DE511111C - Verfahren und Vorrichtung zur Reinzuechtung von Hefe - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Reinzuechtung von Hefe

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DE511111C
DE511111C DEV25002D DEV0025002D DE511111C DE 511111 C DE511111 C DE 511111C DE V25002 D DEV25002 D DE V25002D DE V0025002 D DEV0025002 D DE V0025002D DE 511111 C DE511111 C DE 511111C
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Germany
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yeast
pure
fermentation
vessel
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DEV25002D
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VULKAN WERKE AKT GES fur BRAU
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12MAPPARATUS FOR ENZYMOLOGY OR MICROBIOLOGY; APPARATUS FOR CULTURING MICROORGANISMS FOR PRODUCING BIOMASS, FOR GROWING CELLS OR FOR OBTAINING FERMENTATION OR METABOLIC PRODUCTS, i.e. BIOREACTORS OR FERMENTERS
    • C12M23/00Constructional details, e.g. recesses, hinges
    • C12M23/20Material Coatings

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Reinzüchtung von Hefe Bei den bisher bekannten Hefereinzuchtanlagen wurde so verfahren, daß jedesmal nach vollzogener Reinzuchtgärung die Gärgefäße (Reinzuchtgefäße) nicht vollkommen entleert wurden. Es blieb nach Entnahme der Reinzuchtkräusen und Zuführung dieser zur weiteren Vergärung ein kleiner Rest derselben im Reinzuchtzylinder zurück zwecks ständiger Fortführung der Reinkultur.
  • Erfahrungsgemäß ist nun die Nährwürze nicht vollkommen trubfrei, so daß sich der in dem Gefäß zurückzuhaltende, auf dem Boden desselben ansammelnde Rest von Reinkulturhefe mit dem Trube vermischt. Dieser Trub verschmiert die Zellenmembran und beeinträchtigt hierdurch die Lebensfähigkeit der Hefezellen. Will man diesen Übelstand vermeiden, so muß das Gefäß in kürzeren Zeitabständen vollkommen entleert und gereinigt werden. Hierauf muß eine neue Sterilisation des Gefäßes und eine neue Impfung mit einer Laboratoriumskultur stattfinden, was umständlich, mit besonderer Mühe verbunden und zeitraubend ist.
  • Aber auch aus anderen Gründen ist es an sich angebracht, die Gefäße in kürzeren Zeitabständen zu entleeren und zu reinigen. Bekanntlich bestehen die Reinzuchtgefäße durchweg aus Kupfer, und es hat sich nun gezeigt, daß bei zu langer Lagerung der Kulturhefe in solchen Gefäßen ein Teil der Hefezellen abstirbt, wodurch die Güte (Gärkraft, Lebensfähigkeit usw.) der gewonnenen keinzuchthefe ganz wesentlich beeinfiußt wird. Ein Verzinnen der inneren Gefäßwandung hat aber nur dann einen Zweck, wenn, wie weiter oben angegeben, das Gefäß nach jedesmal vollzogener Gärung restlos geleert und gereinigt wird, da sonst nach verhältnismäßig kurzer Zeit der dünne Zinnüberzug durch den Säuregehalt zerstört wird. Selbstverständlich ist auch in diesem Falle eine Neusterilisation des Gefäßes und eine N7enimpfung mit einer Laboratoriumskultur nach jeder Reinigung notwendig.
  • Der Zweck der Erfindung ist es daher, diese Nachteile zu beseitigen, und zwar geschieht dies in erster Linie dadurch, daß nach vollzogener Gärung ein Teil der Reinzuchthefe aus einer Schicht, in der sich Schmutz und Trub nicht absetzen können, in einen Hilfsbehälter übergeführt und nach erfolgter Entleerung und Wiederbeschickung des Gärgefäßes mit Nährwürze dieser als Ansatzhefe zugesetzt wird.
  • Auf diese Weise wird erreicht, daß die zur ständigen Fortführung der Reinkultur notwendigen Mengen der Reinzuchtkräusen ohne Verunreinigungen durch Trub und Schmutz zurückgehalten werden können, um bei der nächsten Beschickung wieder zugesetzt zu werden.
