DE506129C - Verfahren zum Impraegnieren poroeser Stoffe und Herstellung von Pressmassen aus poroesen und nichtporoesen Fuellstoffen - Google Patents

Verfahren zum Impraegnieren poroeser Stoffe und Herstellung von Pressmassen aus poroesen und nichtporoesen Fuellstoffen

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DE506129C
DE506129C DEB118225D DEB0118225D DE506129C DE 506129 C DE506129 C DE 506129C DE B118225 D DEB118225 D DE B118225D DE B0118225 D DEB0118225 D DE B0118225D DE 506129 C DE506129 C DE 506129C
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DE
Germany
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porous
fillers
molding compounds
impregnating
materials
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Expired
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DEB118225D
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English (en)
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Dr Fritz Seebach
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Hexion Specialty Chemicals AG
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Bakelite AG
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08L61/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes with phenols
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
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    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
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Description

  • Verfahren zum Imprägnieren poröser Stoffe und Herstellung von Preßmassen aus porösen und nichtporösen Füllstoffen Die Verwendung härtbarer und nichthärtbarer Phenolformaldehydkondensationsprodukte zur Herstellung von Preßmassen durch Vermischung mit Füllstoffen poröser und nichtporöser Art ist bekannt. Man hat hierzu feste oder flüssige, bereits fertig kondensierte Kunstharze verwendet. Man hat auch die Kondensation in Gegenwart der Füllstoffe oder porösen Stoffe ausgeführt. Bei der Imprägnierung von faserigen Stoffen verfuhr man bisher derartig, daß man die porösen Füllstoffe oder die Fasern mit den Kondensationsprodukten so wie sie erhalten wurden, also mit den Nebenprodukten und den Kondensationsmitteln, verwendete. Die Anwesenheit der Nebenprodukte und Kondensationsmittel kann in manchen Fällen, z. B. wenn es sich um die Erzielung hoher elektrischer Isolationen handelt, nachteiligen Einfluß haben. Man hat auch die Ausgangsstoffe für die Herstellung von Pappe mit Verbindungen der Kunstharze reit Alkalien vermischt und dann verdünnte Säuren oder Metallsalzlösungen, die sich mit den Harzen umsetzen, zugegeben, worauf dann der Papierbrei weiterverarbeitet wird. Auch hierbei zeigt sich, daß die Nebenprodukte mit niedergeschlagen werden, denn die Fällungen durch die chemischen Umsetzungen schließen die Nebenprodukte mit ein. Diese Nachteile werden nach dem vorliegenden Verfahren dadurch vermieden, daß man eine Lösung der Kunstharze in Alkali, gegebenenfalls unter Verwendung organischer Lösungsmittel, herstellt, mit diesen Lösungen eine Imprägnierung oder Vermischung der porösen Stoffe oder Füllstoffe vornimmt und nunmehr eine Fällung der Kunstharze durch Wasser allein, gegebenenfalls in Gegenwart hydrotropisch wirkender Lösungen vornimmt. Durch die Verwendung von Wasser allein als Fällungsmittel gelingt es, aus einer alkalischen Kunstharzlösung ein Niederschlagen der Kunstharze ohne gleichzeitige Fällung der Verunreinigungen, die Produkte einer in anderer Richtung verlaufenden oder unvollständigen Kondensation darstellen, herbeizuführen. Die Gegenwart hydrotropisch wirkender Lösungen begünstigt das Vermeiden des Niederschlagens der Verunreinigungen. Das fällende Wasser kann beliebige Temperatur haben und kann auch in Dampfform zugeführt werden.
