DE513091C - Verbindung der zylindrisch abgedrehten Laufenden mehrlaeufiger Gewehre mit dem Kammerstueck durch Aufwalzen der Laufenden - Google Patents

Verbindung der zylindrisch abgedrehten Laufenden mehrlaeufiger Gewehre mit dem Kammerstueck durch Aufwalzen der Laufenden

Info

Publication number
DE513091C
DE513091C DEM106274D DEM0106274D DE513091C DE 513091 C DE513091 C DE 513091C DE M106274 D DEM106274 D DE M106274D DE M0106274 D DEM0106274 D DE M0106274D DE 513091 C DE513091 C DE 513091C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
barrel
chamber piece
chamber
rolling
piece
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM106274D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CARL THILO MUENZER
Original Assignee
CARL THILO MUENZER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE363271D priority Critical patent/BE363271A/xx
Application filed by CARL THILO MUENZER filed Critical CARL THILO MUENZER
Priority to DEM106274D priority patent/DE513091C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE513091C publication Critical patent/DE513091C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A21/00Barrels; Gun tubes; Muzzle attachments; Barrel mounting means
    • F41A21/06Plural barrels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

  • Verbindung der zylindrisch abgedrehten Laufenden mehrläufiger Gewehre mit dem Kammerstück durch Aufwalzen der Laufenden Um den nachteiligen Einfluß des Hartlötens auf die in der Gewehrindustrie neuerdings immer mehr verwendeten vergüteten oder veredelten Laufstähle zu beseitigen, ist man dazu übergegangen, die Läufe auf kaltem Wege mit dem gemeinsamen Kammerstück zu verbinden, indem ihre zylindrisch abgedrehten Enden in die zylindrischen, mit Rillen versehenen Bohrungen des Kammerstückes bis zum Stoßboden eingeschoben und durch zylindrisches Aufweiten bzw. Aufwalzen im Kammerstück befestigt werden, wobei sich zur Erzielung genügender Längsfestigkeit des Verbandes das Laufmaterial in die Rillen der Kammerstückbohrungen einpressen muß.
  • Dieses Verfahren hat praktisch eine Reihe wesentlicher Nachteile. Geschieht das Zusammenfügen nach völliger Fertigstellung des Kammerstücks, so sind seine Wandungen zu dünn, um ein genügendes Eindringen des Laufmaterials in die Rillen der Kammerstückwandungen erreichen zu lassen. Die Wandungen des Kammerstückes geben nach, bevor sich das Material der Laufenden in die Rillen eingepreßt hat. Um diesem Übelstand abzuhelfen, hat man das Kammerstück starkwandig gelassen und hat es nach erfolgtem Zusammenfügen mit den Läufen auf seine endgültigen Abmessungen gebracht, oder man hat das Kammerstück in eine Matrize eingespannt, um das Ausweichen seiner Wandungen beim Aufweiten zu verhindern. In beiden Fällen aber ist der Arbeitsgang schwierig und verteuert die Herstellung wesentlich. Das zylindrische Aufweiten bzw. Aufwalzen macht ferner ein Nacharbeiten der im Kammerstück bereits befestigten Läufe nötig, weil die Kammern zur Aufnahme der Patronen auf die erforderliche endgültige Gestalt gebracht werden müssen. Und gerade dies ist ein besonderer Nachteil, denn das Material der Läufe, welches durch den Vorgäng des Aufwalzens am stärksten verdichtet worden ist und durch seinen hohen Spannungszustand am meisten zur Aufrechterhaltung der Längsfestigkeit des Verbandes beiträgt, wird durch das Nacharbeiten der Patronenlager hinweggeräumt, so daß hierdurch die durch das Aufweiten entstandene Längsfestigkeit des Verbandes zum großen Teil wieder verlorengeht.
