DE51120C - Rotationsdruckmaschine für Karten und dergl - Google Patents

Rotationsdruckmaschine für Karten und dergl

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DE51120C
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DE
Germany
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cylinder
radial arms
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cards
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT51120D
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English (en)
Original Assignee
N. BILLSTEIN und J. F. SNEDIKER in Philadelphia, Pennsylvanien, V. St. A., 929 Filbert-Street
Publication of DE51120C publication Critical patent/DE51120C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F21/00Devices for conveying sheets through printing apparatus or machines

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  • Rotary Presses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE IS: Druckerei.
(Pennsylvania, V. St. A.).
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rotationsdruckmaschine zum Drucken von Karten, Briefumschlägen und ähnlichen kleineren Drucksachen (sog. Accidenzen),' bei welchen zumeist grofse Schnelligkeit in der Herstellung verlangt wird.
Der Fehler bei den bekannten Maschinen dieser Art ist der, dafs viel Zeit mit dem An- oder Einlegen der zu druckenden Sachen verbraucht wurde; die hier beschriebene Maschine kürzt die für diesen Zweck nothwendige Zeit ab durch Anwendung. von Anlegevorrichtungen und durch besondere Einrichtungen am Druck- und Satzcylinder, so dafs Drucksachen mit grofser Schnelligkeit und Genauigkeit der Maschine zugeführt, gedruckt und wieder abgelegt werden.
Das Wesentliche der neuen Maschine liegt in den Anlegeapparaten, die mit geeigneten Seitenführungen versehen sind. Ferner ist die Stereotypplatte auf dem Satzcylinder lose angebracht, so däfs sie im richtigen Augenblick ein wenig nach aufsen über die Cylinderoberfläche hinaus sich bewegt, zum Zweck, Farbe von der Farbenwalze anzunehmen, ohne dafs dabei irgend ein Punkt des Cylinders selbst mit der Farbenwalze in Berührung kommen kann und dadurch die Drucksachen beschmutzen könnte.
Der Druckcylinder ist zum gröfseren Theil weggeschnitten, um das Anlegen zu erleichtern, wie später ausführlicher erläutert werden wird. Es kommt daher nur ein geringer Abschnitt seiner Oberfläche mit dem Satzcylinder in Berührung, und zwar nur in dem Augenblick, in welchem das Papier zwischen den Cylindern hindurchgeht und der Druck erfolgt.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist eine Seitenansicht der neuen Rotationsmaschine, Fig. 2 ein waagrechter Schnitt nach der Linie x-x der Fig. 1, Fig. 3 eine Endansicht; Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch den Satzcylinder, Fig. 5 einen Schnitt nach Linie y-y in Fig. 2, und Fig. 6 und 7 sind Seitenansicht und Grundrifs einer Abänderung der Maschine.
Mit A, Fig. ι, ist der Satzcylinder bezeichnet, mit B der Druckcylinder, welche entsprechend auf den Wellen α und b befestigt sind; letztere werden zweckmäfsig mit Hülfe von Lagerbüchsen c, zwischen welchen die Federn D angebracht sind, in den Ständern C gelagert und sind gegen einander ■ verstellbar mittels der" Stellschrauben E, welche auf die oberen Lagerbüchsen c einwirken. Der Druckcylinder B ist als Cylinderabschnitt ausgebildet, so dafs bei der Drehung nur ein Theil seiner Oberfläche mit der zwischen A und B durchgehenden Drucksache, und zwar nur während des Druckes selbst in Berührung kommt. Durch dieses theilweise Wegschneiden des Druckcylinders ist es möglich, die Karten, Briefumschläge u. s. w. unmittelbar anzulegen; übrigens ist es nicht unbedingt erforderlich, einen so grofsen Theil, wie angegeben, vom Cylinder wegzuschneiden, und bei der Abänderung der Anlegevorrichtung, Fig. 6 und 7, ist es sogar nicht nöthig oder nur wünschenswerth, überhaupt etwas wegzuschneiden.
Mit F ist ein Anlege- und Führungstisch bezeichnet, der auf dem Ständergerüst G der Maschine ruht und ungefähr in der Mitte ausgespart ist. Die Welle H ruht in den Lagerböcken h auf dem Ständer der Maschine über dem ausgesparten Theile des Tisches F. Diese Welle ist mit einer Reihe von Radialarmen / versehen, welche von Scheiben P ausgehen, die auf der Welle H sitzen, Fig. ι und 2. Diese Arme sind zweckmäfsig mit Fingern oder Greifern i versehen, um die zu druckende Karte, den Briefumschlag u. s. w. zu erfassen.
