DE501460C - Elektromagnetische Hupe mit Selbstunterbrecher - Google Patents

Elektromagnetische Hupe mit Selbstunterbrecher

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DE501460C
DE501460C DEG74867D DEG0074867D DE501460C DE 501460 C DE501460 C DE 501460C DE G74867 D DEG74867 D DE G74867D DE G0074867 D DEG0074867 D DE G0074867D DE 501460 C DE501460 C DE 501460C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K9/00Devices in which sound is produced by vibrating a diaphragm or analogous element, e.g. fog horns, vehicle hooters or buzzers
    • G10K9/12Devices in which sound is produced by vibrating a diaphragm or analogous element, e.g. fog horns, vehicle hooters or buzzers electrically operated
    • G10K9/13Devices in which sound is produced by vibrating a diaphragm or analogous element, e.g. fog horns, vehicle hooters or buzzers electrically operated using electromagnetic driving means
    • G10K9/15Self-interrupting arrangements

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Description

  • Elektromagnetische Hupe mit Selbstunterbrecher Die Erfindung betrifft eine akustische Signalvorrichtung, deren Ton durch eine mittels elektrotnagnetischer Selbstunterbrechung in Schwingungen versetzte Membran erzeugt wird.
  • Der Zweck der Anordnung nach der Erfindung ist die Erzeugung eines reinen, hellklingendenTones von trompetenartigerKlangfarbe mit möglichst geringem elektrischen Energieverbrauch. Es hat sich durch Versuche gezeigt, daß ein derartiger Ton nur vermittels einer dünnen Membran erzielt werden kann. Eine solche dünne Membran hat notwendigerweise eine nur geringe Federwirkung, die allein nicht ausreicht, um in Verbindung mit der unvermeidlichen Masse des Elektromagnetankers die gewünschte Tonhöhe von mehreren hundert Schwingungen in der Sekunde zu erreichen. Es ist daher notwendig, eine starke zusätzliche Federung für den Anker vorzusehen.
  • Es sind bereits Anordnungen bekannt, bei denen eine Lenkerfeder einen mit der Membran festverbundenen Elektromagnetanker in seiner Schwingungsrichtung führt und gleichzeitig die Federwirkung der Membran erhöht. In einer anderen Ausführung dient eine Schraubenfeder zur Verstärkung der Federwirkung der Membran. Auch hat man bereits eine solche Schraubenfeder als elastisches Kopplungsglied eines Elektromagnetankers mit einer als Resonanzboden wirkenden zweiten Membran verwendet. Durch entsprechend starke Bemessung derartiger Lenker- oder Schraubenfedern ist es an sich möglich, eine große Tonhöhe zu erreichen.
  • Eine solche mit Rücksicht auf den Ton erforderliche Zusatzfederung erschwert jedoch, wenn sie dauernd wirksam ist, ein leichtes Anspringen des Selbstunterbrechers. Um nämlich eine praktisch genügende Betriebssicherheit der Selbstunterbrecherkontakte zu erreichen, ist der elektrischeEnergieverbrauch möglichst gering zu halten, außerdem müssen die Unterbrecherkontakte mit genügendem Druck aneinander liegen. Für beides ist es günstig, den Unterbrecherkontakt so einzustellen, daß die Kontaktöffnung erst bei m5glichst großer Annäherung des Ankers an den Elektromagneten erfolgt. Das bedingt jedoch bei dem ersten Arbeitshub des Ankers die statistische Überwindung einer Federkraft, die der Federkonstante des Ankersystems und seiner Auslenkung aus der Ruhelage bis zur Lage der Kontaktöffnung entspricht. Dazu reicht die Anzugskraft des Elektromagneten besonders bei gesunkener Spannung der Stromquelle, wie sie im praktischen Betrieb, z. B. in Kraftwagen, häufig vorkommt, nicht aus.
