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Schaltvorrichtung für elektrische Antriebe von Rechenmaschinen Die
Erfindung betrifft eine Verbesserung der Schaltvorrichtung für elektrische Antriebe
ton Rechenmaschinen nach Patent .a.79 532.
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In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform als Beispiel
dargestellt. Abb. i zeigt die Vorrichtung im Querschnitt vor Taste 2. Abb. 2 ist
eine Draufsicht hierzu. Abb. 3 ist ein Querschnitt vor Taste i in einer anderen
Arbeitsstellung. Abb. 4. und 5 zeigen -zwei Arbeitsstellungen des Antriebes der
Schaltvorrichtung und Abb. 6 und 7 Einzelheiten.
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Während nach der Ausführungsforen der Schaltvorrichtung nach Patent
.I79 532 der Antrieb nur in einer Drehrichtung erfolgt, kann bei der hier
vorliegenden Ausführungsform der Antrieb in beiden Drehrichtungen erfolgen. Die
Drehrichtung der vorn Motor angetriebenen Antriebswelle 33 kann durch beliebige,
nicht zur Erfindung gehörige und deshalb hier nicht weiter erklärte Mittel, beispielsweise
durch Umstellung eines Schalters, umgekehrt «-erden. Auf der im Maschinengestell
gelagerten Antriebswelle 33, die sich nach beiden Richtungen drehen kann, sind Daumen
34 befestigt. Auf der Achse .I sind die T astenliebel 3 gelagert, welche die Tastenköpfe
o bis 9 tragen und Verlängerung 35 besitzen. Zwischen den Hebeln 3 sind auf der
Achse 4 Schalthebel 36 gelagert, die sich gegen Schultern 37 der Verlängerungen
35 legen. Die Schalthebel 36 sind am Ende U-förmig ausgebildet, und der eine
Schenkel 3 liegt vor, der andere Schenkel 39 hinter 8 e, der
Antriebswelle 33. An dem Schenkel 38 sitzt auf einem Bolzen .4o drehbar ein Winkelhebel,
dessen als Mitnehmer wirkender Arm 41 in den Bereich eines Daumens 34 kommen kann.
Der andere Arm 4.2 liegt gegen einen Anschlag 4.3 am Schalthebel. Durch eine Feder
44 wird der Winkelhebel in seiner Lage gehalten.
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In gleicher Weise ist am anderen Schenkel 39 ein Winkelhebel auf Bolzen
4.5 drehbar gelagert, dessen als Mitnehmer wirkender Arm 46 ebenfalls in den Bereich
eines Daumelis 34. kommt, während der andere Arm .I7 gegen einen Anschlag 4.8 am
Schalthebel liegt. Der Winkelhebel wird durch eine Feder 4.9 in seiner Lage gehalten.
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Zu jedem Schalthebel 36 gehört eine Fangklinke 5o; die Fangklinken
sind auf Bolzen Si gelagert und stehen unter Wirkung von Federn 52. Die Nasen 5ö
der Fangklinken arbeiten mit Nasen 53 an den Schalthebeln 36 zusammen. Dlit jeder
Fangklinke 5o ist ein zweiter Arm 54, der einen Anschlag 55 trägt, verbunden (Abb.
7). An den Schalthebeln 36 sitzen Schrägflächen 56, die in der Bahn der Arme 54
liegen.
Die Schalthebel 36 besitzen seitlich umgebogene Lappen 57.
Diese Lappen sind derartig gebogen, daß der Lappen 57 am neunten Schalthebel den
achten Schalthebel untergreift und so fort jeder folgende Lappen den nächstniedrigeren
Schalthebel (Abb.6).
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Der Schalthebel 36 (1) hat den Lappen 57 (i) an etwas höherer Stelle,
so daß er einen Zusatzschalthebel 36 (o) dicht untergreift. An diesem ist
die Schrägfläche 56 (o) etwas tiefer angebracht als an den übrigen Hebeln 36. Die
am Hebel 36 (o) befindlichen Klinken 41 (o) und 46 (o) sind in Richtung nach Welle
33 zu etwas länger als die an den übrigen Hebeln 36.
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Auf einer Welle 4' ist an Armen 6 ein Lineal 5 gelagert, an dem ein
Kontaktstück 7 sitzt, weiches auf das Kontaktstück 8 wirken kann. An den Tastenhebeln
3 sitzen Arme 3', welche auf das Lineal 5 wirken.
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Bei 58 ist ein Winkelhebel gelagert, dessen Arm 59 einen Stift 6o
trägt, der über dem Schalthebel 36 (o) liegt. Der andere Hebelarm
61 greift mit seinem hakenförmigen Ansatz 6a unter einen fest mit einem der
Arme 6 verbundenen Ansatz 63. Das Lineal 5 steht unter Wirkung einer Zugfeder 64.
Der Hebelarm 59 wird durch eine Feder 65 niedergedrückt.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Die Hebel 36 liegen anfänglich in
der untersten Lage (Abb. i), so daß beim Drehen der Welle 33 die Daumen 34 an den
Bitnehmern 44 46 vorbeigehen, ohne sie zu berühren.
