DE687089C - Kaliwasserglaskitt - Google Patents
KaliwasserglaskittInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Kaliwasserglaskitt Es ist bekannt, Säurebauten aus säurefesten Steinauskleidungen bei Beanspruchung durch solche Säuren, deren Natriumsalze kristallwasserhaltig sind, wie z. B. Schwefelsäure und Essigsäure, dadurch besonders widerstandsfähig zu machen, daß die zum Vermauern der Steine benutzten säurefesten Mörtel nicht mit dem üblichen Natronwass.erglas, sondern mit Kaliwasserglas angemacht werden.
- Während aber die bisher bekannten, auf Basis von Kaliverbindungen aufgebauten säurefesten Mörtel wie alle anderen bisher allgemein in der Technik benutzten Wasserglasmörtel nicht flüssigkeitsdicht sind, wurde nun gefunden, daß man eine. erhebliche.Steigerung der Flüssigkeitsdichte bei mit diesen Kaliwasserglasmörteln hergestellten Kittungen erreichen kann, falls man darauf achtet, daß an Stelle der handelsüblichen Kaliwasser-Bläser solche Kaliwasserglaslösungen zum Anmischen der Mörtelmehle verwendet werden, bei denen das Mengenverhältnis von Kieselsäure zu Wasser größer ist als r :3,5-Es wurde z. B. festgestellt, daß man durch Verwendung von Wasserglaslösungen mit einem Mengenverhältnis von Kieselsäure zu Wasser, das größer ist als z :3,0, z. B. i : 2,7, bereits praktisch völlig flüssigkeitsundurchlässige Kittungen erhält.
- Besonders zweckmäßig ist es jedoch, daß das Mengenverhältnis von Kieselsäure zu Wasser auch größer ist als i : 2,5, weil dann mit Sicherheit völlige Undurchlässigkeit der K,ittungen erreicht wird. Da man gerade bei Schwefelsäure, insbesondere konzentrierter Schwefelsäure, in der Säurebautechnik präktisch allein auf die Verwendung von Wasserglaskitt angewiesen ist, so bedarf es keiner besonderen Erläuterung, welcher technische Vorteil durch die Verwendung derartiger spezieller Mörtelmassen gegeben ist.
- Es ist an sich bekannt, daß in Wassergläsern die Mengenverhältnisse von Alkali: Wasser und Kieselsäure zueinander innerhalb verhältnismäßig weiter Grenzen sc# nken können. Praktisch fast allein ang ct worden sind für säurefeste Kitte bish#i=äst immer die handelsüblichen Wassergläser, bei denen das Mengenverhältnis von Kieselsäure zu Wasser verhältnismäßig niedrig liegt. Bei handelsüblichen Kaliwassergläsern ist dieses Mengenverhältnis immer kleiner als 3,5 - I.
- Es ist zwar schon die Verwendung von verhältnismäßig wasserarmen Wasserglaslösungen für Sonderzwecke vorgeschlagen worden, jedoch handelt es sich hierbei meist einerseits nur um die Verwendung von N atronwassergläsern und zum. andern nicht um die Herstellung säurefester Kitturigen, sondern um die Verklebung und Verleimung von Sperrholz, von Papier auf Metall und um ähnliche Anwendungsgebiete. Zwischen dieser bekanntgewordenen. Verwendung und der Arbeitsweise nach vorliegender Erfindung bestehen insofern grundsätzliche Unterschiede, als für die Zwecke der Verkleburig oder der Verleimung keine eine Selbsterhärtung bewirkenden Zusätze benötigt werden, die zur Erreichung der Beständigkeit gegen Säuren und Wasser unlöslich sind. Zum andern sind für die bekanntgewordenen Anwendungsgebiete die wasserarmen Wasserglaslösungen fast immer mit Netzmitteln vermengt worden, weil sie wegen ihrer Dickflüssigkeit für diese Zwecke an sich schlecht verarbeitbar waren. Bei der Herstellung säurefester Kittangen hingegen müssen Zusätze vorhanden sein, die die Massen auch unter Luftabschluß selbsterhärtend machen, z. B. Silicofluoride, und außerdem dürfen nur solche Füllstoffe und Zusätze genommen werden, die nicht von Wasser oder Säuren gelöst werden.