  • Die Anordnung nac'k der F-rfindumg behebt diese Schwierigkeit des Anspringens des Selbstunterbrechers dadurch, daß ein solches Hilfsschwingungssystem an das von derMembran und dem Elektromagnetanker gebildete Hauptschwingungssystem angekoppelt wird, das eine niedrigere Eigenschwingungszahl als dieses aufweist. Hierdurch wird erreicht, daß das H.ilfsschwingungssystem eine Zusatzfederung abgibt, die erst dann wirksam wird, wenn beim Anlassen die Eigenschwingungszahl des Hilfssystems überschritten wird. Zweckmäßig wird das Hilfsschwingungssystem von dem Hauptschw!ingungssystem getragen und unmittelbar von ihm erregt. In diesem Falle steht das Hilfsschwingungssystem lediglich mit dem Hauptschwingungssystem in Verbindung, ohne noch zusätzlich mit dem Rahmen verbunden zu sein. In einfachster Form besteht das Hilfsschwingungssystem aus einer an dem Anker befestigten Feder, deren freies Ende durch eine Zusatzmasse beschwert ist.
  • Da der erste Arbeitshub des Ankers im Vergleich zu den weiteren Schwingungen sehr langsam erfolgt, wird während dieses ersten Hubes das angeschlossene zweite Schwingungssystein gleichphasig mitgenommen, übt also keine elastische Rückwirkung auf den Anker aus, so daß der Elektromagnet den Anker leicht bis zur Lage der Kontaktöffnung anzieht. Bei den darauf einsetzenden Schwingungen wird das zweite Schwingungssystem mit einer Frequenz angetrieben, die über seiner Eigenschwingungszahl liegt. Es geht daher durch die Resonanz hindurch, und seine Zusatzmasse schwingt jetzt gegenphasig zum Anker unter Bildung eines Schwingungsknotens zwischen Anker und Zusatzmasse. Der im Raum stillstehende Schwingungsknoten wirkt jetzt wie ein festes Auflager für die Feder des zweiten Systems, die nun mit ihrer vollen Federkraft auf den Anker zurückwirkt und die Federkonstante des gesamten Schwingungssystems erhöht.
  • In der Zeichnung ist die grunds;ätzli;ch,e Anordnung nach der Erfindung in zwei beispielsweisenAusführungen dargestellt. Abb. i zeigt eine Ausführungsform, bei der das an den Anker angeschlossene zweite Schwingungssystem aus einer Blattfeder mit einer Zusatzmasse am freien Ende besteht, Abb. a eine Draufsicht unter Fortlassung des Elektromagneten. In der Ausführung nach Abb. 3, die nur die beiden gekoppelten Schwingungssysteme darstellt, ist an Stelle der Blattfeder eine Schraubenfeder' verwendet; entsprechende Teile sind mit denselben Buchstaben bezeichnet wie in Abb. i.
  • In Abb. i ist a ein Anker, der vor den Polen eines Elektromagneten b schwingend angeordnet ist durch Verbindung mit der tonerzeugenden Membran c und einer als Parallelführung dienenden Lenkerfeder d. Letztere ist in einem festen Auflagere eingespannt, das in geeigneter Weise mit dem Einspanrand f der Membran c verbunden ist. Anker a, Membran c und Lenkerfeder d bilden das erste Schwingungssystem. An dieses angeschlossen ist ein Hilfsschwingungssystem, bestehend aus einer Feder g und einer an deren freiem Ende angebrachten Masse lab Feder g und Masseh müssen so bemessen sein, daß das von ihnen gebildete Schwingungssystem eine geringere Eigenschwingungszahl besitzt als das erste. Die Schaltung des Unterbrecherstromkreises ist die allgemein üb-1iche und ist daher nur schematisch eingezeichnet. Der Unterbrecherkontakt i, k, der als Zuhaltekontakt dargestellt ist, wird von einem geeigneten Punkt des ersten Schwingungssystems a, c, d, beispielsweise von einem Punkt der Lenkerfeder d aus, betätigt.
