DE520739C - Einrichtung zur Erzeugung von Wassergas und Kohlenwassergas aus kleinkoernigem oder staubfoermigem Brennstoff - Google Patents
Einrichtung zur Erzeugung von Wassergas und Kohlenwassergas aus kleinkoernigem oder staubfoermigem BrennstoffInfo
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Description
- Einrichtung zur Erzeugung von Wassergas und Kohlenwassergas aus' kleinkörnigem oder staubförmigem Brennstoff Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Erzeugung von Wassergas und Kohlenwassergas aus kleinkörnigem oder staubförmigem Brennstoff, bei der die Vergasung in einem umschichtig heißgeblasenen Regenerativ-Wärmespeicher erfolgt.
- Von bekannten derartigen Einrichtungen unterscheidet sich !die vorliegende Erfindung in vorteilhafter Weise dadurch, daß der Innenraum des Gaserzeugers durch eine Zwischenwand in zwei ungleich große, von senkrechten Kanälen durchzogene Kammern geteilt ist, von denen die kleinere Kammer bei der Gaserzeugung als Überhitzer und die größere Kammer als Reaktionsraum dient und beide Räume während des Gasens in umgekehrter Richtung als beim Heißblasen durchströmt werden.
- Eine besondere Ausführung der Erfindung besteht darin, daß am Ende der - Aufheizperiode nach Abstellung des die Verbrennungsluft in die größere Kammer des Regenerativ-Wärmespeichers einführenden Gebläses die in dem Gaserzeuger befindlichen Rauchgase durch eingeleitetes Wassergas verdrängt werden.
- Die Erfindung ist in zwei Ausführungsbeispielen auf der Zeichnung in schematischer Darstellung veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i die Gesamtanlage, Abb. :2 eine andere Ausführungsfor in des Regenerativ-Wärmespeichers.
- Der Brennstoff wird in einer Mühle i vermahlen und in einen Staubabscheider a ausgeschieden. Vor hier gelangt .der Staub über einen Zwischenbunker 3 in den Staubzuteiler 4.. Durch Zuführung von hochüberhitztem Dampf wird der Staub aus dem Staubzuteiler 4. in den hocherhitzten Regenerativ-Wärmespeicher 5 eingeblasen. Das Staubdampfgemisch tritt von unten ein und geht durch einen vertikalen, mit feuerfestem Material ausgefüllten Schacht 6. Unterhalb der Gewölbedecke kehrt das Staubdampfgemisch um und durchstreicht wiederum in vertikaler Richtung von oben nach unten den zweiten Teil 7 des Regen.erativ-Wärmespeichers.
- Die ungleich großen Räume 6 und 7 sind durch eine Scheide«>and 8 voneinander getrennt, um eine Verlängerung des Weges und eine hiermit zusammenhängende Verlängerung der Reaktionszeit zu erzielen. In dem Raum 6 findet eine hohe Erhitzung des Brermstaubdampfgemisches statt, während in dem Raum 7 die Wassergasreaktion bzw. Doppelgasreaktion vor sich geht.
- Der Einbau des Regenerativ-Wärmespeichers besteht aus feuerfestem Material und läßt sich für den Durchtritt des Brennstaubdampfgemisches glatte, vertikale Kanäle frei. Da der Raum 6 im Querschnitt kleiner gehaltert ist als der Raum 7, so wird in ihm eine größere Geschwindigkeit zwecks Hochhebung des Staubes erzielt. Im Raum 7 ist der Querschnitt größer, um eine entsprechend kleinere Geschwindigkeit zu erhalten. Auf dem Wege durch .die Kammern 6 und 7 findet eine stetige Temperaturzunahme des Kohlenstaubdampfgemisches entsprechend den in dieser Richtung zunehmenden Wandtemperaturen statt.
- Im weiteren Verlauf gelangt der nunmehr größtenteils in Wassergas bzw. Doppelgas umgesetzte Brennstoff mit :der Asche in einen Staubabscheider g. Hier findet durch die Eigenwärme des Gases eine restlose Vergasung der noch in der Asche etwa enthaltenen Rückstände statt, so daß die Asche am tiefsten Punkt des Staubabscheiders anfällt und von dort abgezogen werden kann. Die Staubkammer kann durch eine Scheidewand io in zwei Teile geteilt sein. Das Wassergas bzw. Doppelgas umspült nun in aufsteigender Richtung einen Dampfüberhitzer i i und gelangt von hier aus durch einen Wascher 12 und einen Tauchtopf 13 in den Gasbehälter 1q.. In dem Wascher 12 wird das Gas von Staub auf nassem Wege restlos in bekannter Weise gereinigt.
