DE495681C - Verfahren zum Wiedergewinnen von Fasern aus faserhaltigen Fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren zum Wiedergewinnen von Fasern aus faserhaltigen Fluessigkeiten

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DE495681C
DE495681C DEK105599D DEK0105599D DE495681C DE 495681 C DE495681 C DE 495681C DE K105599 D DEK105599 D DE K105599D DE K0105599 D DEK0105599 D DE K0105599D DE 495681 C DE495681 C DE 495681C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/66Pulp catching, de-watering, or recovering; Re-use of pulp-water

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  • Degasification And Air Bubble Elimination (AREA)

Description

  • Verfahren zum Wiedergewinnen von Fasern aus faserhaltigen Flüssigkeiten Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Wiedergewinnen von Fasern aus faserhaltigen Flüssigkeiten. Nach einem bereits bekannten Verfahren werden die in den Abwässern enthaltenen Faserstoffe unter Benutzung ihrer Auftriebsfähigkeit in der Weise gewonnen, daß man das Abwasser in einen offenen Behälter einleitet, in welchem die gashaltigen Fasern an die Flüssigkeitsoberfläche emporsteigen, während das geklärte Wasser im unteren Teil des Behälters abläuft. Hiermit war es aber jedoch nicht möglich, zufriedenstellende Ergebnisse zu erhalten, weil das mit Fasern vermischte Abwasser in einem nach unten gerichteten Strom in den Behälter eingeleitet wurde, demzufolge die Fasern ihre Bewegungsrichtung ändern mußten, um an die Oberfläche zu gelangen. Hierdurch wurde das Emporsteigen der Fasern sehr erschwert und verzögert, so daß man eine zufriedenstellende Klärung nicht erreichen konnte.
  • Gemäß vorliegender Erfindung w--rden diese Nachteile dadurch behoben, daß die zu klärende luft- oder gasgemischte Flüssigkeit in einem nach aufwärts gerichteten Strom in den Klarbehälter eingeleitet wird, in welchem ein Unterdruck vorhanden ist. Hierdurch wird erreicht, daß die Fasermassen bei ihrer Aufwärtsbewegung durch das in der Strömungsrichtung wirkende Vakuum eine Beschleunigung erfahren und an die Flüssigkeitsoberfläche schnell emporsteigen.
  • Die emporgeschwommene Fasermasse wird zweckmäßig aus dem Behälter herausgesaugt, was durch eine Pumpe bewirkt werden kann, die auch gleichzeitig den erforderlichen Unterdruck in dem Behälter aufrechterhält.
  • In den meisten Fällen ist das Abwasser, wenn es die Arbeitsstelle v@erläßt, genügend mit Luft gemischt, um behandelt werden zu können. Im anderen Falle kann Luft oder Gas leicht zugemischt werden.
  • Bei der Erzeugung harzgeleimten Papiers geht mit dem Abwasser eine erhebliche Menge von Harz in fein verteiltem Zustande fort. Da die Luftblasen eine große Neigung haben, sich an diesen Harzteilchen festzusetzen, folgen die letzteren mit und beschleunigen das Emporschvzmmen der Fasern. Die Harzteilchen werden gemeinsam mit den Fasern wiedergewonnen, wodurch eine erhebliche Harzersparnis erreicht wird.
  • Einige als Beispiele gewählten Ausführungen einer Vorrichtung zur Ausübung des vorliegenden Verfahrens werden auf der Zeichnung in Abb. i, 2 und 3 veranschaulicht.
  • Der unten offene und oben sich verengende Behälter i (Abb. i ) ragt mit seinem unterer; Ende in eine offene Wanne 2, von deren Boden ein Ableitungsrohr 3 ausgeht. In der Mitte des Behälters ist eine Leitung 4 für das luft- oder gasgemischte Wasser vorgesehen, und diese Leitung erweitert sich bei 5 innerhalb des Behälters nach oben. Der Teil 5 der Leitung 4 ist senkrecht angeordnet, so daß die faserhaltige hift- oder gasgemischte Flüssigkeit in den Behälter i in einem nach aufwärts gerichteten Strom eingeleitet wird. Um eine plötzliche Veränderung der Bewegungsric:ntung der Teilchen an der Wandung des Einflußrohres zu verhindern, kann der obere Rand des Rohres mit einem zweckmäßig "aagerechten Flansch oder Ansatz 51 versehen sein.
  • Das obere Ende des Behälters i ist an eine Leitung 6 mit einem Reg elungsventi17 angeschlossen, durch welche die emporgeschwemmte Fasermenge 8 mittels einer nicht gezeigten Vakuumflüssigkeitspumpe fortgesaugt wird. Diese Pumpe hält die Flüssigkeitssäule aufrecht. Die Menge der aus dein Behälter entnommenen Masse und damit die Konzentration wird durch das Venti17 geregelt.
  • Die Vorrichtung nach Abb. 2 unterscheidet sich von der Abb. i dadurch, daß der Behälter oder die Wanne 2 fortfällt und .der auch nach unten sich verengende Behälter i äirekt an die Ausflußleitung 3 angeschlossen ist.
  • Die beschriebenen Ausführungsformen sind nur schematisch dargestellt, während Abb.3 eine praktisch durchgeführte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes erkennen läßt.
  • Bei dieser Ausführungsform ragt die Leitung 4 mit ihrem offenen Ende in einen Behälter 2, der einen wesentlich kleineren Umfang als der auf einem Gestell i o angebrachte Behälter i besitzt. Das untere Ende der Leitung 4 kann durch. eine daran aufgeschoben Hülse i i verlängert -.erden. Das genannte untere Ende der Leitung 4 kann durch ein als eine senkrecht bewegliche Platte 12 ausgeführtes Ventil abgesperrt werden.
  • Der obere T,-il 5, 5 i der Leitung 4 hat die Form eines sich erweiternden Mundstückes. Der Flüssigkeitsraum des Behälters 2 steht durch eine Leitung 13 in Verbindung mit einem Behälter 14, in dem die Lüftung des durch die Leitung 15 eintretenden faserhaltigen Wassers stattfindet.
  • Die Lüftung kann durch Preßluft oder, wie in diesem Falle, durch eine Injektoreinrichtung 16 bewirkt werden. Das faserhaltige Wasser wird dem Injektor durch. eine Leitung 17 zugeführt und saugt Luft durch eine Leitung 18 hinein. Der im Behälter 14 gebildete Schaum wird gleichfalls von dem Injektor durch eine Leitung i9 angesaugt.
  • Die Lufträume der Behälter 2 und 1.1 stehen miteinander durch eine Leitung 2o in Verbindung, durch welche der Schaum aus dem Behälter 2 weggesaugt wird. Die Ausflußleitung 3 von dem Behälter i ragt in einen als Flüssigkeitsverschluß dienenden Behälter 21 hinein.
  • Durch Heben oder Senken des Flüssigkeitsstandes in diesem Behälter kann die Saughöhe der in der Leitung 6 eingeschalteten Pumpe 22 geregelt werden. Durch die Leitung 3a geht das geklärte Wasser fort. Von den in der Leitung 6 angebrachten Ventilen 7 und 7a wird das erstere beim Regeln der abgeführten Masse benötigt, während die Abschließung des Apparates durch das Ventil 7a stattfindet.
  • Vor dem Ingangsetzen werden die Ventile i 2 und 23 geschlossen, von denn das letztere in der Leitung 3 angeordnet ist. Die Ventile 7 und 7a werden geöffnet, worauf der Apparat mit Wasser gefüllt wird, zu welchem Zweck eine besondere Leitung 24 angeordnet sein kann.
  • Nachdem der Apparat gefüllt worden ist, wild die Pumpe 22 in Gang gesetzt, die nun die Wassersäule aufrechterhält, und die Ventile 12 und 23 werden geöffnet. Die Flüssigkeit strömt dann vom Behälter 14 in den Behälter 2 hinein und durch das Rohr 4. in den Behälter i, wo die mit Luft vermengten Fasern sich aufwärts nach dem Ausfluß zu bei 6 bewegen und das von Fasern befreite Wasser über den Rand des Flansches oder Ansatzes 51 durch den Boden des Behälters i und durch die Leitung 3 herausgeleitet wird. Wie oben erwähnt, kann anstatt Luft ein anderes ge°ignetes Gas der von Fasern zu befreienden Flüssigkeit zugeführt werden.
  • Selbstverständlich ist die Ausführung des Verfahrens nicht auf Apparate der oben angegebenen Bauart beschränkt, sondern es können dafür andere zweckmäßige Vorrichtungen benutzt werden.
  • Z. B. können Fasern, deren spezifisches Gewicht so groß ist, daß ein Emporschwimmen der Fasern im Behälter i nicht möglich ist, auch unter Verwendung eines Apparates der oben angegebenen Art in Verbindung mit einem Absetzbehälter wiedergewonnen werden. Sobald .diese schweren Fasern ihre Luftblasen im Behälter i verloren haben, sinken sie nieder und werden zu dem mit dem Behälter i in Verbindung stehenden Absetzbehälter geleitet, wo die Fasern sich absetzen und aus dem sie dann von Zeit. zu Zeit entnommen werden.

