DE498134C - Rieselturm - Google Patents

Rieselturm

Info

Publication number
DE498134C
DE498134C DEI30200D DEI0030200D DE498134C DE 498134 C DE498134 C DE 498134C DE I30200 D DEI30200 D DE I30200D DE I0030200 D DEI0030200 D DE I0030200D DE 498134 C DE498134 C DE 498134C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trickle tower
trickle
screw
tower according
liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI30200D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Emil Hegelmann
Dr Wilhelm Wild
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI30200D priority Critical patent/DE498134C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE498134C publication Critical patent/DE498134C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Rieselturm Bei der Behandlung von Gasen mit Flüssigkeiten in Rieseltürmen verfährt man gewöhnlich in der Weise, daß man mit müll körpern, z. B. den bekannten Glover-Kugeln, gefüllte Türme mit Flüssigkeit berieselt un-l das Gas im Gleich- oder Gegenstrom durch den Turm führt. Dadurch, daß sich die Füllkörper mit einer Flüssigkeitshaut überziehen, wird dem Gas eine sehr große wirksame Oberfläche geboten. Dieses Verfahren gibt in vielen Fällen gute Resultate, es versagt aber besonders dann, wenn keine klaren Flüssigkeiten vorliegen, sondern solche mit festen Niederschlägen (Suspensionen), In diesem Falle setzt sich der Niederschlag sehr leicht in die Zwischenräume der einzelnen Füllkörper, so daß das Gas bei seinem Durchgang durch den Turm einem mehr und mehr wachsenden Widerstand begegnet, der schließlich so groß wird, daß er einerseits das Gas anl Durchgang behindert, andererseits den Al )flu ß der Berieselungsflüssigkeit hemmt.
  • Der Betrieb muß dann abgestellt, der Turm ausgeräumt und neu beschickt werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man diesen Übelstand vermeidet und eine ausgezeichnete Berührung zwischen Gas und Flüssigkeit erzielt, wenn man letztere in Rieseltürmen auf einer ein- oder mehrgängigen Schraubenfläche mit vertilaler Achse, deren Erzeugende eine nach der Turmachse geradlinig oder gekrümmt abfalletide Form besitzt, von oben nach unten fließen läßt und das Gas im Gleichstrom oder Gegenstrom darüberleitet. Der Reaktionsraum ist also nicht mit Füllkörpern angefüllt, sondern es ist in ihm eine in Schraubenlinien um die Turmachse sich windende geneigte Fläche angebracht, welche von oben mit Flüssigkeit berieselt wird, während das Gas entweder ron unten nach oben oder ron oben nach unten darüber streicht. Durch die nach der Turmachse geradl-inig oder gekrümmt abfallende Form der Erzeugenden der Schraubenfläche wird eine geeignete Bahn für die Berieselungsflüssigkeit geschaffen, die einer Stauung der Flüssigkeit am Umfang entgegenwirkt und eine gleich. mäßige Verteilung der berieselnden Flüssigkeit bewirkt.
  • Durch die damit erzielbare stete Berieselung der ganzen Fläche mit Flüssigkeit wird dci Ansatz von festen Teilen auf der geneigten Fläche verhindert, da sie stets mit der Flüssigkeit nach unten gespült werden.
  • Gleichzeitig wird noch der Vorteil erreicht, daß das Gas, welches in Schraubenlinien den Turm durchzieht, zwangsläufig einen sehr langen Weg zurücklegt, auf welchem es stets in inniger Berührung mit der Flüssigkeit bleibt.
  • Rieseltürme der beschriebenen Art sind sowohl für solche Fälle besonders geeignet, wo schon von vornherein ein fester Körper in der Flüssigkeit vorhanden ist, gleichgültig, ob sich dieser an einer Reaktion beteiligt oder nicht, als auch für Fälle, in. denen der Niederschlag erst durch Einwirkung des Gases auf die Flüssigkeit entsteht.
  • Ein Beispiel der ersten Art bietet die Absorption der bei der Verbrennung von Ammoniak mit Luft entstehenden nitrosen Gase.
  • Hierzu benutzt man, nach Herausnahme des größten Teils der nitrosen Gase auf saurem AN ege, in der sogenannten »Bndabsorption« allgemein sodahaltigc Lösungen, aus denen man dann Natron salpeter für Düngezwecke gewinnt. Der Verbrauch an Soda stellt sich aber für diese Zwecke außerordentlich teuer.
  • Beim Arbeiten gemäß vorliegender Erfindung kann man mit Vorteil eine Suspension von Ätzkalk oder kohlensaurem Kalk in einer valcium-Nitrit-Nitrat-Lösung benutzen, die ebensogut absorbiert wie eine sodahaltige Lösung, aber bisher wegen der Verstopfungsgefahr der Türme nicht verwendet werden konnte. Aus der erhaltenen Lösung kann man dann Kalksalpeter gewinnen. Ein Beispiel der zweiten Art ist die Absorption von Sohlensaure durch eine ammoniakalische Kochsalzlösung, wobei sich festes Natriumbicarbonat bildet, das von der Lösung dauernd nach unten gespült wird.
  • Die Schraubenfläche kann gegebenenfalls prope-ilerartig in kürzere oder längere Sektoren geteilt sein, die übergreifend oder unterbrochen angeordnet sind. Sie kann auch kaskadenförmig, sowohl in radialer als auch in fortschreitender Richtung, unterteilt sein.
  • Zur gründlichen Durchmischung von Gas und Flüssigkeit kann die Drehrichtung der Schraubenfläche nach einer oder mehreren Windungen ein oder mehrmals abwechselnd geändert werden. Sie kann ferner der bequemeren fabrikmäßigen Herstellung wegen ringförmig in einzelne konaxiale Schraubenflächenstreifen aufgelöst werden, die einzeln durch Walzen, Pressen oder Drücken leicht maschinell herstellbar sind und auf Trag bändern einer vertikalen Tragstütze befestigt werden.
  • In besonderen Fällen kann die Schraubenfläche mit aufgesetzten spiraligen Blechstreifen oder Strombrechern versehen sein, um die Flüssigkeit vom Umfang nach der Mitte und umgekehrt zu leiten. Auch Umlenkkanäle können diesem Zweck dienen.
  • Zur noch innigeren Berührung des Gases mit der Flüssigkeit kann in allen Fällen die Schraubenfläche zrveclimäßig gelocht werden.
  • Derartige Anordnungen bewähren sich nicht nur zur Behandlung von Gasen mit Flüssigkeit bei gewöhnlichem oder Unterdruck, sondern ganz besonders auch bei entsprechender Bauart bei höherem als atmosphärischem Druck. Sie können, auch wenn keine festen Niederschläge in den Flüssigkeiten sich befinden, mit Vorteil an Stelle von Rieseltürmen mit Füllkörpern gebraucht sverden.
  • Ferner können in derartigen Apparaten sehr leicht Einrichtungen zur Regelung der Temperatur angebracht werden. WIan kann z. B. sowohl auf als unter der Schraubenfläche runde oder Rache Rohrschlangen u. dgl. befestigen, durch die geeignete Heiz-oder Kühlflüssigkeiten geschickt werden. Die Rohrschlangen können hierbei u. U. zugleich zur Abstützung der Schraubenflächen dienen.
  • Auch die Schraubenflächen selbst, die mittlere Tragstütze sowie das Mantelrohr können als Kühl- oder Heizrohre ausgebildet werden.
  • Es ist bekannt, bei der Behandlung von Gasen mit Flüssigkeiten, z. B. zum Ausscheiden fester Bestandteile aus Gasen, eine mit einem schraubenförmigen Leitkörper versehene Vorrichtung zu verwenden. Demgegenüber besteht die vorliegende Erfindung in der angegebenen besonderen Ausgestaltung des schraubenförmigen Leitkörpers. Durch die spezielle Form der Schraubenfläche wird der Vorteil erzielt, daß der Flüssigkeitsstrom die ganze Schraubenfläche gleichmäßig bespült und nicht, wie dies bei den benannten Vorrichtungen der Fall ist, durch die Zentrifugalkraft der strömenden Flüssigkeit nach der Turmwandung geschleudert wird. Es wird dadurch eine vollständige Berührung zwischen Gas und Flüssigkeit erreicht und ferner bewirkt, daß ein. Ansatz von festen Teilen auf der geneigten Fläche nicht eintritt.