Der Tisch F ist mit Schlitzen versehen, durch welche die radialen Arme I hindurchgehen können; es kann auch die mittlere Aussparung so grofs für diesen Zweck hergestellt werden, wie1 in Fig. 2 in punktirten Linien angedeutet. Am zweckdienlichsten ist die Anordnung dreier Armgruppen und am besten vier in jeder Gruppe, doch ist diese Zahlenangabe nicht mafsgebend. Mit /, Fig. 2, ist eine Führungsschiene auf dem Tische F bezeichnet, um die Karten u. s.w. richtig anlegen zu können. Dieselbe ist seitlich auf dem Tische verschiebbar. Sollte es nöthig oder erwünscht sein, so kann eine zweite Schiene J4 auf der anderen Tischseite angebracht werden. Beide Schienen werden dann gegen einander verstellbar eingerichtet, um ihnen genau die der Gröfse der Drucksache entsprechende Entfernung zu geben.
Die Farbenwalze K, Fig. 1, sitzt auf der in dem Ständer C gelagerten Welle k\ sie läuft mit der Vorreiberwalze L zusammen; diese letztere hat aufserdem, um die Farbe gleichmä'fsig zu verreiben, eine axial hin- und hergehende Bewegung, welche ihr durch den Anlauf L1 und den mit diesem zusammen arbeitenden Vorsprung Z-2, Fig. 3, ertheilt wird. In der Praxis ist es gut, eine Zwischenwalze K1 zwischen Farbenwalze und Vorreiberwalze einzuschalten , wie aus Fig. 1 ersichtlich, um ein Abnutzen der glatten, weichen Oberfläche der Farbenwalze durch die wechselnde Bewegung der Vorreiberwalze zu vermeiden.
Mit M, Fig. 3, ist ein Zahnrad auf dem Wellenende b des Druckcylinders bezeichnet, welches mit dem Zahnrad JV auf der Welle a des Satzcylinders in Eingriff ist. Die Farbenwalze K und die Vorreiberwalze L sind entsprechend mit in einander greifenden Zahnrädern O und P versehen, wobei das Rad O mit dem Rad N in Eingriff ist. Hierdurch wird den Cylindern und Walzen die erforderliche Bewegung ertheilt. Wird, wie oben angeführt, die Zwischenwalze K^, Fig. 1, angewendet, so wird ein weiteres Rad O2 benutzt, um der Walze K1 die entsprechende Bewegung zu ertheilen, so zwar, dafs K1 lose gelagert ist.
Mit Q, Fig. i, 2 und 5, ist eine Stange bezeichnet, die mit der Scheibe oder der Kurbel Q1, welche auf α sitzt, gelenkig verbunden ist. Am anderen Ende von Q ist der Arm R angelenkt, der die Sperrklinke S trägt. Neben R, Fig. 2, sitzt auf dem Ende der Welle H die Scheibe oder das Rad T, welches auf seinem Umfange mit Kerben oder Schlitzen t ausgestattet ist, die in der Anzahl den Radialarmen / entsprechen. In diese Schlitze oder Kerben greift die Sperrrklinke S hinein, wobei eine Feder s diesen Zweck unterstützt. .
Wenn die Welle α in der Pfeilrichtung, Fig. 5,· sich dreht und die Kurbel Q1 mit sich nimmt, so ertheilt diese dem Arm Q eine hin- und hergehende Bewegung und schwingt das Glied R in einem Viertelkreise vor- und rückwärts. Dabei ertheilt die Klinke S, welche in einen der Schlitze oder Kerben t eingreift, der Welle H und den Radialarmen / bei dem Vorwärtsgange des Armes Q eine Viertelkreisbewegung, während beim Rückgänge die Klinke aus dem Schlitz oder Kerb sich auslöst und in den nächsten einschnappt. Eine Reibungskupplung U, Fig. 2, auf dem Wellenende H macht eine Rückwärtsdrehung der Welle unmöglich.
Ein Theil des Satzcylinders A, Fig. 4, ist weggeschnitten, um die Schriftform oder Stereotypplatte W, welche die Krümmung des Cylinders hat, aufzunehmen. Diese Platte wird in dem Cylinder nur lose von der vorspringenden Kante d1 und den Schrauben χ gehalten, welche die ausgeschnittenen Ecken w der Stereotypplatte tragen und derselben eine geringe Bewegung auf und nieder gestatten, so dafs in der tiefsten Stellung, Fig. 1, die Buchstaben über den Cylinder hinausragen und bei Berührung mit der Farbenwalze Farbe annehmen, ohne dafs irgend ein Punkt des eigentlichen Cylinders die Farbenwalze berührt, weil sonst die Drucksache beschmutzt werden könnte. Die Erfahrung hat ergeben, dafs das Gewicht der Schriftplatte W einen hinreichenden Druck gegen die Farbenwälze ausübt, um sie vollständig mit Farbe zu versehen. Die Seiten der Platte W und des Cylindertheiles, der weggeschnitten ist, um die Platte aufzunehmen, werden am besten vollständig gerade und'glatt hergestellt, so dafs die Platte, während sie in senkrechter Richtung frei gleiten kann, sich seitlich nicht zu verschieben vermag.
