DE489890C - Reklamesaeule, bestehend aus einem aeusseren feststehenden und einem inneren drehbaren Gehaeuse mit Reklameanzeigen - Google Patents

Reklamesaeule, bestehend aus einem aeusseren feststehenden und einem inneren drehbaren Gehaeuse mit Reklameanzeigen

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DE489890C
DE489890C DER70425D DER0070425D DE489890C DE 489890 C DE489890 C DE 489890C DE R70425 D DER70425 D DE R70425D DE R0070425 D DER0070425 D DE R0070425D DE 489890 C DE489890 C DE 489890C
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Description

  • Reklamesäule, bestehend aus einem äußeren feststehenden und einem inneren drehbaren Gehäuse mit Reklameanzeigen Die Erfindung bezieht sick. auf eine Reklamesäule, bestehend aus einem äußeren feststehenden und einem inneren drehbaren Gehäuse mit Reklameanzeigen. Insbesondere handelt es sich um eine Reklamesäule, deren inneres drehbares Gehäuse mit einem Behälter zur Aufnahme von Abfällen ü. dgi. versehen ist, die durch eine Klappe in dem äußeren Gehäuse hineingeworfen werden. Gemäß der Erfindung wird das innere Gehäuse durch eine an sich bekannte Antriebsvorrichtung absatzweise gedreht. Damit die Antriebsvorrichtung nicht unbeabsichtigter- oder mutwilligerweise beschädigt werden kann, wenn man den Abfallbehälter entleert, wird sie beim Öffnen einer Tür des feststehenden Gehäuses selbsttätig durch eine Kupplung außer Betrieb gesetzt, worauf man das innere Gehäuse von Hand aus beliebig verdrehen kann.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Seitenansicht des Gehäuses für den Abfallbehälter, Abb. 2 einen senkrechten Schnitt durch dasselbe, Abb.3 eine Seitenansicht des inneren Gehäuses mit der Antriebsvorrichtung, wenn es aus dem äußeren Gehäuse entfernt ist, Abb. q. einen Teil der Befestigungsvorrichtung für die Reklameschilder, Abb. 5 eine Draufsicht auf den Federmotor, Abb. 6 einen Querschnitt nach 6-6 der Abb. i und Abb. 7 einen Schnitt nach 7-7 der Abb. 6. Das äußere Gehäuse besteht aus einem Rahmen i, der zur Aufnahme des inneren Gehäuses mit seiner Antriebsvorrichtung und dem Abfallbehälter dient. Der obere Teil 2 des Deckels dient zum Anbringen von Straßennamen und kleinen unbeweglichen Reklameschildern. Das Gestell i ist im wesentlichen achteckig und wird von einem Fußgestell 3 getragen. Die drei größten Seitenwände 5 des Gestelles und die vierte Seitenwand q. desselben, die ebenso groß wie die Wände 5 ist und als Tür dient, bestehen aus Glas. Das Gestell wird oben durch einen Metalldeckel 7 abgeschlossen. Im Innern des Gehäuses sind elektrische Lichtkörper 8 an geeigneten Stellen angebracht.
  • Die Glasscheiben werden an den Seitenwänden durch U-förmige Einfassungen g mit Gummi o. dgl. festgehalten. Sie werden mittels Klammern io an den Glasscheiben befestigt. Diese Klammern dienen zu zweierlei Zwecken, nämlich um die Glasscheiben sicher in ihrer Stellung zu unterstützen und um Stöße aufzufangen, so daß ein Klirren der Glasscheiben verhütet wird, und um gleichzeitig die Gefahr des Brechens der Glasscheiben auf ein Mindestmaß herabzusetzen.
