DE502736C - Aus einer elektrischen Waehleinrichtung und einer mechanischen Ausloesevorrichtung bestehendes Geraet zum Abwerfen von Lasten von Flugzeugen - Google Patents

Aus einer elektrischen Waehleinrichtung und einer mechanischen Ausloesevorrichtung bestehendes Geraet zum Abwerfen von Lasten von Flugzeugen

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DE502736C DER79249D DER0079249D DE502736C DE 502736 C DE502736 C DE 502736C DE R79249 D DER79249 D DE R79249D DE R0079249 D DER0079249 D DE R0079249D DE 502736 C DE502736 C DE 502736C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D1/00Dropping, ejecting, releasing or receiving articles, liquids, or the like, in flight
    • B64D1/02Dropping, ejecting, or releasing articles
    • B64D1/04Dropping, ejecting, or releasing articles the articles being explosive, e.g. bombs

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Description

  • Aus einer elektrischen Wähleinrichtung und einer mechanischen Auslösevorrichtung bestehendes Gerät zum Abwerfen von Lasten von Flugzeugen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vervollkommnung des Gerätes zum Abwerfen von Lasten von Flugzeugen nach Patent .478 7o5, bei welchem das Wählen der abzuwerfenden Last elektrisch, das Abwerfen jedoch mechanisch erfolgt.
  • Das Gerät besteht aus einem als Hohlkörper ausgebildeten, zur Aufnahme der Last oder der Lasten dienenden Tragkörper, in welchem eine Schiene längsverschiebbar angeordnet ist, die die zur elektrischen Steuerung und mechanischen Auslösung dienenden Vorrichtungen trägt. Die elektrische Steuerung, welche gegebenenfalls auch ein Rückwählen der Lasten gestattet, weist an der Schiene befestigte Elektromagnete auf, die von einem im Führer- oder Beobachterstand angeordneten Schaltkasten betätigt werden und auf Hebel einwirken, mit deren Hilfe die tasten zum Abfallen gebracht werden.
  • Weitere Vervollkommnungen sind in der nachstehenden Beschreibung behandelt.
  • Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt.
  • Abb. i zeigt den vorderen Rumpfteil eines Landflugzeuges in Seitenansicht mit teilweisem Schnitt und veranschaulicht die senkrechte Aufhängung von Lasten im Rumpf. Abb. 2 ist eine Seitenansicht des vorderen Teiles eines Landflugzeuges mit unter dem Rumpf je an zwei Bändern in Flugrichtung aufgehängten Lasten.
  • Abb.3 und q. stellen den Vorderteil eines Hochsee-Flugbootes in Seiten- und Vorderansicht mit unter den Tragflächen angeordneten Lasten dar.
  • Abb.5 zeigt im Längsschnitt einen Teil des Lastengerätes in Verbindung mit einem mechanischen Abwurfhebel und einer elektrischen Signaltafel.
  • Abb. 6 veranschaulicht einen einzelnen Lastentraghaken.
  • Abb. ; ist ein Schnitt nach der Linie VII-VII der Abb. 6.
  • Abb. 8 zeigt eine andere Ausführungsform des Traggerätes im Längsschnitt.
  • Abb.9 ist ein Schnitt nach der Linie IX- IX der Abb. B.
  • Abb. i o veranschaulicht ein weiteres Ausführungsbeispiel des Traggerätes im Längsschnitt.
  • Abb. i i stellt einen Schnitt nach der Linie XI-XI der Abb. io dar.
  • Abb. 12 zeigt ein geschlossenes Traggerät im Längsschnitt.
  • Abb. 13 ist ein Schnitt nach der Linie XIII-XIII der Abb. i2. Abb. 14 ist ein elektrisches Schaltungsschema für ein einzelnes Traggerät mit je an einem Haken waagerecht oder senkrecht aufgehängter Last.
