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Gaszuführung für in senkrechte Heizzüge unterteilte Heizwände In dem
Patent 498 730 ist eine Gaszuführung beschrieben, nach der sämtliche zu den
Starkgasaustrittsstellen gleicher Höhenlage führenden Steigleitungen je mit einer
besonderen Zuführungsleitung verbunden sind, die mittels eines Wechselschiebers
o. dgl. wahlweise an die Hauptgasleitung angeschlossen werden kann. Bei dieser Art
der Gaszuführung wird der Vorteil erreicht, daß mit einer einzigen Schieberumstellung
sofort die Gaszufuhr von den höher- auf die tiefergelegenen #Starkgasaustrittsstellen
umgestellt werden kann und umgekehrt.
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Die Erfindung bringt unter Beibehaltung dieses Vorteils eine weitere
Ausbildung der geschilderten Gaszuführung, die sich besonders.für Zwillingsöfen
eignet.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht,
und zwar zeigt Fig. i einen senkrechten Schnitt in Längsrichtung der Heizwand des
ersten und Fig. z einen entsprechenden Schnitt des zweiten Ausführungsbeispiels.
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Im folgenden ist zunächst das erste Ausführungsbeispiel beschrieben,
wobei für die dem Ausführungsbeispiel des Patents 498 730
entsprechenden Teile
die gleichen Bezugszeichen gewählt sind.
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Wie bei Zwillingszugbeheizung üblich ist, sind die Heizzüge c zu Paaren
c, cl zusammengefaßt, von denen jeweilig die geradzahligen Züge c oder die ungeradzahligen
Züge cl beflammt werden. Von den in jedem Zug c befindlichen Starkgasaustrittsstellen
sind die höhergelegenen, d, mitsamt den zugehörigen Steigleitungen dl an eine Zuführungsleitung
m und die tiefergelegenen, e, mitsamt den zugehörigen Steigleitungen e, an eine
Zuführungsleitung n angeschlossen. In jedem Zuge e1 befindet sich ebenfalls eine
höhergelegene Austrittsstelle o und eine tiefergelegene p. Entsprechend sind sämtliche
Austrittsstellen o mitsamt den zugehörigen Steigleitungen o1 an eine Leitung g und
sämtliche Austrittsstellen p mitsamt den Steigleitungen p1 an eine Leitung r angeschlossen.
Die Leitungen m und n einerseits und die Leitungen g und r anderseits
können je durch ein Dreiwegeventil s bzw. s1 gemeinschaftlich oder auch abwechselnd
mit Gas beschickt werden. Die zu den Ventilen s bzw. s1 führenden Leitungen t bzw.
1l können mittels eines Wechselschiebers u wahlweise mit der Hauptgasleitung v in
Verbindung gebracht werden.
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Die Beheizung geht folgendermaßen vor sich Bei Beflammung der ungeradzahligen
Heizzüge cl werden die Leitungen tl durch entsprechendes Stellen der Wechselschieber
u von der Hauptleitung v aus mit Gas beschickt. Das durch die Leitungen il strömende
Starkgas verteilt sich je nach der Stellung der Dreiwegeventile s1 entweder auf
die Leitungen g und r gemeinschaftlich oder nur auf die eine Gruppe dieser Leitungen,
beispielsweise die Leitungen g. Im ersten Falle erhalten
sämtliche
Austrittsstellen o und p der Heizzüge cl gemeinschaftlich Gas, im zweiten Falle
nur die höhergelegenen Austrittsstellen o. Um den tiefergelegenen Austrittsstellen
p Gas zuzuführen, brauchen nur die Ventile s1 entsprechend verstellt zu werden,
ohne daß die Schieber u umgestellt werden, also die Leitungen t1 dauernd Gas erhalten.
Dieser Wechsel in der Gaszufuhr zwischen den höhergelegenen Austrittsstellen o und
den tief ergelegenen,p findet zweckmäßig in den Zwischenzeiten der Umstellung der
Wechselschieber u statt.
