DE500182C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Haarwellen und zur Glaettung krausen Haares mittels Brennschere - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Haarwellen und zur Glaettung krausen Haares mittels BrennschereInfo
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Classifications
-
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- A45—HAND OR TRAVELLING ARTICLES
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
22. SEPTEMBER 1931
22. SEPTEMBER 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 500 KLASSE 33 c GRUPPE
B136256X\33c
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 28.Mai
Josef Boda in Budapest
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. März 1928 ab
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Haarwellen und zur Glättung
krausen Haares sowie eine zur Ausführung dieses Verfahrens besonders eingerichtete
Vorrichtung in Gestalt einer Brennschere. Sie bezweckt, Dauerwellen, Kräusel, Locken,
Puffen u. dgl. in einem schnellen Arbeitsgang herzustellen, dabei jedoch die Grundform
und die bisher angewohnte Handlichkeit der Brennschere zu wahren, namentlich zu ermöglichen,
daß der anzuwendende Klemmdruck unmittelbar mit der Hand stets frei geregelt sowie daß die Brennschere im Betriebe
stets frei in jede erforderliche Lage gebracht werden könne.
Die Erfindung besteht darin, daß die Haare mit dem geheizten vollen Schenkel einer
Brennschere im eingeklemmten Zustande mit großer Geschwindigkeit gewalzt (kalandert)
ao werden. Von der dazu benutzten Brennschere wird der walzenförmige Schenkel unter Zwischenschaltung
einer selbsttätig ausrückenden und einer zweiten, von Hand ausrückbarer;
Kupplung durch einen Kraftantrieb in Dre-
hung versetzt. Ein weiteres Ausführungsmerkmal der Brennschere ist ein zwischen
Antrieb und walzenförmigen Schenkel geschaltetes Getriebe, das den Schenkel in eine
um dessen Längsachse pendelnde Bewegung versetzt.
Das neue Verfahren unter Benutzung der dafür vorgesehenen Brennschere ermöglicht
auch gewelltes oder gelocktes Haar glatt zu streichen. Zu dem Erfolg trägt im wesentlichen
der Umstand bei, daß der walzenförrnige, auch im Betriebe geheizte Schenkel mit
einer motorischen Geschwindigkeit in rasche pendelnde Bewegung versetzt wird, so daß
infolge der nachhaltigen Bügel- und Wärmewirkung die Haarsträhnen einem nach Belieben
einstellbaren Biegungs- oder Streckvorgang unterworfen werden können.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar
zeigen ihn die
Abb. ι und 2 im Längsschnitt von zwei verschiedenen Ausführungen,
Abb. 3 in Ansicht des Mittelteiles einer dritten Ausführung, Abb. 4 im Querschnitt
nach der Linie IV-IV der Abb. 3,
Abb. 5 im Längsschnitt durch die Antriebsvorrichtung und
Abb. 6 im Querschnitt nach der Linie VI-VI der Abb. 1.
Die Brennschere besteht aus dem hohlen halbzylindrischen Schenkel 1 und dem hohlzylindrischen Brenneisen 2 mit den Handgriffen
3, 4 und dem Gelenkzapfen 5. Innerhalb des Brenneisens 2 liegt der in feuerfester
Isolation 6 eingebettete elektrische
Heizkörper 7. Wie die Abb. 1 und 6 zeigen, kann der Schenkel 1 in der Mitte auch einen
Längsschlitz 1' enthalten. Das Brenneisen 2 ist in einem Gehäuse in Kugellagern 8, 9 um
seine Längsachse drehbar gelagert. Die Stromleiter 10, 11 enden in Zungen 12, 13, welche
an den Kontaktringen 14, 15 schleifen, so daß die an sich bekannte elektrische Innenheizung
des Brenneisens 2 unbeschadet der Drehbarkeit des letzteren erfolgen kann.
Das Brenneisen 2 wird durch eine in dem Handgriff 4 untergebrachte Welle 16 unmittelbar
angetrieben, die bei ihrem in der Hülse 17 steckenden Ende 18 an eine Bowden-Spirale
angekuppelt wird. In der Hülse 17 befinden sich die festen Endkontaktringe 19,
20 der beiden Stromleiter 10, ii, so daß zugleich
die elektrische Heizung ihren Anschluß findet.
Die Abb. 5 zeigt die in der entsprechenden Steckhülse 21 endende Bowden-Spirale 22 mit
Kupplungsstümmel 23 und Kontakten 24, 25 für die Weiterleitungen 26, 2j.
Die Bowden-Spirale gestattet die erforderliehe Bewegungsfreiheit während der Arbeit.