Die Maschine erhält durch einen Riemen und Riemscheibe, letztere auf α aufgesetzt, oder auf andere geeignete Weise den Antrieb.
Die Wirkungsweise der Maschine ist nun folgende:
Karten, Briefumschläge oder andere Drucksachen werden von dem Arbeiter den Radialarmen zugeschoben, welche sich, wie vorher beschrieben, in Zwischenpausen drehen und
dabei die Drucksache von dem Anlegetisch wegnehmen. Die Führungen J auf dem letzteren ermöglichen es, dies Anlegen mit Sicherheit und Schnelligkeit auszuführen, besonders wenn zwei Führungen verwendet werden, welche entsprechend der Gröfse der Drucksache, die den Radialarmen / zugeleitet werden soll, einander genähert werden. Die Karte wird alsdann von den Fingern oder Greifern i erfafst, bei der Drehung von H mitgenommen und zwischen Druck- und Satzcylinder gelegt, welch letzterer, wie vorher angegeben, theilweise weggeschnitten ist, um der Karte, während sie von den Radialarmen herumgeführt wird, kein Hindernifs in den Weg zu legen. Die Karte wird so zwischen Druck- und Satzcylinder geführt, und der Druck erfolgt. Die Welle H steht inzwischen, d. h. während des Rückganges des Armes Q still; eine neue Karte oder ein neuer Umschlag kann auf die Greifarme / gebracht werden, und bei abermaligem Vorgange des Armes Q wird die Welle H wieder um einen Viertelkreis gedreht und bringt die neue Drucksache zwischen die Cylinder. Bei jeder Umdrehung des Satzcylinders A kommt die Stereotypplatte mit der Farbenwalze K in Berührung.
In den Fig. 6 und 7 ist eine Abänderung dargestellt, bei welcher der Druckcylinder B nicht in der vorher beschriebenen Weise theilweise weggeschnitten ist, sondern bei welcher die Drucksache von Haltern G1, welche in Schlitzen des Tisches F eine Vor- und Rückwärtsbewegung ausführen, vorwärts und zwischen die Cylinder geführt wird, sobald sie von den Armen / auf den Tisch gelegt werden. Der Rahmen oder die Stange H1, Fig. 7, ist an beiden Enden durch bewegliche Glieder J1 mit den Hebeln J2 verbunden, welche an einem Ende an den Ständer der Maschine, am anderen an die Arme JB angebolzt sind, welch letztere mit dem Zahnrad M bezw. mit der Scheibe oder dem Arm M1, Fig. 7, am anderen Ende der Welle b gelenkig verbunden sind, so dafs die Umdrehung des Cylinders B durch diese Hebelübertragungen den Haltern G1 die gewünschte Vor- unk Rückwärtsbewegung ertheilt. Diese führen die Drucksache an die Cylinder und kehren zurück, um. ein zweites Blatt von den Radialarmen zu empfangen, wobei der zeitweilige Stillstand dieser Arme den Haltern G1 gestattet, den aufliegenden Bogen von jenen hinuterzuschieben, bevor jene ihre Drehung fortsetzen.
Wenn drei solcher Radialarme auf der Welle H verwendet werden, dient der mittelste dem Drucker beim Auflegen der Druckbogen auf die Radialarme als Leiter und man wird ihn deshalb etwas1 schwerer als die beiden Arme an den Enden gestalten; man kann ihn auch ganz weglassen, wie in Fig. 7 angegeben.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Rotationsdruckmaschine, gekennzeichnet durch die Anordnung eines zum Zwecke des Einfärbens mit radial beweglichem Schriftsatze W versehenen Satzcylinders A und eines Druckcylinders B, der sectorartig gestaltet ist, um Raum zu schaffen für die von der aus Scheiben I1 mit radialen Armen Ii bestehenden Anlegevorrichtung herbeigeführten Karten, Briefumschläge, welcher Anlegevorrichtung HI1I mittelst Schubstange QR, Sperrklinke S und Scheibe T entsprechend unterbrochene Drehung ertheilt wird.
  2. 2. Die Abänderung vorstehender Einrichtung, bestehend in der Anordnung eines nicht sectorartig gestalteten, sondern vollen Druckcylinders, welchem die Drucksachen nicht unmittelbar durch die Radialarme J, sondern unter Vermittelung der Schieber G1 tangential zugeführt werden (Fig. 6 und 7).
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT51120D Rotationsdruckmaschine für Karten und dergl Expired - Lifetime DE51120C (de)

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