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Elektrischer Anzünder für feste Brennstoffe
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Anzünder für feste Brennstoffe, bei dem im Betrieb ein Luftstrom mittels eines in einem Luftrohr angeordneten Heizelementes erhitzt wird.
Es sind elektrische Anzünder bekanntgeworden, bei welchen die elektrischen Heizelemente durch- gehend in Keramik oder inanderemfeuerfestem Material abgestütztsind. Derartige Heizelementträger be- hindern den Luftstrom und erhöhen daher die Hitzestauung im Gerät, wodurch zunächst dieses erwärmt und dessen Handhabung erschwert wird. Bei andern vorgeschlagenen Anzündern muss das Gehäuse mit dem
Heizelement gänzlich in den Brennstoff getaucht werden. Diese Geräte erfordern eine eigene Luftzufuhr, so dass sie unhandlich und für den Gebrauch im Haushalt ungeeignet sind. Ausserdem ist es nicht wünschen- wert, dass sich der Anzünder in dem entzündenden Brennstoff befindet und so Schaden erleiden kann.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein elektrischer Anzünder, der die vorerwähnten Nachteile da- durch behebt. dass das Luftrohr von einem zweiten Rohr umgeben und zwischen den beiden Rohren eine wärmeisolierende Schicht vorgesehen ist.
Die wärmeisolierende Schicht kann aus einem eingeschlossenen Luftpolster oder aus einem Isolier- material bestehen. Auch besteht die Möglichkeit, dass das Heizelement aus einem gewendelten Wider- standsdraht,-streifen od. dgl. besteht und in Längen bzw. Abschnitte unterteilt ist, die quer zur Rohrachse verlaufen und vom Rohr getragen sind. Hiebei kann das Luftrohr aus feuerfestem Material bestehen und
Durchbrechungenaufweisen, die zur Aufnahme und zum Abstützen der Abschnitte des Heizelementes eingerichtet sind. In vorteilhafter Weise können die beiden Rohre von ihren Lufteintrittsenden ausgehend von einem zusätzlichen Rohr geringerer Länge umgeben und ein Teil des Luftstromes durch den Spalt zwischen diesem zusätzlichen Rohr und dem Rohr geleitet sein.
Zum vollständigen Verständnis der Erfindung wird nachstehend ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Anzünders für Brennstoffe an Hand der Zeichnung beschrieben, in der Fig. l den Anzünder in Seitenansicht, teilweise geschnitten, zeigt. Fig. Zzeigteinen Schnitt nach der Linie 11-nderFig. lund Fig. 3 eine Stirnansicht der Düse des Anzünders.
Der in Fig. l und 2 dargestellte Anzünder eignet sich zum Anzünden von Koks oder Weichkohle. Er besitzt ein im Querschnitt kreisförmiges erstes Luftrohr 1 aus keramischem Material, das ein elektrisches Heizeiement 2 trägt. Das keramische Rohr ist mit Löchern von etwa 9, 5 mm Durchmesser versehen, die in vier Reihen in Abständen voneinander über die Länge des Rohres 1 verteilt sind. Diese Reihen sind in der Zeichnung mit 3 - 6 bezeichnet. Jede Reihe besteht aus zwölf miteinander fluchtenden Löchern. Die Reihen 3 und 5 entsprechen einander, d. h., dass die Löcher in diesen Reihen miteinander fluchten, obwohl sie nicht unbedingt einander diametral entgegengesetzt angeordnet sein müssen. Das gleiche gilt von den Reihen 4 und 6.
In bezug auf die Achse des Rohres sind die Löcher der Reihen 3 und 5 zwischen den LöchernderReihen4und 6 angeordnet. Das Heizelement 2 weist eine Länge aus wendelförmtg gewickeltem Chromnickeldrahtauf, dessen Durchmesser etwas kleiner ist als 9, 5 mm, und ist in das Rohr 1 eingeflochten. Die eine Hälfte des Elementes 2 ist durch die Löcher der Reihen 3 und 5, die andere durch die Löcher der Reihen 4 und 6 geführt.