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Nachdem die Züge cl genügend lange, etwa eine halbe Stunde, beflammt
worden sind, findet der übliche Zugwechsel statt, der hinsichtlich der Gaszufuhr
durch Umstellen der Wechselschieber u bewirkt wird. Es erhalten nunmehr die Leitungen
t Gas und von diesen aus durch entsprechendes Verstellen der Ventile s auch die
Leitungen m und n gemeinschaftlich oder nur eine Gruppe. Wie keiner
weiteren Erläuterung bedarf, ist auch für diesen Fall ein Wechsel der Gaszufuhr
zu der Gruppe m bzw. n in den. Zwischenzeiten der Umstellung der Wechselschieber
ta am zweckmäßigsten. Die Ventile s bzw. s1 können dabei so ausgebildet werden,
daß in der einen Endstellung nur die Leitungen m bzw. g, in der anderen Endstellung
nur die Leitungen n bzw. r und in der Mittelstellung beide Leitungen m und
n bzw. g und r mit Gas beschickt werden. Auf diese Weise ist es möglich,
sämtliche Ventile s bzw. sl mit Hilfe eines einzigen von der Umstellwinde aus betätigten
Zuggliedes in die gewünschte Stellung zu bringen. Wie üblich, werden auch die Wechselschieber
ta mit Hilfe eines Zuggliedes von der Umstellwinde aus betätigt.
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Mit Hilfe der geschilderten Gaszufuhr wird erreicht, daß der Wechsel
der Beflammung der Heizzüge c und cl, bewirkt durch Umstellung der Schieber u und
der Luftzufuhr, vollkommen unabhängig von der Art der Beheizung innerhalb der einzelnen
Heizzüge gestaltet wird. Wie bereits geschildert ist, können in jedem beflammten
Heizzug die beiden Gasaustrittsstellen entweder gemeinsam oder auch abwechselnd
mit Gas beschickt werden. Es ist daher auf einfachste Weise möglich, in jedem Heizzug
nach Belieben die größere Heizwirkung in obere oder untere Heizzugteile zu verlegen.
Wenn nun, wie in der Zeichnung dargestellt ist, die Austrittsstellen d und e der
Heizzüge c in ihrer Höhenlage nicht nur untereinander, sondern auch gegenüber den
entsprechenden Austrittsstellen o und p der Heizzüge cl verschieden gehalten werden,
ist eine vierstufige Belieizung geschaffen, von denen jede einzelne Stufe beliebige
Zeit lang mit Gas beschickt werden kann.
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Das in Fig. z dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich
von dem vorher beschriebenen im wesentlichen nur dadurch, daß für die ungeradzahligen
Heizzüge die Gasaustrittsstellen o und p mit ihren Steigleitungen o, und p, zu einer
einzigen Austrittsstelle tv mit Steigleitung w1 zusammengefaßt sind und dementsprechend
auch die Leitungen g und r zu einer Leitung x. Bei dieser Art der Gaszufuhr kann
natürlich in der Leitung x das Ventils in Fortfall kommen. Trotz der großen Vereinfachung
ist bei diesem Ausführungsbeispiel noch eine dreistufige Beheizung möglich, wenn
die Höhe der Austrittsstelle w von der Höhe der Austrittsstelle d und e verschieden
ist.
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Die Erfindung ist natürlich nicht auf die Beheizung von Zwillingszugöfen
beschränkt, wenngleich sich gerade bei dieser Bauart die größten Vorteile ergeben.
So kann die Erfindung beispielsweise auch bei Öfen mit Wandhälftenbeheizung angewendet
werden, was sich am einfachsten dadurch vorstellen läßt, daß sämtliche Heizzüge
c einerseits und sämtliche Heizzüge c1 anderseits nebeneinandergelegt werden und
dementsprechend auch die Gaszufuhr baulich ausgebildet wird, indem nunmehr die Leitungen
t mit Ventilen s und angeschlossenen Leitungen m und n auf der einen
Seite der Hauptgasleitung v und die Leitungen t1 mitsamt Ventilen s1 und angeschlossenen
Leitungen g und r auf der anderen Seite der Leitung v angeordnet werden und nun
die rechte oder linke Hälfte der Heizwand durch Umstellen der Schieber tt mit Gas
beschickt werden kann. In ähnlicher Weise läßt sich die Anwendung der Erfindung
auf Öfen, bei denen in sämtlichen Heizzügen einer Heizwand stets die gleiche Gasrichtung
herrscht, beispielsweise den bekannten Becker-Öfen, am besten so vorstellen, daß
die eine Heizwand nur aus Heizzügen c und die andere nur aus Heizzügen cl besteht.