DE49569C - Neuerung an Phonographen mit parallel zur Phonogrammcylinderwelle bewegten Schreib- und Sprechwerken - Google Patents
Neuerung an Phonographen mit parallel zur Phonogrammcylinderwelle bewegten Schreib- und SprechwerkenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung, um im Phonographen
das Laute einschreibende und das Laute absprechende Intrument von der Phonogrammfläche
abzuheben und mit einer ihre Zurückbewegung bewirkenden Schraube zu verkuppeln.
Fig. ι ist eine Oberansicht des betreffenden Theiles eines Phonographen,
Fig. 2 eine Seitenansicht.
Fig. 3 sind Details.
D ist die Welle, auf welche die cylindrische Phonogrammfläche F aufgeschoben wird; sie
empfängt ihre Drehung mittelst der Riemen-(bezw. Band-) Scheibe E von einem Motor
aus. Hinter und parallel zur Welle D ist am Gestell A und dessen seitlicher Verlängerung A1
eine Stange G fest gelagert und auf dieser eine Hülse G1 sowohl in der Achsenrichtung wie
auch drehbar frei beweglich. Hülse G1 ist so lang, dafs sie auf G eine Wegelänge mindestens
gleich der Länge des Phonogrammcylinders zurücklegen kann. An ihrem äufseren Ende
ist starr befestigt ein nach aufwärts und vorwärts über die Oberseite des Phonogrammcylinders weggebogener Arm H, an dessen
oberes Ende der brillengestellartige Rahmen H1 für den Lauteschreiber und den Lauteabsprecher
drehbar so angeschlossen ist, dafs er quer seitlich dazu bewegt werden kann. Diese Bewegung
findet ihre Begrenzung durch einen federnden Stift g, der mit einem konischen
Ende in einen konischen Ausschnitt g1 'der Nabe vom Rahmen H1 eintritt und so diesen
in jeder Grenze der diesbezüglichen Bewegung durch Federdruck festhält. In die beiden Oeffnungen
des Rahmens werden der Lauteschreiber H2 und der Lautesprecher H3 eingesetzt
und durch entsprechende seitliche Verstellung des ersteren in Arbeitsbeziehung zur
Phonogrammfläche F1 gesetzt. Durch zwei seitlich vom Kopf des Armes H sich ausstreckende
Arme g 2 g 3 geschraubte Stellschrauben
g* gs bilden Anschläge für den Rahmen
H1 und dienen dazu, den Lauteabsprecher
und den Lauteschreiber in die gehörige Beziehung zur Phonogrammfläche F1 zu bringen.
Die Schraube g* bewirkt diese Einstellung, indem sie die abtastende Spitze des Lauteabsprechers
seitlich quer gegen die Linie der Eindrücke in F1 hin bewegt. Durch Lauschen
am Apparat kann die Erreichung der besten Einstellung bestimmt werden. Die Schraube g5
bewirkt die Einstellung des Lauteschreibers zur Fläche F1 in solcher Weise, dafs in den Zwischenraum,
welcher bei der in einer Schraubenlinie erfolgenden Lauteschreibung zwischen den
Umgängen verbleibt, eine zweite parallel dazu verlaufende Lauteschreibung bewirkt werden
kann, auf welche dann die abtastende Spitze des Lauteablesers mittelst der Schraube g·4 eingestellt
wird. Durch an den Oeffnungen des Rahmens H1 feste Finger h geschraubte Stellschrauben
Tz1 legen sich auf die an der seitlichen Gestellverlängerung A 2 vor dem Phono-
grammcylinder und parallel zu dessen Achse angeordnete Führungsschiene / und bewirken,
dafs der Lauteschreiber oder -Absprecher sich in gerader Linie auf der Phonogrammfläche F1
hin bewegen. Die Führungsenden der Schrauben /i1 sind so verbreitert, dafs sie die Schiene /
übergreifen.
Auf dem inneren Ende der Hülse G1 sitzt frei drehbar der Führungsarm J1, der sich vorwärts
über die Welle D weg erstreckt. Auf seiner Unterseite sitzt ein Abschnitt fc2, Fig. i,
einer Führungsmutter, dessen feines Gewinde in das auf der Welle D zwischen d3 und E
eingeschnitttene Gewinde h3 eingreift. Der Abschnitt h 2 ist lösbar mittelst Schrauben befestigt,
um nach Verschleifs ausgewechselt werden zu können, sowie ferner auch, um seine Herstellung aus Stahl und das Einschneiden
feinen Gewindes zu ermöglichen. Der Führungsarm 71 kann aus Gufseisen hergestellt
werden; er trägt an seinem vor der Welle D liegenden Ende einen niederwärts gerichteten
Finger i, dessen unteres Ende nach oben zu einem Haken umgebogen ist; dieser Haken
endigt in eine Schneide i1, und fafst diese in die Unterseite einer auf der Gestelloberseite
in Ständern vor und parallel zu dem mit Schraubengewinde versehenen Theil der Welle D
gelagerten Schraube ohne Ende P, Fig. ι und 3, deren Gewinde i2 gröber als das Gewinde
h3 von D ist. Die Bestimmung der Schraube /2 ist, die Zurückbewegung des Führungsarmes
mit gröfserer Schnelligkeit als seine Vorbewegung erfolgen zu lassen; ihr Gewinde
ist sperrzahnartig geschnitten, um die Schneide i1 wirksam zu fassen und den Führungsarm ohne
Reibung zurückzuführen, die sich bei einem Schraubengewinde mit gleichmäfsiger Abschrägung
nach beiden Seiten aus dem Bestreben ergeben würde, den Theil i1 aus dem Gewinde
herauszudrängen. Die Schraube /2 wird von der Welle D aus mittelst eines um auf beiden
Wellen montirte schmale Scheiben geführten Riemens (Bandes) in Drehung versetzt. Ein
Ansatz j an der Hülse G1 legt sich gegen
einen Ansatz j1 auf der Nabe des Führungsarmes /', wenn G1 bis in die Grenze seiner
Drehbewegung zurückgedreht wird. Diese Grenze bestimmt ein am Arm H fester Finger j2, indem
derselbe gegen die Kante des Gestelles A oder die seitliche Verlängerung A1 sich legt,
wenn der Rahmen H1 bis über die Achse der Stange G zurückgedreht wird und sich so
von selbst in der gehobenen Lage erhält. Der Ansatz j trifft erst auf den Ansatz j\ wenn die
Bewegungsgrenze nahezu erreicht ist, so dafs der Führungsmutterabschnitt Tj2 eben aus dem
Gewinde h3 der Welle ausgehoben, nicht aber
die Schneide i1 des Fingers i schon in das umsteuernde Gewinde j3 eingelegt wird, was
erst dann geschieht, wenn ^2 gegen A bezw. A1
trifft. Vor der Führungsschiene / und der Umsteuerung /2 erstreckt sich über die ganze
Länge des Gestelles A und dessen Verlängerung A2 eine drehbare Führungsstange /, welche
excentrisch zwischen den durch die Gestellansätze p gesteckten Spitzen j3 gelagert ist.