Der beschriebene unmittelbare Antrieb ergibt eine einfache Ausführung und läßt sich ebenso
wie die Heizung leicht regeln. Die Haarsträhne wird auf gewohnte Weise quer in dem
mit seiner Hohlseite nach unten befindlichen Eisen 1 eingeklemmt, und die Haare werden
der Länge nach mit einer motorischen Geschwindigkeit gewalzt, wobei das Brenneisen
2 auch während des Betriebes geheizt wird. Die Heizung wird dadurch erleichtert und gleichmäßig gemacht, daß die Haare stets
■von frischen Heizflächen berührt werden.
Als eine unerläßliche Sicherheitsmaßregel gehört eine geeignete Trennstelle beim Antrieb
des Brenneisens 2 hinzu, wobei das letz-• tere selbsttätig abgestellt wird, sobald der
Arbeitswiderstand das höchste zulässige Maß übersteigt. Die Spirale 22 (Abb. 5) erhält zu
diesem Zwecke eine Friktionskupplung 28, 29, deren Scheibe 29 längsverschiebbar in die
Nut 30 greift und unter Wirkung der Druckfeder 31 steht. Die Feder 31 wird derart eingestellt,
daß die Kupplung 28, 29 einen gewissen Klemmdruck der Brennschere nicht mehr bewältigen kann.
Im Handgriff 4 (Abb. 1) wird für die Welle 16 außerdem eine zweite Ausrückkupplung
32, 33 untergebracht, die beim Stift 34 mittels des Schiebers 35 bewegt wird, wobei
man die Brennschere während der Arbeit nicht aus der Hand zu legen braucht.
Nach der zweiten Ausführung gemäß der Abb. 2 wird das walzenförmige Brenneisen 2
mittels der Zahnräder 36, 37 angetrieben, wobei man den Vorteil hat, daß die Zuleitung
des Heizstromes in das Brenneisen 2 vereinfacht wird, die Heizvorrichtung 6,7 feststeht
und ihrerseits auch eine Lagerung 38 am freien Ende des als eine Aufsteckhülse ausgebildeten
Brenneisens 2 ermöglicht.
Nach der dritten Ausführung gemäß der Abb. 3 und 4 wird das Brenneisen 2 durch ein
zwischen Antrieb und walzenförmigen Schenkel geschaltetes Exzentergetriebe in eine um
seine Längsachse pendelnde Bewegung versetzt, so daß die Haare gewissermaßen gebügelt
werden. Die Entfernung 2, 16 ermöglicht, daß die Übersetzung mittels der Exzenterscheibe
39 erfolgen soll, in deren Ringnut die Kurbel 41 des Brenneisens 2 greift.
Letzteres ist oben bei 42 aufgeschlitzt, um frei schwingen zu können.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Haarwellen und zur Glättung krausen
Haares mittels Brennschere, dadurch gekennzeichnet, daß die Haare in eingeklemmtem
Zustande mit dem auch im Betriebe geheizten zylindrischen Schenkel mit großer Geschwindigkeit gewalzt werden.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend
aus einer zweischenkeligen Brennschere, deren einer walzenförmiger Schenkel im Innern die elektrische Heizvorrichtung
trägt und deren anderer Schenkel in der üblichen Weise halbhohl ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der walzenförmige Schenkel (2) unter Zwischenschaltung
einer selbsttätig ausrückenden (31) und einer zweiten, von Hand ausrückbaren
Kuppelung (36) durch einen Kraftantrieb in Drehung versetzt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein zwischen Antrieb
(16) und walzenförmigen Schenkel (2) geschaltetes Exzentergetriebe (39, 40, 41),
das den Schenkel (2) in eine um dessen Längsachse pendelnde Bewegung versetzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HU500182X | 1927-08-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE500182C true DE500182C (de) | 1931-09-22 |
Family
ID=10979373
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB136256D Expired DE500182C (de) | 1927-08-24 | 1928-03-06 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Haarwellen und zur Glaettung krausen Haares mittels Brennschere |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE500182C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2446424A (en) * | 1946-11-07 | 1948-08-03 | Elizabeth L Kline | Hair dressing device |
| US2448263A (en) * | 1946-09-30 | 1948-08-31 | Hannon Lucile | Finger waving device |
| US2586103A (en) * | 1949-02-14 | 1952-02-19 | Vincent P Smith | Electrically operated hair curler |
| FR2447162A1 (fr) * | 1979-01-27 | 1980-08-22 | Wik Elektro Hausgeraete | Appareil de coiffure |
-
1928
- 1928-03-06 DE DEB136256D patent/DE500182C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2448263A (en) * | 1946-09-30 | 1948-08-31 | Hannon Lucile | Finger waving device |
| US2446424A (en) * | 1946-11-07 | 1948-08-03 | Elizabeth L Kline | Hair dressing device |
| US2586103A (en) * | 1949-02-14 | 1952-02-19 | Vincent P Smith | Electrically operated hair curler |
| FR2447162A1 (fr) * | 1979-01-27 | 1980-08-22 | Wik Elektro Hausgeraete | Appareil de coiffure |
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