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Kartenhalter für Kraftfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf einen
Kartenhalter für Kraftfahrzeuge mit mehreren zur Aufnahme je einer Karte dienenden
federbeeinflußten Walzen, die unabhängig voneinander um ihre eigene Achse drehbar
in einem mit einer Durchbrechung für die Karten versehenen Gehäuse angeordnet sind.
Erfindungsgemäß wird dieser Kartenhalter derart ausgebildet, daß alle Walzen gleichzeitig
um eine gemeinsame, in den Stirnwänden des Gehäuses gelagerte, mit Handhaben versehene
Achse drehbar sind und daß das freie Ende jeder aufgewickelten Karte federnd an
der Innenwand des Gehäuses anliegt. Ferner ist der Kartenhalter mit einer an der
Gehäusedurchbrechung angeordneten, mit einem Mitnehmerzapfen für die Karte versehenen
herausziehbaren Schiene ausgebildet, auf die sich die herausgezogene Karte auflegt,
und die mit an den Stirnwänden des Gehäuses gelagerten Führungen, die als Schienen
oder als Nürnberger Scheren ausgebildet sein können, verbunden ist und durch Federn
beeinflußt wird, so daß die jeweils vor der Gehäusedurchbrechung liegende Karte
bei Betätigung der mit Mitnehmerzapfen für die Karte versehenen Schiene von ihrer
Walze ab- bzw. auf diese aufgewickelt werden kann.
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Diese bauliche Ausgestaltung ermöglicht es, eine große Anzahl Karten
in einem verhältnismäßig wenig Raum einnehmenden Gehäuse unterzubringen und jede
einzelne der verschiedenen Karten nacheinander vor die Gehäusedurchbrechung zu bringen,
so daß jederzeit die jeweils gewünschte Karte mit Sicherheit erfaßt und herausgezogen
werden kann.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an zwei Ausführungsbeispielen
dargestellt, von denen die Abb. i bis 3 die eine und Abb. 4 die andere Ausführungsform
zeigt.
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Abb. i zeigt einen Querschnitt und Abb. a einen Grundriß in teilweisem
Schnitt nach Linie A-B der Abb. i ; Abb. 3 ist eine Ansicht in Pfeilrichtung a der
Abb. i in verkleinertem Maßstab; Abb.4 zeigt die Anwendung einer Nürnberger Schere.
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Der neue Kartenhalter besteht aus einem Gehäuse i mit Durchbrechung
z und schlitzartigen Aussparungen 3 zum Durchtritt einer Karte 4, die auf einer
in Pfeilrichtung ß federbeeinflußten Walze 5 aufgewickelt und mit ihrem einen Ende
an dieser befestigt ist. Gegen selbsttätiges Abwickeln ist die Karte durch eine
Schleppfeder 5a gesichert. Es können eine beliebige Anzahl federbeeinflußte Walzen
5 vorgesehen sein, deren jede mit ihren Zapfen 6 in Scheiben 8 gelagert ist. Die
Scheiben 8 sind in den Stirnwänden 7 des Gehäuses i (Achse x) drehbar gelagert und
mit einer Nabe versehen, die als Sperrad g ausgebildet ist, auf das eine federbeeinflußte
Sperrklinke io einwirkt. Die Nabe g der Scheibe 8 dient zur Aufnahme eines Zapfens
i i mit Handhabe 12. Die Vorderwand des zylindrischen Gehäuses i besitzt Schlitze
13, die von Führungen 14 durchdrungen werden. Die
Führungen 14 können als Schienen (Abb. i bis 3) oder als Nürnberger
Scheren (Abb. 4) ausgebildet sein. Als Nürnberger Schere ausgebildete Führungen
gestatten die Anwendung von Karten, die in abgewickeltem Zustand länger sind als
der Durchmesser des Gehäuses i. Die Führungen 14 sind durch eine Schiene 15
miteinander verbunden und in Falzen 16 geführt, die an der Innenseite der Stirnwände
7 starr befestigt sind. Damit ein selbsttätiges Zurückschnellen der Führungen 14
und damit der Schiene 15 erfolgen kann und dabei gleichzeitig eine Karte auf ihre
Walze aufgewickelt wird, die zwecks Betrachtung durch Ziehen an der Handhabe 24
in Pfeilrichtung 8 aus dem Gehäuse i herausgezogen %-urde, sind Federn 17
vorgesehen, die mit ihrem einen Ende .hei 18 am Gehäuse i und mit ihrem anderen
Ende bei i9 an der Schiene 15 befestigt sind. Die Federn 17
durchdringen das
Gehäuse i bei 2o. Zur Befestigung der Vorrichtung dienen am Gehäuse i angeordnete
Füße 2i.
