DE500022C - Vorrichtung zum Einfetten oder Schmieren von Kabeln, Schleppleinen o. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Einfetten oder Schmieren von Kabeln, Schleppleinen o. dgl.Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schmieren oder Einfetten von Kabeln,
Leinen usw. Eine Schmierung ist namentlich bei Scblepptrossen und den Zugleinen aus
Stahldraht für Fischnetze zweckmäßig. Diese Stahlkabel rosten leicht, wenn sie in nassem
Zustande auf die Wendetrommel gewickelt und der Luft ausgesetzt sind. Dadurch, daß
das Einfetten beim Aufwickeln und bei jeder
ίο Windungsreihe oder -lage stattfindet, wird
das Kabel von der Luft abgeschlossen und daher geschont. Man kann natürlich das Kabel beim Abwickeln ebenfalls schmieren,
um ihm einen gewissen Schutz im Wasser zu erteilen.
Von bekannten Schmdervorrichtungen für den gleichen Zweck, bei denen die Schmierrollen
in gewissem Abstände von der Tromrnelacbse
angebracht sind, und die sich des-
ao halt) dem sich ändernden Durchmesser der
Windungen beim Aufwickeln des Kabels nicht anpassen können, unterscheidet sich der Erfindunigsgegenstand
dadurch, daß die Schmierrolle nebst tier Zuführung des Schmiermittels
as am unteren Ende eines pendelnd aufgehängten
und parallel mit der Trommelachse beweglichen Armes befestigt ist und durch ihr Eigengewicht gegen die Windungen des auf
die Trommel gewickelten Kabels gedrückt wird, wobei an der Rolle vorgesehene Führungen
das Hinundherwandero. der Schmier-
vorrichtung an den schraubenförmigen Windungen des Kabels veranlassen. Die Schmiervorrichtung
wird infolgedessen auch nicht durch das Kabel, gleichgültig in welcher Riehtung
es der Trammel zu- oder von dieser abläuft, beeinflußt.
In den Zeichnungen istellen dar:
Abb. ι die Vorrichtung zum Schmieren der Taue in Ansicht,
Abb. 2 und 3 den die Schmierwake tragenden Arm in Vorder- und Rückansicht,
Abb. 4 den Arm in Seitenansicht und
Abb. 5 eine albweichende Ausführung der Schmierwalze.
In Abb. ι bezeichnet α das Haspelgestell, in
dem die Aufrollhaspel b lagert; nahe derselben sind zwei lotrechte Stützen c angeordnet,
deren Höhe regelbar ist.
Die Stützen c tragen eine Stange e, welche g0
parallel zur Haspelwelle / liegt. Auf der Stange ist ein Arm g verschwenkbar aufgehängt,
dessen unteres Ende eine Gabel h bildet. In dieser· ist die Achse k einer
Schmierwalze 1 gelagert, welche durch Schwere .gegen die Windungen des Taus sich
legt, das auf die Haspel b aufgewickelt wird; der Anliegepunkt ist hierbei ein wenig oberhalb
der Achse gelegen.
Oberhalb der Haspel ist ein Behälter m an- go
geordnet, der einen Vorrat an Schmieröl enthält, von dessen mit einem Hahn 0 versehenen
Stutzen eine !biegsame Leitung ausgeht, die
bei o1 an ein T-förmiges Rohrstück ρ anschließt,
das mit einer Lasche q am Arm g befestigt ist. Das Querstück dieses Rohres p1,
das die Länge der Schmierwalze hat und oberhalb der Schmierwalze nach der Haspel
zu liegt, ist mit Löchern für den Durchtritt von Öl versehen.
Da die Schmierwalze ι sich gegen die Haspel b abstützt, wird sie durch eine Drehung
der Haspel mit in Umdrehung versetzt, wie z. B. in Abb. 4 angedeutet ist. Hierdurch
wird das von der Schmierwalze aufgenommene Öl auf die Tauwindungen auf der Haspel
übertragen.
Zur Aufhängung des Armes g auf der Quer stange e kann z. B. eine in den Abb. 2,
3, 4 gezeigte Einrichtung "verwendet werden, gemäß welcher das obere Ende des Armes g
einen Haken g1 bildet, mit dem der Arm an
einem mittels Rollen j auf der Ouerstange e sich abstützenden Wagen r pendelnd aufgehängt
ist.
