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Selbsttätig arbeitende Betonmischmaschine Die Erfindung bezieht sich
auf solche selbsttätig arbeitende Betonmischmaschinen, bei denen die Auslösung der
einzelnen Arbeitsvorgänge selbsttätig stattfindet. Die Kennzeichen .der Erfindung
bestehen darin, daß die verschiedenen, zwecks Verschiebung aushebbaren, unter Wirkung
von Pendelgewichten stehenden, und einseitige Rasten aufweisenden Riemenrücker durch
Gestänge, die von einem regulierbaren Nockenrad gesteuert werden, und durch von
dem Förderbehälter zwangläufig bewegte Steuerhebel wechselweise ein- und ausgerückt
werden.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen
Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i die Seitenansicht der Betonmischmaschine,
Abb.2 die Oberansicht, Abb. 3 eine Ansicht auf die Riemenschaltung und Abb. 4 den
Steuerhebelmechanismus als Einzelheit. . Mit i ist die Hauptantriebswelle bezeichnet,
angetrieben durch den Motor 2, welcher auf dem Wagengestell 3 gelagert ist. An letzterem
sitzt auch die Führungsschiene 4 mit darauf rollendem Förderbehälter 5, der mittels
Seilzuges 6 durch die Aufzugswinde 7 angehoben und entleert wird.
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Die Winde 7 wird mittels der Vollscheibe 8 und der Leerscheibe 9 (Abb.
i und 3) durch Riemen mit Ein- und Ausrücker 25, die Mischtrommel io, welche bei
der Rechtsumdrehung mischt und bei der Linksumdrehung entleert, mittels einfachem
und gekreuztem Riemen mit Ein- und Ausrücker 2o auf Vollscheibe i i und Leerscheiben
12 und 13 und die Höhenförderwinde 4i mittels Vollscheibe 42 und Leerscheibe 43
durch Riemen mit Ein-und Ausrücker 44 (Abb. i und 3) von der Hauptantriebswelle
i nach Verschieben der Aus- und Einrücker zu den Vollscheiben bzw. Leerscheiben
in Tätigkeit bzw. außer Tätigkeit gesetzt.
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Die vorstehend beschriebene Einrichtung ist bekannt. Die Ein- und
Ausrücker 25, 2o und 44 besitzen an den Enden Handgriffe (Ab b.3), so daß die Anlage
auch von Hand wie bei den hisher bekannten Maschinen bedient werden kann.
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h@eu dagegen sind die nachstehend beschriebenen .selbsttätigen Ein-
und Awsrückrangen sowie die !selbsttätigen Bremsvorrichtungen bei den Winden.
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Bei den Ein- und Ausrückern 25, 2o und 44 sind neben den Handgriffen
Einkerbungen 27, 2i und 45 ausgespart (Abb.3), die als Feststellungen bezeichnet
werden sollen, ferner ist jeder Ein- und Ausrücker mit je einem oben in .einem festen
Punkt beweglichen und beim Ausrücken in diesem festen Punkt ausschwingenden Pendelgewicht
26, 22 und 47 (Abb.3) versehen.
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Wird z. B. von Hand der Ein- und Ausrücker 25 in seine Feststellung
27 geschoben,
so klinkt er zufolge seines Schwergewichtes in der
Ausrückerführung fest ein, schiebt gleichzeitig den Riemen von der Vollscheibe 8
auf Leerscheibe 9 und bringt das Pendelgewicht 26 in eine schräge Stellung. Sobald
jetzt der Ein- und Ausrücker 25 aus seiner Feststellung gehoben wird, kehrt sofort
das Pendelgewicht 26 in. seine Ausgangsstellung zurück und schiebt den Riemen von
der Leerscheibe 9 auf die Vollscheibe B.
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Auf dem Wagengestell 3 ist die Nockenscheibe 50 gelagert (Abb.
