DE749290C - Verfahren zur Herstellung poroeser Papiere, Kartons oder Pappen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung poroeser Papiere, Kartons oder Pappen

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DE749290C
DE749290C DED86996D DED0086996D DE749290C DE 749290 C DE749290 C DE 749290C DE D86996 D DED86996 D DE D86996D DE D0086996 D DED0086996 D DE D0086996D DE 749290 C DE749290 C DE 749290C
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DE
Germany
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paper
cardboard
production
porous
usual
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Expired
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DED86996D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Wilhelm Gaertner
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Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
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Publication date
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Publication of DE749290C publication Critical patent/DE749290C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H25/00After-treatment of paper not provided for in groups D21H17/00 - D21H23/00
    • D21H25/02Chemical or biochemical treatment
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H5/00Special paper or cardboard not otherwise provided for
    • D21H5/12Special paper or cardboard not otherwise provided for characterised by the use of special fibrous materials
    • D21H5/14Special paper or cardboard not otherwise provided for characterised by the use of special fibrous materials of cellulose fibres only
    • D21H5/16Tobacco or cigarette paper
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J1/00Fibreboard
    • D21J1/08Impregnated or coated fibreboard

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • VerfAren zur Herstellung poröser Papiere, Kartons oder Pappen Die Herstellung poröser Papiere mit hohen Festigkeitseigenschaftenbereitete schon immer .Schwierigkeiten und ist durch Verknappungen gewi s ser Rohsfoffe noch schwieriger geworden. Zur Erzielung der erforderlichen Festigkeiten müss -en - die Halbstoffe entsprechend weitgehend gemahlen werden.' Mit steigendem Mahlgrad wird der Stoff jedoch schmieriger, d. h. es findet Kürziung der Faser, damit Bildung von Zellstoffschleim in Form von Hydrocellulose oder totgerriahlen-er Celllilose statt. Dies hat zur Folge, daß die Papiere hart, spröde, weniger geschmeidig und nicht porös ,verden. Zur teilweisen Behebung di eser Schwierigkeiten benutzt man für feste und poröse Papiere Had#rnfasern, denn die Hadernfaser ist länger, fester undgeschmeidiger, wodurch sie sich leichter in Fibrillen zerteilen läßt, ohne gleichzeitig zu sehr verkürzt werden zu müssen. Dadurch sind mit Hadern leichter poröse und gleichzeitig feste Papiere zu erzeugen.
  • ' Sehr weitgehend, hat man diese Tatsache bei der Erzeugung von Zigarettenpapier ausgewertet, uni bei1ohen Festigkeitseigenschaften die erforderliche Porosität zu erreichen. Zigarettenpapiere müssen porös sein, damit der Luftsauerstoff durch die Poren des Papiers hindurch kann, um so die Verbrennung zu fördern. Man hilft sich hierbei durch Verwendung von Hadern, und zwar sind für eine gute Porosität am besten stark abgenutzte Leinenhadern geeignet. Da diese jedoch in den Festigkeitseigenschaften nicht ganz den Anforderungen genügen, muß raan diese mit wenigerabgenutzten, festen Hadern mischen. Auch ein Zusatz von Baumwolle soll die Porosität bzw. Brennbarkeit fördern, jedoch soll hierdurch der Geschtnack des Papiers 'beim Rauchen stark ungünstig beeinflußt werden. Durch den großen Mangel an Hadern infolge Beimischung von Zellwolle müssen heute Holzzellstoffe für solche Papiere verwendet werden. Hierdurch ist die Herstellung fester und poröser Papiere nahezu unmöglich geworden.
  • Es hat sich nun überraschenderweise herausgestellt, daß man unter Vermeidung der vorerwähnten Nachteile poröse Papiere, Kartons oder Pappen hoher Festigkeit von üblicher Schichtdicke auch bei Verwendung von Zellstoff als Rohstoff herstellen kann, wenn man dem Faserstoff vor der Aufgabe auf die Papiermaschine oder auf dieser selbst zur Gasentwicklung befähigte Stoffe zufügt und sodann auf der in üblicher Weise mit Anpreßwalzen ausgestatteten Trockenpartie durch Einwirkung der Wärme in der Bahn Gase entbindet. Zur Beschleunigung der Zersetzung der gasentwickelnden Stoffe können geeignete Katalysatoren zugegeben werden.
  • Als gasabspaltende Stoffe können alle Körper Verwendung finden, die sich bei den in der Trockenpartie herrschenden Temperaturen zersetzen, ohne irgendwelche für das Papier schädigende Stoffe zürückzulassen. Als solche gasabspaltenden Körper seien stickstoffhaltige Verbindungen, wie beispielsweise Nitrite, oder sauer*stoffabspaltende Verbindungen, vorzugsweise Waserstoffsuperoxyd, genannt.
