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Reklamevorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf Reklamevorrichtungen,
bei denen ein außen mit Werbeaufdruck versehener Hohlkörper aus Karton durch ein
über einer Wärmequelle leicht drehbar aufgehängtes, nach Art eines Schraubenventilators
ausgebildetes Flügelrad in Drehung versetzt wird, derart, daß die verschiedenen
Schauflächen des Hohlkörpers sich nacheinander in dauerndem Wechsel dem Beschauer
darbieten.
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Die Erfindung kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß der Hohlkörper
durch eine sowohl oben wie unten offene, durch nach innen umgeschlagene Ränder versteifte
Faltschachtel gebildet ist, in die oben ein zu diesem Zwecke vorteilhafterweise
mit zargenartig umgelegten Randteilen versehenes, das Flügelrad bildendes Blatt
eingesetzt ist. Bei zum Verpacken und Versenden von Waren bestimmten Faltschachteln
ist die Versteifung des Schachtelkörpers durch an den Enden vorgesehene, nach innen
umgeschlagene Ränder bekannt. Diese Maßnahme wird nicht an sich, sondern in Verbindung
mit den sowohl oben wie unten offenen Hohlkörpern bei Reklamevorrichtungen der gekennzeichneten
Art unter Schutz gestellt, wo die nach innen umgeschlagenen Ränder einerseits für
die Versteifung des Hohlkörpers von besonderer Bedeutung sind und wo sie anderseits
dem besonderen Zwecke der Aufnahme des das Flügelrad bildenden Kartonblattes dienen.
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Weitere Verbesserungen beziehen sich auf die besondere Art der Verbindung
des das Flügelrad bildenden Blattes mit dem Hohlkörper sowie auf die Aufhängung
des Flügelrades mit dem Hohlkörper auf seinem als Drehzapfen dienenden Träger.
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In den Zeichnungen, die die Erfindung in mehreren Ausführungsformen
beispielsweise veranschaulichen, zeigt Abb. i eine erste Ausführungsform in halbfertigem
Zustand in schaubildlicher Darstellung: Abb. 2 zeigt den Zuschnitt des zu dieser
Ausführung gehörigen Flügelrades.
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Abb. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch die Vorrichtung in verkleinertem
Maßstabe. Abb. 4. zeigt in der gleichen Darstellungsweise eine zweite Ausführungsform.
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Abb. 5 veranschaulicht den zu dieser Ausführungsform gehörigen Zuschnitt
für das Flügelrad, während Abb. 6 den Zuschnitt eines Versteifungsrahmens für den
betreffenden Hohlkörper darstellt.
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Bei der Ausführungsform nach den Abb. i bis 3 besteht der den Reklameaufdruck
tragende Hohlkörper i aus einem nach Art einer Faltschachtel hergestellten vierseitigen
Kartonprisma, dessen Seitenwände mit fensterartigen Durchbrechungen z versehen sind.
An die Seitenwände schließen sich oben und unten je zwei in Knifflinien zusammenhängende
Leisten 3, q. an, die bei Fertigstellung der Reklamevorrichtung in der in Abb. i
oben angedeuteten Weise derart nach innen umgeschlagen werden, daß die Leisten 3
sich
von innen an die betreffenden Seitenwände anlegen, während
die Leisten 4. in eine gemeinsame waagerechte Ebene zu liegen kommen. Mit Hilfe
von an einzelnen der Leisten q. vorgesehenen Schlitzen 5 können diese Leisten untereinander
verriegelt werden. Auf diese Weise wird eine wirksame Versteifung des Hohlkörpers,
der aus verhältnismäßig schwachem Karton hergestellt werden kann, erzielt.
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Die Verbindung des Hohlkörpers mit dem die Drehung bewirkenden Flügelrad
erfolgt durch Einsetzen des in Abb.2 dargestellten Kartonblattes 6, das mit Randleisten
7 versehen ist, die befm Einsetzen rechtwinklig nach oben abgebogen werden und beispielsweise
mit Hilfe von Druckknöpfen 8 mit den betreffenden Seitenwänden des Schachtelkörpers
i, die die entsprechenden Gegenteile der Druckknöpfe aufweisen, verbunden werden
können. Der mittlere Teil des Blattes 6 ist in der aus Abb.2 ersichtlichen Weise
mit radialen Einschnitten 9 und an deren Enden sich anschließenden, mehr in der
Umfangsrichtung verlaufenden Einschnitten i i versehen. Die Enden der Einschnitte
i i sind durch radial verlaufende Knifflinien 12 miteinander verbunden. Durch die
gruppenweise- zusammenhängenden Schnittlinien werden Lappen 13 gebildet, die, nachdem
sie um die Knifflinien nach oben oder unten aus der Blattebene herausgebogen sind,
die wirksamen Schrägflächen des Flügelrades abgeben.
