DE50635C - Centrifugalapparat zum Mischen j von Gasen und Flüssigkeiten - Google Patents

Centrifugalapparat zum Mischen j von Gasen und Flüssigkeiten

Info

Publication number
DE50635C
DE50635C DENDAT50635D DE50635DA DE50635C DE 50635 C DE50635 C DE 50635C DE NDAT50635 D DENDAT50635 D DE NDAT50635D DE 50635D A DE50635D A DE 50635DA DE 50635 C DE50635 C DE 50635C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gases
liquids
drums
container
drum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT50635D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. DE BROUWER [ in Bruges, -Belgien, 26 Rue des Baudets; Veri treter: C. FEHLERT & G. LOUBIER, in Firma C. KESSELER in Berlin SW., Anhaltstrafse 6
Publication of DE50635C publication Critical patent/DE50635C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • B01D47/16Apparatus having rotary means, other than rotatable nozzles, for atomising the cleaning liquid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
Der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Apparat dient dazu, mittelst Centrifugalwirkung, die er bei seiner Drehung hervorruft, Gase oder Dämpfe mit Flüssigkeiten in fein zertheiltem Zustande in innige Berührung zu bringen und weiterzudrücken. Bei der Fabrikation von Leuchtgas kann derselbe .an Stelle der bisher üblichen Condensatören, Scrubber oder dergleichen dazu benutzt werden, das Gas in die Leitungen und den Gasometer weiterzuführen, Theer und Wasserdämpfe auszuscheiden, die Scrubber und sonstigen Waschapparate zu ersetzen und namentlich das Gas von den ammoniakalischen Producten zu befreien, was durch Einleiten schwach ammoniakalischen oder reinen Wassers erfolgen kann.
Der Apparat besteht aus einer in Drehung zu versetzenden Welle mit mehreren scheibenförmigen Trommeln, die in Abtheilungen eines Behälters derart angeordnet sind, dafs die Flüssigkeit von oben her und das Gas von unten her in entgegengesetzter Richtung durch die Trommeln ihren Weg nehmen müssen. Bei Anordnung einer gröfseren Anzahl solcher Trommeln auf einer Welle lassen sich sowohl die Centrifugalkraft als auch die Berührungspunkte zwischen Gas und Flüssigkeit vervielfachen. · Durch Einführen kalter oder warmer Flüssigkeit kann man das Gas in dem Apparat schnell abkühlen oder erwärmen. Durch Einführen von Theer oder schweren Oelen kann man dem Gase seinen Ueberschufs an Naphtalindämpfen nehmen, durch Einführen von fluch-, tigen Kohlenwasserstoffen das Gas carburiren.
Hierbei können die meisten der angegebenen Wirkungen durch die Thätigkeit eines und desselben Apparates gleichzeitig erreicht werden. Auch in arideren Industrien kann man den Wasch- und Extractionsapparat verwenden. Man kann z. B. die ammoniakalischen und theerigen Producte bei der Destillation der Steinkohlen in den Koksöfen mittelst desselben sammeln. Der Apparat kann ferner zur continuirlichen Destillation dienen, namentlich zur Destillation der ammoniakalischen Wässer, zur Destillation der Theere bei der Extraction von Naphtalin und anderen leichten Oelen und zum Sammeln der Alkoholdämpfe. Zu diesem Zwecke genügt es, die zu destillirenden Flüssigkeiten im Apparat mit Wasserdampf, mit Luft oder mit anderen heifsen Gasen in Berührung zu bringen.
Der Apparat kann auch zur Ventilation dienen, namentlich da, wo die Luft einen gewissen Widerstand zu überwinden hat oder wo man eine Luftströmung hervorrufen will.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein solcher Centrifugalapparat im Verticalschnitt dargestellt.
Der cylindrische Behälter A ist in mehrere Abtheilungen durch die Scheidewände B getheilt, die auf der Mitte kreisrund ausgeschnitten sind. Die Ränder dieser Ausschnitte tragen Dichtungsringe i, die einestheils dazu dienen, den Lauf der Flüssigkeit zu hemmen und sie in die Einlauftüllen K der Wände B und weiter in die mit der Welle C sich drehenden Trommeln D überzuführen. Die Ringe i bewirken einen Abschlufs an den Ringen z1 dieser Trommeln und bilden ein Hindernifs für die aufsteigenden Gase auf ihrem Wege aus einer unteren Trommel D in die darüberliegende.