1, 2, 4 und 5), welche mittels Riemen durch die Hauptantriebswelle i die Vollscheibe
55 und die Leerscheibe 54 (Abb. 2) durch Ein- bzw. Ausrücken von Hand in bzw. außer
Tätigkeit gesetzt wird. Die koniische Scheibe, 53 gleitet auf der konischen; verschiebbaren
Zwiischenscheibe 56, an deren Wellenende ein Ritzel auf Zahnrad 58 (Abb. 2), dessen
Welle auch die Nockenscheibe trägt, eingreift. Durch das Verschieben der konischen
Zwischenscheibe 56 mittels Hebel von Hand wird die Tourenzahl der Nockenscheibe
50 geändert, wobei die beiderseitigen Lager d'er konischen Scheibe 53 durch
besondere Anordnung allen Bewegungen nachgeben und den Riemen zu den Scheiben 54
und 55 stets spannt. Die Nockenscheibe 5o (Abb. 5) besitzt einen Nocken 51 und einen
verstellbaren Nockenbolzen 52. Um die Nockenscheibe 5o sind die einen Enden der
Hebelarme 36, 39 und 46, die in die festen Punkte 37, 4o und 46v, schwenkbar sind,
beweglich gelagert. An den anderen Enden der Hebelarme 36, 39 -und 46 sind die Stoßstangen
35, 38 und 46a gelenkig angebracht, welche wiederum die Ein- und Ausrücker 25, 2o
und 44 unmittelbar neben den Ausrückerführungen umfassen und leicht auf ihnen gleiten.
Wenn der Motor 2 und die Hauptantriebswelle i in Gang gesetzt sind, wird die Nockenscheibe
5o durch Einrücken von Hand eingeschaltet. Der Nockenbolzen 52 greift dann in die
Ausfräsung des Hebelendes 36 ein (Abb. 4) und zieht es nach abwärts, wobei die Stoßstange
35 aufwärts bewegt wird und den Ein- und Ausrücker 25 aus der Feststellung 27 hebt.
Das Pendelgewicht 26 geht aus seiner schrägen Lage in die senkrechte zurück und
schiebt den Riemen: von der Leerscheibe 9 auf die Vollscheibe 8, wodurch die Winde
7 in Tätigkeit .gesetzt wird. Duirch. dus Seil 6 wird der Förderbehälter 5 in seine
Entleerungsstellung gehoben. Hat der Förderbehälter 5 diese Stellung eingenommen,
so wird der Hebel 23, welcher an einem festen Punkt beweglich angebracht ist, ebenfalls
gehoben. Hierdurch wird der Ein- und Ausrücker 25, der durch das Seilstück 24 (Abb.
3) gelenkig mit dem Hebel 23 verbunden ist, in seine Feststellung 27 gebracht, wobei
gleichzeitig der. Riemen von den Vollschefbe& auf die Leerscheibe 9 gezogen
wird. Hierdurch wird die Winde 7 außer Tätigkeit gesetzt, bis der Nockenbolzen 52
den Vorgang von neuem einleitet.
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Der inzwischen entleerte Förderbehälter 5 geht zufolge seines Eigengewichtes
wieder selbsttätig zurück und könnte eine gefahrbringende Geschwindigkeit für die
Winde 7 und das Seil 6 annehmen, wenn nicht durch eine selbsttätige Bremsvorrichtung
eine Verminderung der Geschwindigkeit ermöglicht würde. Diese Bremsvorrichtung ist
die gleiche, wie sie auch für die Winde 41 vorgesehen ist, weshalb sie nur einmal,
und zwar für die letztere in Abb. 2, dargestellt worden ist. Auf der Welle für die
Vollscheibe 8 sind schwenkbare Gewichte 29 mit gelenkig verbundenen Hebeln angebracht,
welche wiederum in den Klemmstücken 30 und 32 gelenkartig gelagert sind.