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In der Mitte des Blattes 6 ist ein Lagerhütchen 14 befestigt, das
beispielsweise aus dem Oberteil eines Druckknopfes bestehen kann. Mit diesem Hütchen
wird das Flügelrad zusammen mit dem mit ihm verbundenen Hohlkörper i in der in Abb.
3 veranschaulichten Weise auf das obere, mit einer Nadel 15 versehene Ende eines
Ständers 16 aufgebracht, so daß das Ganze sich leicht um die senkrechte Ständerachse
drehen kann. An den Ständer ist im dargestellten Falle eine aus einer elektrischen
Glühlampe bestehende Wärmequelle i 7 befestigt. Durch den Auftrieb der von der Glühlampe
erwärmten Luft wird das Flügelrad und damit der Hohlkörper 2 in Drehung versetzt.
Um die aufsteigende warme Luft den besonders wirksamen Teilen des Flügelrades zuzuführen,
ist auf dem Ständer oberhalb der Wärmequelle eine Pappscheibe 18 angebracht.
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Die Fenster 2 des Hohlkörpers werden zweckmäßig mit durchsichtigem
oder durchscheinendem Material abgedeckt. Dies Material kann außerhalb oder innerhalb
des Hohlkörpers angebracht sein. Zweckmäßig wird es in Form eines den ganzen Hohlkörper
einschließenden symmetrischen Kleides aus durchscheinendem Papier über den Hohlkörper
gezogen. In diesem Falle trägt das Kleid den Werbedruck, während im arideren Falle
der Aufdruck auf den Wänden des Hohlkörpers vorgesehen ist. Man kann auch, besonders
bei Ausführungen, bei denen der Hohlkörper nicht die dargestellte prismatische oder
eine sonstige regelmäßige Umrißform zeigt, bei Wegfall des Kleides die Wandungen
des Hohlkörpers selbst durchsichtig oder durchscheinend halten.
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Die in den Abb. q. bis 6 dargestellte Ausführungsform unterscheidet
sich von der vorbeschriebenen hauptsächlich durch die besondere Art, in der die
Versteifung des Hohlkörpers sowie die Verbindung des das Flügelrad enthaltenden
Blattes mit dem Hohlkörper erfolgt.
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Der Hohlkörper besteht wieder aus einer Art ' Faltschachtel von parallelepipedischer
Form. Die oberen und unteren Ränder ao und 21 des Schachtelkörpers sind nach innen
umgeschlagen. In die auf diese Weise gebildeten, nach unten bzw. oben offenen Falze
werden von unten bzw. von oben das das Flügelrad enthaltende Kartonblatt 6 bzw.
ein besonderer Versteifungsrahmen 22 mit entsprechenden zargenartigen Randteilen
23 bzw. 24 eingeschoben. Der Versteifungseinsatz 22 besteht, wie Abb. 6 erkennen
läßt, aus einem rahmenartigen Kartonstück, an dessen Seitenränder die erwähnten
Leisten 2q. angelenkt sind, die vor dem Einschieben in den Hohlkörper i rechtwinklig
umgelegt werden.
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Die Ausbildung des Flügelrades in dieser Ausführungsform unterscheidet
sich von der vorbeschriebenen dadurch, daß die die wirksamen Flächen bildenden Lappen
25, 25a hier paarweise zu beiden Seiten der stehenbleibenden Stege 26 angeordnet
sind. Von den Lappen jedes Paares wird der eine nach oben, der andere nach unten
umgebogen. Ein weiterer Unterschied besteht darin, daß die radialen Schnittlinien
von dem das Lagerhütchen 1 4. aufnehmenden Nebenteile nach unten bis zu den Randlinien
27 verlaufen, in denen das Blatt 6 im fertigen Zustand (Abb. q.) an den Seitenwänden
des Hohlkörpers i anliegt. Es wird dadurch erreicht, daß die Schrägflächen des Flügelrades
bis zum äußersten Rande wirksam sind. Der Zusammenhang der die Flügellappen 25 und
25a tragenden radialen Stegteile 26 untereinander wird durch die zargenartigen Randteile
23 vermittelt.