  • Abb. 15 stellt ein elektrisches Schaltungsschema für in einem Doppelgerät an zwei Stellen aufgehängte Lasten dar, woüei die beiden Geräteteile mechanisch und elektrisch parallel geschaltet sind.
  • Abb. 16 veranschaulicht ein Schaltungsschema für zwei Lastengeräte, die mechanisch hintereinandergeschaltet und mit einem gemeinsamen Signalkasten verbunden sind.
  • Es bezeichnet i einen fest im Flugzeug 2 angeordneten, im Querschnitt U-förmigen Tragkörper, in welchem auf festen Achsen 3 in bestimmten Abständen voneinander die die Lasten 4 tragenden Haken 5 drehbar gelagert sind. In seiner Tragstellung stützt sich jeder Haken 5 auf die Schulter 6 eines unter der Spannung einer Feder stehenden Hebels 7 ab, der auf einer im Tragkörper i befestigten Achse 8 drehbar gelagert ist. Der Haken 5 ragt mit seinem unteren Tragteil durch einen länglichen Ausschnitt 9 des Tragkörpers i und legt sich in Schlußstellung gegen einen Kontakt i o, durch welchen eine ihm zugeordnete rote Lampe i i in einem Signalkasten 12 zum Aufleuchten gebracht werden kann (s. auch Schema Abb. 14).
  • Der Tragkörper i umschließt eine Schiene 13, welche auf Rollen 14 gelagert ist, deren Achsen 15 im Tragkörper i befestigt sind. Die Schiene kann mittels Kabel, Gestänge o. dgl. 16 von einem im Beobachterstand 17 angeordneten Abwurfhebel 18 bewegt werden. Durch eine Sperrvorrichtung wird letzterer in den beiden Endlagen verriegelt, so daß er gegen unbeabsichtigte Bewegung, z. B. bei harten Landestößen, geschützt ist. Die Verriegelungsvorrichtung besteht aus einer mit Kugelkopf versehenen, unter der Wirkung einer Feder i 9 stehenden Stange 2o mit Sicherungsbolzen 21 und aus einer Kerben 22 aufweisenden Führungsschiene 23.@ Feder i9 und Stange 2o befinden sich in dem Abwurfhebel 18, mit dem ein doppelarmiger, an die Kabel 16 angeschlossener Hebel verbunden ist.
  • Entsprechend der Anzahl und Anordnung der Haken 5 im Tragkörper i sind in der Schiene 13 winkelförmige, drehbar gelagerte Abzugshebel 24 vorgesehen. je ein Arm dieser Hebel spielt zwischen zwei Elektromagneten 25, 26; durch welche er vom Beobachterstand 17 elektrisch gesteuert werden kann. 27 ist eine Zugfeder, die dazu dient,, die beiden Endlagen des Hebels 24 zu sichern bzw. die Haltewirkung der '.Magnete zu unterstützen. je nachdem der magnetisch beeinflußte Arm des Hebels 24 am Magneten 25 oder 26 anliegt, befindet sich die Feder 27 unter- oder oberhalb der Drehachse 28 des Hebels. Dessen anderer Arm dient zur unmittelbaren Steuerung des Stützhebels 7, mit dem er in Berührung kommen kann, wenn der Hebel 24 die in Abb. 6 ersichtliche Stellung innehat. In der anderen Hebellage (Abb.5) vermag sich der untere Arm über den Stützhebel 7 hinweg zu bewegen. Die Anordnung der Abzugshebel 24 in der Schiene 13 im Verhältnis zu den Stützhebeln 7 in dem Tragkörper i ist derart, daß bei in der linken Endstellung befindlicher Schiene 13 (Abb.5) zwischen dem ersten Abzugsliebel 2,s und dem ersten Stützhebel 7 ein Abstand x, bei der zweiten aus diesen Teilen bestehenden Gruppe ein Abstand 2x, bei der dritten Gruppe ein Abstand 3-r usw. vorhanden ist, so daß bei gleichmäßigem Vorbewegen der Schiene 13 durch den Abwurfhebel 18 die Stützhebel 7 bzw. die Lasthaken 5 gleichmäßig nacheinander gesteuert werden.