  • Selbst schmierig gemahlene Zellstoffe können mit gutem Erfolg verwendet werden. Sie ergeben bei der Blattbildung ein fest zusammengeklebtes, verkittetes, sehr kompaktes Fasergefüge. Diese Verklebungen und Verkittungen finden während der Trocknung statt. Enthält nun erfindungsgemäß die nasse Papierbahn Wasserstoffsuperoxyd oder einen anderen gasabspaltenden Körper, so findet bei den Temperaturen der Trockenzylinder unter Bildung von Sauerstoff und Wasser oder anderen Gasen Zersetzung statt. Das frei gewordene Gas, z. B. Sauerstoff, entweicht aus dem Innern der Papierbahn und bildet somit unter Aufsprengung der 'Verklebungen und Verkittungen feine Kanäle und Poren.
  • Einen besonderen Vorteil bietet das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren noch insofern, als man die Porenbildung durch Bemessung der angewandten Mengen des Wasserstoffsuperoxyds, Nitrits o. dgl. und durch Zugabe von die Zersetzung beschleunigenden Katalysatoren beliebig einstellen kann. Dä sich bei der Zersetzung von Wasserstoffsuperoxyd keine unerwünschten Substanzen bilden, ist dieses \,'erfahren für die Herstellung sämtlicher Papiere, Kartons und Pappen geeignet. Es ist sogar auf diese Weise möglich wasserfest imprägnierte oder geleimte Papiere porös auszuführen. Als Katalysatoren kann man je nach Farbe und Verweneungs7weck des Papiers alle die hinreichend bekannten anorganischen oder organischen Substanzen, welche die Wasserstoffsuperoxydzersetzung beschleunigen, verwenden.
  • Beispiel i Einem in üblicher Weise auf etwa 75'.S. R. gem 11 ahlenen Papierstoff, bestehend aus SoOle Sulfitzellstoff und 2o0/0 Calciumkarbonat als Füllstoff, wird in der Maschinenbütte oder vor dem Auflaufen auf das Sieb i o 010 Wasserstoffsuperoxyd 40 Volumprozent und i0/, Formaldehyd als Katalysator zugegeben. Das Papier wird in sonst üblicher und bekannter Weise auf der Papiermaschine ausgefahren. Bei der Trocknung findet die Zersetzung des Wasserstoffsuperoxyds und dadurch der gewünschte Porositätsgrad statt. Beispiel 2 F-in Stoff von gleicher Zusammensetzung und gleichem Mahlgrad wie in Beispieli wird in üblicher Weise der Papiermaschine zugeführt. Erst nach Verlassen der 'zweiten Presse wird die Papierbahn durch Besprühen mit iollie Wasserstoffsuperoxyd 40 VOIUM-prozent und 1 "/0 Formaldehyd getränkt und dann ohne jede Abweichung von der üblichen Papiermaschinenarbeit der dritten Presse und der Trockenpartie zugeführt.
  • Es ist bekannt, bei der Herstellung von Zigarettenpapier Superoxyde des Magnesiums, Calciums, Zinks o, dgl. in verhältnismäßig großen Mengen dem Papierstoff zuzusetzen, um beim Verrauchen der Zigarette eine un-# ollkommene Verbrennung des Papiers und damit eine Entwicklung übelriechender Gase zu vermeiden, indem die Verbrennung durch Entbindung von Sauerstoff aus den Superoxyden beim Rauchen gefördert wird. Daraus geht hervor, daß bei dem bekannten Verfahren eine Sauerstoffentwicklung schon während der Papiererzeugung vermieden werden soll. Das gleiche gilt auch von einem anderen bekannten Verfahren, das die Erleichterung des glimmenden Brennens von aus regenerierter Cellulose bestehendem Zigarettenpapier durch Einführung von sauerstoffabgebenden Stoffen betrifft. Die bekannten Verfahren haben also mit vorliegender Erfindung nichts zu tun, bei der es gerade auf eine Gasentwicklung im Laufe der Herstellung des Papiers ankommt.
  • Es sind weiterhin \'erfahren bekannt, bei denen es sich um ein Voluminösmachen von teigigen Massen, also um eine Erhöhung der Schichtdicke, durch Zugabe von Wasserstoffsuperoxyd bzw. um eine Auflockerung von Papierbahnen durch Dampf handelt.
  • Im Gegensatz hierzu betrifft die vorliegende Erfindung ausdrücklich die Herstellung von Papier u, dgl. üblicher Schichtdicke, wobei eine Volumenvergrößerung dadurch verhindert wird, daß die mit gasabgebendem Stoff versehene Papierbahn während der Gasentbindung durch eine mit Anpreßwalze ausgestattete Trockenpartie geleitet wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:. i. Verfahren zur Herstellung poröser Papiere, Kartons oder Pappen hoher Festigkeit von üblicher Schichtdicke, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Papierstoff vor der Aufgabe auf die Papiermaschine oder auf dieser selbst zur Gasentwicklung befähigte Stoffe, wie z. B. Nitrite, H2021 gegebenenfalls zusammen mit die Zersetzung beschleunigenden Katalysatoren, zufügt und sodann auf der in üblicher Weise mit Anpreßwalzen ausgestatteten Trockenpartie durch Einwirkung der Wärme in der Bahn Gase entbunden werden.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung von schmierig gemahlenem Zellstoff als Ausgangsstoff. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften .... Nr. 95 961, 211902; schweizerischePatentschrift. . Nr.:205 152; französische 778 210; Wochenblatt für Papierfabrikation 1929, Nr. 14, Seite 421 bis 423.
DED86996D 1942-02-06 1942-02-07 Verfahren zur Herstellung poroeser Papiere, Kartons oder Pappen Expired DE749290C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE211902C (de) *
DE95961C (de) *
FR778210A (fr) * 1933-09-09 1935-03-12 E I Du Pont De Nemours Et Comp Procédé de préparation de gâteaux et d'articles de pâtisserie analogues
CH205152A (de) * 1938-05-17 1939-06-15 Tamas Istvan Zigarettenpapier und Verfahren zu seiner Herstellung.

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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