DE49256C - Schaltvorrichtung für elektrische Zeigerwerke - Google Patents
Schaltvorrichtung für elektrische ZeigerwerkeInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04C—ELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
- G04C13/00—Driving mechanisms for clocks by primary clocks
- G04C13/08—Secondary clocks actuated intermittently
- G04C13/10—Secondary clocks actuated intermittently by electromechanical step advancing mechanisms
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- Mechanical Control Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 83: Uhren.
Vorliegende Neuerung bezweckt, elektrischen Zeigerwerken einen möglichst ruhigen und daher
zuverlässigen Gang zu sichern.
Das vorn auf der Welle A angeordnete Zeigerwerk ist bekannter Construction; von
demselben sind daher nur diejenigen Theile zur Veranschaulichung gebracht, auf welche es
im vorliegenden Falle hauptsächlich ankommt.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, befindet sich das Werk zwischen zwei Platten P, die
oben und seitlich durch die Stehbolzen B mit einander verbunden sind (Fig. 3).
Der Elektromagnet E steht auf einer Platte F,
während der Anker an seinem einen Ende zu einer Welle ausgebildet ist, die zu beiden
Seiten in Zapfen G endigt, mit welchen derselbe in den Platten P drehbar gelagert ist.
Am anderen Ende des Ankers ist ein dünner Blechstreifen H befestigt, welcher zwischen den
beiden Stellschrauben j liegt, durch welch letztere die Auf- und Abbewegung des Ankers
begrenzt bezw. geregelt wird. Durch die den Anker mit dem obersten Stehbolzen B verbindende
Feder K wird der Anker, nachdem er von dem Elektromagneten angezogen und die magnetische Kraft des letzteren durch Auslösung
aufgehoben ist, wieder nach oben gezogen.
An dem Anker C ist die Sperrklinke L und
die Arretirvorrichtung N angebracht, während auf der Ankerwelle, drehbar um dieselbe, der
Sperrhaken M angeordnet ist (Fig. 4 und 5).
Auf der Welle A, Fig. 11 bis 16, von welcher
aus auch das Zeigerwerk in Thätigkeit gesetzt wird, ist das Rad D fest angebracht;
letzteres ist auf einer Seite, nahe an seiner Peripherie, mit den Stiften α besetzt, welche
einen vollständigen Kranz bilden. Unmittelbar neben dem Rade D befindet sich auf derselben
Welle das Federgehäuse O, in welchem die Spiralfeder c liegt.
Das Federgehäuse ist nicht fest mit der Welle A verbunden, sondern läfst sich um dieselbe
drehen. Zu diesem Zwecke ist es an seinem Kranz mit den Löchern oder Schlitzen d
versehen, in welche ein Hebel eingesteckt wird, mittelst dessen seine Umdrehung zum Zweck
einer geeigneten Spannung der Feder c veranlafst werden kann.
Um dem Federgehäuse auf der Welle A einen derartigen Halt zu geben, dafs es sich nicht
willkürlich um letztere drehen kann, ist auf dessen Boden die gegabelte Schleiffeder e angebracht,
deren Zinken in die an entsprechender Stelle an der Welle A angebrachte ringförmige
Vertiefung/ greifen (Fig. 14 und 16). Hierdurch wird zwischen dem Federgehäuse O und
der Welle A eine so grofse Reibung erzeugt, dafs unter gewöhnlichen Umständen die Welle A
an der Drehung des ersteren theilnehmen mufs.
Ferner ist auf die Welle A die Hülse P geschoben, auf welcher drehbar um diese sich
das Sperrrad Q befindet, dem in ähnlicher Weise wie dem Federgehäuse O auf der Welle A
durch eine Schleiffeder (Fig. 16) auf der Hülse P
mittelst Reibung ein gewisser Halt gegeben ist.
Die in dem Federgehäuse O untergebrachte Spiralfeder c, Fig. 14, ist an ihrem äufseren
Ende mit ersterem verbunden, während das andere Ende derselben zu einer Oese ausgebildet
ist, in welche ein kleiner, an der
Innenseite des Sperrrades Q angebrachter Stift i, Fig. 16, eingreift, so dafs durch die Spiralfeder
c eine Verbindung zwischen dem Federgehäuse O und dem Sperrrad Q vermittelt wird,
sobald man die Hülse P auf die Welle A in der aus Fig. 13 ersichtlichen Weise geschoben
hat.
An der Innenseite des Sperrrades Q befinden sich weiter die Stifte h, Fig. 11 bis 16, zwischen
welchen, wenn die obengenannten Theile in der besprochenen Weise auf der Welle A angeordnet
sind, ein Speichenarm R des Rades D liegt (Fig. 11).
Die Welle A ist, um einen möglichst geringen Reibungswiderstand zu erzielen, zwischen
Frictionsrollen S gelagert, Fig. 1 und 3.
Sämmtliche genannten Theile sind in der aus Fig. 2 und 3 ersichtlichen Weise zwischen
den Platinen P angeordnet, wobei die Sperrklinke L durch die kleine Feder k und der
Sperrhaken M durch die Feder / gegen die Zähne des Sperrrades Q gedrückt werden.
Die mit dem Anker C verbundene Arretirvorrichtung N hat die sich aus Fig. 6 bis 10
ergebende Construction. Der oben hakenförmig ausgebildete breitere Theil derselben ist
mit einem Schlitze m versehen, während an der hinteren Seite des Theiles N die diesem
ähnlich geformte Feder η angebracht ist, welche nach oben hin absteht und den Schlitz m überdeckt,
sobald sie gegen N gedrückt wird (Fig. 6, 7 und 8).
