DE50953C - Schlauchdichtung für Kolben und Kolbenstangen - Google Patents
Schlauchdichtung für Kolben und KolbenstangenInfo
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- DE50953C DE50953C DENDAT50953D DE50953DA DE50953C DE 50953 C DE50953 C DE 50953C DE NDAT50953 D DENDAT50953 D DE NDAT50953D DE 50953D A DE50953D A DE 50953DA DE 50953 C DE50953 C DE 50953C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J15/00—Sealings
- F16J15/50—Sealings between relatively-movable members, by means of a sealing without relatively-moving surfaces, e.g. fluid-tight sealings for transmitting motion through a wall
- F16J15/52—Sealings between relatively-movable members, by means of a sealing without relatively-moving surfaces, e.g. fluid-tight sealings for transmitting motion through a wall by means of sealing bellows or diaphragms
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
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- Rigid Pipes And Flexible Pipes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Die Schlauchdichtung kann in allen Fällen angewendet werden, in denen die durch die
Dichtung geschiedenen Flüssigkeiten, z. B. Wasser und atmosphärische Luft, während der
Bewegung des Kolbens solche Spannungen haben, dafs zwischen ihnen beständig ein Ueberdruck in einer und derselben Richtung
stattfindet, oder bei denen dieser Spannungsunterschied stets gleichzeitig mit der Kolbenbewegung
die Richtung wechselt.
Die Dichtung besteht im wesentlichen aus einem cylindrischen Schlauch mit undurchlässigen
und in der Richtung des Umfanges dehnbaren Wandungen, welcher, theil weise umgekrempt
in den Zwischenraum zwischen dem Kolben- α und dem Cylinder b, Fig. i, gebracht
und mit dem inneren Ende an α, mit dem äufseren an b befestigt wird. Der erwähnte
Ueberdruck preist1 dann den Schlauch gegen ,die innere und äufsere Cylinderfläche
und wölbt die ringförmige Falte c. Bei der Bewegung des Kolbens wälzt sich der Schlauch
von innen durch die Falte nach aufsen, oder umgekehrt, wobei die Falte dem.Kolben mit
halber Geschwindigkeit folgt.
Der Schlauch besteht aus dem Gewebe d, welches mit einem Gummiüberzug e versehen
ist. Ein geeignetes* Gewebe kann durch Ueberklöppeln oder Ueberflechten cylindrischer Rohre
hergestellt werden, von denen der Schlauch erst nach erfolgter Gummirung heruntergeschoben
wird. Erweitert sich ein Stück eines solchen Schlauchgewebes, indem es bei der Kolbenbewegung aus dem inneren Theil durch
die Falte c in den äufseren Theil übergeht, so verkürzt es sich gleichzeitig, Fig. .2. Ebenso
wie geklöppelte sind auch gestrickte oder Tricotschläuche gut geeignet. Bei Kolben von
mehreren Decimetern Durchmesser lassen sich Schlauchgewebe gewöhnlicher Art verwenden,
da dann die erforderliche Dehnbarkeit nur noch einen geringen Bruchtheil des Umfanges
ausmacht. Anstatt auf einem Gewebe kann man die Gummischicht auch auf einer Unterlage
von parallelen Längsfäden befestigen.
Die Beanspruchung des Schlauches in seiner Längsrichtung hängt bei gleichem Ueberdruck
nicht vom Kolbendurchmesser, sondern lediglich von dem Mafs f, Fig. 1, ab, welches mit
dem Doppelten der Schlauchstärke sehr reichlich bemessen ist. Infolge, dessen fallen die
Gewebestärke und der Zwischenraum g zwischen Kolben und Cylinder stets sehr klein, aus;
3 bis 4 mm genügen für g, um einen Schlauch von mehreren Atmosphären Widerstandsfähigkeit
aufzunehmen, während ein ~- Schlauch, welcher 100 Atmosphären aushalten kann,
höchstens 8 mm Zwischenraum erfordert.
