DE516580C - Zwischenlegplatte aus nachgiebigen Baustoffen zwischen druckerzeugenden und druckaufnehmenden Bauteilen - Google Patents

Zwischenlegplatte aus nachgiebigen Baustoffen zwischen druckerzeugenden und druckaufnehmenden Bauteilen

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DE516580C
DE516580C DEZ17892D DEZ0017892D DE516580C DE 516580 C DE516580 C DE 516580C DE Z17892 D DEZ17892 D DE Z17892D DE Z0017892 D DEZ0017892 D DE Z0017892D DE 516580 C DE516580 C DE 516580C
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DEZ17892D
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/36Bearings or like supports allowing movement

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Description

  • Zwischenlegplatte aus nachgiebigen Baustoffen zwischen druckerzeugenden und druckaufnehmenden Bauteilen Bauteile berühren einander stets in einer Fläche. Die Verteilung der Druck- und Zugspannungen in dieser Berührungsfläche ist statisch unbestimmt. Für den Kraftübergang von schweren Brückenträgern, Brückenbogen u. dgl. hat man besonders ;einwandfreie Auflagerkonstruktionen geschaffen, damit der Kraftangriff an den Unterstützungskörpern möglichst zentral .erfolgt. Im allgemeinen Bauwesen jedoch, wo solche besonderen Konstruktionen noch nicht vorliegen, liegt in jedem Falle, besonders bei der Auflagerung von Decken, Unterzügen, Dachbindern u. dgl., die genannte statische Unbestimmtheit vor. Dadurch entstehen teilweise schädliche Kantenpressungen und ungewollte Zugspannungen, die wohl schon oft :eine der mix Sicherheit nicht feststellbaren Ursachen eines plötzlichen Bauunglücks gewesen sind.
  • Man hat versucht, die Gefahr solcher unbestimmten Kraftübergänge durch Einschalten elastischer Platten zu verringern. Bewirkt wird dadurch jedoch nur, daß die Lastverteilung über die ganze Berührungsfläche der Baukörper ausgeglichener wird. Kantenpressungen können dadurch jedoch nicht vermieden werden. Bei Bogengelenken und schweren Trägerlagen hilft man sich mitunter durch Einlegen von Druckplatten an bestimmter Stelle und nachgiebigen Füllstreifen, so daß hierdurch der Kraftdurchgang festgelegt ist. Der Nachteil dieser Anordnung besteht in der Gefahr einer fehlerhaften Verlegung der 'bruckplatten, so daß diese Art der Ausführung nur für ganz hochwertige Ausführungen beschränkt bleiben mußte.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine zusammenhängende Zwischenlegplatte, die aus verschiedenen, quer zur Kraftrichtung nebeneinanderliegenden Streifen verschieden preßbaren Baustoffes hergestellt ist. Dadurch ist von vornherein die Zone des Kraftdurchganges durch den Streifen mit geringster Nachgiebigkeit bzw. mit der größten Härte mit Sicherheit bestimmt. Die Arbeit am Bau ist dabei recht einfach und leicht kontrollierbar. Als Baustoff für die Platte kommt beispielsweise Filz, Kork, Holz, Fasergewebe, Gummi, Blei o. dgl. in Betracht. Man verfährt bei der Herstellung der Platte derart, daß man an der Stelle, die dem Kraftdurchgang dienen soll, einen wenig zusammenpreßbaren Baustoff a (Abb. z) von der notwendigen Tragfähigkeit anordnet und seitlich hiervon ein Material b höherer Weichheit ansetzt. Diese verschiedenen Stoffe werden an der Unter-oder Oberseite oder auch an beiden von einer verbindenden Plattee, beispielsweise aus Papier, Pappe, Asphaltfilz, Dachpappe, Sperrholz, Blech o. dgl., zusammengehalten. Die Verbindung zwischen den einzelnen Baustoffen wird je nach Art derselben gewählt. beispielsweise durch Verkleben, Verleimen, Vernieten, Zusammennähen oder auch durch Verschmelzen.
  • Die Lage und das Flächenausmaß der dem Kraftdurchgang dienenden Fläche, d. i. der statischen Auflagerfläche, werden je nach Anforderung gewählt. Man kann so die Mauer vollkommen zentrisch belasten, man kann die Kraftlinie sogar in ihrer Richtung innerhalb des Mauerwerkes beeinflussen, wenn man z. B. am unteren Ende einer belasteten Mauer ebenfalls eine den Kraftdurchgang regelnde Zwischenlage einbaut. So kann man schädliche Nebenspannungen von einzelnen Baugliedern vollkommen fernhalten und ist somit imstande, die Abmessungen dieser Bauteile wesentlich herabzusetzen.