  • In dem äußeren Gehäuse befindet sich ein rechteckig geformtes inneres Gehäuse ii, welches an allen Seiten und dem Boden geschlossen und welches nur nach oben hin offen ist. Das innere Gehäuse wird von einer senkrechten Welle 12 drehbar getragen, welche im oberen und unteren Teil eines Rahmens 13 und 14 gelagert ist. Der Rahmenteil 13- ist zu diesem Zwecke mit einem Rollager 15 versehen, in dem die Welle =2 ruht. Außerdem ist ein aus einer einzigen Kugel bestehendes Lager 16 in einem Lagersockel 17 angebracht, welcher an der unteren Seite des Rahmenteiles 14 befestigt ist. Eine Seitenwand iia des inneren Gehäuses ii ist in irgendeiner Weise drehbar angeordnet, um als Tür zu dienen, damit diese Seitenwand nach auswärts geschwungen werden kann, wenn die Tür ¢ in dem äußeren Gehäuse geöffnet ist. Wenn beide Türen 4 und iiz geöffnet sind, hat man freien Zutritt zu dem Innern des inneren Gehäuses, in das ein rechteckig geformter Abfallbehälter 18 hineingestellt wird. Dieser Abfallbehälter ist nur nach oben hin offen. Damit die durch die Klappe 4z eingeworfenen Abfallstücke in den Abfallbehälter hineinfallen können, ist eine ringförmig ausgebildete Schürze i9 vorgesehen, welche an der Innenseite des äußeren Gehäuses befestigt ist und welche mit ihrem unteren Teil in den oberen Teil des Abfallbehälters hineinragt. Diese Schürze verhindert, daß Abfallstücke außerhalb des Abfallbehälters zwischen dem inneren und dem äußeren Gehäuse einfallen können. Der Abfallbehälter 18 steht frei auf dem Boden des inneren Gehäuses ii und ist gegen seitliche Verschiebung durch eine Anzahl nachgiebiger Abstandstücke 2o geschützt, welche im Innern des inneren Gehäuses an den Wänden desselben befestigt sind. Um den Abfallbehälter bequem entfernen zu können, ist derselbe mit einem Handgriff 21 ausgerüstet.
  • Das innere Gehäuse ii ist so konstruiert, daß es zur Befestigung von Reklameschildern geeignet ist, die durch die Glaswände des äußeren Gehäuses sichtbar sind. Um die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Reklameschilder zu lenken, sind dieselben drehbar angeordnet.
  • Um das innere Gehäuse ii, an welchem die Reklameschilder befestigt sind, in Drehung zu versetzen, kann irgendeine passende Antriebsvorrichtung, z. B. ein elektrischer oder mechanischer Motor, benutzt werden. In dem Ausführungsbeispiel ist ein mechanischer Motor, und zwar ein Federmotor, benutzt. Dieser Federmotor 22 wird durch eine Kurbel 23 aufgezogen, welche ein Paar Kegelzahnräder 24 und ein Räderwerk 25 in Bewegung setzt. Diese Anordnung bei einem Federmotor ist bekannt. Der Motor ist mit der Welle 12 des inneren Gehäuses ii mittels der Zahnräder 26, 27 verbunden, wobei das letztere auf der Welle i2 frei drehbar gelagert ist. Das Zahnrad 27 wird durch eine Kupplung 28, welche auf der Welle 12 mittels eines Keiles gleitbar befestigt ist, mit der Welle x2 in Arbeitseingriff gebracht.
  • Um das innere Gehäuse ix schrittweise zu drehen, ist eine von einer Uhr überwachte Vorrichtung 29 angeordnet, die aus einem vierzä.hnigen Hemmungsrad 3o besteht, welches an der Stundenwelle einer Uhr befestigt und mittels eines Hebels 31 mit vier Anschlägen 32 des Federmotorrades 26 verbunden ist. Diese Teile sind so zueinander angeordnet, daß das Zahnrad 26 jedesmal eine viertel Umdrehung macht, wenn das Hemmungsrad 3o um einen Zahn weiter bewegt worden ist. Auf diese Weise wird dann das innere Gehäuse ii ebenfalls um eine viertel Umdrehung weiter bewegt, und da diese Drehung während einer Stunde durch das vierzahnige Hemmungsrad 30 viermal stattfindet, so bleiben die Reklameschilder an jeder Seite des Gehäuses 15 Minuten lang stehen.