Es ist leicht, die Schlauchenden an der inneren und äufseren Wandung zu befestigen,
wobei der Gummiüberzug des Schlauches zugleich diese Befestigungsstellen abdichtet. Das
innere Schlauchende kann man zwischen Kegelflächen spannen, deren innerer Durchmesser
gleich demjenigen des unaufgezogenen Schlauches ist. Die Kegelfläche lSfst sich unmittelbar an
die Cylinderfläche, auf welcher die Wälzung des Schlauches stattfindet, anschliefsen, Fig. 1,
4 und .5, oder, was bei ganz kleinen Durchmessern/einer zu starken Ausdehnung des
Schlauches vorbeugt, auf einer besonderen ,Verstärkung, .anbringen (Wulst h in Fig. 3).
Zur Befestigung des äufseren Schlauchendes können gleichfalls Kegelflächen dienen, Fig. i,
wenn einmal die einfachere Befestigungsart nach Fig. 3 bis 5 nicht ausführbar ist.
Die Anwendung des Dichtungsschlauches bietet folgende Vortheile:
ι. Die Abdichtung des Kolbens ist eine vollkommene.
Dies ist wichtig, wenn es sich um hochgespannte Gase und Dämpfe handelt, besonders
wenn diese Gase theuer oder übelriechend und gesundheitsgefährlich sind. Kolben
und Schlauch zusammen kann man auch als eine Dichtungsplatte von grofsem Hub betrachten;
solche sind ein Bedürfnifs für Luftdruckeinrichtungen jeder Art (Eisenbahnbremsen,
Centraluhrenhaltungen u. s. w.), gleichviel, ob diese mit Ueber- oder Unterdruck arbeiten.
2. Die Reibung ist äufserst gering. Diese
Eigenschaft zusammen mit der vorhergehenden empfiehlt den Schlauch zur Herstellung entlasteter
Ventile von genügendem Hub, welche, weil einsitzig, gut schliefsen. Geringe Reibung
und genaue-Dichtung sind ferner wichtig für diejenigen Regulirungs-, sowie Anzeige-, Mefs-
und Signalvorrichtungen, bei denen die jeweilige Stellung eines Kolbens von dem Rauminhalt
einer Flüssigkeit oder der Spannung eines Gases oder gesättigten Dampfes abhängig ist.
3. Der Kolben bedarf keiner Schmierung. Die Schmierung des Kolbens und der Kolbenstange
giebt z. B. bei Verdichtungskältemaschinen zu grofsen Unzuträglichkeiten und Umständlichkeiten
Veranlassung.
Fig. 3 zeigt die Abdichtung einer Kolbenstange. Das äufsere Schlauchende ist durch
einen kurzen Ueberschlag auf der Büchse i festgehalten und bildet die Abdichtung derselben
gegen den Cylinderdeckel, während das innere Schlauchende bis zum Wulst h der
Hülse k verlängert ist und mit dieser durch die Mutter / gegen den Kolben m geprefst
wird. Behufs Erneuerung des Schlauches kann man nach Entfernung von Kreuzkopf η und
Mutter / die Hülse k gleichzeitig mit der Büchse i von der Kolbenstange herunterziehen.
Fig. 4 zeigt die Abdichtung eines Tauchkolbens, welcher ohne Schmierung im Cylinder
arbeitet. Nach Entfernung des Cylinderdeckels 0 lä'fst sich der Schlauch auswechseln.
Fig. 5 zeigt die Abdichtung eines Entlastungskolbens bei einem Druckminderventil. Das
Einziehen eines Ersatzschlauches bedarf auch hier keiner besonderen Uebung.