Um die Anpassung des Armes an Haspeln verschiedener Abmessungen zu gestatten, ist
er aus zwei Teilen g1, g'2 zusammengesetzt,
welche zueinander verstellt und in verschiedenen Lagen festgestellt werden können. Der
Teil g1 bat zu diesem Zweck zwei schlitzartige Durchbrechungen s1, durch die Bolzen t des
Armteiles g* greifen, 'die durch Flügelmuttern
u mit dem Armteil g1 verklemmt
werden können.
Die am besten aus Metall bestehende Schmierwalze ist spulenartig ausgebildet, wie
z. B. die Abb. 2 und 3 zeigen, und mit Hanftau ν o. dgl. bewiekelt.-
DieAbb. 5 veranschaulicht eine abweichende
Ausführung der Schmierwalze mit nach außen gekrümmter Oberfläche, die mit Ringnuten
versehen -ist. Diese Nuten können auch spiralförmig verlaufen.
Die dem Aufwickeln der Leine auf der Trommel entsprechend mitgehende Schmierwalze
ι verteilt das Schmiermittel über die Windungen der Leine. Zweckmäßig wird das
Tau beim Aufwickeln geschmiert; erforderlichenfalls kann dies aber gleich beim Auswerfen
des Netzes in das Meer geschehen.
In solchem Falle ist zur Berücksichtigung der Laufumkehr der Haspel Arm und Schmierwake
derart zu verschwenken, daß diese sich gegen die andere Haspelseite legt. Für ein
•derartiges Arbeiten wird die Ouerstange e in der lotrechten, durch die Haspelachse gelegten
Ebene angeordnet.
Zweckmäßig ist die Schmiervorrichtung derart gebaut, daß sie von der Haspel leicht
abgenommen bzw. leicht an ihr angebracht werden kann. Der Ölbehälter kann mittels
einer Heizschlange oder sonst .irgendwie warmgehalten sein, um bei kaltem Wetter
gut fließendes Öl zu erhalten. Auch kann eine kleine Pumpe angeordnet werden, um das Öl
■im Behälter unter Druck zu setzen.
Da das Öl aus dem Verteilerrohr p1 immer
in der Richtung fließt, in der die Schmierwalze an der Antreffstelle des Öls umläuft,
kann ein Verschleudern des Öls nur bei großer Umlaufgeschwindigkeit der Schmierwalze
auftreten. In diesem Falle, der z. B. während des Netzauswerfens eintreten könnte, verlegt
man die Öffnungen des waagerechten Rohres px etwas tiefer in den Raum, der 'durch
die Haspel und die Walze gebildet ist.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Einfetten oder Schmieren von Kabeln, Schleppleinen
u. dgl mit einer oder mehreren losen Schmierrollen, 'die gegen die auf die
Windetrommel gewickelten Seilwindungen gedrückt und durch diese in Drehung versetzt
werden, dadurch gekennzeichnet, ' daß'eine oder mehrere Schmierrollen von
einem an einem Ende schwingbar aufgehängten Arm getragen werden, der durch die Schwerkraft gegen 'die Windungen
bewegt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, da-■durch
gekennzeichnet, daß das öl dem Umfang der Schmierrolle auf derjenigen
Seite der Rolle, die der Windetrommel zugekehrt ist, mittels eines mit Ouerbohrungen
versehenen Rohres zugeleitet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch,
gekennzeichnet, daß der Tragarm der Schmierrolle, der gegebenenfalls in seiner Länge veränderlich ist, mittels
eines Laufwagen« von einer parallel mit der Trommelachse angeordneten Ouerstange
getragen wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tragarm auf die eine oder die andere Seite der Windetrommel geschwungen werden kann,
so daß das Tau beim Einziehen oder beim Auslassen geschmiert werden kann.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, da-■durch
gekennzeichnet, daß die Schmierrolle konvex gewölbt und mit Nuten versehen ist, die schraubenförmig oder in
anderer Weise verlaufen können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB500022X | 1927-04-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE500022C true DE500022C (de) | 1930-06-16 |
Family
ID=10454278
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV23754D Expired DE500022C (de) | 1927-04-06 | 1928-04-04 | Vorrichtung zum Einfetten oder Schmieren von Kabeln, Schleppleinen o. dgl. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE500022C (de) |
| FR (1) | FR500022A (de) |
-
1919
- 1919-05-26 FR FR500022D patent/FR500022A/fr not_active Expired
-
1928
- 1928-04-04 DE DEV23754D patent/DE500022C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR500022A (fr) | 1920-02-28 |
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