  • Diese Übelstände werden vermieden durch die Laufverbindung gemäß der Erfindung. Hierbei sind die in gleicher Weise vorbereiteten Läufe in die ebenfalls zylindrischen Bohrungen des - jedoch bereits fertig bearbeiteten - Kammerstücks eingeführt. Die Laufverbindung ist aber dadurch bewirkt, daß die Laufenden und gleichzeitig mit ihnen das Kammerstück aufgeweitet ist, und zwar so, daß die Laufenden innerhalb des Kammerstücks Kegelgestalt angenommen haben, deren größter Durchmesser hinten liegt, und die beim Schießen auftretende Beanspruchung, welche den Lauf nach vorn aus dem Kammerstück herauszureißen strebt, sich nicht auf einige Rillen, sondern auf einen Kegelstumpf auswirkt, der auf seiner ganzen Länge fest in dem Kegelstumpf der Kammerstückwandung anliegt. Dadurch, daß die hohlkegelige Form, auf welche die Läufe durch das Rufweiten gebracht sind, so gewählt ist, daß sie der kegeligen Form der fertigen Patronenlager entspricht, fällt die nachträgliche Bearbeitung der Patronenlager und die dadurch hervorgerufene Schwächung des Längsverbandes fort, so daß bei einem solchen Gewehr nicht nur die Herstellung besonders vereinfacht und verbilligt, sondern auch die Qualität verbessert wird. Das durch den Befestigungsvorgang verdichtete Material der Läufe bleibt ungeschwächt stehen und hält nicht nur den für den gesicherten Längsverband erforderlichen Spannungszustand zwischen den Läufen und dem Kammerstück aufrecht, sondern setzt, im Zusammenwirken mit der Spannung der Kammerstückwände, den beim Schießen auftretenden Gasdrucken in gleicher Weise wie bei den Kruppschen Ringrohrkanonen einen höheren Widerstand entgegen.
  • Zur Herstellung der Laufverbindung wird vornehmlich ein Werkzeug verwendet, das durch einen Dorn mit um diesen kreisenden, in einer Laterne geführten Walzsteinen gebildet -wird.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Laufverbindung nach der Erfindung beispielsweise dargestellt. Ebenso ist das vornehmlich verwendete Werkzeug dargestellt.
  • Abb. i und 2 stellen einen Längsschnitt und eine hintere Stirnansicht des für zweiläufige Gewehre bestimmten ungeteilten Kammerstücks dar.
  • Abb.3 zeigt das Ende eines Laufes mit zylindrisch abgedrehtem Endteil.
  • Abb. ¢ ist ein Schnitt durch die fertige Laufverbindung.
  • Abb. 5 zeigt das Werkzeug in. Ansicht. Abb. 6 ist ein Querschnitt durch das Werkzeug an der Stelle der in Abb. 5 angegebenen Schnittlinie.
  • Die Achsen der nebeneinanderliegenden Bohrungen 2 zur Aufnahme der Läufe laufen nach vorn etwas zusammen, wie es bei den gebräuchlichen Gewehren der Fall ist, damit die nach der Mündung zu schwächer werdenden Läufe auch vorn zusammenliegen. Der aus Abb.3 ersichtliche zylindrisch abgedrehte Teil q. von annähernd gleicher Länge wie das Kammerstück wird von vorn ganz in die Bohrung 2 des Kammerstücks eingeschoben, so daß der Absatz 5 des Laufes gegen die vordere ringförmige Stirnfläche 3 des Kammerstücks stößt und hinten mit dem Stoßboden 6 abschneidet. Der Durchmesser des abgedrehten Teiles 4 des Laufes ist so gewählt, daß dieser Teil sich gut passend in die Bohrung 2 des Kammerstücks einschieben läßt. Sind die Laufenden q. in die Bohrungen 2 eingeschoben, so wird mit dem noch zu beschreibenden Werkzeug das Aufwalzen begonnen. Hierbei wird der Verband zwischen den Läufen und dem Kammerstück durch Rufweiten der Läufe und des Kammerstücks so bewirkt, daß aus dem vorher zylindrischen Teil ¢ der Läufe und den zylindrischen Kammerstückbohrungen 2 innerhalb des Kammerstücks ein Kegelstumpf entsteht, dessen größter Durchmesser hinten liegt. Abb. ¢ veranschaulicht in waagerechtem Schnitt den Zustand nach Herstellung der Laufverbindung. Die nach Herstellung der Laufverbindung vorhandenen inneren Durchmessermaße sind den Maßen des Patronenlagers gleich.