Das Klemmstück 30 ist auf der Welle festgeklemmt, während das Klemmstück
32 die Welle beweglich gleitend umfaßt und am Ende eine Nut enthält, in welcher
das Bremswinkelschenkelende 33 in einer besonderen beweglichen Vorrichtung mit zwei
Bolzen eingreift, während das andere Schenkelende, welches im Eck in dem festen
Punkte 34 beweglich gelagert ist, den Bremsklotz 28 enthält. Die Bremse greift bei
der für den Aufzug des Behälters 5 vorgesehenen Tourenzahl nicht ein. Wächst die
Geschwindigkeit beim Rückweg des Behälters 5 über die normale, so werden sich die
Gewichte 29 infolge der Zentrifugalkraft nach auswärts bewegen, wodurch das Klemmstück
32 sich von der Vollscheibe 8 wegbewegt und das Schenkelende 33 auf Zug beansprucht,
wodurch der Bremsklotz 28 auf die Scheibe 8 gedrückt wird.
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Im Punkte 15 ist an der Führungsschiene 4 das schwenkbare Hebelsystem
16, 17 und 18 angebracht, das durch das Seilstück 19 mit dem Ein- und Ausrücker
2o verbunden ist. Mit dem Hinaufgleiten des Förderbehälters 5, das durch den Nockenbolzen
52 veranlaßt wurde, hat der Anschlagbolzen. 14 bereits den im Punkt 15 beweglich
gelagerten schwenkbaren Hebel 16 (Abb. i und 2) angedrückt und über die weitere
gelenkige Verbindung 17, 18 und i9 den Ein- und Ausrücker 2o durch das Pendelgewicht
22 in die Feststellung 2i gezogen, wodurch die Mischtrommel io mittels der Riemenscheiben
11, 12 und 13 in Rechtsumdrehung zum Mischen versetzt worden ist. Wenn die eingestellte
Zeit für die Mischung (Umlaufzeit der Nockenscheibe 50) beendet ist, drückt der
Nocken 51 den Hebel 39 nach abwärts, und die Stoßstange 2o hebt den Ein- und Ausrücker
2o aus seiner Feststellung 21. Das Pendelgewicht 22 schiebt den
Ausrücker
2o in seine Ausgangsstellung zur Linksumdrehung der Mischtrommel io behufs Entleerung,
bis nach der Entleerungszeit der Anschlagstift 14 mit dem Hebel 16 den Arbeitsgang
wieder einleitet.
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Nach Umschaltung der Mischtrommel io, also nach Entleerung durch Rinne
69 in den Gießturm- oder Aufzugsbehälter (Abb. 3), drückt der Nocken 51 das eine
Ende des Hebels 46 nach abwärts, und die Stoßzange 46a hebt den" Ein- und Ausrücker
44 aus der Feststellung 45, wodurch das Pendelgewicht 47 den Ausrücker 44 samt Riemen
auf die Vollscheibe 42 schiebt. Die Winde 4r wird in Täfiigkeit gesetzt und der
Behälter zur Entleerung hochgezogen. Am Ende der Hubbewegung stößt :der Behälter
an den Steuerbebe149, welcher über das. S,teuerseil mit .dien Eünr und Ausrückar
44 in Verbindung steht, wadumch der Ausrücker 44 samt Pend!elgewichiü 47 in .seine
Feststellung 45 gezogen wird. Die Winde bleibt außer Tätigkeit, bis der Nocken 51
den Vorgang wieder einleitet. Auf Welle 31 (Abb. 2) ist zum Abfördern des Behälters
in seine Ausgangsstellung eine selbsttätige Bremsvorrichtung vorgesehen, die auf
die Vollscheibe 42 wirkt und die entsprechend der bei der Förderwinde 7 bereits
beschriebenen ausgebildet ist.
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Die Wasserzuführung zu dem Mischbehälter geschieht in bekannter Weise
in genau geregelten Mengen und ist nicht Gegenstand der Erfindung.