- Daß es durch bestimmte Auswahl der zum Anmachen verwendeten Wassergläser möglich ist, Wasser- und säuredichte Kitturigen zu erzielen, ist gänzlich neu und überraschend, denn man war bisher auf Grund aller früheren Erfahrungen der Ansicht, daß säurefeste Wasserglaskittungen überhaupt nicht flüssigkeitsdicht herstellbar seien.
- Als besonders zweckmäßig hat es sich noch erwiesen, bei der Herstellung der entsprechenden Mörtelmehle, die gegebenenfalls alkalireaktionsfähige Verbindungen als Zusatz enthalten, solche Stoffe zuzumischen, die bei der Umsetzung mit der Wasserglaslösung selbst schwerlösliche Verbindungen bilden. Für den beabsichtigten Zweck der größtmöglichen Flüssigkeitsundurchlässigkeit in der Kitturig ist die Schwerlöslichkeit dieser Kit-.tung wichtig. Wenn nämlich die zum Zwecke der Selbsterhärtung zugesetzten Mittel leichtlösliche Rückstände ergäben, bestände die Gefahr, daß im Betriebe durch Auslaugung neue Poren entständen, wodurch unter Umständen die Kittung wieder durchlässig würde.
- Eine weitere Steigerung der der Flüssigkeitsundurchlässigkeit hat sich dadurch erzielen lassen, daß man den Mörtelmehlen besonders reaktionsfähige, d. h. alkalilösliche Kieselsäure, in geringer Menge zusetzt. Durch Verwendung dieser Kieselsäure ist es nämlich möglich, in der Kitturig den Anteil an die Selbsterhärtung verursachenden Mitteln etwas herabzusetzen. Da diese Mittel, z. B. Silicofluöride, durch Reaktion mit dem Alkali des Wasserglases wasserlösliche Verbindungen ergeben können, die auf die Flüssigkeitsundurchlässigkeit der Kitturig ungünstig wirken:, ist eine Herabsetzung der Gesamtmenge selbst in verhältnismäßig geringem Maße bedeutsam für die Erreichung des vorliegenden Zweckes.
- Beispiel Ein Kittmehl, bestehend aus 92 Gewichtsteilen Quarzpulver, 2 Gewichtsteilen Ton und 6 Gewichtsteilen Kaliumsilicofluorid wird mit einer Kaliwasserglaslösung von 35° Be und einem Gehalt von ungfähr zo,5% K20, 23,5% Kieselsäure und 660/0 Wasser angemacht. Die hieraus erhaltenen Kitturigen sind beständig gegen Wasser und Säure, insbesondere gegen Schwefelsäure, und flüssigkeitsundurchlässig.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE I. Kaliwasserglaskitt, gekennzeichnet durch einen, Gehalt an Kaliwasserglaslösungen, deren Mengenverhältnis von Si 0,.. H20 größer als i : 3,5, zweckmäßig i : 2,5 und I : 3,0 ist.
- 2. Kitt nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als alkalireaktionsfähige Stoffe solche Verbindungen darin enthalten sind, die bei der Umsetzung mit Wasserglas selbst schwerlösliche Verbindungen ergeben.
- 3. Kitt nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Herstellung der Kittmassen benutzten Mörtelmehle geringe Mengen. von besonders alkalireaktionsfähiger, d: h. in Alkali verhältnismäßig leicht löslicher Kieselsäure enthalten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937I0058870 DE687089C (de) | 1937-08-21 | 1937-08-21 | Kaliwasserglaskitt |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1937I0058870 DE687089C (de) | 1937-08-21 | 1937-08-21 | Kaliwasserglaskitt |
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|---|---|
| DE687089C true DE687089C (de) | 1940-01-22 |
Family
ID=7194882
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937I0058870 Expired DE687089C (de) | 1937-08-21 | 1937-08-21 | Kaliwasserglaskitt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE687089C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0100848A1 (de) * | 1982-08-06 | 1984-02-22 | Hüls Troisdorf Aktiengesellschaft | Maschinenfundament und Verfahren zu seiner Herstellung |
-
1937
- 1937-08-21 DE DE1937I0058870 patent/DE687089C/de not_active Expired
Cited By (1)
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