  • Die durch das Rufweiten entstandenen Kegelstümpfe 4a werden in ihrer ganzen Länge von den Wandungen des Kammerstücks mit einer Kraft umschlossen, die der Fließgrenze dieses Materials entspricht und welche durch die - der Beanspruchung in der Schußrichtung entgegenstehende - Kegelform dem Verband die gewünschte Festigkeit verleiht. Die durch das Aufwehen im Innern der Läufe entstandene Hohlkegelform entspricht aber gleichzeitig der Hohlkegelform der gebräuchlichen Patronenlager, so daß die Bearbeitung der Laufenden zur Herstellung des Patronenlagers fortfällt und der durch das Rufweiten hervorgebrachte Spannungszustand zwischen den Läufen und -dem Kammerstück voll erhalten bleibt.
  • Das zur Ausübung des Walzverfahrens vornehmlich dienende Werkzeug besteht gemäß Abb.5 und 6 aus einem konischen Dorn 7, um den herum durch eine Laterne 8 geführte Walzsteine g drehbar gelagert sind, deren Drehachsen in spitzen Winkeln zu der Dornachse liegen. Auf der Laterne 8 sitzt ein Bund io fest und dient als Widerlager für die Laterne. Zwischen dem Bund i o und einem losen Ring i i, der sich unter Zwischenschaltung eines nicht dargestellten Zwischenstücks gegen das Kammerstück stützt, liegt ein Kugellagerring 12. Die Länge der Walzsteine ist zweckmäßig mindestens gleich der Länge des Patronenlagers, d. h. also gleich der Länge des aufzuweitenden Laufteiles 4. Die Verjüngung des Dornes und der Walzsteine ist so gewählt, daß nach erfolgtem Walzvorgang das Fertigmaß der Patronenlager erreicht ist, und daß während des Walzvorganges ein Gleiten der Walzsteine in Richtung ihres Umfanges an der Kammerwand nicht stattfindet, sondern diese sich an der Patronenlagerwandung sowie auf den Dorn 7 abwälzen. Durch die schräge Lage, welche die Walzsteine infolge ihrer Führung in der Laterne einnehmen, laufen sie bei ihrer Drehung, welche vom Dorn 7 aus bewirkt wird, zwangsweise in das Patronenlager hinein, dieses aufweitend, bis s;ie durch Anlage vom Kugellager gegen das Ende des Kammerstücks daran verhindert werden. Von nun an wird nur noch der Dorn 7 weiter hineingezogen, wobei aber die Walzsteine in Richtung ihrer Achsen gleiten und so eine solche Wirkung auf den sich dehnenden Laufteil ausüben, daß eine Längendehnung des Laufmaterials nur nach hinten auftritt, wodurch der Absatz 5 des Laufes satt gegen die vordere ringförmige Stirnfläche des Kammerstücks in Anlage bleibt und sich hier kein Spalt bildet. Durch das axiale Gleiten der Walzsteine wird gleichzeitig eine Politur der Patronenlagerw@ndung erzielt, so daß keinerlei Nacharbeit für das Patronenlager nötig ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verbindung der zylindrisch abgedrehten Laufenden mehrläufiger Gewehre mit dem Kammerstück durch Aufwalzen der Laufenden, dadurch gekennzeichnet, daß vornehmlich mittels eines durch einen Dorn mit um diesen kreisenden, in einer Laterne geführten Walzsteinen gebildeten Werkzeuges die Laufenden und die diese umgebenden Kammerstückbohrungen derart aufgeweitet werden, daß die Berührungsflächen von Laufenden und Kammerstück sowie die Innenflächen der Laufenden in Kegelstumpfmäntel umgewandelt werden, deren größte Durchmesser an oder nahe dem Stoßboden liegen, und daß gleichzeitig durch das gleiche Werkzeug, im gleichen Arbeitsgang, die Hohlräume der Laufenden in eine der Gestalt der endgültigen Patronenlager entsprechende Form übergeführt werden.
DEM106274D 1928-08-26 1928-08-26 Verbindung der zylindrisch abgedrehten Laufenden mehrlaeufiger Gewehre mit dem Kammerstueck durch Aufwalzen der Laufenden Expired DE513091C (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE363271D BE363271A (de) 1928-08-26
DEM106274D DE513091C (de) 1928-08-26 1928-08-26 Verbindung der zylindrisch abgedrehten Laufenden mehrlaeufiger Gewehre mit dem Kammerstueck durch Aufwalzen der Laufenden

