DE50497C - Neuerung an Glaspressen - Google Patents

Neuerung an Glaspressen

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DE50497C
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DE
Germany
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lever
preform
mandrel
pressure plate
glass
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT50497D
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English (en)
Original Assignee
KARRAS & CO. in Dresden, Falkenstr. 20
Publication of DE50497C publication Critical patent/DE50497C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B11/00Pressing molten glass or performed glass reheated to equivalent low viscosity without blowing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 32: Glas.
Durch die hier vorliegenden Neuerungen an Pressen, welche dazu dienen, einerseits die Glasprefsform festzuhalten, andererseits zwecks Vertheilung der in die Glasprefsform eingebrachten flüssigen Glasmasse einen sogen. Dorn, der nach Form und Gröfse dem Hohlraum des herzustellenden Gegenstandes entspricht, einzutreiben, werden diese Pressen insofern verbessert, als sowohl diese selbst, wie auch die zur ■ Benutzung kommenden Glasprefsformen durch überflüssigen. Kraftaufwand nicht geschädigt, die nothwendige Kraftmenge vermindert und das centrische Einstellen der Form in die Presse vereinfacht wird.
Diese Neuerungen sind aus der beiliegenden Zeichnung, in welcher
Fig. ι eine Vorderansicht,
Fig. 2 eine rechtsseitige Ansicht,
Fig. 3 einen Verticalschnitt,
Fig. 4 eine Oberansicht des Tisches,
Fig. 5 eine linksseitige Ansicht desselben darstellt, ersichtlich.
Den durch übermäfsigen Kraftaufwand hervorgerufenen Bruch der oberen Traverse, an welcher die beiden von der Kurbelwelle ausgehenden Zugstangen angreifen, zu verhüten, ist .der Zweck folgender Neuerung:
ir/jDas unter der Traverse A auf der Schraubenspindel α sitzende Handrad b dient nicht, wie bisher, der Traverse A als Auflage, sondern es ist zwischen beide, wie in Fig. 3, eine sehr kräftige Schraubenfeder c eingefügt, die einerseits im Hohlraum der verlängerten Nabe des Handrades b und andererseits im Innern der Traverse A geborgen ist. Unter normalen Verhältnissen wird diese Feder beim Niedertreiben des Domes bis in seine tiefste erforderliche Stellung in der Form nicht zusammengedrückt. Aeufsert sich dann die die Traverse A niedertreibende Kraft noch weiter, so wird die Feder c zusammengedrückt und dadurch der Kraftüberschufs für die Traverse A unschädlich gemacht.
Eine weitere Neuerung an Glaspressen ist die Vorrichtung, welche zum Feststellen der Prefsform auf dem Tisch der Presse dient.
Die auf die Prefsform wirkende Platte C ist hier vollkommen unabhängig von der zur Geradführung der Schraubenspindel α dienenden Traverse B und erhält ihre Bewegung mittelst Zugstangen direct von einer für diesen Zweck angeordneten Welle. Die dafür an der Maschine getroffene Einrichtung ist, wie aus Fig. ι und 2 ersichtlich, folgende:
Auf jeder der beiden an die Führungen der Platte C angreifenden Zugstangen d steckt eine Klemmvorrichtung, welche, wie aus Fig. 6 ersichtlich, gebildet wird von dem Gehäuse e, dem Spannbacken f und dem auf diesen wirkenden, mit Handgriff versehenen Excenter g. Die einander zugekehrten Flächen der Zugstange d und des Spannbackens f sind fein gezahnt, so dafs sie bei der Schlufsstellung des Excenters g in einander greifen, wie in Fig. 6. Die Federn f1 dienen dazu, den Spannbacken/ von der Zugstange d abzuheben, wenn das Excenter g . zurückgelegt ist. Jedes der beiden Gehäuse e steckt lose auf je einem excentrischen Zapfen der Welle h. Diese erhält die für das Niederbewegen der Platte C erforderliche Drehung entweder selbstständig durch einen Handhebel i, wie in Fig. 2, oder auch
von der Kurbelwelle D aus mittelst eines Kurbelzapfens k und auf der Welle h sitzenden Hebels p, wie in Fig. 3, an deren Stelle auch ein Daumen und Hebel angewendet werden kann.
Um beim Wechseln der Prefsformen die Platte C schnell hoch oder tief stellen zu können, ist an der Glaspresse folgende Einrichtung getroffen:
Parallel zu den beiden Säulen E sind in der Platte C ein Paar Stangen Z befestigt, welche in der Traverse B Führung haben. In letzterer sind neben beiden Stangen / Hebel m angeordnet, von denen je ein Arm mit seinem Ende gegen die ihm benachbarte Stange Z gerichtet ist, während der andere Arm in eine in der Nabe des Handrades η vorhandene Nuth eingreift. Hat das letztere, wie in Fig. 1, seinen tiefsten Stand, so stehen beide Hebel m aufser Berührung mit den Stangen Z, die Traverse B theilt dann ihre Bewegung der Platte C nicht mit. Wird aber das Handrad η an der Spindel α nach aufwärts gedreht, so werden die Enden der Hebel m gegen die Stangen I gedrückt und bremsen diese in der Traverse B derart fest, dafs durch ihre Vermittelung die Platte C den Bewegungen von B folgt, wenn die beiden Excenter g so gelöst sind, dafs sich die Zugstangen d in den Klemmvorrichtungen verschieben können.
