DE498737C - Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff

Info

Publication number
DE498737C
DE498737C DEK103769D DEK0103769D DE498737C DE 498737 C DE498737 C DE 498737C DE K103769 D DEK103769 D DE K103769D DE K0103769 D DEK0103769 D DE K0103769D DE 498737 C DE498737 C DE 498737C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heating
boiler
air
commissioning
finely divided
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK103769D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kohlenscheidungs GmbH
Original Assignee
Kohlenscheidungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kohlenscheidungs GmbH filed Critical Kohlenscheidungs GmbH
Priority to DEK103769D priority Critical patent/DE498737C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE498737C publication Critical patent/DE498737C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23MCASINGS, LININGS, WALLS OR DOORS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION CHAMBERS, e.g. FIREBRIDGES; DEVICES FOR DEFLECTING AIR, FLAMES OR COMBUSTION PRODUCTS IN COMBUSTION CHAMBERS; SAFETY ARRANGEMENTS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION APPARATUS; DETAILS OF COMBUSTION CHAMBERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F23M5/00Casings; Linings; Walls
    • F23M5/08Cooling thereof; Tube walls

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Supply (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff Beim Anfahren von Kesseln muß in der Regel erst der gesamte Wasserinhalt des Kessels auf Verdampfungstemperatur gebracht werden, bevor der Kessel Dampf liefert. Dieser Umstand ist besonders bei solchen Anlagen sehr bedeutungsvoll, wo eine schnelle Dampflieferung erwünscht und erforderlich ist.
  • Infolge der verhältnismäßig langsamen Detriebsbereitschaft der Kessel wird die Zündung des Brennstoffs erschwert, weil die ganze Kesseltemperatur niedrig ist und außerdem die zur Vorwärmung der Verbrennungsluft erforderliche Wärine dein Luftvorwäriner nicht zugeführt, sondern schon innerhalb des Kessels absorbiert wird.
  • Diese Verhältnisse werden ganz besonders bei solchen Feuerungen unangenehm empfunden, wo schwer zündender Brennstoff zur Verwendung kommt und die schwere Zündlichkeit des Brennstoffs durch Anwendung hoher Verbrennungslufttemperaturen ausgeglichen werden muß. Bei solchen Anlagen ist es notwendig, die Zündung durch 0e1- oder Gashilfsbrenner herbeizuführen und die Hilfsbrenner unter Umständen solange in Betrieb zu halten, bis der normale Betriebszustand des Kessels erreicht ist.
  • Diese Hilfszündung hat besonders bei den sogenannten Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff, hei denen die Zündung des Brennstoffs, wie Kohlenstaub, erst dann sichergestellt ist, wenn genügend stark vorgewärmte Luft zur Verfügung steht, wegen der außerordentlich starken Wärmeabsorption durch das Kesselwasser zur Folge, daß die Hilfsbrenner sehr lange im Betrieb bleiben müssen, so daß' große Öltanks u. dgl. erforderlich werden, die einerseits die Anlage verteuern und andererseits viel Raum beanspruchen.
  • Die Erfindung schlägt nun vor, bei solchen Strahlungsdampferzeugern die starke Luftvorwärmung dadurch zu schaffen, daß die heißen Gase bei Inbetriebnahme des Kessels ohne oder mit nur geringer vorheriger Wärmeabgabe an den Kessel in den Luftvorwärmer geführt werden, so daß sehr bald genügend stark vorgewärmte Luft zur Verfügung steht, um den Betrieb auf den normalen Brennstoff vollständig umstellen und die Zündbrenner abschalten zu können.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist beispielsweise an Hand eines in der Zeichnung dargestellten sogenannten Strahlungsdampferzeugers näher beschrieben.
  • Es sei jedoch vorweg betont, daß sich die Erfindung nicht auf Strahlungsdarnpferzeuger beschränkt, sondern sich auf alle Kessel bezieht, zu deren Betrieb stark vorgewärmte Luft erforderlich ist.
  • In der Zeichnung ist ein sogenannter Strahlungsdampferzeuger dargestellt. Der Verbrennungsraum z ist allseits von Kesselrohren umschlossen, welche geeignet sind, die strahlende Flammenwärme unmittelbar .aufzunehmen, ohne daß eine erhebliche Wärmeübertragung durch _ Berührung stattfindet. Der Brennstoff, im vorliegenden Fall Kohlenstaub, wird von oben her in die Kammer eingeführt, und zwar durch Brenner 2. Ein Teil der Verbrennungsluft wird gleichzeitig mit dem Brennstaub durch die Brenner in den Verbrennungsraum i eingeführt, während die restliche Luft als Sekundärluft durch eine Reihe von Düsen 3 vorzugsweise so eingeführt wird, daß einewirbelndeFlamme erzeugt wird. Unten ist der Verbrennungsraum durch Rostrohre 4 begrenzt, welche den Aschenfall 5" von dem eigentlichen Verbrennungsraum trennen. Die Verbrennungskammer erweitert sich in ihrem unteren Teil in eine Art Nachverbrennungskammer 5, von der aus die Gase den durch die Pfeile 6 gekennzeichneten Weg durch das Vorwärmerrohrbündel 7 undweiterhin durch den Überhitzer 8 und schließlich durch den Luftvorwärmer 9 nehmen. Die eingezeichneten Pfeile kennzeichnen den Weg der Heizgase beim normalen Betrieb.
  • Beim Anfahren des Kessels können die Kohlenstaubbrenner 2 nicht sofort in Betrieb genommen werden, weil für die Zündung des Kohlenstaubes keine vorgewärmte Luft zur Verfügung -steht Aus diesem Grunde sind Öl- oder Gashilfsbrenner vorgesehen, welche den Kessel auf die notwendige Temperatur bringen und allmählich den Übergang zum reinen Kohlenstaubbetrieb vorbereiten. Um diesen Übergang zum reinen Kohlenstaubbetrieb zu beschleunigen, werden die Gase unter Abschluß des Vorwärmers und des Überhitzers unmittelbar von der Feuerkammer i in den Luftvorwärmer 9 geleitet. Zu diesem Zweck ist oberhalb der Nachverbrennungskammer 5 eine Klappe io angeordnet, durch welche der normale Weg der Gase geschlossen und eine direkte Verbindung zwischen Feuerkammer und Luftvorwärmer geschaffen wird. Sobald eine genügende Luftvorwärmung erreicht ist, wird die Klappe umgelegt oder vorzugsweise allmählich umgelegt, so daß der Anheizbetrieb in den normalen Kesselbetrieb übergeht.
  • Die Anordnung der Klappe io ermöglicht es weiterhin, auch während des Normalbetriebs einen Teil des Feuergasstroms unmittelbar zum Luftvorwärmer zu führen, so daß -man hiermit ein Mittel in der Hand hat, die Temperatur der Verbrennungsluft in weiten Grenzen zu regulieren.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff, insbesondere solchen, die mit starker Verbrennungsluftvorwärmung arbeiten, dadurch 'gekennzeichnet, daß während des Anheizbetriebes die Feuergase unter möglichst vollständigem Abschluß der Kesselzüge unmittelbar in den Vorwärmer für die Verbrennungsluft geleitet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichne daß der Übergang vom Anheizbetrieb zum Normalbetrieb allmählich und nach Maßgabe der erzielten Luftvorwärmung erfolgt.
  3. 3. Strahlungsdampferzeuger mit Anheizbetrieb nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Umschaltklappe, welche den Vorwärmeteil des Kessels von der Beheizung abschaltet und den .unmittelbaren Durchtritt der Feuergase von der Feuerkammer in den Luftvorwärmer gestattet.
DEK103769D 1927-04-05 1927-04-05 Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff Expired DE498737C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK103769D DE498737C (de) 1927-04-05 1927-04-05 Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK103769D DE498737C (de) 1927-04-05 1927-04-05 Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE498737C true DE498737C (de) 1930-05-26