  • Die untere Kante der Schiene 13 trägt in Abständen,'welche denjenigen der Stützhebel 7 des Tragkörpers i entsprechen, Klötzchen 29, welche sich in der linken Endstellung der Schiene 13 gegen den Rücken der Stützhebel 7 legen. Diese Klötzchen verhindern, daß bei harten Landungsstößen die etwa vom Flugzeug zurückgebrachten Lasten 4 sich selbsttätig lösen. Eine weitere Sicherungsvorrichtung besteht aus Nasen 30 und Bolzen 31, von denen sich erstere an der Unterkante der beweglichen Schiene 13, letztere an den Haken 5 befinden. Wie man aus der Abb. 5 ersieht, schieben sich die Nasen 30 bei der Bewegung der Schiene 13 in die linke Endstellung unter die Bolzen 31.
  • Für jeden Lastenhaken 5 ist im Signalkasten i?- (s. auch Abb. 14) ein Wählschalter 32, eine beim Umlegen des Wählschalters grün leuchtende Lampe 33 und eine bei geschlossenem Haken 5 rot scheinende Lampe i i vorgesehen. Durch einen Hauptsehalter 34 wird zwei Stromschienen 35 von der Batterie 36 aus Strom zugeführt, was eine blaue Netzlampe 37 anzeigt. Voltmeter 38 und Amperemeter 39 zeigen die Spannung und Stromstärke der Stromschienen 35 an. Ein Druckkontakt 4o dient zur elektrischen Umsteuerung der Abzugshebel 24 aus der in Abb.6 gezeichneten Stellung in die Stellung gemäß Abb. 5. Statt eines gemeinsamen Druckschalters kann für jedes Hebelpaar bzw. für jeden einzelnen Abzugshebel 24 ein besonderer Schalter 4o vorgesehen sein (s. Abb. 15 und 16).
  • In Abb. 8 und 9 bezeichnet 41 einen U-förmigen Tragkörper, in welchem ein Lastenhaken 42 um eine Achse 43 drehbar gelagert ist. Das untere Hakenende faßt in einen von zwei am Tragkörper 41 befestigten Gegenhaken 44 gebildeten Spalt 45 und wird von einem unter der Spannung einer Feder 46 stehenden Stützhebel 47 in Schließstellung gehalten. Eine Schiene 48, welche vermittels Langlöcher 49 auf Bolzen 5o des Tragkörpers 41 verschiebbar angeordnet ist, kann in der gleichen Weise wie bei der Ausführung nach Abb.5 durch Kabel oder Gestänge vom Beobachterstand 17 aus bewegt werden. Ein in der Schiene 48 drehbar gelagerter Ankerhebel 51 läßt sich durch zwei Magnetspulen 52 steuern; eine Feder 53 sucht ihn in die andere Endlage zu ziehen. 54 ist eine Schraube zum Einregeln des Ankers 51. 55 bezeichnet eine an letzterem vorgesehene Nase, auf welche sich ein durch Feder 56 beeinflußter, in der Schiene 48 drehbar gelagerter Abzugshebel 57 legen kann, dessen Schulter 58 den Stützhebel 47 löst, wenn bei sich bewegender Schiene 48 der Hebel 57 die gestrichelte Stellung innehat.