Bringt man nämlich die stützenden cyliiidrischen
Flächen sowohl vor als hinter dem Schlauch an, Fig. 6 und 7, und hat der Schlauch eine solche Länge, dafs am Ende
eines Hubes der innere oder der äufsere cylindrische Theil des Schlauches vollständig
oder fast vollständig abgewickelt ist, so kann in dieser Stellung der Ueberdruck von der
einen Flüssigkeit zur anderen übergehen, ohne dafs der Schlauch in Unordnung geräth. Es
erweitert oder verengert sich alsdann der Schlauch, bis er auf der anderen Cylinderfläche
liegt, wobei die Falte unter Bildung einer neuen am entgegengesetzten Ende des Schlauches verschwindet. Bei der dargestellten
Fassung des Schlauches, dessen Gewebe hier am besten beiderseits mit Gummiüberzug versehen
ist, braucht also der Ueberdruck nur noch während eines jeden einzelnen Hubes beständig zu sein. Die Richtung des Ueberdruckes
kann übrigens, wie früher, derjenigen der Kolbenbewegung sowohl gleich als entgegengesetzt
sein, so dafs von den beiden Fig. 6 und 7 sowohl die eine den Schlufs des ersten und die andere den Anfang des zweiten
Hubes vorstellen kann, als auch umgekehrt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein als Dichtung für Kolben und Kolbenstangen, bei denen während der ■■ Kolbenbewegung stets eine und dieselbe von den beiden getrennten Flüssigkeiten die höhere Spannung hat, oder bei denen dieser Spannungsunterschied stets gleichzeitig mit der Kolbenbewegung die Richtung wechselt, dienender undurchlässiger, an beiden Enden offener Schlauch, welcher infolge seiner Herstellung aus niit einer Gummischicht überzogenem Gewebe, welches entweder durch Ueberklöppeln (Ueberflechten) von Röhren oder durch Stricken gebildet ist bezw. auch durch eine mit einem Gummiüberzug versehene Unterlage paralleler Längsfäden ersetzt werden kann, in Richtung seines Umfanges dehnbar ist und, theilweise umgekrempt, mit seinem inneren offenen Ende am Kolben, mit seinem äufseren offenen Ende am Cylinder befestigt wird, so dafs der Ueberdruck den Schlauch gegen die innere Cylinder- und äufsere Kolbenfläche prefst und hierbei eine ringförmige, Falte c bildet, durch welche sich derselbe bei entsprechender Kolbenbewegung von innen nach aufsen oder umgekehrt abwälzt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50953C true DE50953C (de) |
Family
ID=325758
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT50953D Expired - Lifetime DE50953C (de) | Schlauchdichtung für Kolben und Kolbenstangen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50953C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE949213C (de) * | 1951-03-30 | 1956-09-13 | Madeleine Roussel Geb Zarembo | Kolbenpumpe |
| DE1032626B (de) * | 1955-07-26 | 1958-06-19 | Lins Albert | Abdichtung fuer einen in einem Gehaeuse laengs verschiebbaren Kolben |
| DE1080366B (de) * | 1952-12-11 | 1960-04-21 | Karl Antonius Klingler | Rollmembrandichtung |
| FR2718211A1 (fr) * | 1994-03-30 | 1995-10-06 | Zeiss Carl Fa | Membrane de roulement placée entre un corps de forme cylindrique et un autre corps de forme cylindrique creux entre lesquels un mouvement relatif s'effectue suivant un axe . |
-
0
- DE DENDAT50953D patent/DE50953C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE949213C (de) * | 1951-03-30 | 1956-09-13 | Madeleine Roussel Geb Zarembo | Kolbenpumpe |
| DE1080366B (de) * | 1952-12-11 | 1960-04-21 | Karl Antonius Klingler | Rollmembrandichtung |
| DE1032626B (de) * | 1955-07-26 | 1958-06-19 | Lins Albert | Abdichtung fuer einen in einem Gehaeuse laengs verschiebbaren Kolben |
| FR2718211A1 (fr) * | 1994-03-30 | 1995-10-06 | Zeiss Carl Fa | Membrane de roulement placée entre un corps de forme cylindrique et un autre corps de forme cylindrique creux entre lesquels un mouvement relatif s'effectue suivant un axe . |
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