DE525852C - Empfangsanordnung mit kapazitiver Rueckkopplung - Google Patents
Empfangsanordnung mit kapazitiver RueckkopplungInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B1/00—Details of transmission systems, not covered by a single one of groups H04B3/00 - H04B13/00; Details of transmission systems not characterised by the medium used for transmission
- H04B1/06—Receivers
- H04B1/16—Circuits
- H04B1/163—Special arrangements for the reduction of the damping of resonant circuits of receivers
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Ortsempfänger, der einen Hochfrequenz- und einen
Niederfrequenzteil enthält und der mit einer kapazitiven Rückkopplungseinrichtung versehen
ist. Vermittels dieser Rückkopplungseinrichtung ist es möglich, den Hochfrequenzteil
des Empfängers abzuschalten und mit den späteren Empfängerstufen, die die Gleichrichtung
und Niederfrequenzverstärkung besorgen,
ίο direkt zu empfangen. Andererseits ist durch
das erfindungsgemäße Verfahren auch die Möglichkeit gegeben, einen Ortsempfänger auf einfache
Weise zu einem empfindlichen Fernempfänger umzugestalten.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders geeignet für solche Empfänger, die Mehrfachröhren
verwenden, also beispielsweise eine Hochfrequenzzweifachröhre sowie eine Niederfrequenzmehrfachröhre.
ao Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der der kapazitiven Rückkopplung dienende Drehkondensator
einen Kurzschlußkontakt besitzt, durch den in einfacher Weise das Eingangsgitter
des Gleichrichtersystems an den Eingangskreis des Empfängers gelegt werden kann.
In einer schematischen Abbildung sei der Gegenstand der Erfindung erläutert. Eine
aperiodische Antenne 1 ist mit einem Schwingungskreis gekoppelt, der aus einer Spule 2
und einem Drehkondensator 3 besteht. Dieser Schwingungskreis liegt einerseits an dem Eingangsgitter
einer Hochfrequenzzweifachröhre, andererseits an der negativen Heizleitung. Von dem gitterseitigen Teil des Schwingungskreises
2,3 führt eine Leitung zu einem Drehkondensator kleiner Kapazität 4, der dadurch besonders
gekennzeichnet ist, daß er bei Einstellung seiner kleinsten Kapazität einen Kurzschluß zwischen
den zu den beiden Plattenpaketen führenden Leitungen bildet. Über den Drehkondensator 4
führt nun ein Verbindung zu einem Punkt 5, der einerseits mit dem Eingangsgitter einer Niederfrequenzmehrfachröhre,
z. B. einer Niederfrequenzzweifach- oder einer Niederfrequenzdreifachröhre, verbunden ist, andererseits liegt der
Verzweigungspunkt 5 an dem einen Ende eines Hochohmwiderstandes 6. Dieser hat zweckmäßig
eine Größe von einigen 100 000 Ohm. Das andere Ende des Hochohmwiderstandes 6
ist mit der negativen Heizleitung verbunden. Zum dritten liegt der Verzweigungspunkt 5
an der einen Belegung des Blockkondensators 7 von etwa 50 cm Kapazität. Die andere Belegung
des Blockkondensators 7 liegt an der Anode 9 des zweiten Systems der Hochfrequenzzweifachröhre.
Diese Anode ist über einen Widerstand 8 von einigen 10 000 Ohm mit der Anodenbatterie
verbunden.
Der Empfänger des vorgeschriebenen Aufbaus läßt sich nun in zweierlei WTeise benutzen.
Die erste Art der Benutzung als Ortsempfänger geschieht in folgender Weise: Der Drehkondensator
4 ist auf Kurzschluß gestellt und die Hochfrequenzzweifachröhre sei aus der Fassung
entfernt. Dann ist ein direkter Weg von dem Schwingungskreis 2, 3 zu dem Eingangsgitter
der Niederfrequenzmehrfachröhre, deren erstes System die Gleichrichtung besorgt, geschaffen.
Der Widerstand 6 liegt zwar nunmehr parallel dem Schwingungskreise 2,3, seine dämpfende
Wirkung ist aber wegen seiner Größe verhältnismäßig gering. Die von der Antenne aufgenommenen
Schwingungen gelangen also über den Kurzschluß des Drehkondensators 4 an den
Punkt 5 und damit an das Gitter des ersten Systems der Niederfrequenzmehrfachröhre. Hier
werden sie gleichgerichtet und niederfrequentverstärkt.
