DE50884C - Fernthermometer zur Bestimmung der mittleren Temperatur ausgedehnter Räume oder Körper - Google Patents
Fernthermometer zur Bestimmung der mittleren Temperatur ausgedehnter Räume oder KörperInfo
- Publication number
- DE50884C DE50884C DENDAT50884D DE50884DA DE50884C DE 50884 C DE50884 C DE 50884C DE NDAT50884 D DENDAT50884 D DE NDAT50884D DE 50884D A DE50884D A DE 50884DA DE 50884 C DE50884 C DE 50884C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bodies
- mean temperature
- determining
- temperature
- remote thermometer
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01K—MEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01K3/00—Thermometers giving results other than momentary value of temperature
- G01K3/02—Thermometers giving results other than momentary value of temperature giving means values; giving integrated values
- G01K3/06—Thermometers giving results other than momentary value of temperature giving means values; giving integrated values in respect of space
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Battery Electrode And Active Subsutance (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 42: Instrumente.
Das den Gegenstand dieser Erfindung bildende Thermometer ist in erster Linie für die
Messung der mittleren Temperatur der unteren Horde bei Malzdarren bestimmt, kann aber
auch für irgend welche andere Zwecke, wo es sich darum handelt, die mittlere Temperatur
grofser Volumina von Luft oder anderen Gasen, von Flüssigkeiten oder ausgedehnten
festen Körpern an einem oder gleichzeitig an mehreren von dem erwärmten Gegenstand entfernten
Punkten abzulesen, verwendet werden.
Die Einrichtung des Apparates bezweckt insbesondere bei Malzdarren, dafs nicht die
Temperatur der über der ,Malzschicht befindlichen Luft, sondern die mittlere Temperatur
der Blech- oder Drahthorde selbst, da nur diese letztere mafsgebend ist, für die Temperatur
des auf der Horde befindlichen Malzes bestimmt wird.
Die Temperatur des Luftraumes oberhalb der Malzschüttung kann, namentlich bei
raschem Nachheizen, um 100C. und auch noch
mehr von der eigentlichen Malztemperatür verschieden sein. Ein besonderes Gewicht wird
gelegt auf die Bestimmung der mittleren Temperatur der ganzen Horde, weil auch bei den
bestconstruirten Darrheizsystemen die Temperatur über der ganzen Hordenfläche niemals
eine gleichmä'fsige ist, sondern an verschiedenen Punkten ein und derselben Horde Unterschiede
von 10 bis 200 C. vorkommen.
Die Ablesung des Temperaturmittels der ganzen Hordenfläche auf gewisse Entfernungen
wird der Erfindung gemäfs dadurch erreicht, dafs man ein Luftthermometer in Anwendung
bringt, dessen Luftbehälter aus einer gewissen Anzahl an der Unterseite der Horde befestigter
und durch Bleiröhren (von etwa 3 mm Bohrung) unter einander verbundener Metallhohlkörper
besteht. Die auf solche Art gebildete Batterie von Metallhohlkörpern steht durch ein Bleirohr von kaum 1 mm innerer
Lichte mit einem oder nach Bedarf auch mehreren Manometern in Verbindung.
Ein solches Fernthermometer zur Bestimmung mittlerer Temperaturen ist in der Zeichnung dargestellt,
und zwar zeigt:
Fig. ι ein in Verbindung mit dem Luftbehälter zu verwendendes Quecksilbermanometer;
Fig. 2 stellt die Anordnung der hohlen Metallkörper unter einer Malzdarrenhorde dar;
Fig. 3 zeigt in gröfserem Mafsstabe einen einzelnen solchen Metallkörper im Aufrifs.
Die Metallhohlkörper oder Elemente α bestehen
aus verzinnten Kupferröhren. Dieselben sind mittelst Drähte an der Unterfläche der
Horde B befestigt und über die ganze Horde (wie in Fig. 2 dargestellt) gleichförmig vertheilt.