Es sind Abdecksegmente 10 aus keramischem Material vorgesehen, welche die auf der Aussenseite des Rohres 1 liegenden geraden Teile 8 abdecken. Diese Segmente haben vorstehende Teile 11, die in die Löcher des keramischen Rohres 1 eintreten, um die Segmente 10 an dem Rohr festzulegen. Ferner sind Rippen 12 vorgesehen. die sich längs des Rohres 1 erstrecken, sowie Rippen 13 zum Abstützen des Rohres 1
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indem Anzünder. Jedes Segment 10 ist zwischen einer Rippe 12 und einer Rippe 13 angeordnet. Die Seg- mente werden von Blechringen 14 festgehalten.
Konzentrisch mit dem Keramikrohr 1 ist ein im Durchmesser grösseres, weiteres Luftrohr 15 vorge- sehen, das aus Stahl besteht und aussen einbrennlackiert ist. Das Rohr 15 wird mittels der Rippen 13 im i Abstand von dem Keramikrohr l gehalten. Der radiale Spalt zwischen den Rohren 1 und 15 ist mit Wär- meisoliermaterial 16 gefüllt, beispielsweise mit Aluminiumoxydpulver, aufgeblättertem Glimmer, ex- pandiertem Perlstein oder einem andern, ähnlichen, feuerfesten Isoliermaterial.
Zur Festlegung der Rohre 1 und 15 relativ zueinander in der Axialrichtung ist am einen Ende des
Rohres 15 die Schelle 30 mit nicht gezeigten Schrauben befestigt. Das Rohr 1 wird von einer am andern
Ende des Rohres 15 vorgesehenen Feder 31 gegen die Schelle 30 gedrückt. Die Feder 31 wird zwischen dem Rohr 1 und einer Schulter 35 eines nachstehend beschriebenen Gehäuses 23 zusammengedrückt ge- halten.
Gemäss Fig. 3 sowie 1 sitzt auf dem Rohr 15 eine abnehmbare Düse 17 aus Grauguss. Diese Düse 17 besitzt einen inneren Teil 18, der von einem damit konzentrischen, ringförmigen, äusseren Teil 19 um- geben ist. Der ringförmige Teil 19 sitzt auf dem Ende des Rohres 15 und ist an diesem mit nicht gezeig- ten, selbstschneidenden Schraubenbefestigt. Diessind die vorstehend erwähnten Schrauben zur Befesti- gung der Schelle 30 an dem Rohr 15. Der innere Teil 18 erstreckt sich ein kurzes Stück rückwärts zu dem gebläseseitigen Ende des Anzünders hin in das Keramikrohr l, so dass ein mit dem Keramikrohr 1 in Ver- bindung stehender Kanal vorhanden ist. Das Mass, um das der innere Teil 18 vorsteht, beträgt etwa 89 mm, so dass der Teil 18 in den Brennstoffhaufen derart hineingesteckt werden kann, dass der Teil 19 oben auf dem Haufen aufliegt.
Am hinteren Ende der Rohre 1 und 15 ist ein Gebläse 21 vorgesehen, das Luft in parallelen Strömen mit ziemlich geringem Druck durch die Rohre 1 und 15 treibt. Das Gebläse 21 wird von einem nicht ge- zeigten, relativ kleinen Elektromotor angetrieben. Das Gebläse 21 besitzt einen Ventilator 22 und ist in einem Metallgehäuse 23 untergebracht, das einen gemäss Fig. 2 ausgebildeten Stutzen 24 besitzt, in dem ein Ende des Rohres 15, wie dargestellt, mit Schrauben 25 befestigt ist. An dem Gehäuse 23 ist ein ein- stellbarer Ständer 36 angebracht. Ferner ist das Gehäuse 23 mit einem Traggriff 26 versehen. Zum Schutz des Anzünders für den Fall, dass bei eingeschaltetem elektrischem Heizelement 2 der Gebläsemotor ver- sagt, ist eine normale Sicherung 27 vorgesehen.
