DE300603C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
- B64B1/00—Lighter-than-air aircraft
- B64B1/58—Arrangements or construction of gas-bags; Filling arrangements
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Traffic Control Systems (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 21. MÄRZ 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSGHRIFT
-M 300603-KLASSE 77h GRUPPE 15
Luftschiffbau Zeppelin G. m. b. H. in Friedrichshafen a. B.
Schalttafeleinrichtung für Luftfahrzeuge. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. August 1916 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Schalttafeleinrichtungen
für Luftfahrzeuge und insbesondere für Luftschiffe. Ein solches besitzt zahlreiche Vorrichtungen zur willkürliehen
Veränderung seiner Tragkraft wie Behälter zur Ballastabgabe und Ventile zur Freigabe von Traggas. Da der Schiffsführer
jederzeit in der Lage sein muß, auf diese an den verschiedensten Stellen untergebrachte
Einrichtungen einzuwirken; so stehen die. to
Ventile, Ballastbehälter usw. durch Drahtsäge oder sonstige Fernleitungen mit einer
in der Führergondel angebrachten Schalttafeleinrichtung"
in Verbindung, von der aus die Bedienung der einzelnen Apparate erfolgt.
In gleicher Weise kann eine derartige Schalttafel verwendet werden, um.z.B. Signalraketen
oder Munition abzuwerfen, Brieftaubenbehälter oder Reißbahnen zu öffnen,
ίο bestimmte Scheinwerfer zu betätigen usw.
Mit der wachsenden Zahl der zu bedienenden Apparate und der Verschiedenheit ihrer
räumlichen Verteilung im Luftfahrzeug wächst für den Schiffsführer die Schwierigkeit, folgenschwere
Irrtümer zu vermeiden· und auch in gefährlichen Augenblicken mit Sicherheit
und ohne Zeitverlust z. B. das Gasventil einer ganz bestimmten Zelle oder die Auslösevorrichtung
für ein bestimmtes Ballastfaß zu beeinflussen. Die zur Bedienung bestimmten Hebel, Taster oder Handgriffe mit Buchstaben,
Nummern und ähnlichen Aufschriften zu versehen, aus denen man die Art und den Ort der zugehörigen Vorrichtung erkennen
kann, bietet keine völlige Gewähr gegen Mißverständnisse. Die Verwechselungsgefahr auf
eine das Gedächtnis in keiner Art belastende Weise auszuschalten, bezweckt die Erfindung.
Den Erfindungsgegenstand bildet demgemäß eine besonders für Luftschiffe geeignete
Schalttafeleinrichtung', die.eine Ab- oder Nachbildung des Luftfahrzeuges enthält.
Gemäß der Erfindung sind die von der Schalttafel aus zu bedienenden Einzelteile des
Fahrzeuges und seines Zubehörs, wie Vorrichtungen zur Zellenentleerung und zur Ballastabgabe
an der ihrem Ort entsprechenden Stelle markiert. In Ergänzung'der Erfindung
weisen die zur Bedienung der Vorrichtungen erforderlichen Züge oder Schalter eine entsprechende
Anordnung auf.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht,
und zwar zeigt:
Abb. ι eine Längsansicht einer einfachen an der Gondelwandung angebrachten Schalttafeleinrichtung,
■ .
Abb. 2 einen Querschnitt, durch die Schalttafel nach 2-2 der Abb. 1 und
Abb. 3 einen Querschnitt durch eine in der Mittelebene, der Gondel nahe der Decke angeordnete
Schalttafeleinrichtung.
In dem. Ausführungsbeispiel nach Abb. 1
und 2 ist oberhalb des eigentlichen Gondelkörpers A an der Backibordgondelwandung
etwa in Augenhöhe ein kastenartiger Körper B angebracht, dessen vorderen Abschluß
eine zweckmäßig etwas schräggestellte Mattscheibe C bildet. Auf der Mattscheibe ist
das Luftschiff in einem die Raumeinteilung veranschaulichenden Längsschnitt c1 dargestellt.