Family

ID=7240259

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK103769D Expired DE498737C (de) 1927-04-05 1927-04-05 Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE498737C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2837174C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verfeuern eines schwer zündfähigen, gasarmen Brennstoffs mit trockenem Ascheabzug
EP0147781B1 (de) Verfahren zur Erzeugung eines überhitzten Hochdruckdampfes bei der Kokstrockenkühlung und geeignete Vorrichtungen dazu
DE19531027A1 (de) Dampferzeuger
DE498737C (de) Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff
DE2733223A1 (de) Dampfkessel mit direkter waermeuebertragung fuer brennstoffe mit niederem energieinhalt und niederem aschegehalt
DE3325065A1 (de) Verfahren zur verbrennung von petrolkoksstaub
DE19523062C2 (de) Verbundkraftwerk mit einem Gasturbinenkraftwerk und einem Dampfkraftwerk
EP0267206B1 (de) Verfahren und anlage zur verringerung der stickoxidemission bei der verbrennung von mittel-und hochfluechtigen steinkohlen
DE3136480A1 (de) Verfahren und anordnung zum wiederaufheizen von nassentschwefelten rauchgasen
DE976754C (de) Mit verschiedenen Brennstoffen beheizter Dampferzeuger
DE697171C (de) Einrichtung zum Regeln der UEberhitzung des Dampfes
DE3145028A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum einduesen und nachverbrennen sauerstoffhaltiger abgase, insbesondere von abgasen aus verbrennungskraftmaschinen
DE373300C (de) Flammrohreinbauten
CH375024A (de) Thermisches Kraftwerk
DE1175378B (de) Dampfkesselfeuerungsanlage mit einer Hauptbrennkammer und einer gesondert befeuertenNebenbrennkammer
DE912849C (de) Einrichtung zur Erzeugung von Wassergas im Wechselbetrieb und Verfahren zum Betrieb derselben
DE632309C (de) Gliederkessel
DE382439C (de) Verfahren zum Anheizen von Lokomotivkesseln
DE532803C (de) Verfahren zur Verfeuerung von verdampften und mit Luft gemischten Schweroelen in Duesenbrennern
DE1091269B (de) Luftvorwaermungsanlage fuer Dampferzeuger mit rauchgasbeheiztem Luftvorwaermer und zusaetzlichem Lufterhitzer
DE590863C (de) Dampfkessel mit Hauptueberhitzer und rauchgasbeheiztem Zwischenueberhitzer
DE365706C (de) Vorrichtung zur Erzeugung und UEberhitzung von Dampf fuer Wassergaserzeuger
DE531634C (de) Verfahren und Einrichtung zur Ausnutzung der Waerme der Abgase von im Wechselbetriebarbeitenden Gasgeneratoren
AT88386B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung und Überhitzung von Dampf für Generatoren mit Wechselbetrieb.
DE713001C (de) Wasserrohrkessel mit einem dem Brennraum nachgeschalteten, U-foermigen Rauchgaszug mit Strahlungsueberhitrzer