DE501508C - Auftaugeraet fuer Schaufenster und andere grosse Scheiben mit einer elektrisch beheizten Roehre - Google Patents
Auftaugeraet fuer Schaufenster und andere grosse Scheiben mit einer elektrisch beheizten RoehreInfo
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-
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf stab- und röhrenförmige, durch einen elektrischen Widerstand
erhitzte Auftaugeräte, die mit einem darumliegenden Zylinder, vorzugsweise aus Metall, umgeben sind, durch dessen Mantelöffnungen
im unteren Teil kalte Luft eintritt, um, erhitzt und verteilt, durch andere Öffnungen
im oberen Teil aufwärts auszuströmen. Diese Geräte, die auch zur Verhütung des
ίο Beschlagens dienen, wirken bekanntlich durch
natürliche Luftbewegung unter dem Einfluß der Schwerkraft.
Bisher war es schwierig, solche Vorrichtungen für breite Schaufenster, die ganz besondere
Betriebsbedingungen besitzen, sicher zusammenzubauen. Vor allem erfordert es besonderer
Maßnahmen, die langen, zerbrechlichen Röhren oder Stäbe aus feuerfestem Stein für die Heizwiderstände gegen Verbie-
ao gung und Stöße sicher zu lagern. Der Abstand des Außenzylinders vom Heizrohr und
damit der nützliche Luftraum wurden bisher durch Nasen an den feuerfesten Rohrstücken
bestimmt, die mit diesen aus einem Stück zu sein pflegten. Abgesehen davon, daß diese
Nasen Nachteile für die Lagerung und den Zusammenbau besaßen, konnten sie nicht über
eine bestimmte Breite ausgeführt werden, weil sie sich sonst verzogen. Der nützliche Luftheizraum
hatte also eine bestimmte Höchstgröße. In vielen Fällen reichte die erhitzte Luftmenge für den Gebrauchszweck nicht aus,
während die äußere Hülle, meist ein Metallzylinder, sich stark erhitzte, so daß sie eine
Gefahr für benachbarte brennbare Gegenstände im Schaufenster darstellte. Der Auftauapparat
konnte im Betrieb ferner nicht angefaßt werden, weil der Zylinder sich auf
mehrere ioo° erhitzte. Auch lief er infolge der Hitze an und wurde unansehnlich, störte
also beim Anblick des Schaufensters.
Der Erfinder hat nun festgestellt, daß es möglich ist, durch einfache Mittel die geschilderten
Mängel zu beheben und dadurch den Auftauapparat für zahlreiche neue Anwendungsfälle
nutzbar zu machen.
Die Erfindung besteht nun darin, lange, verhältnismäßig dünne Rohre oder Stäbe aus
feuerfestem Stein waagerecht federnd zentrisch
in einer Metallhülle von wesentlich größerem Durchmesser zu lagern. Dadurch wird erreicht,
daß mit gleichem Aufwand an elektrischem Strom wie bisher eine größere Luftmenge
erhitzt, also die Leistung erhöht wird. Der äußere Metallzylinder bleibt dabei verhältnismäßig
kühl. Die nachgiebige Lagerung mittels Federn nach der Erfindung gestattet, einerseits die Nasen zu vermeiden und
anderseits den Luftraum zu vergrößern. Diese Vergrößerung ist so erheblich, daß der Außen- 6c
mantel höchstens 100 bis 1200 C warm wird,
während er früher Wärmegrade von mehreren 1000C annahm. Infolgedessen kann der erfindungsgemäße
Auftauapparat ohne Beden-
ken in Schaufenstern oder 'an anderen Orten in der Nähe feuergefährlicher Gegenstände
verwendet werden. Im gleichen Maße ist gegen früher die Gefahr des Zerspringens der Schaufenster
durch örtliche Überhitzung und eine Verletzung der Bedienung gesunken. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt,
und zwar zeigen:
Abb. ι einen Längsschnitt durch das Auftaugerät nach der Erfindung,
Abb. 2 einen teilweisen Längsschnitt nach der Linie A-B der Abb. i,
Abb. 3 einen Querschnitt nach der Linie C-D der Abb. ι in vergrößertem Maßstab und
Abb. 4 bis 9 Einzelheiten.
Die Rohrteile a1, a2, a5 usw. aus feuerfestem
Stein sind an den Enden durch Ineinanderstecken oder in einer anderen üblichen
Weise zur Erzielung der jeweils gewünschten ?.o Länge verbunden und bilden insgesamt ein
einziges Rohr oder einen Stab von der Breite des aufzutauenden Schaufensters. Zwei gegenüberliegende
Kanäle b, b1 der Rohrteile dienen zur Aufnahme des Heizdrahtes c, der
a5 in der einen Bohrung hin- und in der anderen zurückgeführt wird. Ein Heizdrahtende
führt zur Klemme d1, das andere Ende zur
Klemme d2. Die beiden Klemmen sitzen fest in einer Fassung oder Kopf ex, der knopf-
oder stopfenartig den Umfangszylinder / an einer Seite abschließt. Die Klemmen d1, dwerden
an eine Lichtleitung oder an eine andere Stromquelle, die als unwesentlich für
die Erfindung nicht dargestellt ist, angeschlossen. Zwischen den Kanälen h, b1 lie-•
gen in den Rohrteilen noch weitere Kanäle zur Aufnahme von Stützstangen aus Eisen
oder ähnlichem Stoff. Meist werden zwei Stangen g*, g2 verwendet (Abb. 2). Diese
Stangen ragen an einer Seite ein Stück aus dem letzten Rohrteii heraus und lagern lose
in entsprechenden Bohrungen h1, h2 des Kopfes
e1. Am entgegengesetzten Ende ist das Rohr mit einer Fassung oder Kopf«2 fest
verbunden, z. B. verkittet. Auf den Fassungen e1, e2 sitzt ein dünnwandiger Zylinder /,
am besten aus Metall, mit Löchern k1, k2 usw.
im oberen und P-, I2 usw. im unteren Mantelteil.
