DE524010C - Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Pelz aus Geweben - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Pelz aus GewebenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von künstlichem Pelz aus Geweben Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von künstlichem Pelz aus Geweben, insbesondere Polgeweben, wie Plüsch und Samt, sowie auch Velvet oder ähnlichen Geweben. Das Verfahren läßt sich anwenden bei Geweben aus den verschiedenartigsten Rohstoffen, wie Kunstseide, Baumwolle, Wolle, Mischgeweben, Schappe o. dgl. Vorzugsweise werden als Ausgangsmaterial die sogenannten Konfektionsplüsche benutzt.
- Kleidungsstücke, Decken o. dgl. aus echtem Pelz. werden vielfach aus einer Mehrzahl. von kleinen Fellen zusammengesetzt. Diese zusammengesetzten Felle bestimmen den Charakter des Kleidungsstücks, insbesondere wenn die Felle von Natur oder durch künstliche Färbung Farbunterschiede zeigen, etwa dunklere Rücken- und hellere Seiten- oder Bauchteile. Andererseits gibt es viele Naturfelle, die bestimmte, mehr oder weniger scharf abgegrenzte Zeichnungen oder Flecke aufweisen (beispielsweise Gazelle, Leopard), und zwar als ganze Felle von verhältnismäßig großer Ausdehnung verarbeitet werden, aber dem fertigen Kleidungsstück oder Gebrauchsgegenstand durch die Naturzeichnung ebenfalls einen ganz bestimmten Charakter verleihen.
- Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung können Gewebe der vorbezeichneten Art, insbesondere. Polgewebe, wie Konfektionsplüsche, in einfacher Weise so veredelt werden, daß aus diesen Geweben hergestellte Kleidungsstücke, Gebrauchs- oder Dekorationsgegenstände fast völlig das Aussehen eines aus echtem Pelz hergestellten Gegenstandes annehmen.
- Es ist bekannt, in Polgewebe Linien, gerade oder gekrümmte, auch Netze von Linien, einzubügeln, wodurch das Polgewebe eine entfernte Ähnlichkeit mit Gegenständen erhält, die aus Naturpelz hergestellt sind. Abgesehen davon, daß die Imitation von Naturpelz mir unvollkommen ist, sind die @eingebügelten Linien usw. nicht dauerhaft, weil sie beim Feucht- oder Naßwerden und darauffolgendem Trocknen oder Aufbügeln des Gegenstandes mehr oder weniger wieder verschwinden. Man hat auch schon versucht, derartige Linien durch Ausscheren herzustellen. Diese Linien sind zwar dauerhaft, haben aber, abgesehen von dem verhältnismäßig umständlichen Verfahren, den Nachteil, daß die in dieser Weise hergestellten Fertiggegenstände nur eine sehr entfernte Ähnlichkeit mit Naturpelz aufweisen.
- Gemäß dem Verfahren nach der Erfindung werden Polgewebe mit Nähten, beispielsweise gewöhnlichen Maschinendoppelsteppstichnähten, versehen. Diese Nähte werden so geführt, daß sie den Nähten entsprechen, mit denen kleine Naturfelle zusammengesetzt werden, oder daß sie den Umrissen von Fleckenzeichnungen einzelner Felle folgen. Nach solcher Nähbehandlung wird das Gewebe gefärbt oder fertiggefärbt, was beispielsweise durch die bei der Färbung von echten Pelzen bekannten Verfahren oder ähnliche Verfahren geschehen kann.
- Durch das einfache Durchnähen des Stoffs im Zuge der gewünschten Linienführungen wird ein Teil des Pols oder Flors von den Stichen erfaßt, auf das Grundgewebe niedergedrückt und an diesem dauernd befestigt, so daß die Linien deutlich hervortreten und den Eindruck von Nähten bei kleinen zusammengenähten Naturfellen oder Konturen von Fleckenzeichnungen auf Naturfellen erwecken.