Die den über einander liegenden Trommeln D gemeinsame Welle C erhält ihren Antrieb von der Riemscheibe N, Welle P mit Frictionsscheibe Q und dem auf Welle C sitzenden Frictionsrad R. Der Durchtritt der Gase längs dieser Welle C wird durch eine auf der Decke des Behälters A liegende bewegliche Scheibe S verhindert, die mittelst eines durch einen festen Bund V der Welle C zusammengedrückten Gummiringes T gegen den Deckel gedrückt wird. Die Anzahl der Trommeln der Welle C kann eine beliebige sein.
Die Trommeln bestehen im wesentlichen aus den oberen Scheiben e, die zwischen die Nabentheile E, welche auf Welle C festsitzen, eingeklemmt sind und Löcher ο enthalten, die im Kreise um die Welle C angeordnet sind, und den die Abschlufsringe i1 tragenden unteren Scheiben e1. Die Löcher ο sind in einer solchen Anzahl und in einer solchen Gröfse angeordnet, als nöthig ist, um der von oben zugeführten Flüssigkeit den Eintritt in die Trommeln zu gestatten. Die um die Löcher ο herumführenden Ringe / hemmen den Weiterlauf der Flüssigkeit in der Weise, dafs diese ih die Löcher ο direct eintritt. Die unteren Scheiben e1 haben konische Form und tragen auf den Mitten Ausschnitte, die denjenigen der Scheidewände B entsprechen.
Nach dem Umfange hin nähern sich die Scheiben e und e1 einander mehr und mehr, und am Umfange werden mittelst Zwischenschaltung eines Ringes enge Durchlafskanäle f gebildet. Die Anzahl der Kanäle und ebenso der Abstand zwischen den Scheiben kann dem Bedarf entsprechend verschieden sein. In dem dargestellten Beispiel beträgt der Abstand 2 mm.
Der Behälter A trägt unten ein Rohr F für den Eintritt von Luft, Gas oder Dämpfen und ein kleineres Rohr G für den Austritt der Flüssigkeiten.
Zwischen dem Eintrittsrohr F und dem oberen Austrittsrohr H für die Gase ist aufserhalb des Behälters A eine mittelst Ventils M absperrbare Rohrverbindung hergestellt, die zur Regelung des Druckes bezw. der Ausströmung dienen kann.
Dadurch, dafs die Trommeln D mittelst der Welle C in Drehung versetzt werden, entsteht im Apparat eine Centrifugal wirkung, die Gas oder Dämpfe, die man in den Apparat einführt, anzieht und fortschleudert. Aus den Kanälen/" einer Trommel hinausgeführt, können dieselben in dieselbe Trommel nicht wieder zurück, weil sie durch die Abschlufsringe i i1 daran verhindert werden, andererseits werden sie von einer oberen Trommel von neuem angesaugt, und auf diese Weise streichen die Gase aus einer unteren Trommel in eine obere weiter und treten durch das Rohr H aus.
Die auf der gegenüberliegenden Seite des Behälters A durch das Rohr / eingeführte Flüssigkeit fliefst durch die Tüllen K und die Oeffnungen ο in die oberste Trommel Z), verläfst diese mit dem Gase durch den Kanal f, fällt auf die zweite Scheidewand B und dann durch die; Tüllen K und Löcher ο in die zweite Trommel D u. s. w., um durch Rohr G den Apparat zu verlassen.
Bei dieser Gegenströmung kommen die Gase und Flüssigkeiten wiederholt mit einander in Berührung, und dadurch werden die verschiedenen Wirkungen der Condensation, Saturation oder Verdampfung erreicht.
Andererseits verstärkt die Masse der in den Apparat eingeführten Flüssigkeit beträchtlich die Schleuderwirkung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Centrifugalapparat, bestehend aus mehreren Trommeln (D), die auf einer senkrechten Welle (C) angeordnet und von einem Behälter (A) umschlossen sind, welcher durch horizontale, auf der Mitte offene Scheidewände (B) in Abtheilungen getheilt ist, welche Trommeln in der Mitte und unten eine Oeffnung zum Ansaugen der Gase oder Dämpfe und darüber kleine Löcher (o), zur Einführung der Flüssigkeiten haben, während am Umfange enge Kanäle (f) ausmünden,, durch welche die Gase und die Flüssigkeiten zusammen fortgetrieben werden, und welche Trommeln von einer Abtheilung des Behälters (A) umschlossen werden, während die Scheidewände (B) in Bezug auf die Trommeln so angeordnet sind, dafs die von unten in den Behälter eingeführten Gase auf ihrem Wege von unten nach oben eine Trommel nach der anderen durchstreichen, die in den Behälter eingeführten Flüssigkeiten " dagegen von oben bezw. der Richtung der Gase entgegengesetzt in eine Trommel nach der anderen gelangen, zum Zwecke der Vermischung der Gase oder Dämpfe mit den Flüssigkeiten.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT50635D Centrifugalapparat zum Mischen j von Gasen und Flüssigkeiten Expired - Lifetime DE50635C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE50635C true DE50635C (de)