Diese Sicherung schaltet das Heizelement 2 aus, wenn der Luftstrom aufhört und die Temperaturen in dem Anzünder auf einen gefährlichen Wert steigen. Ferner ist in dem Anzünder ein Schalter 28 eingebaut, der ein Ausschalten des elektrischen Heizelementes wäh- rend des Betriebes des Gebläses 21 gestattet. Dies ermöglicht nach dem Entzünden des Brennstoffes die
Verwendung des Anzünders als Gebläse. Dieser Schalter wird mit einer Taste betätigt.
Das Rohr 15 ist von einem zusätzlichen Rohe 32 aus gewalztem Metall umgeben. Das Rohr 32 ist kürzer als die Rohre 1 und 15. Ein Ende des Rohres 32 sitzt auf dem Stutzen 24 des Gehäuses 23 und ist an diesem Stutzen mit Schrauben 33 (siehe Fig. 2) befestigt. Das andere Ende wird von eingebördelten Tei- len 34 des Rohres 32 im Abstand von dem Rohr 15 gehalten. Besonders aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass der
Stutzen 24so ausgebildet ist, dass ein Hilfsluftstrom aus dem Innern des Anzünders zu dem radialen Spalt zwischen den Rohren 15 und 32 geführt wird.
Zur Benutzung des Anzünders wird die Düse 17 in den Brennstoff hineingesteckt und werden der Ventilatormotor sowie das Heizelement eingeschaltet, so dass heisse Luft aus dem Keramikrohr 1 durch den inneren Teil 18 der Düse und dann durch den Brennstoff geblasen wird und diesen entzündet.
Das Isoliermaterial 16 in dem Radialspalt zwischen den Rohren 1 und 15 setzt die durch diesen Spalt erfolgenden Wärmeverluste herab, so dass die durch die Düse 17 abgegebene Wärmemenge erhöht wird. Die Verwendung des Keramikrohres und der Feder 31 bewirkt eine Erhöhung der Betriebssicherheit des An- zünders, weil selbst bei einem Bruch des keramischen Körpers die Metallteile des Anzünders nicht an Spannung gelegt werden, da die Feder 31 das gebrochene Keramikrohr in seiner Lage festhält. Ausserdem gestattet die Feder 31 eine Ausdehnung des erhitzten Keramikrohres 1. Die Austrittstemperaturen an der Düse 17 können eine Grössenordnung von 650 bis 7500C haben, wobei das Heizelement eine Temperatur von 950 bis 10500C hat.
Durch die Anordnung des vorstehend beschriebenen zusätzlichen konzentrischen Rohres, das im Betrieb des Anzünders von Luft durchströmt ist, wird gewährleistet. dass die Temperatur der Aussenseite des Anzünders an jenen Stellen, an denen eine Handberührung wahrscheinlich ist, niedrig gehalten wird.
Die Ausbildung eines Heizelementes als Einheit mit einem Luftrohr erhöht die Wärmeleistung, die bei dem beschriebenen Element 1. 5-2 kW beträgt. Die Löcher in dem Rohr 1 können natürlich einen etwas grösseren Durchmesser haben, so dass sie einen dickeren Draht mit einer kleineren Anzahl vonWin-
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dungen pro Längeneinheit aufnehmen können. Dies wird jedoch durch die an die Festigkeit des verbleibenden, nicht ungelochten Teiles des Rohres zu stellenden Forderungen begrenzt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Anzünder für feste Brennstoffe, bei dem im Betrieb ein Luftstrom mittels eines in einem Luftrohr angeordneten Heizelementes erhitzt wird, dadurch gekennzelchnet. dass das Luftrohr (l) von einem zweiten Rohr (15) umgeben und zwischen den beiden Rohren eine wärmeisolierende Schicht vorgesehen ist.
2. ElektrischerAnzündernachAnspruchl, dadurchgekennzeichnet, dassdiewärmeisolierende Schicht aus einem eingeschlossenen Luftpolster besteht.
3. ElektrischerAnzündernachAnspruchl, dadurchgekennzeichnet, dassdiewärmeisolierende Schicht aus einem Isoliermaterial (16) besteht.
4. Elektrischer Anzünder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (2) aus einem gewendelten Widerstandsdraht, -streifen od. dgl. besteht und in Längen bzw. Abschnitte (7) unterteilt ist, die quer zur Rohrachse verlaufen und vom Rohr (1) getragen wird.