  • Bei der Ausführungsform gemäß Abb. io und i i, welche dem Ausführungsbeispiel gemäß Abb. 5 und 6 ähnelt, ist der den Traghaken 5 aufnehmende Längsschlitz 9 durch allseitig am Haken anliegenden nachgiebigen Stoff, wie Leder, Gummi o. dgl. 59, derart abgedeckt, daß das Innere des Tragkörpersi dicht abgeschlossen ist, so daß Schmutz, Spritzwasser usw. nicht von außen eindringen können. 6o bezeichnet im Tragkörper i angeordnete Heizspulen, welche in großen Höhen mit Strom beschickt werden, um ein Einfrieren der beweglichen Teile des Gerätes zu vermeiden. 61 stellt eine Schaltstange dar, deren Finger 62 hinter dem magnetisch beeinflußbaren Arm der Abzugshebel 24 greifen und dazu dienen, unter Umständen, z. B. bei Störungen im elektrischen Teil, die Hebel 24 mechanisch in Abzugslage zu überführen. Die unbedingte Sicherheit der Abwurfmöglichkeit muß für die Fälle bestehen, wo das Flugzeug ohne Lasten zurückfliegen soll. Natürlich kann die Schiene auch noch mit weiteren Fingern versehen sein, die ein mechanisches Zurücksteuern der Hebel 24 gestatten.
  • Die Abb. 12 und 13 zeigen ein vollständig metallisch verkapseltes Gerät, das- im wesentlichen der Ausführungsform gemäß Abb. 5 und 6 entspricht. Nur ist der Haken 63 außenseitig angeordnet, um einen Durchführungsschlitz 9 mit Abdichtung zu ersparen. Der im Innern des Gerätes einen besonderen Auflagehebel 64 tragende Drehzapfen 65 ist über seine Lagerungsstellen im Tragkörper 66 nach außen verlängert und trägt dort zwei den Haken 63 bildende Lappen. Die Lagerungen der Bolzen 65, die Durchführungen der Stange 6i und der Kabel bzw. der Gestänge 16 lassen sich ohne weiteres so 'dicht ausführen, daß jeder Zutritt von Wasser zum Innern des Gerätes vermieden wird. Oben ist das Gerät durch eine besonders aufgelegte Platte abgedichtet, wenn dort nicht durch den Anbau an eine vorhandene undurchbrochene Wand eine natürliche Abdichtung erzielt wird.
  • In Abb. 14 sind die elektrischen Teile für vier Lasten bei einem acht Lasten tragenden Gerät schematisch angedeutet. Man erkennt den Hauptschalter 34, durch den unter Vermittiung der Leitungen 67 Strom in die Schienen 35. geschickt wird. Letztere sind durch Leitungen 68 an die blaue Netzlampe 37 angeschlossen. 69 bezeichnet die Leitungen, welche von der einen Stromschiene 3 5 über Hakenkontakte i o zu den roten Lampen i i und weiter zu der anderen Stromschiene führen. Die Wählschalter 32 sind als Doppelschalter ausgebildet. Auf dem ersten Kontakt 70 schließen sie einen Stromkreis 35-72-68-35, in dem die grünen Lampen 33 liegen. Auf dem zweiten Kontakt 71 vermitteln sie einen Stromfluß von der einen Stromschiene 35 über Leitung 72, 73, Magnetspule 26 und Leitung 74 zur anderen Stromschiene 35. An die Leitung 7 2 ist auch der Druckkontakt 4o angeschlossen, dessen andere Leitung 75 zu den Spulen 25 führt und dann in Leitung 74 einmündet.
  • Abb. 15 zeigt beispielsweise ein Schema für ein Doppelgerät, wie es bei doppelt aufgehängten Lasten gemäß Abb. 2 bis 4 benutzt wird. Die beweglichen Schienen 13 sind parallel an das doppelt ausgeführte oder gabelförmig ausgebildete Kabel 16 angeschlossen. Außer mit dieser Eigentümlichkeit weicht das Gerät noch von demjenigen gemäß Abb. 14 dadurch ab, daß die zu den Teilgeräten gehörenden elektrischen Leitungen 69, 73, 74, 75 ebenfalls parallel geschaltet sind, und daß ferner jeder Spule 25 ein besonderer Druckkontakt 40 zugeordnet ist.