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM106274D DE513091C (de) 1928-08-26 1928-08-26 Verbindung der zylindrisch abgedrehten Laufenden mehrlaeufiger Gewehre mit dem Kammerstueck durch Aufwalzen der Laufenden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE513091C true DE513091C (de) 1930-11-21

Family

ID=7325867

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM106274D Expired DE513091C (de) 1928-08-26 1928-08-26 Verbindung der zylindrisch abgedrehten Laufenden mehrlaeufiger Gewehre mit dem Kammerstueck durch Aufwalzen der Laufenden

Country Status (2)

Country Link
BE (1) BE363271A (de)
DE (1) DE513091C (de)

Also Published As

Publication number Publication date
BE363271A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE932876C (de) Verfahren zum Herstellen klemmender Verbindungen von Hohlkoerpern aneinander
DE3010440A1 (de) Bohrwerkzeug zum herstellen einer und duebel zum formschluessigen einsetzen in eine in grosser tiefe mit einer konischen erweiterung versehenen bohrung
DE1144081B (de) Vorschubpatrone fuer Drehmaschinen, insbesondere fuer Ein- und Mehrspindel-automaten
DE513091C (de) Verbindung der zylindrisch abgedrehten Laufenden mehrlaeufiger Gewehre mit dem Kammerstueck durch Aufwalzen der Laufenden
DE1931897B2 (de) Aushalsvorrichtung
DE2200514C3 (de) Bohrstangenverbindung
DE1402722A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Strangpressen von Rohren
DE1602446A1 (de) Herstellungsverfahren fuer laufringe
DE604013C (de) Dorn
DE679109C (de) Verfahren zur Herstellung von dickwandigen becherfoermigen Eisenkjoerpern
DE523735C (de) Verfahren zur Herstellung von Zapfenlagern
DE548102C (de) Patronenlager mit gelochter Einsatzbuechse fuer Feuerwaffen, insbesondere Maschinengewehre
DE652955C (de) Rollenbohrer fuer drehendes Tiefbohren
EP1498193A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von nahtlosen Rohren
DE568118C (de) Walzbackenpaar zur Herstellung von Schraubengewinde
DE102008027494A1 (de) Mehrteilige Walze
DE611453C (de) Verfahren zur Herstellung von Rohren aus Hohlbloecken
AT368048B (de) Anfahrstrang fuer eine kontinuierlich arbeitende stranggiessanlage
DE715525C (de) Verfahren zum druckdichten Befestigen von Rohren, Rohrstopfen oder Rohrnippeln durch Verdraengen von in deren Inneres einspringenden Werkstoffanreicherungen bis zum durchgehend gleichen Innendurchmesser
DE865586C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohren oder Profilen
DE427004C (de) Verfahren und Einrichtung zur Befestigung der Isolatorkappe in der Rille des Isolators
DE977216C (de) Walzwerksgeruest
DE8804684U1 (de) Montagevorrichtung für eine Rohrverbindungskupplung
DE2657059B2 (de) Dornwechselvorrichtung für ein Schrägwalzwerk
DE79021C (de) Rohrwalzwerk mit lose gegen die Dornstange liegendem Dorn