  • Um die Bewegung des inneren Gehäuses jederzeit unterbrechen zu können, wenn die Tür ¢ geöffnet wird, was dann geschieht, wenn die Reklameschilder ausgewechselt werden sollen, oder wenn der Abfallbehälter entleert werden soll, ist eine besondere Vorrichtung getroffen, welche aus einem drehbar gelagerten Hebel 33 besteht, welcher die Kupplung 28 selbsttätig ausrückt, wodurch die Bewegung des inneren Gehäuses sofort unterbrochen wird. Der Ausrückhebel 33 wird durch eine federüberwachte Stange 34 gesteuert, welche mit dem nach abwärts gebogenen Teil des Hebels 33 bei 35 in Eingriff steht. Die Stange 34 wird bei der Schließung der äußeren Tür 4 nach einwärts gedrückt, und dädurch wird die Kupplung 28 in Arbeitseingriff mit dem Zahnrad 27 gehalten. Wird jedoch die Tür 4 geöffnet, dann tritt die Feder 36 in Wirkung und bewegt die Stange 34 nach der entgegengesetzten Richtung, wodurch der Hebel 33 durch eine Feder 37 nach aufwärts geschwungen wird, so daß die Kupplung 28 außer Eingriff mit dem Zahnrad 27 gerät. Dadurch ist die Antriebsvorrichtung von dem drehbaren Gehäuse ii abgeschaltet, und das Gehäuse ix kann nun von Hand aus beliebig gedreht werden, unabhängig von der Antriebsvorrichtung.
  • Um das Uhrwerk 29 aufzudrehen, kann irgendeine beliebige Vorrichtung vorgesehen sein. In dem Ausführungsbeispiel wird ein Reibungsgetriebe 38, 39 benutzt, welches mit der Kurbel 23 verbunden ist. Dieses Reibungsgetriebe dient zum Antrieb einer Welle 40 und einer Kegelzahnradübersetzung 41, durch welche das Uhrwerk aufgezogen wird. Durch die Verwendung des Reibungsgetriebes 38, 39 ist das Aufziehen der Uhr mit Bezug auf das Aufziehen des Federmotors unabhängig von dem Übersetzungsverhältnis der Reibungsräder.
  • Um die Reklameschilder an den Wänden des drehbaren Gehäuses ii zu befestigen, können irgendwelche federnde Befestigungsvorrichtungen benutzt werden. Die gezeichnete Befestigungsvorrichtung besteht aus einem federnden Scharnier 42, 43 und einer Leiste 45, welche an dem Scharnier befestigt ist. An der Leiste 45, und zwar zwischen derselben und der Wand, ist ein Gummistreifen 44 befestigt, der die Reklameschilder in ihrer gewünschten Stellung festhält.
  • Vorzugsweise wird das drehbare Gehäuse mit einer Glocke 46 versehen, die an irgendeinem beliebigen Platz angeordnet sein kann, z. B. an dem Rahmenteil 13. Die Glocke besitzt einen Schläger 47, der nach jeder viertel Umdrehung des Gehäuses durch einen Ansatz 48 zum Ausschwingen gebracht wird; so daß bei jedem Stellungswechsel der Reklameschilder ein Glokkenschlag ertönt, der die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Vorrichtung lenkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCII Reklamesäule, bestehend aus einem äußeren feststehenden und einem inneren drehbaren Gehäuse mit Reklameanzeigen, das einen Behälter zur Aufnahme von Abfällen u. dgl. enthält, die durch eine Klappe in dem äußerenGehäuse hineingeworfen werden, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Gehäuse (ii) durch eine an sich bekannte Antriebsvorrichtung absatzweise gedreht wird, die beim Öffnen einer Tür (4) des feststehenden Gehäuses (i) selbsttätig durch eine Kupplung (28) außer Betrieb gesetzt wird, wonach das innere Gehäuse (ii) von Hand aus beliebig gedreht werden kann.
DER70425D 1927-03-02 1927-03-02 Reklamesaeule, bestehend aus einem aeusseren feststehenden und einem inneren drehbaren Gehaeuse mit Reklameanzeigen Expired DE489890C (de)

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