der Stöpsel nicht ganz bis zur Haiteplatfe eingedrückt wird, kann die Luft zirkulieren.
Das Verfahren zum Bnweiseln unter Benützung des erfindungsgemäßen Zusatzkäfigs sieht vor, daß der Zusatzkäfig vor seiner Verwendung, beispielsweise durch Eintauchen in heißes Wachs, vorzugsweise Bienenwachs, überzogen wird und dem Bienenvolk für eine zur Annahme des für das Bienenvolk so charakteristischen Duftes ausreichende Zeitdauer von etwa zwei Stunden zugesafzt wird, und danach die untere Öffnung des Zusatzkäfiges mit der Membran dicht verschlossen wird, worauf die Bienenkönigin durch die Obere Öffnung in den Zusatzkäfig eingeführt und diese obere Öffnung sodann mit dem Stöpsel verschlossen whrd. Die Membran läßt sich durch Umbiegen und Andrücken leicht an der Mantelfläche des Zusatzkäfiges anbringen und haftet am Wachsüberzug. 55 Der Zusalzkäfig mit der eingeschlossenen Bienenkönigin wird in das Bienenvolk zwischen die Bienenwaben gesteckt, worauf diese Bienenkönigin die Membran durchnagt, dem Zusatzkäfig, wie aus einer Weiselzelle entschlüpft und vom Bienenvolk als Weisel anerkannt wird. Die Form des Zusatzkäfigs, die ähnlich einer Weiselzeile ist, die Aufnahme des Stockgeruches von dem Volk durch den Aufenthalt der 2
Claims (4)
- AT 3S7 7S5 B Bienenkönigin im engen Haum des Zusatzkäfigs, sowie das Ourchnagen der Membran lösen beim Bienenvolk ein Signal aus, das dem Schlüpfen einer eigenen Königin gleichkommt Die junge Bienenkönigin wird daher als eigene anerkannt Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in den Fig. dargesteilten Ausführungsbeispieles näher erläutert Die Fig. zeigen: Fig. 1 eine Längsansicht der Einrichtung, Fig. 2 eine Ansicht des Stöpsels nach dem Pfeil ii in Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht des Zusatzkäfigs nach dem Pfeil III in Hg. 1, Hg. 4 eine Ansicht der Membran nach dem Pfeil IV in Fig. 1. In Hg. 1 ist die erfindungsgemäße Einrichtung im zerlegten Zustand dargeeteilt Der Zusatzkäfig 1 besteht aus einem rohrförmigen Mantel 2 und einer Anschlagfläche 3. Der Zusatzkäfig 1 weist eine obere Öffnung 4 und eine untere Öffnung 5 auf. Zwischen diesen beiden Öffnungen 4,5 verläuft die Mantelfläche 2 konisch, sodaß der Durchmesser 4' der oberen Öffnung 4 größer ist als der Durchmesser 5* der unteren Öffnung 5. Die untere Öffnung 5 kann mit einer Membran 6 verschlossen wenden. Zum Verschließen der oberen Öffnung 4 ist der Stöpsel 7 vorgesehen. Der Stöpsel 7 weist Stege 6 auf. die eine ausreichende Belüftung des Zusatzkäfiges 1 ermöglichen. Diese Stege 8 sind sehr deutlich in der Ansicht nach Hg. 2 ersichtlich. Die sich nach unten verjüngende Form des Zusatzkäfigs 1 ist insbesondere aus der Hg. 3 deutlich zu erkennen. Zum Verschließen der unteren Öffnung 5 kann eine in Hg. 3 ersichtliche kreisförmige Papierscheibe 6 verwendet werden. Bei richtiger Anwendung der hier vorgeschlaganen Einrichtung zum Einweiseln einer Bienenkönigin kann eine hundertprozentige Annahme der Königin durch das Bienenvolk erreicht werden. Patentansprüche 1. Einrichtung zum Einweisein einer Bienenkönigin in ein fremdes Bienenvolk, mit einem röhrenförmigen Zusatzkäfig mit einer oberen und einer unteren verschließbaren Öffnung, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuaatzkäfig (1) in der Form einer Weiselzelle gestaltet ist, deren Manteldurchmesser in Längsrichtung von der oberen Öffnung (4) zur unteren Öffhung (5) hin stetig abnimmt, und die obere Öffnung (4) durch einen lösbaren Stöpsel (7), die untere Öffnung (5) durch eine von der Bienenkönigin durchnagbare Membran (8} verschlossen ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkäfig (1) aus Kunststoff besteht.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet; daß die Membran (6) aus einem Fasermaterial, vorzugsweise Papier, besteht.
- 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stöpsel (7) am Umfang in axialer Richtung liegende Stege (8) aufweist, welche Luftkanäle bilden. & Verfahren zum Einweiseln einer Bienenkönigin in ein fremdes Bienenvolk, unter Benützung einer Gnrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß der Zusaizkäfig (1) vor seiner Verwendung, beispielsweise durch Eintauchen in heißes Wachs, vorzugsweise Bienenwachs, überzogen wird und dem Bienenvolk für eine zur Annahme des für das Bienenvolk charakteristischen Duft ausreichende Zeitdauer von etwa zwei Stunden zugesetzt wird, und danach die untere Öffnung (4) des Zusatzkäfiges (1) mit der Membran (6) dicht verschlossen wird, worauf die Bienenkönigin durch die obere Öffnung (4) in den Zusatzkäfig (1) eingefQhrt und diese obere Öffhung (4) sodann mit dem Stöpsel (7) verschlossen wird. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 3
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| WO2003055301A3 (en) * | 2001-12-22 | 2003-10-16 | Insense Ltd | Insect holder |
| RU2647903C1 (ru) * | 2017-04-26 | 2018-03-21 | Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Кубанский государственный аграрный университет имени И.Т. Трубилина" | Способ формирования пчелиной семьи (варианты) |
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| DE917341C (de) * | 1953-03-08 | 1954-08-30 | Sebastian Sedlmeier | Weiselzellenroehre fuer Schlupfkaefige |
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Cited By (3)
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