Claims (6)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1 Rieseltürm mit einer eine oder mehr gängigen Schraubenfläche zur Behandlung von Gasen mit Flüssigkeiten im Gleichstrom oder Gegenstrom. auch bei höherem als atmosphärischem Druck, dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugende der Schraubenfläche eine nach der Turmachse geradlinig oder gekrümmt abfallende Form besitzt.
  2. 2. Rieselturm nachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenfläche in kürzere oder längere Sektoren, die iibergreifend oder unterbrochen angeordnet sind, propellerartig aufgeteilt ist.
  3. 3. Rieselturm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenfläche in radialer oder fortschreitender Richtung kaskaden£örmig abgestuft ist.
  4. 4. Rieselturm nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Schraubenfläche spiralige Blechstreifen oder Strombrecher aufgesetzt oder Umlenkkanäle angebracht sind. j.
  5. Rieselturm nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß Löcher in der Schraubenfläche angebracht sind.
  6. 6. Rieselturm nach Anspruch I bis 5, da lurch gekennzeichnet, daß auf oder unter den Schraubenflächen Rohrschlangen u. dgl. angebracht sind, oder die Schraubenflächen mit doppelten Wänden versehen sind, durch deren Hohlräume Heiz- oder Kühlmedien geleitet werden können.
DEI30200D 1927-02-02 1927-02-02 Rieselturm Expired DE498134C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI30200D DE498134C (de) 1927-02-02 1927-02-02 Rieselturm

