DE515486C - Vorrichtung zum Ausgleich von Temperatureinfluessen bei Tauchwaagen - Google Patents

Vorrichtung zum Ausgleich von Temperatureinfluessen bei Tauchwaagen

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DE515486C
DE515486C DEP56163D DEP0056163D DE515486C DE 515486 C DE515486 C DE 515486C DE P56163 D DEP56163 D DE P56163D DE P0056163 D DEP0056163 D DE P0056163D DE 515486 C DE515486 C DE 515486C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G5/00Weighing apparatus wherein the balancing is effected by fluid action
    • G01G5/02Weighing apparatus wherein the balancing is effected by fluid action with a float or other member variably immersed in liquid

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

  • Vorrichtung zum Ausgleich von Temperatureinflüssen bei Tauchwaagen Bei Tauchwaagen zur direkten Wägung muß die Veränderung der Wiegeanzeige durch die jeweiligen Temperatureinflüsse ausgeschaltet werden, und es sind bereits eine Reihe von Mitteln bekannt geworden, mit denen dieses Ziel erreicht werden soll. Insbesondere ist schon vorgeschlagen worden, für den Tauchkörper, die Tauchflüssigkeit und das die letztere enthaltende Gefäß Materialien zu wählen, deren Ausdehnungsbeiwerte in solchem Verhältnis zueinander stehen, daß der Tauchkörper in unbelastetem Zustande bei jeder Temperaturänderung ein und dieselbe Stellung einnimmt. Es sind weiterhin bei Wägevorrichtungen mit Tauchkörpern die letzteren bereits mit einer elastischen Haube versehen worden, so daß sie bei Temperaturänderungen ihr Volumen mit dem der Flüssigkeit ändern können, um die durch derartige Temperaturänderungen entstehenden Gewichtsdifferenzen auszugleichen.
  • Von diesen bisher eingeschlagenen Wegen unterscheidet sich der nachfolgend beschriebene Erfindungsgedanke dadurch, daß die Volumenänderung des Tauchkörpers entsprechend der Dichteänderung der Flüssigkeit durch eine auf einen bestimmten, rechnerisch leicht zu erfassenden Teil des Umfanges beschränkte Veränderung des Mantels des Tauchkörpers bewirkt wird. Die Veränderung des Mantels wird dabei durch eine in den Tauchkörper eingebaute, besondere Ausdehnungsvorrichtung herbeigeführt. Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Es zeigt Abb. i eine gesamte Auswiegeeinrichtung für eine größere Waage in Vorderansicht, in der nur das Tauchgefäß G im Schnitt dargestellt ist, Abb. 2 einen Vertikalschnitt durch eine Ausführungsform des Tauchkörpers K, Abb. 3 einen Schnitt durch diesen Tauchkörper K nach a-b der Abb. 2, Abb. q. einen Schnitt nahe der Grundplatte N des Tauchkörpers nach c-d der Abb. 2.
  • Die Auswiegeeinrichtung nach Abb. i ist für eine Waage größerer Wiegefähigkeit gedacht. Die Brücke und der Rahmenaufbau ist weggelassen. L ist die durch die Hebelübersetzungen reduzierte Last auf der Brücke. Sie wirkt im Ausführungsbeispiel durch ein Stahlband auf den am einen Ende unverschiebbar gelagerten Hebel H. Dieser gibt sie entsprechend verkleinert an das Stahlband S1 weiter, und nun wird sie durch die Traversen T, und T2 sowie die Vertikalstützen V1 und V2 auf den Tauchkörper K übertragen. An dem, letzteren erfolgt der Ausgleich durch die von der Tauchtiefe in eine geeignete Flüssigkeit (z. B. Quecksilber) des starr aufgehängten Gefäßes G abhängige Auftriebswirkung.
  • Da als Maß der Lastwirkung die Tauchtiefe benutzt -wird, muß ihre Veränderung auf den Zeiger Z der Waage weitergeleitet werden. Dies geschieht in dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch ein Stahlband S2, welches über eine im Waagenrahmen gelagerte Rolle R geführt ist. Zur Austarierung des Gewichtes der beweglichen Teile der Auswiegeeinrichtung kann die Rolle R mit einem weiteren Stahlband S3 ausgestattet sein, welches ein Gewicht P trägt.
  • Um die bei wechselnden Temperaturen sonst unvermeidlichen Veränderungen der Nullage des Zeigers Z infolge der Längenänderung der Kraftübertragungsteile und der Volumenänderung von Tauchgefäß G und Inhalt auszuschalten, sind die beiden Vertikalstützen V1 und V, in ihren Materialien (z. B. Eisen und Messing) und in den Längen ihrer einzelnen Teile passend gewählt bzw. zusammengesetzt. Temperaturausgieichvorrichtungen ähnlicher Art sind im Waagenbau bereits bekannt.