Bei sehr grofsen Darren, die ein zweitheiliges Heizrohrsystem besitzen, werden zwei solcher
Batterien, von welchen jede nur für eine Hälfte der Horde dient, angebracht. Durch
diese Einrichtung ist die Möglichkeit gegeben, die mittlere Temperatur einer jeden Hordenhälfte
für sich zu ersehen, und der Heizer kann danach die Rauchschieber so reguliren, dafs in beiden Heizrohrsystemen ein gleich
starker Zug und folglich auch die gleiche Temperatur auf beiden Hordenhälften herrscht,
was für den Darrprocefs von grofser Wichtigkeit ist. Diese Möglichkeit der genauen Zug-
bezw. Temperaturregulirung ist aber nur mit Hülfe des in Rede stehenden und durch kein
anderes Luftthermometer oder irgend ein anderes Fernthermometer gegeben.
Die Anbringung der Metallhohlkörper an der Unterseite der Horde hat überdies den
Vortheil, dafs die Einrichtung weder beim Umschlagen des Malzes, noch beim Putzen der
Darre irgendwie hinderlich ist und daher für immer anmontirt bleiben kann.
Das Manometer, Fig. ι, ist dem Princip nach ein Gefäßbarometer in veränderter Form.
Das Quecksilbergefäfs C hat in seinem weitesten Theile einen Durchmesser von etwa 50 mm
und das ungefähr 1100 mm hohe Steigrohr d
ist im oberen Theil, wo sich die durch die Temperatur- bezw. Druckveränderungen bewirkten
Schwankungen der Quecksilbersäule geltend machen, derart verengt, dafs diese Schwankungen keine merklichen Niveauunterschiede
des Quecksilberstandes hervorrufen. Am unteren Ende des Steigrohres ist ein sehr
einfacher Verschlufs angebracht, um das Instrument beim Transport stürzen zu können,
ohne dafs Luft in das Steigrohr gelangt. Zu diesem Behufe ist die Mündung des Steigrohres
C schwach konisch erweitert und mit einem Baumwollpfropfen e, der über den
Stahldraht e1 gewunden ist, verschlossen, wobei letzterer in einem Verschlufspfropfen e2
dicht geführt ist. Damit man die Pfropfen e dicht einstecken kann, ohne Gefahr zu laufen,
dafs das Gefäfs C zerbricht, ist das Steigrohr am Boden des Gefäfses mit drei Glasfüfschen f
angeschmolzen. Von dem Gefäfs C zweigt ein Rohr g ab, an welches das Rohr h der
Batterieleitung mittelst Holländerverschraubung i befestigt wird. Soll das Manometer verschickt
werden, so wird zunächst an Stelle der Verschraubung i eine Verschlufskapsel mit eingelegter
Lederplatte aufgeschraubt, sodann das Instrument um i8o° gewendet, wobei sich das
luftleere Steigrohr d mit Quecksilber vollkommen füllt, hierauf der Baumwollpfropfen e
sammt dem Korkstöpsel e2 dicht eingesteckt. Will man das Manometer in Function setzen,
so wird zuerst der Baumwollpfropfen e entfernt und die untere Oeffnung des Gefäfses C
durch einen Pfropfen dicht geschlossen; sodann wird das Instrument vorsichtig gewendet
und in seine normale aufrechte Stellung gebracht. Die Quecksilberfüllung ist so bemessen,
dafs die Mündung des Steigrohres d bei senkrechter Lage des Instrumentes unter
Quecksilber steht.
Das ganze Manometer ist in einem Holzgehäuse k eingeschlossen, welches oben einen
Glasaufsatz / besitzt, um die Scala m ersichtlich
zu machen.
Die Scala m ist empirisch getheilt, in Falzen η verschiebbar und kann mittelst der
Schraube ο festgeklemmt werden.
Die Batterie α sammt Röhrenleitung ist mit reiner, vollkommen trockner Luft gefüllt und
an dem einen Ende bei jp, Fig. 2, verlöthet, während das andere Ende h durch die
Holländerverschraubung i mit dem Manometer in Verbindung steht.
Bevor der ganze Apparat an seinem Bestimmungsort fest anmontirt wird, legt man
die Batterie in Wasser, ermittelt dessen Temperatur genau, verschiebt die Scala m, so dafs
der Quecksilberstand der Wassertemperatur entspricht, fixirt die Scala und zieht die Verschraubung
i fest an, so dafs ein vollkommen dichter Schlufs hergestellt ist. Der Apparat ist
jetzt ein für allemal eingestellt und kann an die betreffende Stelle (z. B. Darrhorde) anmontirt
werden. Die Rohrleitung zum Manometer wird am besten in die Mauer unter den Verputz gelegt.