  • Die Lösungen werden durch Abmessung des möglichst gering zu haltenden Betrages an Alkali zur Lösung der Kunstharze gewonnen. Die Vermeidung von Salzen oder Säuren zur Niederschlagung bietet den Vorteil, daß weder Salze noch Säuren in den Niederschlag und damit in den imprägnierten Stoff gelangen, während- bei der Verwendung von Säuren oder Salzen ein Festhalten der niederschlagenden Stoffe durch den Füllstoff oder den imprägnierten Stoff unvermeidlich ist. Schon bei der Zumischung der Füllstoffe findet ein teilweises Niederschlagen der Kunstharze statt, wodurch an Wasser zur Fällung gespart werden kann. Dies bewirkt eine leichtere Verarbeitung.
  • B e i s p i e 1 I. ioo kg Holzmehl werden mit 5o kg einer 5oprozentigen Harzlösung, die hergestellt ist durch Lösen von 25 kg festem Harz in 22 kg Wasser unter Anwendung von 3 kg Ätznatron, in einer Knetmaschine verarbeitet und darauf mit 5o kg Wasser vermengt. Die Masse wird zentrifugiert und getrocknet.
  • B e i s p i e 1 2. Ioo kg Papiermasse werden mit q.o kg einer 35prozentigen Harzlösung, die hergestellt ist durch Lösen von ` 35 Teilen Harz, 53 Teilen Wasser, i Teil Spiritus und 2 Teilen Ätznatron, vermengt und mit 6o 1 1/#prozentiger Natronseifenlösung versetzt. Durch die Zugabe dieser Seifenlösung wird das Harz auf der Faser in reiner Form niedergeschlagen, während die Verunreinigungen, in der Hauptsache Kresole oder Phenol, in Lösung gehalten werden. Der mit gereinigtem Kunstharz imprägnierte Papierbrei wird wie im Beispiel I weiterverarbeitet. Das Verfahren kann auch derartig ausgeführt werden, daß man die Füllstoffe, namentlich die porösen Stoffe und porösen Materialien, mit dem Fällungsmittel imprägniert und dann die alkalische Harzlösung zumischt oder gegebenenfalls unter Vakuum und Druck einführt. Man kann auch umgekehrt verfahren.
  • Als Füllstoffe kommen außer den genannten hauptsächlich Stoffe in Frage wie Baumwolle, Rohbaumwolle, Baumwollabfall, Flachsfasern, Scherhaare, Korkmehl, Braunkohleninehl, Torf, Huminsäuren, Papierschnitzel, Asbest, Glimmer, auch geformte Massen, wie Drähte, Bleche, Drahtnetze, Papier, Zeug, Leder, Ziegelsteine, Holzstücke, Papierbahnen, Schablonen, Pappschablonen, Formstücke aus Holz, Fournierteile, Bindfaden, Seile, Fischernetze, poröse Ton- und Steingutwaren.
  • Aus den ungeformten Massen können z. B. Gegenstände wie folgt erzeugt «=erden: Schmuckgegenstände, Pfeifenmundstücke, Zigarren- und Zigarettenspitzen, Türgriffe, Stockgriffe, Kammräder, die hoher Beanspruchung unterliegen sollen, Baumaterialien, elektrische Isoliermaterialien, die den schärfsten Bedingungen genügen sollen, Futterteile für chemische Apparaturen oder Teile zum Auskleiden derselben zwecks Schutz vor chemischen Angriffen, Grammophonplatten, Radiozubehör, Utensilien für den Gebrauch in chemischen Laboratorien.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Imprägnierung poröser Stoffe und Herstellung von Preßmassen mit porösen und nichtporösen Füllstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man aus Gemengen von alkalischen Lösungen von Kondensationsharzen mit den Füllstoffen die Harze durch Wasser fällt.
DEB118225D 1925-02-17 1925-02-17 Verfahren zum Impraegnieren poroeser Stoffe und Herstellung von Pressmassen aus poroesen und nichtporoesen Fuellstoffen Expired DE506129C (de)

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US86639A US1720062A (en) 1925-02-17 1926-02-06 Manufacturing press masses from phenolformaldehyde resins
FR611264D FR611264A (fr) 1925-02-17 1926-02-15 Procédé pour imprégner des substances poreuses et pour fabriquer des masses pouvant être travaillées à la presse
GB4466/26A GB247957A (en) 1925-02-17 1926-02-16 A process for the production of compositions containing phenol-aldehyde condensation products

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US1720062A (en) 1929-07-09
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