Durch den erfindungsgemäßen Gedanken laßt sich nun durch Benutzung einer Hochfrequenzzweifachröhre
dieses Gerät zu einem vorzüglichen Fernempfänger ausbauen. Dazu wird der Kurzschluß an dem Drehkondensator 4
geöffnet, die Hochfrequenzzweifachröhre in die Fassung eingesetzt, wodurch die von der Antenne
aufgenommenen Schwingungen an das Eingangsgitter dieser Hochfrequenzzweifachröhre
gelangen. In der widerstandskapazitätsgekoppelten Hochfrequenzzweifachröhre findet
eine bedeutende Hochfrequentverstärkung der Eingangsschwingungen statt. Nach dem Aufbau
dieser Hochfrequenzzweifachröhre und der Dimensionierung ihrer Kopplungselemente ist
der Verstärkungsgrad der Hochfrequenzzweifachröhre für Niederfrequenz schon sehr gering.
Er wird noch verringert durch die Kopplungskapazität 7, die etwa 50 cm beträgt und die
Hochfrequenzzweifachröhre mit der Niederfrequenzmehrfachröhre verbindet. Durch die
Verwendung einer Hochfrequenzzweifachröhre ist eine äußerst einfache Möglichkeit zur Anwendung
einer sehr wirkungsvollen Rückkopplung gegeben. Dazu dient die variable Kapazität
4, die einige Zentimeter beträgt. Da infolge
der Benutzung zweier Hochfrequenzverstärkerstufen im Ausgang der zweiten für die Rückkopplung
Phasenrichtigkeit vorliegt, kann von der Verwendung von Selbstinduktion abgesehen
werden. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist der Rückkopplungskondensator 4 nicht direkt
an die Anode 9 angeschlossen, denn das würde ja bedeuten, daß im Falle der Verwendung
dieses Gerätes als Ortsempfänger die Anodenbatterie über den Widerstand 8 kurzgeschlossen
würde, sondern die variable Rückkopplungskapazität liegt hinter dem Kopplungskondensator
7, so daß der Punkt 5 und das gitterseitige Ende des Schwingungskreises 2,3 dasselbe Gleich-Strompotential
haben. Da die Kapazität 4 nur eine kleine Größe zu haben braucht, ist es erwünscht,
daß die Kapazität 7 schaltungsgemäß noch als Verkürzungskondensator wirkt, da in
bezug auf die Anode 9 die beiden Kapazitäten hintereinander liegen. Ebenfalls ist durch
die kleine Kapazität 4 die eintretende Verstimmung des Schwingungskreises 2,3 nicht ins
Gewicht fallend. Der Gewinn aber, den diese Anwendung in bezug auf Empfindlichkeit-Selektivitätserhöhung
bringt, ist außerordentlich groß. Besonders vorteilhaft in Verbindung
mit dieser Hochfrequenzverstärkereinrichtung sind die Niederfrequenzzweifachröhren des Erfinders,
deren erstes System (eine Spannungsverstärkerstufe) sich durch einen sehr kleinen
Durchgriff und infolgedessen durch einen sehr großen Verstärkungsgrad auszeichnet.
Claims (3)
1. Empfangsanordnung mit kapazitiver
Rückkopplung, bestehend aus einem Hochfrequenzteil und einem Niederfrequenzteil,
die vorzugsweise als Mehrfachröhren ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß
an dem Rückkopplungskondensator ein besonderer Kurzschlußkontakt vorgesehen ist,
durch den der Eingangskreis des Empfängers an eine spätere Verstärkerstufe gelegt werden
kann.
2. Empfangseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückkopplungskondensator nicht an den Anodenkreis
des rückkoppelnden Systems, sondern an den darauffolgenden Gitterkreis angeschlossen
ist.
3. Empfangseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplungselemente zwischen der Hochfrequenz- und
Niederfrequenzröhre so dimensioniert sind, daß ihre Übertragungsfähigkeit für Niederfrequenz
nur sehr gering ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA57697D DE525852C (de) | 1929-05-03 | 1929-05-03 | Empfangsanordnung mit kapazitiver Rueckkopplung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA57697D DE525852C (de) | 1929-05-03 | 1929-05-03 | Empfangsanordnung mit kapazitiver Rueckkopplung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE525852C true DE525852C (de) | 1931-05-29 |
Family
ID=6941224
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA57697D Expired DE525852C (de) | 1929-05-03 | 1929-05-03 | Empfangsanordnung mit kapazitiver Rueckkopplung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE525852C (de) |
-
1929
- 1929-05-03 DE DEA57697D patent/DE525852C/de not_active Expired
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