DE49569C - Neuerung an Phonographen mit parallel zur Phonogrammcylinderwelle bewegten Schreib- und Sprechwerken - Google Patents

Neuerung an Phonographen mit parallel zur Phonogrammcylinderwelle bewegten Schreib- und Sprechwerken

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DE49569C
DE49569C DE188849569D DE49569DA DE49569C DE 49569 C DE49569 C DE 49569C DE 188849569 D DE188849569 D DE 188849569D DE 49569D A DE49569D A DE 49569DA DE 49569 C DE49569 C DE 49569C
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writing
frame
phonogram
cylinder shaft
phonographs
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DE188849569D
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TH. A. EDISON in Llewellyn Park, Grafschaft Essex, New-Jersey, V. St. A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung, um im Phonographen das Laute einschreibende und das Laute absprechende Intrument von der Phonogrammfläche abzuheben und mit einer ihre Zurückbewegung bewirkenden Schraube zu verkuppeln.
Fig. ι ist eine Oberansicht des betreffenden Theiles eines Phonographen,
Fig. 2 eine Seitenansicht.
Fig. 3 sind Details.
D ist die Welle, auf welche die cylindrische Phonogrammfläche F aufgeschoben wird; sie empfängt ihre Drehung mittelst der Riemen-(bezw. Band-) Scheibe E von einem Motor aus. Hinter und parallel zur Welle D ist am Gestell A und dessen seitlicher Verlängerung A1 eine Stange G fest gelagert und auf dieser eine Hülse G1 sowohl in der Achsenrichtung wie auch drehbar frei beweglich. Hülse G1 ist so lang, dafs sie auf G eine Wegelänge mindestens gleich der Länge des Phonogrammcylinders zurücklegen kann. An ihrem äufseren Ende ist starr befestigt ein nach aufwärts und vorwärts über die Oberseite des Phonogrammcylinders weggebogener Arm H, an dessen oberes Ende der brillengestellartige Rahmen H1 für den Lauteschreiber und den Lauteabsprecher drehbar so angeschlossen ist, dafs er quer seitlich dazu bewegt werden kann. Diese Bewegung findet ihre Begrenzung durch einen federnden Stift g, der mit einem konischen Ende in einen konischen Ausschnitt g1 'der Nabe vom Rahmen H1 eintritt und so diesen in jeder Grenze der diesbezüglichen Bewegung durch Federdruck festhält. In die beiden Oeffnungen des Rahmens werden der Lauteschreiber H2 und der Lautesprecher H3 eingesetzt und durch entsprechende seitliche Verstellung des ersteren in Arbeitsbeziehung zur Phonogrammfläche F1 gesetzt. Durch zwei seitlich vom Kopf des Armes H sich ausstreckende Arme g 2 g 3 geschraubte Stellschrauben g* gs bilden Anschläge für den Rahmen H1 und dienen dazu, den Lauteabsprecher und den Lauteschreiber in die gehörige Beziehung zur Phonogrammfläche F1 zu bringen. Die Schraube g* bewirkt diese Einstellung, indem sie die abtastende Spitze des Lauteabsprechers seitlich quer gegen die Linie der Eindrücke in F1 hin bewegt. Durch Lauschen am Apparat kann die Erreichung der besten Einstellung bestimmt werden. Die Schraube g5 bewirkt die Einstellung des Lauteschreibers zur Fläche F1 in solcher Weise, dafs in den Zwischenraum, welcher bei der in einer Schraubenlinie erfolgenden Lauteschreibung zwischen den Umgängen verbleibt, eine zweite parallel dazu verlaufende Lauteschreibung bewirkt werden kann, auf welche dann die abtastende Spitze des Lauteablesers mittelst der Schraube g·4 eingestellt wird. Durch an den Oeffnungen des Rahmens H1 feste Finger h geschraubte Stellschrauben Tz1 legen sich auf die an der seitlichen Gestellverlängerung A 2 vor dem Phono-
grammcylinder und parallel zu dessen Achse angeordnete Führungsschiene / und bewirken, dafs der Lauteschreiber oder -Absprecher sich in gerader Linie auf der Phonogrammfläche F1 hin bewegen. Die Führungsenden der Schrauben /i1 sind so verbreitert, dafs sie die Schiene / übergreifen.
Auf dem inneren Ende der Hülse G1 sitzt frei drehbar der Führungsarm J1, der sich vorwärts über die Welle D weg erstreckt. Auf seiner Unterseite sitzt ein Abschnitt fc2, Fig. i, einer Führungsmutter, dessen feines Gewinde in das auf der Welle D zwischen d3 und E eingeschnitttene Gewinde h3 eingreift. Der Abschnitt h 2 ist lösbar mittelst Schrauben befestigt, um nach Verschleifs ausgewechselt werden zu können, sowie ferner auch, um seine Herstellung aus Stahl und das Einschneiden feinen Gewindes zu ermöglichen. Der Führungsarm 71 kann aus Gufseisen hergestellt werden; er trägt an seinem vor der Welle D liegenden Ende einen niederwärts gerichteten Finger i, dessen unteres Ende nach oben zu einem Haken umgebogen ist; dieser Haken endigt in eine Schneide i1, und fafst diese in die Unterseite einer auf der Gestelloberseite in Ständern vor und parallel zu dem mit Schraubengewinde versehenen Theil der Welle D gelagerten Schraube ohne Ende P, Fig. ι und 3, deren