  • Will man dagegen aus besonderen Gründen erreichen, daß eine Mauer, eine Säule, ein Brückenbogen, eine Decke als voll oder teilweise eingespannt betrachtet und berechnet werden kann, so kann dies durch :entsprechende Anordnung der Kraftdurchgänge geschehen. Eine Mauer,.deren Fuß, beiderseits eine äußere, tragende, u (Abb. 2), und in Mauermitte eine weiche Zwischenlage b hat, besitzt eine erhöhte Standsicherheit gegen seitliche Verdrehung. Dies beruht darauf, daß die. Kraftdurchgangsstellen von vornherein unter Kraftangriff stehen und stets in Wirkungsbereitschaft sind, während ohne die Festlegung des Kraftdurchganges erst nach einer gewissen Formveränderung der Mauer und besonders des Mauerfußes der rechnerische Auflager- bzw. Gegendruck eintritt. Ein allgemein verständliches Gegenbeispiel ist das Stehen auf dem menschlichen Fuße. Ist zwischen Fußspitze und Absatz :ein Hohlraum, so steht man fest. Hat sich dieser Hohlraum mit irgendeinem tragenden Stoff gefüllt, so steht man zwar auf der ganzen, Fläche auf, man hat aber keinen rechten Halt; man verspürt weder in der Fußspitze noch im Absatz Widerstand. Durch eine Belastung einer Außenseite, z. B. der Fußspitze, lockert man aber die innige Auflagerung des Absatzes. Man wälzt die Fußsohle über einen mittleren Drehpunkt, d. h. über ein mehr oder weniger wirksames Gelenk ab. Man steht unsicher. Dieser Mißstand kann sich bei der Gründung auf ungleichmäßigem, in seiner wahren Beschaffenheit nicht erkennbarem Untergrund besonders unangenehm bemerkbar machen. Hier ist :eine Ablenkung der Kraftlinien bis in Nähe der beiderseitigen Außenseiten der Wand - d. h. soweit dies angängig ist, ohne schädliche Kantenpressung hervorzurufen - ein Vorteil. Es werden besonders in hohen, seitlich beanspruchten Mauern Lageveränderungen der Schwergewichtslinie vor der vollen Inanspruchnahme durch die seitliche Kraft verhütet. Eine solche Lageveränderung ergibt sich aus einer Verdrehung der Schwergewichtslinie um einen im Mauerwerk liegenden Widerstand des Untergrundes. Mag auch eine solche Verdrehung an sich noch so gering sein, sie ist von Einfluß auf die Standfestigkeit und Eigenfestigkeit der Mauer. Wegen der bestehenden Ungewißheit greift man zu Verstärkungen, die rein rechnerisch nicht notwendig sind, sondern vielfach auf Erfahrungen aus Fehlschlägen beruhen. Auch hier erlaubt die Ausschaltung der möglichen Wirkung von ungewissem Widerstand des Untergrundes eine Ersparnis von bisher vorsorglich angeordneten Verstärkungen.
  • Das Anwendungsgebiet ist innerhalb des Bauwesens sehr vielseitig. Die Zentrierung der senkrechten Auflagerkräfte hat besonders bei schwach zu haltenden Wänden hohe Bedeutung, wogegen die Erzeugung einer Einspannung überall da angewendet wird, wo eine Sicherung gegen seitliche Verschiebungen erstrebt wird. Auch im Bergbau, wo es sich darum handelt, nachgiebige Zwischenlagen im druckhaften Gebirge zu schaffen, bietet der Gegenstand der Erfindung erhebliche Vorteile, weil auch hier eine günstige Beeinflussung der Kraftlinienlage möglich ist; was bei gleichmäßig .elastischen Zwischenlager; bisher nicht möglich war.
  • Im Brückenbau können die Gelenke, die man bisher vielfach aus zentrisch angeordneten Bleiplatten konstruierte und wobei man freie Zwischenräume daneben belassen mußte, nach der Erfindung ausgebildet werden. Als besonderer Vorteil tritt hier die fugenlose Ausbildung der Gelenke in Erscheinung.
  • Wenn außer der Regelung des Kraftdurchganges auch eine Abdämpfung etwaiger Erschütterungen und eine Verhinderung ihrer Fortpflanzung in den durch die Zwischenlage getrennten Bauteil erreicht werden soll, so kann man es durch entsprechende Wahl, der Elastizität der kraftübertragenden Zwischenlage erzielen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zwischenlegplatte aus nachgiebigen Baustoffen zwischen druckerzeugenden und druckaufnehmenden Bauteilen, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus mehreren, quer zur Kraftrichtung nebeneinanderliegenden Baustoffstreifen (a, b) verschiedener Elastizität besteht, so daß der Kraftdurchgang eindeutig durch die Lage des Baustoffstreifens von der geringsten Elastizitä! bestimmt ist.
  2. 2. Zwischenlegplatte nach Anspruch r , dadurch gekennzeichnet, daß die verschieden elastischen Streifen durch ein- oder beiderseitig aufgeleimte, geklebte, genähte, genagelte, genietete oder ähnlich befestigte Deckplatten (c) aus Holz, Isolierpappe, Gewebe, Blech o. dgl. zusammengehalten sind.
DEZ17892D 1928-10-10 1928-10-10 Zwischenlegplatte aus nachgiebigen Baustoffen zwischen druckerzeugenden und druckaufnehmenden Bauteilen Expired DE516580C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1004359B (de) * 1955-02-22 1957-03-14 Martin Menzel Druckverteilungsplatte fuer Stossverbindungen und Auflager von Beton- oder Stahlbetonfertigteilen
DE2819306A1 (de) * 1977-06-15 1979-01-04 Wright Barry Corp Laminiertes lager zur aufnahme einer drucklast
DE2833747A1 (de) * 1977-08-01 1979-03-08 Lord Corp Geschichtetes lager
DE202011000594U1 (de) * 2011-03-16 2012-06-18 Stekox Gmbh Auflager, insbesondere für zwei zueinander positionierbare Bauteile

Cited By (4)

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DE1004359B (de) * 1955-02-22 1957-03-14 Martin Menzel Druckverteilungsplatte fuer Stossverbindungen und Auflager von Beton- oder Stahlbetonfertigteilen
DE2819306A1 (de) * 1977-06-15 1979-01-04 Wright Barry Corp Laminiertes lager zur aufnahme einer drucklast
DE2833747A1 (de) * 1977-08-01 1979-03-08 Lord Corp Geschichtetes lager
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