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI30200D DE498134C (de) 1927-02-02 1927-02-02 Rieselturm

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE498134C true DE498134C (de) 1930-05-17

Family

ID=7187553

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI30200D Expired DE498134C (de) 1927-02-02 1927-02-02 Rieselturm

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE498134C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE19516660C2 (de) Verfahren und Einrichtung mit gasbeschichteter Siebplatte zur nassen Entschwefelung von Rauchgas
DE3126052A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur reinigung eines gases, das schwefelwasserstoff und kohlendioxid enthaelt
DE2818950B2 (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Harnstoff enthaltendem Abwasser, insbesondere aus Harnstofferzeugungsanlagen
DE2856516A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum konditionieren von entmineralisiertem wasser
DE2726552A1 (de) Destillierverfahren und zugehoerige vorrichtung
WO2010139377A1 (de) Wäscherturm und zugehörige rauchgasreinigungsvorrichtung
DE2425587A1 (de) Verfahren zur behandlung von abwasser
EP0461385B1 (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Abwasser aus unter erhöhtem Druck betriebenen Vergasungsanlagen
WO1986004519A1 (fr) Installation d'epuration et procede pour retirer des elements polluants de gaz chauds
DE2929998A1 (de) Verfahren zur behandlung von harnstoffloesungen
DE927744C (de) Verfahren zur Gewinnung von Cyanwasserstoff
DE2249874C3 (de) Verfahren zum Entfernen von Schwefeldioxid aus Verbrennungsabgasen
DE498134C (de) Rieselturm
DE1519961A1 (de) Verfahren zum Entfernen von CO2 und H2O aus einem Gasstrom
DE69612204T2 (de) Verfahren zur katalytischen Konvertierung von Kohlenmonoxid mit hohem Wirkungsgrad
DE3249573A1 (de) Verfahren zur reinigung eines zinkdampf enthaltenden gasstromes
DE2611454A1 (de) Abtreibkolonne
DE1138392B (de) Vorrichtung zur Sulfonierung von mit Schwefeltrioxyd sulfonierbaren oder teilsulfonierten Erdoeldestillaten
DE321660C (de)
DE1300913C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumbicarbonat
DE918564C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellung von Ammoniakstarkwasser mit beliebig wechselndem Gehalt an Kohlensaeure und Schwefelwasserstoff
DE918428C (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Auskristallisation eines wasserarmen Eisensulfates (Fe SO1HO) aus schwefelsaeurehaltigen Beizbaedern
DE569753C (de) Verfahren zur Entgiftung von Leuchtgas
DE565534C (de) Anlage zum Reinigen von Gasen der Vergasung oder pyrogenen Zersetzung kohlenstoffhaltiger Rohstoffe
AT124734B (de) Vorrichtung zur Behandlung von Gasen oder Gas-Dampfgemischen in Anwesenheit von Katalysatoren oder Reinigungsmitteln und zur Wiederbelebung dieser Katalysatoren oder Reinigungsmittel.