  • Abb. 16 veranschaulicht zwei einem Signal= kasten 12 zugeordnete Einzelgeräte, deren Schienen 13 durch Kabel 76 mechanisch hintereinandergeschaltet sind und je nach ihrer gegenseitigen Anordnung im gleichen Sinne oder gegenläufig zueinander bewegt werden. Die elektrische Einrichtung gleicht im we@ sentlichen derjenigen der Abb. 14. Nur ist jeder Elektromagnet 25 mit einer Druckkontaktsteuerung 4o versehen. Zwei einzelne, aber hintereinandergeschaltete Geräte werden z. B. zu beiden Seiten des Rumpfes an den Flügeln verwendet.
  • An dem Gerät werden nach Bedarf Lasten verschiedener Art und Größe (Torpedos, Bomben mit Brand-, Spreng-, ,Gas- oder LebensmitteIfüllung, Post- bzw. Zeitungspakete o. dgl.) aufgehängt. In Abb. i und 5 sind acht mit A, B, C, D ... bezeichnete Einzellasten angenommen. Die zu diesen Lasten gehörenden Geräteteile sind im weiteren Verlauf der Darstellung ebenfalls mit dieser Bezeichnung versehen.
  • Der Vorgang beim Abwurf der Lasten ist folgender: Das Gerät nimmt in der Ruhelage die Stellung gemäß Abb. 5 ein. Für ein bestimmtes Ziel seien die Lasten q.A und q:c vorgesehen, die an den Traghaken 5A und 5c hängen. Vor dem Anfliegen des Zieles wird der Hauptschalter 34 eingelegt und dadurch das Abwurfgerät unter Strom gesetzt, was ein Aufleuchten der blauen Netzlampe 37 und sämtlicher roten Lampen i iA und i iB usw zur Folge hat. Durch Umlegen der Doppelschalter 32A und 32c wird. je auf dem ersten Kontakt 7o derselben ein Stromkreis geschlossen, der die grünen Signallampen 33A und 33c aufleuchten läßt. Durch Schließen des zweiten Kontaktes 71 wird Strom in die Spulen der Magnete 25A und 25c geschickt, wodurch die Abzugshebel 24A, 24c aus der Stellung gemäß Abb. 5 in die Stellung gemäß Abb. 6 gelangen, in' welcher der untere Arm der Hebel sich in dem Steuerungsbereich der Stützhebel 7A, 7c bewegt. Da nur ein Stromstoß genügt, um die Umstellung der .Hebel zu erzielen, empfiehlt es sich, die Doppelschalter 32 so auszubilden, daß sie durch Federdruck o: dgl. selbsttätig wieder auf den ersten Kontakt zurückspringen. Hierdurch wird eine unnötige bzw. nachteilige Erwärmung der Magnetspule 25 verhindert und Strom gespart.
  • Passiert- das Ziel nach Einstellung des Vorhalte- und Rücktriftwinkels die Visierlinie im Fernrohr des Beobachters, so wird die Schiene 13 mittels des Abwurfhebels 18 bewegt. Hierbei erfolgt zunächst eine Freigabe der mechanischen Sicherungen, indem die Knaggen 29 von den Stützhebeln 7 fort-und die Nasen 30 unter dem .Stift 31 der Traghaken 5 weggezogen werden. Nach erfolgter mechanischer Entsicherung hat die Schiene 13 den Weg x zurückgelegt, so daß nunmehr der Abzugshebel 24.A den Stützhebel 7A zurückstößt, der den Traghaken 5A freigibt, welcher darauf die Last q.A fallen läßt. Je nach der Schnelligkeit der Bewegung der Schiene 13 kommt die Last 3c praktisch sofort oder später zum Abfallen. Der nicht geschaltete Abzugshebel 2¢B bewegt sich frei über den Stützhebel 7B hinweg. Das gleiche ist der Fall - mit de4 andern nichtgeschalteten Hebeln 2qo ... und den zugehörigen Stützhebeln 7t> . . ., wenn die Schiene 13 über die Last C hinaus bewegt werden sollte. Durch das Öffnen der Traghaken 5A und 5c sind die Kontakte i oA und i oc unterbrochen worden. Dies hat ein Erlöschen der roten Lampen i iA und i ic im Signalkasten 12 zur Folge, was dem Beobachter als Beweis gilt, daß die Lasten gefallen sind.
