DE52162C - Verfahren und Mittel zur Vertilgung von Rost auf Gegenständen aus Eisen und Stähl - Google Patents

Verfahren und Mittel zur Vertilgung von Rost auf Gegenständen aus Eisen und Stähl

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DE52162C
DE52162C DENDAT52162D DE52162DA DE52162C DE 52162 C DE52162 C DE 52162C DE NDAT52162 D DENDAT52162 D DE NDAT52162D DE 52162D A DE52162D A DE 52162DA DE 52162 C DE52162 C DE 52162C
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DENDAT52162D
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Dr. A. BUECHER in Heidelberg
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23GCLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
    • C23G1/00Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts
    • C23G1/02Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts with acid solutions
    • C23G1/08Iron or steel
    • C23G1/088Iron or steel solutions containing organic acids

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung besteht in der Zusammensetzung verschiedener Substanzen zu einer Mischung, mit welcher man sowohl Rostflecke, als auch tief eingefressene Rostbildungen aus Eisen- oder Stahlgegenständen entfernen kann, ohne dafs das gesunde Metall selbst dadurch im Geringsten "leidet. Das hierbei zur Anwendung kommende Mittel besteht aus einer wässerigen Lösung von Siannum chloratum fumans (Zinnchlorid, Sn CZ4), Weinsäure und Indigolösung.
Die Mischung ist in folgendem Weise · vorzunehmen :
1. 100 g Stannum chloratum fumans werden in kleinen Portionen und unter Umschütteln ι·Ί Wasser zugesetzt; die hierbei sich erhitzende Lösung läfst man erkalten;
2. dann löst man 2,5 g Weinsäure in 1 1 Wasser;
3. beide' unter 1. und 2. angegebenen Lösungen werden nun in der Weise vereinigt, dafs man letztere zur ersteren giefst;
4. dieser Mischung wird nach gutem Durchschütteln 20 cbcm einer mit dem 100 fachen Wasserquantum verdünnten Indigolösung zugegeben. Das Ganze wird gut durchgeschüttelt.
Bei dieser Zusammenstellung ist, besonders der Umstand beachtet, dafs man in den meisten Fällen in der Lage sein wird, Rost von solchen Eisen- oder. Stahlgegenständen entfernen zu • müssen, welche dem täglichen Gebrauch dienen, wie Scheeren, Schlüssel, Messer, Gabeln u. s. w.; bei der Reinigung derartiger Gegenstände ist die Anwendung eines gifthaltigen Präparates natürlich ausgeschlossen. Da die oben angegebene Mischung keinerlei giftige Substanzen enthält, so lassen sich damit zum Zwecke der Entfernung von Rost selbst chirurgische Instrumente und Tischwerkzeuge behandeln. Da nun aber das Stannum chloratum fumans ein ziemlich theurer Körper ist, man es aber in der Hand hai, durch Anwendung von Zinnchlorür und des allerdings giftigen Quecksilberchlorids diesen Körper, das ßtannum chlora tum fumans, in der Mischung (nicht isolirt) entstehen zu lassen, so kann man die oben angegebene Mischung bei der Behandlung von Alterthümern, Waffen, Maschinentheilen u. s. w., bei welchen die Verwendung eines gifthaltigen Präparates nicht beanstandet zu werden braucht, durch eine aus einer wässerigen Lösung von Weinsäure, Zinnchlorür, Quecksilberchlorid und Indigolösung bestehende Mischung ersetzen.
Die Zusammenstellung in Bezug auf die Mengenverhältnisse der einzelnen Substanzen zu 'einander schwankt hierbei je nach der Stärke der zu entfernenden Rostschichten; für eine schwache Rostschicht ist z. B. folgende Zusammenstellung die zweckmäfsigste.
In ι 1 destillirtem Wasser werden aufgelöst 3 g Weinsäure, 10 g Zinnchlorür, 2 g Quecksilberchlorid, und dieser Lösung werden 50 cbcm einer mit dem 100 fachen Quantum Wasser verdünnten Indigolösung zugesetzt. . .
Bei kleineren, mit Rost behafteten Gegen-, ständen verfährt man so, dafs man dieselben zunächst durch trockenes Abreiben von etwa anhaftendem Fett befreit und dann den Rostfleck ■ vermittelst eines Pinsels mit dem vorher gut durchgeschüttelten Entrostungsmittel be-. feuchtet. Nachdem die Flüssigkeit einige Secunden' lang eingewirkt hat, entfernt man
den erweichten Rost sofort mit einem feuchten, reinen Lappen und reibt schliefslich die betreffenden Stellen mit einem trockenen Tuch vollkommen trocken. .
Sollten.· nach Beendigung dieser Behandlung die Rostflecke noch nicht völlig verschwunden sein., so ist dieselbe so oft zu wiederholen, bis .sich der Gegenstand .im Zustande der gewünschten Reinheit befindet.
,Durch Abreiben mit etwas Silbersand wird der frühere Glanz des betreffenden Eisengera'thes wieder hergestellt.
Die Politur wird durch die angewendete Flüssigkeit nicht angegriffen.
Gröfsere, total verrostete Gegenstände sind zunächst mit-kochendem Wasser gut abzuwaschen, dann in heifses Wasser einzulegen und bis nach dem Erkalten desselben darin liegen zu lassen. Haben dieselben dann noch 12 Stunden lang in Alkohol von 96 pCt. gelegen und sind hierauf mit Wasser gut abgewaschen worden, so werden sie mit einer der angegebenen Mischungen behandelt, und zwar legt man sie am vortheilhaftesten vollständig in die Flüssigkeit hinein. Nach 24slündiger Einwirkung derselben wird der so behandelte Gegenstand gut abgespült, mit einem Lappen trocken gerieben und schliefslich noch durch 2 stilndiges Erhitzen in einem Luftbade bei ioo° C. vollkommen getrocknet.
Sollten nach 24 stündiger Einwirkung der angewendeten Flüssigkeit die eisernen Gegenstände noch nicht ganz rostfrei sein, so reibt man die noch rostigen Stellen mit einem geeigneten Holz ab, spült den losgelösten Rost mit Wasser ab und legt die Gegenstände nochmals 24 Stunden lang in die angegebene Flüssigkeit.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Mittel zur Beseitigung von Rost auf Eisen oder Stahl, bestehend aus einer wässerigen Lösung von Stannum chloratum futnans (Zinntetrachlorid) (bezw. solches erzeugendem Zinnchlorür und Quecksilberchlorid), Weinsäure und Indigolösung in den bezeichneten Mischungsverhältniss.en. . .
DENDAT52162D Verfahren und Mittel zur Vertilgung von Rost auf Gegenständen aus Eisen und Stähl Expired - Lifetime DE52162C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0495151B1 (de) * 1991-01-15 1994-06-22 Linde Aktiengesellschaft Verfahren zur Wärmebehandlung in Vakuumöfen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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