DE49050C - Verfahren, den Materialverlust bei Herstellung von Möbelstoff-Bordüren mit angewebten Fransen zu vermindern - Google Patents

Verfahren, den Materialverlust bei Herstellung von Möbelstoff-Bordüren mit angewebten Fransen zu vermindern

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DE49050C
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DE
Germany
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woven
borders
fringes
production
reduce
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT49050D
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English (en)
Original Assignee
E. KORNICK in Chemnitz, Sonnenstr. 11
Publication of DE49050C publication Critical patent/DE49050C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D5/00Selvedges

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 86: Weberei.
zu vermindern.
Bisher hat man die gewebten Fransenborden oder Fransenbordüren auf die Weise hergestellt, dafs man die Borden auf die Breite des Webstuhles so vertheilte, wie dies die Fig. 1 veranschaulicht.
Dieselben wurden dann längs der Linie x-y getrennt, und wenn die angewebte Franse eine bogenförmige Contour in den freien Enden zeigen sollte, mufsten die Fransen geknüpft werden, da man dieselben nicht im Bogen schneiden konnte.
Ein weiterer Nachtheil dieser Herstellungsweise besteht darin, dafs die Breite einer Bordüre nicht gröfser sein kann als das Mafs, welches man erhält, wenn man die Gesammtbreite des Stoffes durch die Zahl der Bordüren dividirt; denn es mufs.die Summe der einzelnen Bordürenbreiten gleich der Breite des ganzen Waarenstückes sein. Da aber diese Bordüren stets in bogenförmigen oder zackigen Contouren abschliefsen, so wird auf diese Weise die Webfläche nicht genügend ausgenutzt und der Verlust um so gröfser, je tiefer die Bordüre ausgebogt ist.
Dies brachte mich auf den Gedanken, die Bordüren in der Webfläche so in einander greifen zu lassen, Fig. 2, dafs nach der Trennung die Summe der einzelnen Bordürenbreiten die Breite des Waarenstückes beträchtlich überschreitet. Die Ausführung scheiterte jedoch an dem Umstände, dafs das Zerschneiden der Borden nach der gebogenen Grenzlinie in den Fransen-nicht durchführbar war, weshalb ich schliefslich auf die Idee kam, das Zerschneiden dadurch zu ermöglichen, dafs der Grenzlinie u - ν entlang mit den Fransenfäden einige Kettenfäden eingebunden wurden, so dafs die Scheere beim Schneiden einen der Grenzlinie der Bordüren folgenden schmalen Stoffstreifen vorfindet und die Fransenfäden nicht verschoben werden können.
Auch werden · nach dem Zerschneiden die Fransenfäden noch so viel zusammengehalten, dafs man beim Abtrennen der überflüssigen Kettenfäden längs der Grenze des festen Stofftheiles der Bordüre nicht so leicht in die Franse schneidet. '.
Schliefslich wird durch Auskämmen der Franse die kleine Stoffleiste entfernt.
Beim Vergleich der beiden Fig. 3 und 4, welche zwei Waarenstücke darstellen, die aus demselben Material mit demselben Arbeitslohn und sonstigem Aufwand gefertigt sind, ist sofort ersichtlich, eine wie bedeutende Ersparnifs an Arbeitslohn, Material und anderen Kosten durch die neue Herstellungsweise erzielt wird.
Wollte man z. B. die Borde, Fig. 3 und 6, von welcher jetzt zwölf Stück gleichzeitig neben einander gewebt werden und die eine Stoffbreite von 12 X 0,118 = 1,41 m benöthigen, nach alter Weise fertigen, so müfste man dazu eine Stoffbreite von mindestens 12X0,16 = 1,92 m haben, da die einzelne Borde eine Breite von 16 cm mifst.
Man würde daher zu denselben Bordüren 36 pCt. mehr Kette und Schufs, einen theureren Webstuhl und mehr Arbeitslohn für Spulen, Scheeren etc. und auch Weben bezahlen.
Hierbei ist jedoch noch nicht berücksichtigt, dafs die Franse, weil sie nach der gebogenen Contour nicht geschnitten werden kann, geknüpft werden mufs, was eine mindestens 2 cm gröfsere Fransenbreite erfordert, wodurch sich eine um 2 X 12 = 24 cm gröfsere Breite ergeben und das Verhältnifs noch weit ungünstiger stellen würde.
Wollte man aber dieselben Webstühle verwenden, so müfste man im Verhältnifs von 11:16 mehr Stühle und Arbeiter einstellen, um dasselbe Quantum fertig stellen zu können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren, den Materialverlust bei der Herstellung von Möbelstoff - Bordüren mit auf der welligen. Kante angewebten Fransen dadurch zu vermindern, dafs je zwei Bordüren mit den Fransenseiten an einander stofsend aus einem Stück gewebt und hierbei die flottliegenden SchufsfadenstUcke auf der Mitte ihrer Länge mit den Kettenfäden zu einem wellig verlaufenden Gewebestreifen gebunden werden, längs dessen das Auseinanderschneiden sicher und genau erfolgen kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT49050D Verfahren, den Materialverlust bei Herstellung von Möbelstoff-Bordüren mit angewebten Fransen zu vermindern Expired - Lifetime DE49050C (de)

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