  • Je nach Wunsch kann man durch Einlegen der in Frage kommenden Schalter 32 unter den Lasten A, B, C, D, E, F, G, H Auswahl treffen oder alle wählen. Da die Abzugshebel 24 gegenüber den Traghaken 5 bzw. ihren Abstützhebeln 7 um einen bestimmten Abstand (x) versetzt sind, wird durch stetiges langsames Abziehen eine Nacheinanderauslösung der Lasten bewirkt, während man durch schnelles Abziehen praktisch das gleichzeitige Fallen aller gewählten Lasten erzielt.
  • Bei dem Zurückführen des Abwurfhebels 18 gelangt die Schiene 13 in ihre Ruhestellung, wobei die mechanischen Sicherungen '29, 3o, 31 wieder wirksam werden. Das Gerät ist dann für den nächsten Abwurf betriebsfertig. Der Übersichtlichkeit halber werden noch die Schalter 32A, 32c herausgenommen, wodurch die beiden roten Lampen 33A; 33c zum Erlöschen kommen.
  • Hat sich einmal die Wahl einer oder mehrerer Lasten als unzweckmäßig erwiesen, oder ist es wegen ungünstiger Zielverhältnisse nicht möglich, die gewählte Last abzuwerfen, so können die bereits im Bereich der Stützhebel 7 liegenden Abzugshebel 24 auf elektrischem Wege zurückgesteuert werden, indem man durch Drücken des Schalters ¢o cue Spulen 26 für einen Augenblick unter Strom setzt.
  • Die Auslösung des Bombenhakens 42 gemäß der Ausführungsform Abb. 8, 9 erfolgt dadurch, daß die Magnete 52 den Anker 51 anziehen und damit den Abzugshebel 57 freigeben, der unter der Wirkung der Feder 56 bzw. der Schwerkraft die gestrichelte Lage einnimmt. Bei Verschiebung der Schiene 48 nach links wird durch die Schulter 58. der Stützhebel 47 zurückgedrückt, der den Haken 42 und damit die in diesem hängende Last freigibt. Die Rücksteuerung des Hebels 57 in seine Anfangslage erfolgt mechanisch durch Bewegen der Schiene 48 nach rechts über die eigentliche Endstellung hinaus. Der Hebel 57 gleitet dabei mit seiner Unterseite über den zur Achse 43 konzentrischen Rücken des Lasthakens 42 und wird dadurch in einem solchen Maße angehoben, daß die Nase 55 des durch die Feder 53 von dem Magneten 52 zurückgeholten Ankers 5 i unter den Hebel 5 schnappt.
  • ' Die Ausführungsform gemäß Abb. 8, 9 eignet sich insbesondere für Lasten, die im wesentlichen gleichzeitg fallen sollen. Natürlich läßt sich auch das Gerät gemäß Abb.5 so ausbilden, daß alle Lasten oder Gruppen von Lasten theoretisch zur gleichen Zeit fallen. Man hat dann nur nötig, die toten Wege sämtlich oder gruppenweise gleich lang zu machen.
  • Die Aufhängung großer Lasten, z. B. Torpedos, welche im Raum des Flugzeuges (Rumpf oder Tragfläche) nicht mehrmöglich ist, geschieht unter dem Rumpf oder den Tragflächen. Um hierbei einen möglichst geringen zusätzlichen Luftwiderstand zu erhalten, werden diese Lasten horizontal an einem Doppelgerät aufgehängt, dessen Teile zum gleichmäßigen Auslösen beider Lasthaken parallel geschaltet sind (s. Abb. i 5).
