DE506928C - Verfahren zur Herstellung von Kittmehlen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KittmehlenInfo
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- DE506928C DE506928C DEI35640D DEI0035640D DE506928C DE 506928 C DE506928 C DE 506928C DE I35640 D DEI35640 D DE I35640D DE I0035640 D DEI0035640 D DE I0035640D DE 506928 C DE506928 C DE 506928C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B28/00—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
- C04B28/24—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing alkyl, ammonium or metal silicates; containing silica sols
- C04B28/26—Silicates of the alkali metals
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L—PIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L58/00—Protection of pipes or pipe fittings against corrosion or incrustation
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Kittmehlen Wass@erglaskittmassen werden bisher in der W eise hergestellt, daß man ein Kittmehl bestimmter Zusammensetzung mit einer konzentrierten Lösung technischen Wasserglases anrührt. Dieses Verfahren hat gewisse Nachteile. Infolge der Zähflüssigkeit des Wasserglases kommen beim Anrühren Luftblasen in großer Zahl in die Kittmassen. Die so entstehenden Hohlräume bleiben leicht in den Kittungen bestehen und sind der Hauptgrund für spätere Undichtheiten. Weiter ist die Verarbeitung des ZVasserglases an der Baustelle immer umständlich infolge der zähen, klebrigen Beschaffenheit des Materials und der damit zusammenhängenden starken Verunreinigung aller Arbeitsgeräte. Hierzu kommen noch die Schwierigkeiten beim T'rainsport der Wasserglasballo.ns und der Gefährdung der Arbeiter durch die ätzenden Eige@nschaft@en der alkalischen Lösung.
- Es wurde nun ein Verfahren zur Darstellung eines Kittmehles gefunden, das mit gewöhnlichem Wasser angerührt werden kann. Nach der Erfindung wird däs Bindemittel, nämlich das Wasserglas, in fester Form dem Kittmehl zugegeben. Das Wasserglaspulver wird so gewählt, daß @es sich in kaltem Wasser leicht auflöst. Diese Bedingung erfüllt ein Wasserglaspulvex, das noch Wasser enthält. Solche Wasserglaspulver können auf die verschiedenste Art und Weise hergestellt werden, z. B. durch Ausfällen aus Wasserglaslösungen, durch Eindampfen oder Verspritzen solcher oder durch Mischen von aktiver Kieselsäure mit Alkalien nach den aus der Literatur bekannten Methoden: An Stelle von Wasserglas können auch andere Silikate mit aufgeschlossener wasserhaltiger Kieselsäure, z. B. Erdalkalisilikate, be- liebiger Herkunft verwendet werden. Auch Mischungen solcher wasserhaltiger Silikate mit Wasserglaspulver lassen sich verwenden.
- Diese aufgeschlossenen wasserhaltigen leicht löslichen Silikate werden nun mit den übrigen Bestandteilen der Kittmehle vermischt. Als solche kommen in Betracht Stoffe, die mit Alkali reagieren; sie sind beispielsweise in den deutschen Patentschriften 4.6o 125, q.6o 813 und q.6o 814 beschrieben. Man kann auch solche Stoffe verwenden, die mit Alkali merklich realctionsfähi.ger sind und dabei mehr oder weniger säureunlösliche Produkte abscheiden oder bilden. Ferner können auch Siliciumlegierungen verwendet werden, deren Gefüge teilweise aus Teinem Silicium oder aus solchem Silicium besteht, das noch andere Bestandteile in fester Lösung enthält.
- . Als Füllmittel können schließlich dein Kittinehlen noch Quarzsand-, Flintstein-, Feldspat -, Schamotte-, Siliciumcarbid- und ähnliche Mischungen; -wie sie bei den bekannten Wasserglaskitten verwendet werden, zuge-
Zum Anrühren solcher Kitt- bzw. Zementmischungen wird Wasser benutzt; die dabei erzielten Kittungen sind viel fester als diejenigen, die man mit dein entsprechenden Wasserglaskitten :erhält; man kann aber auch, um noch festere Kittungen zu erzielen, an Stelle von Wasser Wasserglaslösungen verwenden.mischt sein. Auch Zemente lassen sich in Verbindung mit obigen Stoffen verarh 't'e@h Die hierbei erhaltenem Kittungen sind w r-, und säurebeständig. - Die oben beschriebenen Kitte können nicht nur zur Herstellung von Baumaterial (Mörtel), sondern auch zur Herstellung von geformten Körpern, wie z. B. Steinren, Röhren, Gefäßen, Ziegeln, Platten, Pfosten u. a., Verwendung finden. Je nach Bedarf können die so hergestellten Körper auch gebrannt werden. Beispiele i. 6oo g käufliches gepulvertes Natronwassergla.s, das noch 17 bis 25 % Wasser enthält, werden mit 170 g feinem Natriumsiliciumfluorid gemischt. Dieses Pulver ergibt mit der 21/2fachen Menge Sand gemischt und mit 9 bis i o % Wasser angemacht einen vorzüglichen Säuremörtel, der gegen starke Säuren, nicht aber gegen Wasser beständig ist.