Die innenliegende Seite der Stange J ist zu einer geraden Kante j4 ausgebildet (Fig. 3), und
springen über diese die verbreiterten Enden der Stellschrauben h1 vor und ebenso eine
Schulter^'5 am Finger i des Armes/1, Fig. 3.
Zwischen zwei an einem Ende von J festen Fingern k k1 spielt ein am Drehstift ka fester
Daumen /r2, Fig. 3. Eine Feder A4 zieht den
Finger k gegen den Daumen und damit die Stange J mit ihrer Kante _/4 nach unten. Der
Daumen k2 hat die Bestimmung, die Stange J
gegen den Zug der Feder zu drehen, d. h. die Kante j4 gegen den Zug der Feder zu heben;
er ist zu dem Ende mit zwei Steigungen ks
und k6 versehen, von denen ks schwächer
als A:6 ist. Durch Drehen des Stiftes k wird
demnach die Kante j* in zwei auf einander folgenden Bewegungen gehoben. Die erste
durch £5 bewirkte Bewegung hebt den Rahmen H1 so weit, dafs, je nachdem der Lauteschreiber
oder der Lauteabsprecher von der Phonogrammfläche F1 abgehoben und der Führungsmutterabschnitt
fa2 aus dem Schraubengewinde h3 der Welle D ausgehoben wird, so
dafs kein Vorschub des Rahmens H1 mehr stattfinden kann. Um Beschädigung der Phonogrammfläche
oder ihrer Lauteeinzeichnung zu verhüten, ist der Abstand zwischen der Kante j*
und der Schulter js am Finger i etwas gröfser
als der Abstand zwischen j* und der Stellschraube
Ji1, so dafs der Lauteschreiber bezw. der Lauteableser schon von -F1 abgehoben ist,
wenn die Mutter h2 ausgehoben wird. Die in zweiter Linie erfolgende Bewegung durch
die Steigung k6 soll zugleich den Rahmen H1 und den Führungsarm J1 so weit bewegen,
dafs die Schneide i1 des Fingers i in das Gewinde
I2 eingelegt und die Bewegung des Rahmens H1 umgesteuert wird, so dafs man
beim Lauteabsprechen beliebig lange Wiederholungen vornehmen kann. Die Stange J
kann auch wie durch Arm m und Schnur oder Draht mit einem Fufshebel Js verbunden werden.
Vor der Stange J ist eine Scala K angeordnet,
über welche die Arme h Zeiger m1
bewegen, so dafs man jederzeit die Relativstellungen des Lauteschreibers bezw. des Lauteabsprechers,
zur Phonogrammfläche bestimmen kann. Mit dem Arm H ist ein verstellbares
Messer L drehbar verbunden, welches die Phonogrammfläche glatt hält.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Phonograph mit parallel zur Phonogrammcylinderwelle bewegten Schreib- undSprechwerken, gekennzeichnet durch die Verbindung der mittelst Doppeldaumens A6A:6 drehbaren Stange J einerseits mit dem auf der Führungsschiene I gleitenden, am Rahmen H1 (für die Schreib- und Sprechwerke) verstellbaren Stück h1 behufs Abhebens genannter Vorrichtungen von der Schreibfläche (F1) und darauf folgenden Aushebens dieses Rahmens aus der Führungsschraube D h 3, sowie andererseits mit dem Finger i des den Rahmen H1 führenden Armes P zur Verkupplung des letzteren mit der Umsteuerungsschraube J2 (Fig. ι bis 3).Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE49569T | 1888-10-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49569C true DE49569C (de) | 1889-11-16 |
Family
ID=324485
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188849569D Expired DE49569C (de) | 1888-10-16 | 1888-10-16 | Neuerung an Phonographen mit parallel zur Phonogrammcylinderwelle bewegten Schreib- und Sprechwerken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE49569C (de) |
-
1888
- 1888-10-16 DE DE188849569D patent/DE49569C/de not_active Expired
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