Family

ID=325465

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT50635D Expired - Lifetime DE50635C (de) Centrifugalapparat zum Mischen j von Gasen und Flüssigkeiten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE50635C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2611251A1 (de) Vorrichtung zur stofftrennung
DE4142136C2 (de) Vorrichtung zum Reiniguen schadstoffhaltiger Abluft aus Industrieanlagen durch regenerative Nachverbrennung
EP0270531B2 (de) Wanderbettreaktor
DE50635C (de) Centrifugalapparat zum Mischen j von Gasen und Flüssigkeiten
DE2826572A1 (de) Anordnung zur waermebehandlung insbesondere eines in duenner schicht aufsteigenden mediums
DE436066C (de) Schleuderrad zum trockenen Trennen von Gasgemischen
DE28241C (de) Verdampfungs- oder Condensations-Apparat
US103385A (en) Improvement in apparatus for distilling hydrocarbons
DE1050316B (de) Verfahren und Einrichtung zum Inberuehrungbringen einer Fluessigkeit mit einem Gas oder Dampf
DE1926814A1 (de) Wasserreinigungsvorrichtung
DE539353C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Destillation und Druckwaermespaltung von Kohlenwasserstoffoelen
DE334836C (de) Vorrichtung zum Waschen und Reinigen von Luft oder anderen Gasen
AT81900B (de) Vorrichtung zum Beleben der Linienzüge eines SchilVorrichtung zum Beleben der Linienzüge eines Schildes. des.
AT126147B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Destillation und Druck-Wärmespaltung von Kohlenwasserstoffölen.
DE712215C (de) Vorrichtung zur Destillation oder zur Behandlung von Fluessigkeiten mit Gasen, und umgekehrt
DE525304C (de) Drehrohrofen
DE386613C (de) Verdampfer
DE45002C (de) Apparat zum Erwärmen von Flüssigkeiten
DE2552592A1 (de) Kontaktvorrichtung fuer fluessigkeiten und daempfen oder gase zur stoffuebertragung bei hohen dampf- oder gasgeschwindigkeiten
DE1619836C (de) Vorrichtung zum Scheiden von Flussig keits Gas Gemischen Antn Black, Sivalls & Bryson Ine , Kan sas City, Mo (V St A )
DE170726C (de)
DE157674C (de)
DE195740C (de)
DE38771C (de) Apparat zur Herstellung von Leucht- und Heizgas
AT23903B (de) Verfahren und Einrichtung zur Vorbehandlung eines für Form- und Brikettierzwecke dienenden staubförmigen Materials.