Claims (3)

  1. PATLNTANSPRÜcHE: i.. Verfahren zum Wiedergewinnen von Fasern aus faserhaltigen Flüssigkeiten, wobei Luft- und gasgemischte faserhaltige Flüssigkeit in einen Behälter eingeleitet wird, in welchem die Fasern von anhaftenden Luft- und Gasblasen bis zu der Flüssigkeitsfl.äeIle hochgehoben und von dort entfernt werden, dadurch gekennzeichnet, daB .die Luft- oder gasgemischte, faserhaltige Flüssigkeit in einem nach aufwärts gerichteten Strom in den Behälter eingeleitet wird, zum Zwecke, das Emporsteigen der Fasern bis zur Flüssigkeitsfläche nach Möglichkeit zu' erleichtern.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die emporgeschwommene Fasermasse aus dem Behälter herausgesaugt wird. .
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß @die emporgeschwommene Fasermasse mittels einer Pumpe abgesaugt wird, die gleichzeitig den erforderlichen Unterdruck im Behälter aufrechterhält.
DEK105599D 1926-09-07 1927-08-25 Verfahren zum Wiedergewinnen von Fasern aus faserhaltigen Fluessigkeiten Expired DE495681C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1137997B (de) * 1952-12-17 1962-10-11 John Oskar Georg Albrektsson Verfahren zum Reinigen von durch Schwebstoffe verunreinigtem Abwasser durch Auftrieb

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1137997B (de) * 1952-12-17 1962-10-11 John Oskar Georg Albrektsson Verfahren zum Reinigen von durch Schwebstoffe verunreinigtem Abwasser durch Auftrieb

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