DE498737C - Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten BrennstoffInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
- Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff Beim Anfahren von Kesseln muß in der Regel erst der gesamte Wasserinhalt des Kessels auf Verdampfungstemperatur gebracht werden, bevor der Kessel Dampf liefert. Dieser Umstand ist besonders bei solchen Anlagen sehr bedeutungsvoll, wo eine schnelle Dampflieferung erwünscht und erforderlich ist.
- Infolge der verhältnismäßig langsamen Detriebsbereitschaft der Kessel wird die Zündung des Brennstoffs erschwert, weil die ganze Kesseltemperatur niedrig ist und außerdem die zur Vorwärmung der Verbrennungsluft erforderliche Wärine dein Luftvorwäriner nicht zugeführt, sondern schon innerhalb des Kessels absorbiert wird.
- Diese Verhältnisse werden ganz besonders bei solchen Feuerungen unangenehm empfunden, wo schwer zündender Brennstoff zur Verwendung kommt und die schwere Zündlichkeit des Brennstoffs durch Anwendung hoher Verbrennungslufttemperaturen ausgeglichen werden muß. Bei solchen Anlagen ist es notwendig, die Zündung durch 0e1- oder Gashilfsbrenner herbeizuführen und die Hilfsbrenner unter Umständen solange in Betrieb zu halten, bis der normale Betriebszustand des Kessels erreicht ist.
- Diese Hilfszündung hat besonders bei den sogenannten Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff, hei denen die Zündung des Brennstoffs, wie Kohlenstaub, erst dann sichergestellt ist, wenn genügend stark vorgewärmte Luft zur Verfügung steht, wegen der außerordentlich starken Wärmeabsorption durch das Kesselwasser zur Folge, daß die Hilfsbrenner sehr lange im Betrieb bleiben müssen, so daß' große Öltanks u. dgl. erforderlich werden, die einerseits die Anlage verteuern und andererseits viel Raum beanspruchen.
- Die Erfindung schlägt nun vor, bei solchen Strahlungsdampferzeugern die starke Luftvorwärmung dadurch zu schaffen, daß die heißen Gase bei Inbetriebnahme des Kessels ohne oder mit nur geringer vorheriger Wärmeabgabe an den Kessel in den Luftvorwärmer geführt werden, so daß sehr bald genügend stark vorgewärmte Luft zur Verfügung steht, um den Betrieb auf den normalen Brennstoff vollständig umstellen und die Zündbrenner abschalten zu können.
- Der Gegenstand der Erfindung ist beispielsweise an Hand eines in der Zeichnung dargestellten sogenannten Strahlungsdampferzeugers näher beschrieben.
- Es sei jedoch vorweg betont, daß sich die Erfindung nicht auf Strahlungsdarnpferzeuger beschränkt, sondern sich auf alle Kessel bezieht, zu deren Betrieb stark vorgewärmte Luft erforderlich ist.
- In der Zeichnung ist ein sogenannter Strahlungsdampferzeuger dargestellt. Der Verbrennungsraum z ist allseits von Kesselrohren umschlossen, welche geeignet sind, die strahlende Flammenwärme unmittelbar .aufzunehmen, ohne daß eine erhebliche Wärmeübertragung durch _ Berührung stattfindet. Der Brennstoff, im vorliegenden Fall Kohlenstaub, wird von oben her in die Kammer eingeführt, und zwar durch Brenner 2. Ein Teil der Verbrennungsluft wird gleichzeitig mit dem Brennstaub durch die Brenner in den Verbrennungsraum i eingeführt, während die restliche Luft als Sekundärluft durch eine Reihe von Düsen 3 vorzugsweise so eingeführt wird, daß einewirbelndeFlamme erzeugt wird. Unten ist der Verbrennungsraum durch Rostrohre 4 begrenzt, welche den Aschenfall 5" von dem eigentlichen Verbrennungsraum trennen. Die Verbrennungskammer erweitert sich in ihrem unteren Teil in eine Art Nachverbrennungskammer 5, von der aus die Gase den durch die Pfeile 6 gekennzeichneten Weg durch das Vorwärmerrohrbündel 7 undweiterhin durch den Überhitzer 8 und schließlich durch den Luftvorwärmer 9 nehmen. Die eingezeichneten Pfeile kennzeichnen den Weg der Heizgase beim normalen Betrieb.
- Beim Anfahren des Kessels können die Kohlenstaubbrenner 2 nicht sofort in Betrieb genommen werden, weil für die Zündung des Kohlenstaubes keine vorgewärmte Luft zur Verfügung -steht Aus diesem Grunde sind Öl- oder Gashilfsbrenner vorgesehen, welche den Kessel auf die notwendige Temperatur bringen und allmählich den Übergang zum reinen Kohlenstaubbetrieb vorbereiten. Um diesen Übergang zum reinen Kohlenstaubbetrieb zu beschleunigen, werden die Gase unter Abschluß des Vorwärmers und des Überhitzers unmittelbar von der Feuerkammer i in den Luftvorwärmer 9 geleitet. Zu diesem Zweck ist oberhalb der Nachverbrennungskammer 5 eine Klappe io angeordnet, durch welche der normale Weg der Gase geschlossen und eine direkte Verbindung zwischen Feuerkammer und Luftvorwärmer geschaffen wird. Sobald eine genügende Luftvorwärmung erreicht ist, wird die Klappe umgelegt oder vorzugsweise allmählich umgelegt, so daß der Anheizbetrieb in den normalen Kesselbetrieb übergeht.
- Die Anordnung der Klappe io ermöglicht es weiterhin, auch während des Normalbetriebs einen Teil des Feuergasstroms unmittelbar zum Luftvorwärmer zu führen, so daß -man hiermit ein Mittel in der Hand hat, die Temperatur der Verbrennungsluft in weiten Grenzen zu regulieren.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff, insbesondere solchen, die mit starker Verbrennungsluftvorwärmung arbeiten, dadurch 'gekennzeichnet, daß während des Anheizbetriebes die Feuergase unter möglichst vollständigem Abschluß der Kesselzüge unmittelbar in den Vorwärmer für die Verbrennungsluft geleitet werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichne daß der Übergang vom Anheizbetrieb zum Normalbetrieb allmählich und nach Maßgabe der erzielten Luftvorwärmung erfolgt.
- 3. Strahlungsdampferzeuger mit Anheizbetrieb nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Umschaltklappe, welche den Vorwärmeteil des Kessels von der Beheizung abschaltet und den .unmittelbaren Durchtritt der Feuergase von der Feuerkammer in den Luftvorwärmer gestattet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK103769D DE498737C (de) | 1927-04-05 | 1927-04-05 | Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebnahme von Strahlungsdampferzeugern mit Beheizung durch fein verteilten Brennstoff |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE498737C true DE498737C (de) | 1930-05-26 |
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Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE498737C (de) |
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1927
- 1927-04-05 DE DEK103769D patent/DE498737C/de not_active Expired
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