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Die Handhabung der Vorrichtung ist folgende: In der ,N ichtgebrauchslage
haben sämtliche Teile die in Abb. i dargestellte Lage, d. h. sämtliche Karten, die
sich außerhalb' des Bereichs der Durchbrechung 2 befinden, liegen mit ihren freien
Enden am innern Umfang des Gehäuses i federnd an, so daß sie ihrer Auf-Wickelrichtung
entgegen nicht zurückschnellen können, woran sie auch noch durch die Schleppfedern
5a gehindert werden. Das freie Ende 4a jeder Karte 4 wird zweckmäßig federnd ausgebildet,
beispielsweise durch einen dünnenStahlbelag, damit es, sobaldesdieOberkante 2a der
Durchbrechung 2 durch Drehen an der Handhabe 12 in Pfeilrichtung y erreicht hat,
aus der Durchbrechung 2 herausschnellen und mit seiner Aussparung 22 einen Ansatz
23 der Schiene 15 übergreifen kann. In dieser Lage kann die vor der Durchbrechung
2 liegende Karte durch Herausziehen der Schiene 15 in Pfeilrichtung ö von
ihrer Walze 5 abgewickelt und zur Orientierung benutzt werden. Diese Lage der Karte
nebst Führung 14 und Schiene 15 ist in Abb. i strichpunktiert dargestellt. Sobald
die Handhabe 24 losgelassen wird, schnellt das Verbindungsstück 15 mit seinen
Führungen 14 durch die Wirkung der Zugfedern 17 selbsttätig in seine Anfangslage
zurück, wobei gleichzeitig die federbeeinflußte Walze 5 für selbsttätiges Aufwickeln
der Karte 4 sorgt. Soll eine andere im Gehäuse i untergebrachte Karte benutzt werden,
beispielsweise die Karte 44, dann wird die Handhabe 12 in Pfeilrichtung y gedreht,
so daß die Karte 4b vor die Durchbrechung 2 zu liegen kommt. Hierbei wird die Aussparung
22 des freien Endes 4a der Karte 4 selbsttätig von dem Mitnehmer 23 abgehoben, indem
das Ende 4a sich auf die Kante 25 des Gehäuses i auflegt, um sich dann an die Innenwandung
des Gehäuses i anzulegen. Sobald die Karte 4U mit ihrem freien Ende die Kante 2a
erreicht hat, wird sie sich mit ihrem freien Ende ebenfalls selbsttätig über den
Ansatz 23 des Verbindungsstückes 15 legen. Auf diese Weise können alle im Gehäuse
i untergebrachten Karten benutzt werden. Zwecks leichter Orientierung kann auf jeder
Karte, und zwar in deren zusammengerolltem Zustand, beispielsweise bei 26 eine Zahl
angebracht sein, die-durch die Durchbrechung 2 sichtbar wird. Ein Verzeichnis, das
mit den Nummern der Karten übereinstimmt und auf der äußeren Oberfläche der Schiene
15 angebracht sein kann, erleichtert dem Benutzer der Vorrichtung durch Drehen
an der Handhabe i2 die für eine bestimmte Gegend maßgebende Karte vor die Durchbrechung
2 zu bringen, um sie dann durch einen einzigen Handgriff zum Gebrauch von ihrer
Walze abzuwickeln.