- 2. Setzt man der Natronwasserglas-Natriumsilicium$uorid-Mischung des Beispiels i auf i oo g Mischung noch i o g Tonerdezement zu und mischt wiederum die 2i#ifac'he Menge Sand, bezogen auf Natron,wasserglas-Siliciumfluorid-Zement-Mischung hinzu, so erhält man beim Anmachen mit 9 bis i o % Wasser einen Säuremörtel, der gegen Säuren und Wasser beständig ist.
PbU. enthält, gemischt. Dieses Pulver ergibt, wie im Beispiel i mit Sand gemz;scht und Wasser angemacht, einen Säuremörtel, der säure- und wasserbeständig und außerdem sehr fest ist. Dieser Mörtel zieht langsamer an als die in den Beispielen i und 2 beschriebeinen Mörtel.3. 6oo g käufliches gepulvertes Natron- iVvasserglas, das noch 17 bis 25 0'o Wasser ,nthält, werden mit goo g eines Bleisilikats, blas neben anderen Bestandteilen etwa 5o Go - ¢. Zur Herstellung von wärmeleitfähigen, geformten Körpern, wie z. B. Platten, Rohren usw., wendet man zweckmäßig folgende Mischung an: 2 i o g käufliches (einst gepulvertes Natronwasserglas mit einem Gehalt an 17 bis 25 qo Wasser werden mit 6o g feinstem Natriumsiliciumfuorid innigst gemischt und 730 g Siliciumpulver verschiedener Korngröße hinzugegeben. Dieses Pulver wird mit etwa io o,o Wasser befeuchtet und in geeigneten Pr.eßvorrichtungen in Formen gebracht.
- Das beschriebene Mörtelpulver, mit etwa 3o % Wasser angemacht, eignet sich vorzüglich zum Auskleiden von gut wärmeleitenden, säurebeständigen Rohren.
Claims (1)
- PATFENTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von Kittmehlen, die das Bindemittel in fester Form ;enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man aufgeschlossene wasserhaltige, leicht lösliche Silikate in fester Form mit Stoffen vermischt, welche mit Alkali stark reagieren.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI35640D DE506928C (de) | 1928-10-03 | 1928-10-03 | Verfahren zur Herstellung von Kittmehlen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI35640D DE506928C (de) | 1928-10-03 | 1928-10-03 | Verfahren zur Herstellung von Kittmehlen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE506928C true DE506928C (de) | 1930-09-11 |
Family
ID=7189040
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI35640D Expired DE506928C (de) | 1928-10-03 | 1928-10-03 | Verfahren zur Herstellung von Kittmehlen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE506928C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1073930B (de) * | 1960-01-21 | The British Periclase Company Limited Hartlepool Durham (Großbritannien) | Feuerfeste Stampfmassen | |
| DE1184266B (de) * | 1955-05-03 | 1964-12-23 | Pennsalt Chemicals Corp | Saeuren- und laugenbestaendige Moertel- und Formmassen |
| DE19509587A1 (de) * | 1995-03-16 | 1996-09-26 | Hans Joachim Dr Poegel | Verfahren und Vorrichtung zur plastischen Verformung einer keramischen Gießmasse |
| EP1331209A2 (de) | 2002-01-28 | 2003-07-30 | Lothar Mansfeld | Verfahren zum Anmischen eines Mörtels oder Mörtel-Leims aus Wasserglas und Feinstoff sowie Trockenbaustoff zur Nutzung dieses Verfahrens |
-
1928
- 1928-10-03 DE DEI35640D patent/DE506928C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1073930B (de) * | 1960-01-21 | The British Periclase Company Limited Hartlepool Durham (Großbritannien) | Feuerfeste Stampfmassen | |
| DE1184266B (de) * | 1955-05-03 | 1964-12-23 | Pennsalt Chemicals Corp | Saeuren- und laugenbestaendige Moertel- und Formmassen |
| DE19509587A1 (de) * | 1995-03-16 | 1996-09-26 | Hans Joachim Dr Poegel | Verfahren und Vorrichtung zur plastischen Verformung einer keramischen Gießmasse |
| EP1331209A2 (de) | 2002-01-28 | 2003-07-30 | Lothar Mansfeld | Verfahren zum Anmischen eines Mörtels oder Mörtel-Leims aus Wasserglas und Feinstoff sowie Trockenbaustoff zur Nutzung dieses Verfahrens |
| DE10203159A1 (de) * | 2002-01-28 | 2003-07-31 | Lothar Mansfeld | Verfahren zum Anmischen eines Mörtels oder Mörtel-Leims aus Wasserglas und Feinstoff sowie Tockenbaustoff zur Nutzung dieses Verfahrens |
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