Gewinde i2 gröber als das Gewinde h3 von D ist. Die Bestimmung der Schraube /2 ist, die Zurückbewegung des Führungsarmes mit gröfserer Schnelligkeit als seine Vorbewegung erfolgen zu lassen; ihr Gewinde ist sperrzahnartig geschnitten, um die Schneide i1 wirksam zu fassen und den Führungsarm ohne Reibung zurückzuführen, die sich bei einem Schraubengewinde mit gleichmäfsiger Abschrägung nach beiden Seiten aus dem Bestreben ergeben würde, den Theil i1 aus dem Gewinde herauszudrängen. Die Schraube /2 wird von der Welle D aus mittelst eines um auf beiden Wellen montirte schmale Scheiben geführten Riemens (Bandes) in Drehung versetzt. Ein Ansatz j an der Hülse G1 legt sich gegen einen Ansatz j1 auf der Nabe des Führungsarmes /', wenn G1 bis in die Grenze seiner Drehbewegung zurückgedreht wird. Diese Grenze bestimmt ein am Arm H fester Finger j2, indem derselbe gegen die Kante des Gestelles A oder die seitliche Verlängerung A1 sich legt, wenn der Rahmen H1 bis über die Achse der Stange G zurückgedreht wird und sich so von selbst in der gehobenen Lage erhält. Der Ansatz j trifft erst auf den Ansatz j\ wenn die Bewegungsgrenze nahezu erreicht ist, so dafs der Führungsmutterabschnitt Tj2 eben aus dem Gewinde h3 der Welle ausgehoben, nicht aber die Schneide i1 des Fingers i schon in das umsteuernde Gewinde j3 eingelegt wird, was erst dann geschieht, wenn ^2 gegen A bezw. A1 trifft. Vor der Führungsschiene / und der Umsteuerung /2 erstreckt sich über die ganze Länge des Gestelles A und dessen Verlängerung A2 eine drehbare Führungsstange /, welche excentrisch zwischen den durch die Gestellansätze p gesteckten Spitzen j3 gelagert ist. Die innenliegende Seite der Stange J ist zu einer geraden Kante j4 ausgebildet (Fig. 3), und springen über diese die verbreiterten Enden der Stellschrauben h1 vor und ebenso eine Schulter^'5 am Finger i des Armes/1, Fig. 3. Zwischen zwei an einem Ende von J festen Fingern k k1 spielt ein am Drehstift ka fester Daumen /r2, Fig. 3. Eine Feder A4 zieht den Finger k gegen den Daumen und damit die Stange J mit ihrer Kante _/4 nach unten. Der Daumen k2 hat die Bestimmung, die Stange J gegen den Zug der Feder zu drehen, d. h. die Kante j4 gegen den Zug der Feder zu heben; er ist zu dem Ende mit zwei Steigungen ks und k6 versehen, von denen ks schwächer als A:6 ist. Durch Drehen des Stiftes k wird demnach die Kante j* in zwei auf einander folgenden Bewegungen gehoben. Die erste durch £5 bewirkte Bewegung hebt den Rahmen H1 so weit, dafs, je nachdem der Lauteschreiber oder der Lauteabsprecher von der Phonogrammfläche F1 abgehoben und der Führungsmutterabschnitt fa2 aus dem Schraubengewinde h3 der Welle D ausgehoben wird, so dafs kein Vorschub des Rahmens H1 mehr stattfinden kann. Um Beschädigung der Phonogrammfläche oder ihrer Lauteeinzeichnung zu verhüten, ist der Abstand zwischen der Kante j* und der Schulter js am Finger i etwas gröfser als der Abstand zwischen j* und der Stellschraube Ji1, so dafs der Lauteschreiber bezw. der Lauteableser schon von -F1 abgehoben ist, wenn die Mutter h2 ausgehoben wird. Die in zweiter Linie erfolgende Bewegung durch die Steigung k6 soll zugleich den Rahmen H1 und den Führungsarm J1 so weit bewegen, dafs die Schneide i1 des Fingers i in das Gewinde I2 eingelegt und die Bewegung des Rahmens H1 umgesteuert wird, so dafs man beim Lauteabsprechen beliebig lange Wiederholungen vornehmen kann. Die Stange J kann auch wie durch Arm m und Schnur oder Draht mit einem Fufshebel Js verbunden werden. Vor der Stange J ist eine Scala K angeordnet, über welche die Arme h Zeiger m1 bewegen, so dafs man jederzeit die Relativstellungen des Lauteschreibers bezw. des Lauteabsprechers, zur Phonogrammfläche bestimmen kann. Mit dem Arm H ist ein verstellbares Messer L drehbar verbunden, welches die Phonogrammfläche glatt hält.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Phonograph mit parallel zur Phonogrammcylinderwelle bewegten Schreib- und
    Sprechwerken, gekennzeichnet durch die Verbindung der mittelst Doppeldaumens A6A:6 drehbaren Stange J einerseits mit dem auf der Führungsschiene I gleitenden, am Rahmen H1 (für die Schreib- und Sprechwerke) verstellbaren Stück h1 behufs Abhebens genannter Vorrichtungen von der Schreibfläche (F1) und darauf folgenden Aushebens dieses Rahmens aus der Führungsschraube D h 3, sowie andererseits mit dem Finger i des den Rahmen H1 führenden Armes P zur Verkupplung des letzteren mit der Umsteuerungsschraube J2 (Fig. ι bis 3).
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188849569D 1888-10-16 1888-10-16 Neuerung an Phonographen mit parallel zur Phonogrammcylinderwelle bewegten Schreib- und Sprechwerken Expired DE49569C (de)

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