DE49073C - Verfahren zur Darstellung von Diaethylsulfonmethylaethylmethan - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Diaethylsulfonmethylaethylmethan

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DE49073C
DE49073C DENDAT49073D DE49073DA DE49073C DE 49073 C DE49073 C DE 49073C DE NDAT49073 D DENDAT49073 D DE NDAT49073D DE 49073D A DE49073D A DE 49073DA DE 49073 C DE49073 C DE 49073C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C315/00Preparation of sulfones; Preparation of sulfoxides
    • C07C315/02Preparation of sulfones; Preparation of sulfoxides by formation of sulfone or sulfoxide groups by oxidation of sulfides, or by formation of sulfone groups by oxidation of sulfoxides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 12
'. Che
mische Apparate und Processe.
Wir haben gefunden, dafs das bis jetzt nicht beschriebene, unbekannte Diäthylsulfonmethyläthylmethan , welches infolge seiner hervorragenden therapeutischen Wirkungen in technischer Hinsicht ein grofses Interesse für sich beansprucht, nach drei verschiedenen Verfahren erhalten werden kann.
Man condensirt entweder 'das Methyläthylketon mit Aethylsulfhydrat und oxydirt das neue Mercaptol zu dem neuen Sulfon, oder stellt zunächst Diäfhylsulfonmethylmethan bezw. Diäthylsulfonäthylmethan durch Condensation von Aethylsulfhydrat mit Propionaldehyd oder Aethylsulfhydrat mit Acetaldehyd und Oxydation der so erhaltenen Mercaptale dar.
Durch Aethylirung bezw. Methylirung der auf diese Weise resultirenden Sulfone gelangt man schliefslich zu dem gewünschten neuen Sulfon: Diäthylsulfonmethyläthylmethan.
i. Verfahren zur Darstellung von Diäthylsulfonmethyläthylmethan , vom Methyläthylketon ausgehend.
Methyläthylketon wird zu der berechneten Menge Aethylmercaptan gegeben und in das Gemisch trockenes Salzsäuregas eingeleitet. Das Reactionsgemenge wird nach mehrstündigem Stehen mit Wasser versetzt, das abgeschiedene OeI abgehoben, über Chlorcalcium getrocknet und durch Rectificiren gereinigt; es siedet unzersetzt bei 198 bis 203 °.
Das so erhaltene Mercaptol des Methyläthylketons wird behufs Ueberführung in das Sulfon mit einer verdünnten wässerigen Lösung von Permanganat unter Zusatz von etwas Säure so lange versetzt, bis keine Entfärbung des Permanganate mehr erfolgt. Darauf wird aufgekocht und filtrirt.
Aus dem Filtrat krystallisirt nach dem Einengen desselben das Diäthylsulfonmethyläthylmethan in silberglänzenden Blättchen vom Schmelzpunkt 76 ° aus. Dasselbe ist schwer löslich in kaltem Wasser, leichter in heifsem Wasser, sowie in Aether, Alkohol und Benzol. Es ist geruchlos, besitzt jedoch einen schwach bitteren Geschmack.
2. Verfahren zur Darstellung von Diäthylsulfonäthylmethylmethan, vom
Acetaldehyd ausgehend.
Moleculare Mengen von Acetaldehyd und Aethylsulfhydrat werden zusammengegeben und in das Gemisch trockenes Salzsäuregas eingeleitet.
Das Reactionsproduct, welches auf bekannte Weise isolirt wird, siedet unzersetzt bei 186 bis 188°. Dasselbe läfst sich mit Leichtigkeit in das entsprechende Sulfon (Diäthylsulfonmethylmethan) überführen.
Die Oxydation geschieht in der gleichen Weise, wie wir es unter Beispiel 1. ausführlich beschrieben haben.
Das so erhaltene Sulfon krystallisirt in glänzenden Prismen vom' Schmelzpunkt 75,5°, es ist leicht löslich in Wasser und den sonstigen Lösungsmitteln.