Der Gang der Schaltvorrichtung ist folgender :
Vor der Auslösung durch das Normalwerk, also bei Stromunterbrechung, befinden
sich die betreffenden Theile in der aus Fig. 2 und 6 ersichtlichen Lage. Wird nun von dem
Normalwerk aus Stromschlufs herbeigeführt, so wird der Anker C durch den hierdurch magnetisch
werdenden Elektromagneten E angezogen, er bewegt sich deshalb abwärts und tritt in die
durch Fig. 7 dargestellte Stellung. Bei dem Abwärtsgehen des Ankers wird aber durch die
an diesem angebrachte Sperrklinke L das Sperrrad Q auf der Hülse P zu einer theilweisen
Drehung in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles veranlafst, durch welche die in dem
Federgehäuse O befindliche Spiralfeder c in eine erhöhte Spannung versetzt wird. Das
Federgehäuse O nebst der Welle A und dem Rade D kann nämlich dieser Bewegung noch
nicht folgen, da der betreffende Stift α den in der Arretirvorrichtung angebrachten Schlitz m
nicht passiren kann (Fig. 6 und 8).
Mit Ende der Drehung des Sperrrades Q legt sich der Sperrhaken M vor den betreffenden
Zahn des Sperrrades Q und hindert dieses an einer etwaigen, durch die gespannte Feder c
veranlafsten Rückbewegung.
Da, nachdem der Anker von dem Elektromagneten angegangen wurde, wieder von dem
Normalwerke aus Stromunterbrechung herbeigeführt wird, wird der Anker durch die Feder K
wieder in seine ursprüngliche, durch Fig. 2 und 8 dargestellte Lage zurückgeführt. Die
durch die eben erwähnte theilweise Drehung des Sperrrades Q angespannte Feder c veranlafst
jetzt aber eine theilweise Drehung des Federgehäuses, 'an welcher die Welle A und
das Rad D theilnehmen, welches sich daher in derselben Richtung wie eben das Sperrrad Q
dreht. Bei Heruntergehen des Ankers C nämlich bewegt sich die an der Arretirvorrichtung
angebrachte Feder η vermöge ihrer Elasticität unter den Stift α hinweg, indem sie sich von
dem Theile N abspreizt. Der Stift λ liegt jetzt
oberhalb des Schlitzes m vor der Arretirvorrichtung (Fig. 7), so dafs sich das Rad D noch
immer nicht drehen kann. Geht aber der Anker nun wieder in die Höhe, so gelangt der betreffende
Stift α zwischen die Feder η und den Theil N und in dieselbe Höhe mit dem in
letzterer angebrachten Schlitz m, so dafs jetzt die Drehung des Rades D nicht mehr gehindert
ist, vielmehr der Stift α durch den Schlitz m
hindurchgeht (Fig. 8).
Durch den nächstfolgenden Stift α wird aber gleichzeitig eine weitere Drehung des Rades
und der Zeigerwelle A, als die gerade vorgesehene, gehindert, indem dieser Stift sich vor
die Feder η legt (Fig. 6).
Erst bei dem Herunter- und hierauf folgenden Indiehöhegehen des Ankers wiederholt
sich das gleiche Spiel.
Durch die jedesmalige Abwärtsbewegung des Ankers wird daher mittelst des Sperrrades Q
die in dem Federgehäuse O befindliche Feder angespannt, durch welche dann, nachdem der
Anker die hierauf folgende Aufwärtsbewegung gemacht hat, das Rad D und die Zeigerwelle A
zu einer bestimmten theilweisen Drehung veranlafst werden.
Die an dem Sperrrade Q angebrachten Stifte h,
zwischen welchen der Speichenarm R des Rades D liegt, unterstützen diese Arretirung,
indem dieselben in einem solchen Abstande von einander angeordnet sind, dafs sie einerseits
die Drehung des Rades Q zum Zweck des Aufziehens der Feder c und anderseits die
vorgesehene Drehung der Welle A zum Zweck der Ingangsetzung des Zeigerwerkes gestatten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An elektrischen Zeigerwerken die Anordnung des mit der Zeigerwelle A fest verbundenen und seitlich mit den Stiften α besetzten Rades D in Verbindung mit dem auf derselben Welle drehbar angeordneten Federgehäuse O mit den Federn c und e, sowie in weiterer Verbindung mit der auf der Welle A befindlichen Hülse Pund dem auf dieser drehbar angeordneten und mit den Stiften h la versehenen Sperrrade Q, welch letzteres durch den Stift i und die Spiralfeder c mit dem Federgehäuse O in Verbindung gebracht ist, in der Weise, dafs durch die abwärtsgehende Bewegung des Ankers und die hierdurch veranlafste theilweise Umdrehung des Sperrrades Q auf der Hülse P die Feder c angespannt und gleichzeitig durch die an dem Anker angebrachte Arretirvorrichtung N ein Drehen des mit den Stiften α besetzten Rades D und der mit diesem verbundenen Zeigerwelle A gehindert wird, während mit dem. Aufwärtsgehen des Ankers der in der Arretirvorrichtung JV angebrachte Schlitz m jedesmal den betreffenden Stift α des Rades D hindurchla'fst, so dafs letzteres jetzt nebst der mit ihm verbundenen Zeigerwelle A eine theilweise, durch die gespannte Feder c hervorgerufene Umdrehung machen kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49256C true DE49256C (de) |
Family
ID=324186
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49256D Expired - Lifetime DE49256C (de) | Schaltvorrichtung für elektrische Zeigerwerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE49256C (de) |
-
0
- DE DENDAT49256D patent/DE49256C/de not_active Expired - Lifetime
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