Von der Leitung h, Fig. 2, kann eine Leitung h* abzweigen, welche zu einem am
Heizerstand befindlichen Manometer führt.
Dieses Fernthermometer eignet sich aufser für Malzdarren auch noch ganz besonders für
Dextrinkammern, Trockenstuben, künstlich gekühlte Räume, wie z. B. Gähr- und Lagerkeller
etc.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Fernthermometer zur Bestimmung der mittleren Temperatur ausgedehnter Räume oder Körper, gekennzeichnet durch eine Batterie von metallenen Luftbehältern a, welche gleichförmig- in dem Raum oder auf der. Fläche, deren mittlere Temperatur bestimmt werden soll, vertheilt sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50884C true DE50884C (de) |
Family
ID=325696
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT50884D Expired - Lifetime DE50884C (de) | Fernthermometer zur Bestimmung der mittleren Temperatur ausgedehnter Räume oder Körper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50884C (de) |
-
0
- DE DENDAT50884D patent/DE50884C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2525451B2 (de) | Verdampfer zum Umwandeln eines verflüssigten Gases in ein erhitztes Gas für die Versorgung eines Gasverteilungssystems | |
| WO2009127539A1 (de) | Verfahren zur reduzierung der luftzuführung aus der atmosphäre in das ausdehnungsgefäss von mit isolierflüssigkeit gefüllten hochspannungsanlagen und vorrichtung zur durchführung des verfahrens | |
| DE50884C (de) | Fernthermometer zur Bestimmung der mittleren Temperatur ausgedehnter Räume oder Körper | |
| DE102016113489B4 (de) | Messverfahren und -gerät zur Bestimmung der Feuchte und/oder der Menge an flüchtigen Stoffen und/oder der Dichte eines Feststoffs durch schrittweises Aufheizen und Erfassen der verdrängten Messflüssigkeitsmenge | |
| DE4308720A1 (de) | Meßgerät zur Bestimmung von Bodeneigenschaften | |
| DE634203C (de) | Fluessigkeitsstandanzeiger fuer Behaelter zur Aufnahme von verfluessigten Gasen mit tiefliegendem Siedepunkt | |
| DE1673301C3 (de) | Schutzeinrichtung für eine Flüssigkeits-Chromatographiesäule | |
| DE498898C (de) | Fluessigkeitsstand-Fernanzeiger fuer heisse Hochdruckraeume | |
| DE3303891A1 (de) | Demonstrationsapparatur zur qualitativen und quantitativen bestaetigung der gasgesetze | |
| DE3839116A1 (de) | Vorrichtung zur zwischenanreicherung von spurenstoffen aus einem gasstrom in einer kuehlfalle | |
| DE1185830B (de) | Hydrostatischer Fluessigkeitsstandmesser fuer Behaelter von heissen kondensierenden Fluessigkeiten | |
| DE309982C (de) | ||
| DE457016C (de) | Vakuummessgeraet nach MacLeod | |
| DE2413348A1 (de) | Vorrichtung zur messung der niveauhoehe von fluessigkeiten | |
| DE188899C (de) | ||
| AT17023B (de) | Flüssigkeitsstandzeiger für unter Druck befindliche Gefäße. | |
| DE26713C (de) | Wärme- und Feuer-Signal-Apparat | |
| AT30655B (de) | Vorrichtung zur Bestimmung des absoluten Gewichtes einer Flüssigkeit von unbekanntem spezifischen Gewicht. | |
| DE749525C (de) | Fluessigkeitsmanometer fuer Eichzwecke | |
| DE715871C (de) | Vorrichtung zum Eindicken von Fluessigkeiten zum Kuehlen von Luft oder Wasser | |
| DE1226319B (de) | Vorrichtung zur Ermittlung des Tankinhaltes nach Gewicht in Luft | |
| DE1926354A1 (de) | Druckbehaelter | |
| DE608377C (de) | Vorrichtung zum Extrahieren von Drogen | |
| DE408265C (de) | Brutapparat | |
| DE1156575B (de) | Fluessigkeitsstandanzeiger |