  • Erfahrungsgemäß ist die keinzuchthefe am reinsten oberhalb des unteren Viertels der üblichen zylindrischen Gärgefäße. Man wird daher zur Durchführung des Verfahrens vorteilhaft an dieser Stelle ein Hilfsgefäß anschließen, das man nach vollzogener Gärung mit Reinzuclithefe auffüllt, gegenüber dem Hauptgärbehälter abschließt und nunmehr diesen vollkommen entleert, uni nach Wiederfüllung mit Kulturhefe die keinzuchthefe aus dein Hilfsbehälter wieder in den Gärzylinder überzuführen. Es sind an sich bei Durchführung des bisher üblichen Verfahrens zur Reinzüchtung von Hefe auch bereits Hilfsgefäße verwendet worden, die aber dem erfindungsgemäß angestrebten Zweck schon aus dem Grunde nicht entsprechen konnten, weil sie unten an den Gärzylinder anschließen und infolgedessen Trub und Schmutz mi.t übernehmen müssen, das Verfahren also mit diesen Einrichtungen nicht durchgeführt werden kann.
  • Das neue Verfahren gibt aber auch die Möglichkeit, die in dem besonderen Gefäß zurückgehaltene, äußerst reine Zuchthefe längere Zeit lebensfähig zu erhalten, indem das Hilfsgefäß erfindungsgemäß mit einer Kühlvorrichtung, beispielsweise Kühlschlange, versehen ist, die es ermöglicht, die für eine längere Lagerung notwendige tiefe Temperatur hervorzurufen. Vorteilhaft besteht hierbei das Hilfsgefäß in seinem zylindrischen Teil aus hitzebeständigem Glas, während die finit der Reinzuchthefe in Berührung tretenden Metallteile, also in erster Linie der Boden, die Verbindungsleitungen und die Kühlschlange, aus Nickel oder Reinnickel bestehen bzw. stark vernickelt sind.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens schematisch dargestellt.
  • An den mit a bezeichneten Reinzuchtgärzylinder ist durch eine absperrbare Leitung f ein Hilfsgefäß angeschlossen, das aus einem Glaszylinder b mit Boden c und Deckel d aus Metall besteht. Die Abschlußplatten c und d bestehen aus Rotguß oder Messing, wobei die Bodenplatte c auf ihrer dem Glaszylinder b zugekehrten Seite einen Einsatz aus Beinnickel besitzt. An den Deckel d sind durch eine absperrbare Leitung ein oder mehrere Luftfilter e angeschlossen. Im Innern des Glaszylinders ist eine Kühlschlange g, bestehend aus einem Rohr aus Beinnickel, vorgesehen, die durch den oberen Deckel d hindurchgehend in üblicher Weise an eine Wasserleitung oder eine Soleleitung angeschlossen wird.
  • Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Sobald im Reinzuchtgärzylinder die Gärung vollzogen ist, wird ein Teil der Reinzuchthefe durch die Leitung f in den Hilfsbehälter b übergeführt und die Leitung f abgeschlossen. Nunmehr kann der Gärzylinder a vollständig geleert und, wenn erforderlich, von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Ist dies geschehen, so wird die Reinzuchthefe aus dein Hilfsbehälter b in den Gärzylinder a gelassen und dann dieser frisch ausgefüllt, so daß der Gärprozeß ohne Unterbrechung vor sich gehen kann. Da der Hilfsbehälter b, soweit die metallischen, mit der Reinzuchthefein Berührung tretenden Teile in Betracht kommen, aus Reinnickel besteht, so kommen ungünstige metallische Beeinflussungen der Hefe nicht in Frage. Sie bleibt also, da namentlich bei längerer Aufbewahrung für Kühlung gesorgt ist, stets im vollen Maße lebensfähig und gärkräftig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Reinzüchtung von Hefe, dadurch gekennzeichnet, daß nach vollzogener Gärung ein Teil der Reinzuchthefe aus einer Schicht, in der sich Schmutz und Trub nicht absetzen können, in einen Hilfsbehälter übergeführt und nach erfolgter Entleerung, Reinigung und Wiederbeschickung des Gärgefäßes mit Nährwürze dieser als Ansatzhefe zugesetzt wird. a. Hefereinzuchtanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das einen Teil der Reinzuchthefe aufnehmende Hilfsgefäß (b) mit einer Kühlvorrichtung, beispielsweise Kühlschlange (g), ausgerüstet ist. 3. Hefereinzuchtanlage nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß der zylindrische Teil des Hilfsgefäßes (b) aus hitzebeständigem Glas besteht, während die mit der Reinzuchthefe in Berührung kommenden Metallteile aus Nickel oder Beinnickel bestehen bzw. stark vernicltelt sind.
DEV25002D 1929-03-03 1929-03-03 Verfahren und Vorrichtung zur Reinzuechtung von Hefe Expired DE511111C (de)

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DE511111C true DE511111C (de) 1930-10-25

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