  • Bei Wasserflugzeugen wird das Gerät gemäß den beispielsweisen Darstellungen (Abb, i o bis 13) wasserdicht ausgekleidet oder ausgebildet, um Störung (Kurzschluß ursw.,) durch, eintretendes Wasser ,zu vermeiden.
  • In großen Höhen bzw. zur Winterzeit werden die Geräte durch die Widerstandsspulen 6o beheizt.
  • Besonders bedeutsam ist, daß bei frei im Flugwinde hängenden Lasten das Gerät selbst in Teilen des Flugzeuges untergebracht ist, wie beispielsweise die Abb. a bis 4 erkennen lassen. Die Anordnung hat den Vorteil, daß der Luftwiderstand wesentlich verringert wird und das Gerät vor Verschmutzung oder Beschädigung weitgehendst geschützt ist. Die Abb.3 zeigt zudem noch mehrere Tragkörper in Flugrichtung hintereinander gestaffelt. Je nach der Länge der Last wird dann das erste und zweite oder erste und dritte Gerät benutzt, so daß der Lastenschwerpunkt im wesentlichen immer richtig zum Flügel angeordnet ist. Natürlich lassen sich auch alle drei Geräte benutzen, wenn die Last dreifach aufgehängt werden soll.
  • Es empfiehlt sich ferner, einen zweiten Signalkasten 77 in Parallelschaltun-g in der Führerkabine unterzubringen, damit dem Führer die gewählten bzw. abgeworfenen Lasten angezeigt werden. Er kann dann rechtzeitig etwaige durch die Änderung des Flugzeuggleichgewichtes notwendig werdende Steuerungsmanöver einleiten.
  • In weiterer Verfolgung dieses Gedankens wird es unter Umständen zweckmäßig sein, in der Führerkabine auch einen Abzugshebel 78 anzuordnen, der dem Führer gestattet, an Stelle des etwa dienstunfähigen Beobachters die Lasten auszulösen bzw. unter Zuhilfenahme des Signalkastens 77 das Abwurfgerät auch ganz allein zu bedienen.
  • Die Erfindung ist auch anwendbar auf Luftschiffe. Statt der Lampen kann man sich natürlich auch sonstiger auf elektrischem Wege betätigter Signale bedienen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Aus einer elektrischen Wähleinrichtung und einer mechanischen Auslösevorrichtung bestehendes Gerät zum Abwerfen von Lasten von Flugzeugen nach Patent 478705, dadurch gekennzeichnet, daß in einem feststehenden, den oder die Lasthaken tragenden Körper eine Abzugsschiene verschiebbar gelagert ist, an welcher entsprechend der Zahl und Lage der Lasthaken elektrisch zu steuernde Hebel angeordnet sind, die sich bei erfolgtem Wählen in den Bewegungsbereich von in bekannter Weise die Lasthaken in Schließstellung haltenden Stützhebeln legen. z. Gerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzugshebel als Winkelhebel ausgebildet sind, deren einer Arm elektrisch gesteuert wird, während der andere Arm als Abzugsvorrichtung für den Hakenstützhebel dient. 3. Gerät nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrisch gesteuerte Arm zwischen zwei Magneten spielt, von denen der eine die Wählsteuerung, der andere die Rücksteuerung bewirkt. 4. Gerät nach Anspruch a oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Arm des Abzugshebels mit einer über den Hebeldrehpunkt hinaus verlängerten, mit dem andern Ende an der Abzugsschiene befestigten Feder versehen ist, welche den Hebel in seinen Endlagen sichert. 5. Gerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrisch zu steuernde Hebel als Zwischensteuerkörper mit einem einarmigen, drehbaren Abzugshebel zusammenarbeitet, der mit einer schulterartigen Abstufung den Hakenstützhebel löst. 6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrisch zusteuernde Hebel mit einer Feder als Rückführvorrichtung versehen ist und gegebenenfalls durch eine Stellschraube eingeregelt werden kann. 7. Gerät nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der einarmige Abzugshebel so nahe über dem Lastenhaken angeordnet ist, daß er von letzterem bei der Rückbewegung der Schiene in seine Anfangsstellung zurückgeführt wird. B. Gerät nach Anspruch i oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß die toten Wege der im Verhältnis zur Auslösevorrichtung hintereinander angeordneten Lasten oder Lastengruppen eine gleichmäßig zunehmende Länge aufweisen. g. Gerät nach Anspruch 3 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücksteuerungsmagnete mehrerer oder sämtlicher Abzugshebel einem gemeinsamen elektrischen Schalter zugeordnet sind. i o. Gerät nach Anspruch i oder folgende, gekennzeichnet durch eine mechanische Sicherheitsvorrichtung zum Steuern bzw. Rückführen der elektrisch zu betätigenden Abzugshebel. i i. Gerät nach Anspruch i oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß an der Abzugsschiene Sicherungsnasen vorgesehen sind, die bei in Tragstellung befindlichen Lastenhaken und in Anfangsstellung überführter Abzugsschiene unter Sicherungsbolzen der Lasthaken greifen. 12. Gerät nach Anspruch i oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzugsschiene mit Sicherungsklötzchen versehen ist, welche sich bei in Anfangsstellung befindlicher Abzugsschiene gegen die Stützhebel der Lasthaken legen und diese verriegeln. 13. Gerät nach Anspruch i oder folgende, dadurch gekennzeichnet, däß zwei Geräte in mechanischer Hintereinanderschaltung gleich- oder gegenläufig bewegbar zu beiden Seiten des Rumpfes angeordnet sind und von einem gemeinsamen Steuerhebel aus betätigt werden. j4. Gerät nach Anspruch i oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper des Gerätes -durch allseitige Anordnung von Wandungen und abgedichtete Durchführung der beweglichen Teile wasserdicht ausgebildet ist. 15. Gerät nach Anspruch i oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gerät Heizkörper, z. B. elektrische Widerstandsspulen, angeordnet sind. 16. Gerät r::ch Anspruch i oder folgende; dadurch gekennzeichnet, daß --vorzugsweise in einem besonderen Signalkasten für jede Last eine Lampe vorgegesehen ist, welche bei unter Strom gesetztem Gerät die Schließlage der Lasthaken anzeigt. 17. Gerät nach Anspruch i oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß das Wählen der Lasten durch eine für jede Last besonders vorgesehene, hinsichtlich der Farbe von den Lampen der Lasthaken sich unterscheidende Lampe angezeigt wird. 18. Gerät nach Anspruch i oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß der die elektrische Apparatur enthaltende Signalkasten und gegebenenfalls auch der Steuerhebel zur Bedienung der mechanischen Vorrichtung an mindestens zwei Stellen des Flugzeuges, z. B. in der Beobachter- und Führerkabine, angeordnet sind. i g. Gerät nach Anspruch i oder fol# gende, dadurch gekennzeichnet, daß es in Räumen des Flugzeuges angeordnet ist, während die Lasten in an sich bekannter Weise frei im Flugwinde hängen. 2o. Gerät nach Anspruch i oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß es als Doppel- oder Mehrfachgerät ausgebildet ist, dessen Einzelteile mechanisch und elektrisch parallel geschaltet sind. 21. Gerät nach Anspruch i oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß drei oder mehrere quer zur Flugrichtung liegende Geräte in Flugrichtung in gewissen Abständen gestaffelt sind.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN111717392A (zh) * 2020-06-17 2020-09-29 江西洪都航空工业集团有限责任公司 一种悬挂物协调投放控制电路
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