  • Wind der über die Spulen des Elektromagneten b und den Kontakt i, k führende Stromkreis geschlossen, so zieht der Elektromagnetb den Ankere an entgegen der Federkraft der Membran c und der Lenkerfeder d. Dieses erste Anziehen erfolgt so langsam, daß Feder g und Masse h gleichphasig mitgenommen werden. Feder g wirkt daher noch nicht auf den Anker zurück, so daß der Elektromagnet b den Anker auch bei wesentlich verminderter Spannung der Stromquelle mit Sicherheit bis zur Kontaktöffnung durchzieht. Nach der ersten Unterbrechung des Stromkreises an i, h schwingt Anker a unter der Wirkung von Membran c und Lenkerfeder d zurück, und zwar mit einer Geschwindigkeit entsprechend der Eigenschwingungszahl seines Systems. Das angekoppelte zweite System g, h wird daher mit einer höheren als seiner Eigenschwingungszahl angetrieben, die Masse k schwingt jetzt gegenphasig zum antreibenden Anker unter Bildung eines Schwingungsknotens, der in der Feder g dicht an der Masse 1a liegt. Der im Raum stillstehende Schwingungsknoten wirkt wie ein festes Auflager für das freie Ende der Feder g, letztere wirkt daher mit ihrer vollen Federkraft auf das Schwingungssystem a, d, c zurück und erhöht dessen Schwingungszahl.
  • Die beim ersten Anzug (voll gezeichnet) und bei voller Schwingung (gestrichelt gezeichnet) wirksamen Federformen sind mit vergrößerter Amplitude in Abb. q. dargestellt.
  • Wird die Feder g als Verlängerung der Feder d ausgeführt, wie in Abb. i gezeichnet, so läßt sich eine noch größere Verschiedenheit der vor und nach dem Anspringen wirksamen Federkonstanten dadurch erreichen, daß die Verbindungsstelle der" Feder d, g mit dem Anker a nicht als starre Einspanung, sondern als gelenkige Verbindung ausgebildet ist. Die dann auftretenden Federformen beim ersten Anzug und bei vollen Schwingungen sind in Abb. 5 dargestellt. Daraus ist ersichtlich, daß die auf den Anker wirkende Federkraft der Feder d beim ersten Anzug (volle Linie) geringer ist als nach Abb. q., da Feder d nur einseitig eingespannt wirkt. In der vollen Schwingung (gestrichelte Linien) ist die Gesamtfederkraft jedoch dieselbe wie nach Abb. 4..
  • Eine derartige gelenkige Verbindung der Feder d, g mit dem Anker a kann nach Abb. 6 beispielsweise dadurch erreicht werden, daß die Auflagerflächen der an der Feder d, g anliegenden Druckstücke gewölbt ausgeführt werden.
  • Die Ausführungsform nach A:bb. i und 2 kann noch in der Weise abgeändert werden, daß nicht ein, sondern zwei Schwingungssysteme g, h vorgesehen werden, die dann zweckmäßig zu einer durchgehenden Feder mit Zusatzmassen an beiden freien Enden vereinigt werden und quer zur Lenkerfeder d liegen. Die Mitte dieser durchgehenden Feder ist mit dem Anker verbunden.
  • Um die Schwingungen beider Schwingungssysteme gegen von außen kommende Störungen zu schützen, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Befestigung der ganzen Hupe in an sich bekannter Weise elastisch auszuführen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektromagnetische Hupe mit Selbstunterbrecher, deren Hauptschwingungssystem, bestehend aus der Membran und dem mit ihr fest verbundenen Elektromagneta 'er, mit einem Hilfss:ch:wingungssystem durch eine Feder gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsschwingungssystem (g, h) eine geringere Eigenschwingungszahl aufweist als das Hauptschwingungssystem (a, c), so daß die die Schwingungszahl des Hauptsystems bestimmende resultierende Federkonstante nach dem Anspringen des Selbstunterbrechers beim Überschreiten der Schwingungszahl des Hilfssystems um dessen Federkonstante wächst.
  2. 2. Elektromagnetische Hupe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsschwingungssystem aus einer an den Anker angeschlossenen Feder (g) und einer von dem freien Ende der Feder getragenen Masse (m) besteht.
  3. 3. Elektromagnetische Hupe nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lenkerfeder (d) und die Feder (g) des Hilfsschwingungssystems eine durchgehende Blattfeder bilden, deren Verbindung mit dem Anker gelenkig ausgebildet ist (Abb. 6).
DEG74867D 1928-04-24 1928-11-17 Elektromagnetische Hupe mit Selbstunterbrecher Expired DE501460C (de)

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