Zur Ueberführung des Diäthylsulfonmethylmethans in das Diäthylsulfonäthylmethylmethan werden 7 Theile des Sulfons in 20 Theilen Wasser gelöst, 2,5 Theile festes Aetznatron hinzugefügt und die klare Lösung mit 5 Theilen Aethyljodid tropfenweise versetzt. Es wird
dann zur Vollendung der Reaction ι Stunde am Rückflusskühler gekocht.
Beim Erkalten, scheidet sich das Sulfon in glänzenden Blättchen aus. Die Alkyliruiig geht sehr glatt /vor' sich Und' können etwa vorhandene Spuren ''nicht angegriffener Substanz mit Leichtigkeit von dem Reactionsproduct getrennt werden, da letzteres bedeutend schwerer ■jni Wasser löslich ist als ersteres.
■'.'' Mail hat. so zur Erzielung eines reinen Pro-, < . duct.es nur "nöthig,. dasselbe aus Wasser einmal 1 umzukrystallisiren.
:^: Verfahren zur Darstellung des Di-Jathyfsulfonäthylmethylmethans, vom "·-,/. Propionaldehyd ausgehend.
-/'.Wird an Stelle des in 2. verwendeten Acetäldehyds die äquivalente Menge von Propion-.'aldehyd angewendet, so erhält man zunächst bei der Condensation unter Einhaltung derselben Versuchsbedingungen das Mercaptal des Propionaldehyds.
Dasselbe, ein unangenehm riechendes, bei 190 bis 200° siedendes OeI läfst sich sehr leicht nach den schon wiederholt angegebenen Verfahren mit Permanganat in das Diäthylsulfonäthylmethan vom Schmelzpunkt jj° überführen.
Dieses Sulfon krystallisirt in weifsen, milchigen Prismen und ist leicht löslich in Wasser und den sonstigen Lösungsmitteln.
Zur Ueberführung desselben in das Diäthylsulfonäthylmethylmethan behandelt man es, wie es für das entsprechende Sulfon aus Acetaldehyd ausführlich angegeben ist, an Stelle des dort verwendeten Aethyljodids mit Methyljodid.
Auch hier..geht—die ,Alkylimngj glatt vorsieh pnd kann das Reactionsproduct .von etwa nicht angegriffener Substanz vermöge ihrer Löslichkeitsverhälhiisse leicht getrennt werden.
Dieses neue Sulfon (Diä'thylsulfonmethyläthylmethan) unterscheidet sich nun- sehr vortheilhaft von dem ihm homologen, von uns unter dem Namen »Sulfonal« in den Handel gebrachten Diäthylsulfondimethylmethan dadurch, dafs es ein wesentlich kräftigeres Schlafmittel als jenes ist und in vielen Fällen da wirkt, wo Sulfonal wirkungslos ist. Die Ursache hierfür ist in der Aethylgruppe zu suchen, welche unser neues Product vor dem Sulfonal unterscheidet.
Nicht alle der Reihe der Disulfone angehörenden Producte haben hypnotische Eigenschaften, sondern diese sind bedingt durch die Constitution, wobei speciell die Zahl der in ihnen enthaltenen Aethylgruppen von Wesentlichkeit ist.

Claims (2)

  1. "Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Ueberführung des Aethylmercaptols des Methyläthylketons in Diäthylsulfonäthylmefhylmerhan durch Oxydation mit oxydirenden Mitteln.'
  2. 2. Verfahren zur Ueberführung der durch Condensation von Acet- bezw. Propiönaldehyden mit Aethylmercaptan und Oxydation der so gebildeten Mercaptale erhaltenen Sulfone (Diäthylsulfonmethylmethan bezw. Diäthytsulfonäfhylmethan) in Diäthylsulfonmethyläthylmethan durch Behandlung derselben mit Aethyl- bezw. Methylhaloiden in alkalischer, alkoholischer oder wässeriger Lösung bei Wasserbadtemperatur mit oder ohne Druck.
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