DE51692C - Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine und Formstücke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine und Formstücke

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DE51692C
DE51692C DENDAT51692D DE51692DA DE51692C DE 51692 C DE51692 C DE 51692C DE NDAT51692 D DENDAT51692 D DE NDAT51692D DE 51692D A DE51692D A DE 51692DA DE 51692 C DE51692 C DE 51692C
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magnesia
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artificial stones
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DENDAT51692D
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C. mey in Berlin N., Bernauerstr. 94
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/24Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing alkyl, ammonium or metal silicates; containing silica sols
    • C04B28/26Silicates of the alkali metals

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8O: Thon- und Steinwaaren-Industrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. April 1889 ab.
Bei der Herstellung künstlicher Steinmassen aus Magnesit wurde bisher die Bildung basischer Magnesiasalze durch Einwirkung von Chlormagnesium, Chlorwasserstoffsäure u. s. w. auf gebrannten Magnesit als genügend erachtet. Die Steine werden allerdings fest und hart, besitzen aber niemals die1 gepriesene Wetterbeständigkeit, da die ungebunden bleibenden Theile des Chlormagnesiums u. s. w., welche sich als feine mikroskopische Krystalle namentlich an der Oberfläche bilden, stets löslich bleiben' und bei Berührung mit Flüssigkeiten die Festigkeit des Steines bald aufheben.
Andererseits kann bei den einfachen Mischungen von Magnesit mit Sand, Säge- oder Holzmehl, Torfmull, Glycerin u. s. w. eine durchgreifende, gleichmäfsige Carbonisirung. nicht stattfinden und reicht dazu auch eine einfache Kohlensäurezufuhr nicht aus. Allen diesen Mängeln hilft mein neues Verfahren ab.
Gleiche Theile .Quarzpulver und gebrannter Magnesia, oder auch. zwei Theile des ersteren und ein Theil der letzteren werden mit verdünntem Kaliwasserglas innig zum dickflüssigen Brei gemengt. Das Gemenge wird entweder durch Formschneidmaschinen mit Pressung in einzelne Steine' zerlegt oder direct in ausgeölte Formen gegossen, welche bei 150C. zur Hydratisirung und Abbindung der überschüssigen Wassermenge in den Exsiccator gebracht werden. Aus dem Exsiccator gelangen die gefüllten Formen zur Entziehung der in der Gufsmasse eingeschlossenen Luft in einen hermetisch verschliefsbaren, mit Vacuum- und Ueberdruckmanometer versehenen Apparat, um zuerst einem Vacuum und darauf unmittelbar folgenden Ueberdruck von Kohlensäure, welche einem Gasometer entnommen und durch Pumpwerk hineingeprefst wird, ausgesetzt zu werden. Der Kohlensäureüberdruck wird je nach- Bedürfnifs zwischen 1 und 10 Atmosphären gehalten, und zwar so lange constant, bis keine Druckabnahme 'mehr stattfindet; es ist dann der Carbonisirungsprocefs beendet.
Das eigentliche Endresultat der Kohlensäurer einwirkung unter höherem Atmosphärendruck ist die vollständige Umbildung des Magnesiumoxydhydrats in Magnesiumcarbonat, das wiederum mit dem Quarz sich zum Magnesiumcarbosilicat verbindet. Dieses letztere stellt eine äufserst harte, durch eine bis jetzt unerreichte Druckfestigkeit sich auszeichnende wetterbeständige Steinmasse dar.
In gleicher Weise werden aber auch. einfache Gemenge von gebrannter Magnesia mit Quarzstaub, Marmorstaub oder Sand und Wasser behandelt. ■ . .
Sowohl bei der natürlichen Kohlensäureaufnahme aus der atmosphärischen Luft, als auch bei der einfachen Zufuhr von Kohlensäure ist das Magnesiumoxydhydrat nicht der passiv-, sondern der activ-aufsaugende Theil. Bei beiden Verfahren wird wohl eine oberflächliche Bildung von Magnesiumcarbonat gebildet; es tritt aber bei der successiven Abbindung namentlich bei der Behandlung mit Wasser und der infolge dessen entstehenden' Wärmeerltwickelung eine moleculare Verschie-

Claims (1)

  1. bung und daraus resultirende Lockerung der Masse ein. Eine gleichmäfsige, durchgehende Carbonisirung und dementsprechende Härtung des Steines kann nur durch den von mir angewendeten Kohlensäureüberdruck erzielt werden.
    . Gegenstände,.'welche nach; der bekannten Behandlung von gebrannter Magnesia und Chlorwasserstoffsäure, schwefelsaurer Magnesia oder Chlormagnesium hergestellt sind, deren Wetterbeständigkeit durch das oftmals darin löslich gebliebene ungebundene chlor- bezw. schwefelsaure Salz eine zweifelhafte ist, können nach vorhergehendem Ablaugen durch oben näher beschriebenen Procefs wetterfest gemacht werden.
    Patenτ-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von künstlichen Steinen und Formstücken, darin bestehend, dafs. aus Quarz, gebrannter Magnesia und Kaliwasserglas angefertigte Steine durch Evacuirung in geschlossenen Behältern von der ein-, geschlossenen Luft befreit und darauf einem Kohlensäuredrück von ι bis io Atmosphären ausgesetzt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1011800B (de) * 1953-07-03 1957-07-04 Leo Torsten Ulfstedt Verfahren zur Haertung grossporiger, erstarrter Erzeugnisse

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