Es sei angenommen, daß sich im Tragkörper nahe seiner Bodenfläche 24 paarweise ■ symmetrisch zur Kiellinie angeordnete BaI-lastbehälter
befinden. Dementsprechend trägt das Schaubild c1 zwölf zweckmäßig mit den
entsprechenden Ziffern versehene Marken r, j und zwar möglichst an den Stellen., wo im
wirklichen Schiffskörper ein Paar Ballast-, behälter lagern. Von den Ventilen dieser Behälter
gehen je zwölf Draht züge rf und e zur Schalttafel. In ihrem letzten senkrechten
Teile verlaufen die Drahtzüge paarweise genau hinter den zugeordneten Marken c2. Zur
Sicherheit sind sie in der oberen und in der unteren Kastenwandung geführt. Den Abschluß
jedes Drahtzuges bildet ein Handgriff d1 und e1. Die den Ballastbehältern, der
Steuerbördseite entsprechenden Handgriffe d1 befinden sich unmittelbar unterhalb des
inneren Teiles des zweistufigen Kastenbodens b1. Die Handgriffe e1 für die Backbordbehälter
liegen unter dem tieferen und der Gondelwand näheren Teile des Kastenbodens. . -
Eine auf der Zeichnung nicht näher dargestellte Innenbeleuchtung des Kastens gestattet·
die Benutzung des Schaubildes c1 auch bei Dunkelheit.
Dient, wie im Ausführungsbeispiel an- 9^>
genommen ist, die Schalttafel nur zur Bedienung von Ballastabgabestellen, und sind
alle Stationen gleich ausgestattet, so kann ^ man von einer besonders auffälligen Unterscheidung
der einzelnen Marken c2 absehen. Verwendet man aber 'z. B. äußer Ballastfässern,
die im Falle plötzlich auftretender Gefahr als Ganzes abgeworfen werden, noch Momentballastbehälter, deren Entleerung jeweilig
auf einmal erfolgt und größere Ballastsäcke, deren Inhalt im allgemeinen nur stufenweise
freigegeben wird, so ist eine genauere Unterscheidung notwendig. Gemäß der Erfindung
erzielt man sie dadurch, daß die verwendeten Markierungen in ihrer räumlichen oder bildlichen Gestaltung Hinweise auf die
besondere Art der ihnen zugeordneten Vorrichtung enthalten. Die Marken c2 stellen daher
zweckmäßig- die bildliche Wiedergabe eines Ballastfasses oder eines Momentballastbehälters
oder eines Ballastsa.ckes dar.
Zur Erhöhung eier Sicherheit kann man den Handgriffen d1 und e1 eine den verschiedenen
Ballastträgern entsprechende Form geben. Eine solche Unterscheidung ist um so wertvoller,
je mehr Vorrichtungsarten von einer . Schalttafel aus zu bedienen sind. Sollen z. B.
auch Ventile und Reißbahnen für langsame bzw. rasche Zellenentleerung sowie Scheinwerfer
und Signalraketen von der Schalttafel iau
aus bedient werden, so ist eine weitgehende Unterscheidung unbedingt erforderlich. In
Claims (4)
1. Schalttafeleinrichtung für Luftfahrzeuge,
dadurch gekennzeichnet, daß an einer Ab- oder Nachbildung des Luftfahrzeuges die von der Schalttafel aus zu bedienenden
Einzelteile des Fahrzeuges und seines Zubehörs, wie Vorrichtungen zur Zellenentleerung oder zur Ballastabgabe,
ihrem Standort nach kenntlich gemacht sind, dementsprechend auch die zur Bedienung
der Vorrichtungen erforderlichen 'Züge oder Schalter angeordnet sind.
2. Schalttafeleinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die
verwendeten Zeichen, Handgriffe u. dgl. in ihrer bildlichen oder räumlichen Gestaltung die besondere Art der ihnen zugeordneten
Vorrichtung erkennen lassen.
3. Schalttafeleinrichtung nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Handgriffe in räumlich getrennten, den verschiedenen Vorrichtungsarten zugeordneten Gruppen angeordnet sind.
4. Schälttafeleinrichtung nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß Anzeigevorrichtungen vorgesehen sind, die erkennen lassen, ob die mit ihnen verbundenen Vorrichtungen schon in Wirkung
gewesen sind, und ob sie noch weiter in Tätigkeit gesetzt werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE300603C true DE300603C (de) |
Family
ID=554587
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT300603D Active DE300603C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE300603C (de) |
-
0
- DE DENDAT300603D patent/DE300603C/de active Active
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