- Anstatt einfache Nähte der gekennzeichneten Art zu benutzen, kann man auch den Stoff= im Zuge der gewünschten Linien mit dem Pol nach innen umfalten und an der Umschlagkante mit überwendlichnähten o. dgl. benähen, wobei nach dem Zurückschlagen des Stoffs die Nähte noch deutlicher hervortreten und ganz den Eindruck von Kürschnernähten erwecken. Man erreicht hierdurch ein Zusammenschieben des Pols (der aufrechtstehenden haarartigen Gewebefasern) in ähnlicher Weise, wie dies in der Kürschnerei bei Naturfellen beim Zusammennähen von einzelnen Fellen oder= Fellstreifen erreicht wird.
- Bei dem letztbeschriebenen überwendlichnähen kann man auch eine. Schnur,- Rute oder sonstige Einlage in die Stoffalte beim Umschlagen des Gewebes mit dem Pol nach innen einlegen und diese Einlage mit überwendlichnaht oder einfacher Durchnaht einschließen. Wenn dann die Einlage nach Fertigstellung der Naht wieder herausgezogen wird, erhält man eine Verstärkung des Zusammenschiebens des Pols und ganz besonders gut markierte Nähte.
- Die besten Ergebnisse erhält man, wenn man entweder Rohgewebe oder ein vorgefärbtes Gewebe benäht und dann fertigfärbt.
- In den Zeichnungen sind einige Ausführungsformen des Verfahrens veranschaulicht. Fig. i zeigt schematisch ein Stück Gewebe mit gewöhnlichen Maschinennähten, die beispielsweise in der Linie den Kürschnernähten beim Zusammensetzen von einzelnen Nerz-oder Maulwurfsfellen entsprechen.
- Fig.2 zeigt schematisch eine Führung der Linien entsprechend der Fleckenzeichnung eines Naturfells.
- Fig.3 zeigt ein Stück mit dem Pol nach innen zusammengeklappten Gewebes, wobei die überwendlichnähte angedeutet sind.
- Fig. q. zeigt ein gleiches Stück wieder aufgeklappt. Fig. 5 zeigt ein ähnlich umgefaltetes Stück wie Fig. i, aber mit einer Schnureinlage.
- Fig.6 zeigt das Gewebestück nach Fig.5 wieder aufgeklappt mit herausgezogener Schnur.
- In Fig. i ist a ein Gewebestück, das fortlaufend von der Bahn bearbeitet werden kann. b sind gewöhnliche Nähmaschinennähte, die den Längsnähten zusammengenähter kleiner Naturfelle entsprechen; c sind die entsprechenden Quernähte.
- In Fig.2 ist wieder a das Gewebestück. Die dort unregelmäßig verlaufenden Nähte d entsprechen den Umrissen der Fleckenzeichnung eines Naturfells.
- In Fig.3 ist das Gewebe a mit dem Pole nach innen geklappt, und mit einer überwendlichnaht /ist die Umschlagkante benäht, so daß nach dem Zurückschlagen des Stoffs bei g eine Zusammendrängung der Haare gleichzeitig mit einer kleinen Einbuchtung oder Rinne entsteht, wie dies beim Zusammennähen von Naturfellen zu beobachten ist. Die überwendlichnaht kann je nach der gewünschten Wirkung die Kante weiter oder weniger weit übergreifen.
- In Fig. 5 bedeutet h eine eingelegte Schnur, die, wie aus Fig.6 ersichtlich, nachher wieder herausgezogen werden kann, wodurch wiederum eine etwas abgeänderte Wirkung in bezug auf das Aussehen der Nahtführungs-Unie erreicht wird.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung vonkünstlichem Pelz aus Geweben, dadurch gekennzeichnet, daß ein Polgewebe, wie Plüsch, Samt, Velvet o. dgl., mit Nähten versehen wird, die entweder den Nähten, die bei echten, aus Einzelteilen zusammengesetzten Pelzgegenständen sichtbar sind oder den Umrissen von Fleckenzeichnung o. dgl. bei Naturpelzen entsprechen.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Polgewebe mit dem Pol nach innen umgeschlagen wird, und daß die Umschlagkante durch eine überwendlichnaht o. dgl, benäht wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Umschlagkante eine Einlage, wie Schnur, Rute o. dgl., eingelegt und mit eingenäht wird, worauf nach beendigter Naht die Einlage wieder herausgezogen werden kann. ¢. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Färben oder das Fertigfärben des Gewebes erst nach Fertigstellung der Nähte erfolgt.
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