- Die Beheizung -des Regenerativ-Wärmespeichers 5 kann auf verschiedene Weise erfolgen In Abb. i ist die Beheizung mittels des selbsterzeugten Wassergases oder Doppelgases vorgesehen. Das Gas gelangt aus dem Gasbehälter 14 'durch die Leitung 15 in den Brenner 16. In den Brenner wird durch ein Gebläse 17 die erforderliche Verbrennungsluft eingeblasen. Die Feuergase durchstreichen nun die Kammern 7 und 6 in entgegengesetzter Reihenfolge, wie vorher das Kohlenstaubdampfgemisch. Es findet naturgemäß eine Erwärmung der Kammern 7 und 6 statt, dergestalt, daß die höchsten Temperaturen beim Eintritt :der Feuergase entstehen und die niedrigsten bei Austritt aus der Kammer. Es bildet also .die Kammer 6 in diesem Falle einen Wärmefang, der die Heizgase bis zu einer Temperatur von 7oo bis 5oo° C herunterkühlt. Im weiteren Verlauf gelangen die Aufheizgase durch ,einen Abhitzekessel 18 und von hier aus ins Freie. Zur Erwärmung der Verbrennungsluft kann man die durch den Abhitzekessel austretenden: Feuergase oder das aus dem Überhitzer i i austretende Wassergas mittels Wärineaustauscher 23 und 23" verwenden. Der Dampf entsteht im Abhitzekessel 18 während -der Aufheizperiode, also nicht zu der Zeit, während welcher Dampf entnommen wird. Der Abhitzekessel muß einen genügend großen Fassungsraum haben, um die Dampfmenge, die zu einer anderen Zeit abgegeben wird, speichern zu können. Zur Zeit der Gaserzeugung gelangt der Dampf durch eine Rohrleitung ig in den Überhitzer i i und von hier aus durch die Leitung 2o in den Staubzuteiler q.. Da der Dampfverbrauch mit der Gaserzeugung gleichzeitig erfolgt, wird dem Überhitzer die benötigte Wärme in der entsprechenden Zeit zugeführt.
- Ein anderes Ausführungsbeispiel des Regenerativ-Wärmespeichers zeigt Abb.2. Es ist hier kenntlich gemacht, daß man die Beheizung des Regenerativ-Wärrnespeichers nicht von einer Stelle, sondern von zwei Stellen vornehmen kann, dergestalt, daß bei Stelle 2i beispielsweise die gesamte Luft mit einem Teil,der Verbrennungsgase eintritt und bei Stelle 22 weitere Verbrennungsgase zugeführt werden.
- Die Beheizung des Regenerativ-Wärmespeichers muß nicht, wie vorstehend beschrieben, mit dem selbsterzeugten Gas erfolgen, sondern kann auch durch gesondert erzeugtes Generatorgas oder durch Kohlenstaubfeuerung vorgenommen werden.
- Um einen hohen Heizwert des erzeugten Gases zu erzielen, soll vermieden werden, daß Rauchgase aus dem Regenerativ-Wärmespeicher nach Adern Aufheizen beim Umschalten auf Gaserzeugung in den Gasbehälter gedrückt werden. Dies kann dadurch erreicht «=erden, daß man am Ende der Aufheizperiode zuerst die Verbrennungsluft (Ventilator) 17 abstellt und Wassergas durch den Regenerativ-N#rärmespeicher so lange hindurchströmen läßt, bis die Probeflamme bei Stelle 24 zündet. Die Zündung der Probeflamme zeigt an, wenn der Regenerativ-Wärmespeicher mit Gas gefüllt ist, und es wird bei der nunmehr einsetzenden Gasperiode nur heizkräftiges Gas in den Gasbehälter gelangen.
Claims (1)
- PATC'NTANSPRÜcHr': i. Einrichtung zur Erzeugung von Wassergas und Kohlenwassergas aus kleinkörnigem oder staubförmigem Brennstoff, bei der die Vergasung in einem innschichtig heißgeblasenen Regenerativ-Wärmespeicher erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum des Gaserzeugers durch eine Zwischenwand (8) in zwei ungleich große, von senkrechten Kanälen durchzogene Kammern (6,7) geteilt ist, von denen die kleinere Kammer (6) bei .der Gaserzeugung als Überhitzer und die größere Kammer (7) als Reaktionsraum dient und beide Räume während des Gasens in umgekehrter Richtung als beim Heißblasen durchströmt werden. Einrichtung zur Erzeugung von Wassergas und Kohlenwassergas nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Aufheizperiode nach Abstellung des die Verbrennungsluft in die größere Kammer des Regenerativ-Wärmespeichers einführenden Gebläses (i7) die in dem Gaserzeuger (j) befindlichen Rauchgase durch eingeleitetes Wassergas verdrängt werden.
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