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Durch Druck auf eine Taste, beispielsweise die Taste 9, -wird unter
Wirkung der Schulter 37 der Hebel 36 der neunten Stelle auf halbe Höhe, d. i. in
mittlere Lage gebracht (Abb.4). In dieser Lage wird er durch die unter die Nase
53 (9) tretende Nase 5o' (9) der Fangklinke 5o (9) gehalten. Die Mitnehmer 41, 46
der neunten Stelle sind hierdurch in den Bereich der Daumen 34 (9) gekommen. Bei
diesem Hochgehen des Hebels 36 der Taste 9 auf mittlere Höhe ist dessen Lappen 57
(9) an den ganz unten liegenden Hebel 36 der achten Stelle herangekommen.
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Gleichzeitig ist durch Druck auf Taste 9 der Arm 3' (9) gegen das
Lineal 5 gedrückt worden, wodurch dieses entgegen der Wirkung der Feder 64 nach
rechts verschwenkt wird, so daß die Kontaktstücke 7, 8 den Strom schließen. Der
Haken 6z des Hebelarmes 61 tritt unter den Ansatz 63 und hält so die Kontakte geschlossen
(Abb. 3).
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Dreht sich nun die Welle 3.3 beispielsweise gegen Uhrzeigerrichtung,
so drückt der Daumen 34 (9) gegen den am neunten Schalthebel gelagerten Mitnehmer
41 (9) von oben her, wodurch dieser in Uhrzeigerrichtung gegen den Druck der Feder
44 (9) ausweicht (Abb. 4). Sobald der Daumen 34 vorbei ist, drückt Feder 44 (9)
den Mitnehmer 41 (9) wieder an den Anschlag 43 (9) heran.
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Beim Weiterdrehen des Daumens 34 (9) stößt dieser nun von unten gegen
den Mitnehmer 46 (9) und hebt dabei den Schalthebel36 der neunten Stelle in die
oberste Lage (Abb. 5). Hierdurch wird der Schalthebel 36 (8) der achten Stelle durch
den Lappen 57 (9) des Schalthebels der neunten Stelle in die mittlere Lage mitgenommen,
wo er von der Nase 5o' (8) seiner Fangklinke 5o (8) an der Nase 53 (8) abgefangen
wird. Durch die Schrägfläche 56 (8) wird der Anschlag 55 (8) des mit Fangklinke
5o (9) der neunten Stelle verbundenen Armes 54 (8) nach rechts gedrückt.
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Schnappt der Daumen 34 (9) von dem Mitnehmer 46 (9) ab, so kann der
Schalthebel 36 (9) der neunten Stelle wieder herunterfallen, da die Fangklinke 5o
(9) durch die Schrägfläche 56 (8) des in mittlere Höhe gehobenen Schalthebels 36
der achten Stelle nach rechts gedrückt ist und deren Nase 5o' (9) nun außerhalb
der Bahn der Nase 53 (9) des Schalthebels 36 (9) liegt (Abb. 5). Der frei gewordene
Schalthebel 36 der neunten Stelle wird daher nicht mehr auf halber Höbe abgefangen,
sondern fällt bis in seine unterste Lage zurück.
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Bei der nächsten Drehung der Welle 33 findet der gleiche Vorgang statt,
wobei der Schalthebel 36 der siebenten Stelle in halbe Höhe gebracht wird
und der Schalthebel 36
der achten Stelle ganz herunterfällt.
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In dieser Weise wiederholt sich das Spiel bis zur neunten Umdrehung.
Beim Hochgehen des Hebelarmes 36 der Taste i auf mittlere Höhe wird gleichzeitig
der Hebel 36 (o) auf mittlere Höhe gehoben, weil der Lappen 37 (1) am Hebel 36 (1)
der ersten Stelle dicht unter dem Hebel 36 (o) liegt. Beide Hebel 36 (r)
und 36 (o) werden durch die Nase 5o' (i) in mittlerer Lage gehalten, bis die Nase
34 (1) unter Klinke 46 (i) und gleichzeitig Nase 34 (o) unter Klinke 46 (o) greift.
Dadurch werden beide Hebel 36 (1) und 36 (o) in die obere Lage gebracht. Die Steuerkurve
56 (o) am Hebel 36 (o) ist etwas tiefer angebracht als an den übrigen Hebeln 36.
Sie drückt daher, wenn Hebel 36 (o) in die oberste Lage geht, den Arm 54 (o) bzw.
den Arm 50 (1) mit dem Haken 5o' (i) aus dem Bereich der Nase 53 (1). Wenn nun die
Klinke 46 (1) von Zahn 34 (i) abschnappt, kann Hebel 36 (1) herunterfallen.
Da die Klinke 41 (o) länger ist als 41 (1), so schnappt sie später ab. Hierdurch
wird Kurve 56 (o) so lange hochgehalten und mithin Nase 5o' (i) so lange außer Wirkung
gehalten, bis Hebel
36 (1) unten ist. Erst dann schnappt auch 41
(o) von 34 (o) ab, so daß Hebel 36 (o) ebenfalls herunterfallen kann.
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Beim Hochgehen des Hebelarmes 36 (o) nimmt dieser den Stift 6o mit
in die Höhe, wodurch der Winkelhebel 59, 61 verschwenkt wird. Der Haken 62 gibt
hierdurch den Ansatz 63 frei, so daß das Lineal 5 unter Wirkung der Feder 64 nach
links schwenken kann, wodurch der Kontakt 7, 8 geöffnet wird.