  • Die in Abb. = eingezeichnete dünne Schicht einer Sperrflüssigkeit trägt ebenfalls zur Beibehaltung der Nullage bei. Sie verhindert in bekannter Weise die eventuell mögliche Verdampfung, Verunreinigung und chemische Veränderung an der Flüssigkeitsoberfläche.
  • Da Temperaturänderungen außerdem Dichteänderungen der Füllflüssigkeit des Gefäßes G im Gefolge haben, ist es für die Brauchbarkeit einer derartigen Einrichtung weiterhin erforderlich, daß der Tauchkörper K seine Fläche (im Horizontalschnitt) genau im Verhältnis der Volumenänderung der Füllflüssigkeit mit der Temperatur ändert. Damit bleiben dann auch die Tauchtiefen unverändert. Erfindungsgemäß wird die Änderung der Querschnittsfläche des Tauchkörpers, entsprechend der Dichteänderung der Flüssigkeit, durch eine auf einen bestimmten, rechnerisch leicht zu erfassenden Teil M des Umfanges beschränkte Veränderung des Mantels des Tauchkörpers K bewirkt.
  • Wie dies erreicht werden kann, ist an dem Ausführungsbeispiel des Tauchkörpers K nach den Abb. 2 und 3 ersichtlich. Der Tauchkörper K trägt dort im Innern ein kleines Ausdehnungsgefäß A, dessen Größe und Füllung (z. B. Petroleum) so eingerichtet sind, daß ein mit dem kleinen Kolben D im Mantel des Tauchkörpers K verschiebbares Stück M den Querschnitt von K im richtigen Verhältnis verändert. Selbstverständlich wäre diese von den Temperaturen abhängige Flächenveränderung von K auch mit anderen Reguliermitteln durchführbar, und sie müßte sich außerdem auch nicht nur auf einen kleinen Teil des Umfanges beschränken. Es ist beispielsweise auch möglich, einen geschlitzten und an der Trennfuge dichten Mantel von K im Gesamtumfang verändern zu lassen.
  • Die Abb. 2 zeigt, darüber hinaus, wie bei dem gewählten Ausführungsbeispiel für eine Sicherung der Rückführung von M (neben der Verbindung mit D) durch die Federn Fl und F2 gesorgt werden kann, und durch die Abb. 3 und q. wird veranschaulicht, wie es möglich ist, die ganze Inneneinrichtung des Tauchkörpers K so zu gestalten, daß die zusammen mit M auf der Grundplatte N aufgebaut und als Ganzes in K eingesetzt werden kann.
  • Die Ausbildung des oberen Teiles von K (Abb. 2) und die Befestigung an der Traverse T2 ist im Ausführungsbeispiel derart, daß eine genaue und leicht durchführbare Einstellung von K bei der Montage gewährleistet ist.
  • Die in einem Beispiel für größere Waagen (zooo kg Wiegefähigkeit) gezeichneten und beschriebenen Vorrichtungen lassen sich natürlich auch für jede andere Waagengröße und Waagenart (z. B. Kranwaage, Schalenwaage, Tischwaage usw.) verwenden und gestatten wie die Neigungswaage die bekannten Verbindungen mit Laufgewichtsbalken, Zuschaltmechanismen, Aufsetzgewichten u. dgl. Sie bleiben im Gegensatz zu den Neigungswaagen auch bei fahrbaren oder sonstigen nicht ortsfesten Waagen von Schräglagen des Plateaus innerhalb der praktisch möglichen Grenzen unbeeinflußt, können also auf komplizierte Ausgleichsvorrichtungen für diesen Zweck ebensogut verzichten wie auf die Anbringung einer besonderen Dämpfungseinrichtung, deren Wirkung hier im Tauchgefäß G nebenbei erzielt wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Vorrichtung zum Ausgleich von Temperatureinflüssen bei Tauchwaagen, bei denen der Tauchkörper durch Veränderung eines Teiles seiner Oberfläche selbsttätig sein Volumen ändert, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderung der Querschnittsfläche des Tauchkörpers r(K) entsprechend der Dichteänderung der Flüssigkeit durch eine auf einen bestimmten, rechnerisch leicht zu erfassenden Teil (M) des Umfangs beschränkte Veränderung des Mantels des Tauchkörpers (K) bewirkt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß die Veränderung des Mantels durch eine in den Tauchkörper (K) eingebaute besondere Ausdehnungsvorrichtung (AD lYT) herbeigeführt wird..
DEP56163D 1927-09-29 1927-09-29 Vorrichtung zum Ausgleich von Temperatureinfluessen bei Tauchwaagen Expired DE515486C (de)

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