Dieser Zylinder umfaßt das Heizrohre, a1, a2 usw. konzentrisch. Je nach der freitragenden Länge des Heizrohres ist es gegen
die innere Wandung des Zylinders/ durch eine oder mehrere Spiralfedern tn abgestützt.
Infolge dieser nachgiebigen mittleren Lagerung der losen Endlagerung g1, g2 in e1, ekann
das Heizrohr bei Stößen federn, ohne den Zusammenhalt zu verlieren, wodurch die Bruchgefahr erheblich verringert wird.
Die Abb. 4 zeigt im Schaubild eine Endstütze. Zum Aufstellen des Auftaugerätes
wird die Hülse/ in dem rohrartigen Teil// in einer oder mehrerer derartiger Stützen gelagert,
die vorteilhaft aus dem gleichen Stoff, z. B. aus vernickeltem Messing, bestehen wie
die Hülse/. Das Eigenartige der Stützen ist, daß sie einen nach innen und einen nach
außen abgebogenen Schenkel 0 bzw. ρ besitzen. Beide Schenkel der Stützen sind mit
Schraubenlöchern versehen, so daß bei teilweisem Abtrennen der Schenkel der Rest der
Stützen noch befestigt werden kann. Gestrichelt sind in der Abb. 4 einige Trennmöglichkeiten
angegeben.
Durch geeignete Abtrennung, die jedem Fachmann geläufig ist, kann die Stütze den
verschiedensten Verwendungszwecken des Auftauapparates angepaßt werden. Die Abb. 5
bis 9 zeigen im Schema verschiedene Verwendungsmöglichkeiten der Stützenstücke.
Durch die erfindungsgemäße Lagerung ist es möglich, die Heizrohre' a1, a2 usw. dünner
als bisher auszuführen. Daher braucht durch den Widerstandsdraht nicht mehr so viel Steinzeug wie bisher erhitzt zu werden.
Der Wärmeübergang vom Glühdraht an die Luft steigt, damit also die Heizwirkung.
Claims (2)
1. Auftaugerät für Schaufenster und andere große Scheiben, bestehend aus go
einer elektrisch beheizten 'Röhre, einem diese umgebenden, oben und unten für den Luftdurchzug mit Löchern versehenen
Metallzylinder, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizröhre (a1, a2, a3) an den -95
Enden und in der Mitte im Metallzylinder (/) nachgiebig gelagert ist.
2. Auftaugerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nachgiebigen
Lager (m) für das Heizrohr (α1, α2, αΆ)
im Metalizylinder (/) aus Spiralfedern bestehen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL72730D DE501508C (de) | 1928-08-26 | 1928-08-26 | Auftaugeraet fuer Schaufenster und andere grosse Scheiben mit einer elektrisch beheizten Roehre |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL72730D DE501508C (de) | 1928-08-26 | 1928-08-26 | Auftaugeraet fuer Schaufenster und andere grosse Scheiben mit einer elektrisch beheizten Roehre |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE501508C true DE501508C (de) | 1930-07-02 |
Family
ID=7283065
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL72730D Expired DE501508C (de) | 1928-08-26 | 1928-08-26 | Auftaugeraet fuer Schaufenster und andere grosse Scheiben mit einer elektrisch beheizten Roehre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE501508C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE840429C (de) * | 1950-09-26 | 1952-06-09 | Rudolf Schankat | Fensterklarhalter |
| DE859934C (de) * | 1949-07-04 | 1952-12-18 | Fritz Carl Rupp | Vorrichtung zum Beheizen von Fenstern, insbesondere von Schaufenstern |
| DE955373C (de) * | 1954-09-15 | 1957-01-03 | Iseli & Co | Transportable elektrische Forstschutzheizung, insbesondere fuer Treibbeetkaesten undTreibhaeuser in Gaertnereien |
| DE1042785B (de) * | 1953-08-24 | 1958-11-06 | Gen Electric | Infrarotstrahlenerzeuger |
| DE3627916A1 (de) * | 1986-06-20 | 1988-01-28 | Preussag Ag | Vefahren zur regelung verbrennungsabhaengiger funktionslaeufe in fuellschachtkesseln |
-
1928
- 1928-08-26 DE DEL72730D patent/DE501508C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE859934C (de) * | 1949-07-04 | 1952-12-18 | Fritz Carl Rupp | Vorrichtung zum Beheizen von Fenstern, insbesondere von Schaufenstern |
| DE840429C (de) * | 1950-09-26 | 1952-06-09 | Rudolf Schankat | Fensterklarhalter |
| DE1042785B (de) * | 1953-08-24 | 1958-11-06 | Gen Electric | Infrarotstrahlenerzeuger |
| DE955373C (de) * | 1954-09-15 | 1957-01-03 | Iseli & Co | Transportable elektrische Forstschutzheizung, insbesondere fuer Treibbeetkaesten undTreibhaeuser in Gaertnereien |
| DE3627916A1 (de) * | 1986-06-20 | 1988-01-28 | Preussag Ag | Vefahren zur regelung verbrennungsabhaengiger funktionslaeufe in fuellschachtkesseln |
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