Ist die Platte C durch ihre Verbindung mit der Traverse B auf die in Gebrauch zu nehmende Prefsform so niedergelassen worden, dafs letztere zwischen dem Tisch F der Presse und der Platte C fest eingespannt ist, 'so werden durch entsprechende Drehung der Welle h die beiden Klemmvorrichtungen in ihre tiefste Stellung gebracht und durch Vordrehen der Excenter g auf den Zugstangen d festgezogen; schliefslich wird durch Niederdrehen des Handrades η die Verbindung zwischen der Traverse jB und der Platte C wieder gelöst. Wird dann der Hebel i aufwärts bezw. der auf der Kurbelwelle D sitzende Hebel G zurückbewegt, so werden beide Klemmvorrichtungen und durch diese die Zugstangen d nebst der Platte C gehoben und die Prefsform freigegeben. Wenn die Bewegung der Platte C von der Kurbelwelle D abhängig gemacht ist, wie in Fig. 3, so werden die Hebel, welche diese mit der Welle h verbinden, so construirt, dafs das Einspannen der Prefsform am Anfang der Vorbewegung des Hebels G, also in der Zeit, in welcher der Dorn erst beginnt in die Form einzutreten, vollzogen wird.
Gegenüber den mit Federn versehenen Vorrichtungen zum Einspannen der Prefsform in die Presse hat die hier beschriebene den Vorzug, dafs für die Ueberwindung der Federspannung keine, sondern nur die Kraft aufzuwenden ist, welche das Einspannen der Prefsform erfordert. Im Vergleich mit Einspannvorrichtungen, bei welchen der Druck durch mehrere gemeinschaftlich umgetriebene Schraubenspindeln erzeugt wird, zeichnet sie sich durch geringere Abnutzung aus.
Als neu ist ferner die zum Centriren der Glasprefsformen dienende, in Fig. 4 und 5 dargestellte Einrichtung zu bezeichnen, die sich insofern als universell erweist, als sie nicht, wie die bisher gebräuchlichen, für jede Formengröfse besonders eingestellt zu werden braucht.
Die drei zum Centriren einer Form erforderlichen Marken werden hier repräsentirt durch die vordere Stirnfläche eines Schiebers q und die einen Enden r1 der beiden zweiarmigen, um Zapfen r2 drehbaren Hebel r, deren zweite Arme durch Zugstangen s mit dem Schieber q verbunden sind. In den Schieber q greift ein Hebel t ein, dessen Achse u anderseitig den Handhebel ν trägt. Durch den letzteren werden die Marken q und r1 r1 derart gleichmäfsig vor- oder zurückbewegt, dafs alle drei stets gleich weit von der Achse der Schraubenspindel α, welche-stets mit der Achse des zur Verwendung kommenden Domes zusammenfällt, entfernt stehen. Es läfst sich demnach mittelst dieser Einrichtung jede mit rundem Fufs versehene Glasprefsform in der Presse, ohne besondere Operationen, durch eine Bewegung des Hebels ν genau centrisch einstellen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einer Glaspresse die folgenden, gleichzeitig vorhandenen Einrichtungen:
    a) die zwischen der Traverse A und dem Handrad B angeordnete Schraubenfeder c, welche dazu dient, jeden auf die Traverse A wirkenden Kraftüberschufs dadurch für dieselbe unschädlich zu machen, dafs sie ihn für ihr Zusammengedrücktwerden absorbirt, wenn der Dorn seine tiefste Stellung in der Glasprefsform erreicht hat;
    b) die Einrichtung, welche bezweckt, das Einspannen der Prefsform in die Maschine, bei vermindertem Kraftverbrauch bezw. verringerter Abnutzung der wirksamen Theile, zu vollbringen, bevor der Prefsdorn in die Glasmasse eintaucht,'welche Einrichtung besteht aus der an ihren Enden excentrische Zapfen tragenden Welle h, die ihre Drehung entweder mittelst Hebels i direct oder unter Vermittelung eines Kurbelzapfens k und Hebels ρ indirect von der Welle D bezw. dem Hebel G erhält, wobei ihre excentrischen Zapfen mittelst der auf ihnen sitzenden, je aus einem Gehäuse e, einem Spannbacken f und einem Excenter g bestehenden Spannvorrichtungen (Fig. 6) die Zugstangen d d und durch diese die Druckplatte C entweder zum Einspannen der
    Prefsform nieder oder umgekehrt zum Freigeben derselben aufwärts bewegt;
    c) die zum Ueberführeri der Druckplatte C aus einer Höhenlage in eine andere, wie solche bei Ingebrauchnahme einer anderen Prefsform nothwendig wird, dienende Vorrichtung, welche besteht aus den in C festsitzenden und in der Traverse B geführten Stangen /1, den vom Handrad η beeinflufsten Hebeln m m, welche, indem . sie die Stangen I I in B festbremsen, die Druckplatte C ■ mit B und durch diese auch mit der Schraubenspindel α verbinden, so dafs durch deren Vermittelung das Heben oder Senken der Druckplatte C vom Hebel G aus bewirkt wird;
    d) die Vorrichtung, mittelst welcher jede in
    der Glaspresse zu benutzende Prefsform mit runder Fufsplatte, gleichgültig, welche Gröfse diese hat, mittelst eines einzigen Handgriffes in die erforderliche, zur Achse " des Prefsdornes concentrische Stellung gebracht wird, welche Vorrichtung besteht aus der vom Hebel ν dirigirten Achse u mit daran sitzendem Hebel t, dem von diesem beeinflufsten Schieber q, den an diesen mittelst Zugstangen s s angeschlossenen und daher in ihren Bewegungen von demselben abhängigen Hebeln r r, deren vordere, die Prefsform erfassende Enden r'r1 mit der vorderen Stirnfläche des Schiebers q bei Drehung der Welle u stets gleichmäfsig und in gleichem Sinne zur Achse des Prefsdornes bewegt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT50497D Neuerung an Glaspressen Expired - Lifetime DE50497C (de)

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