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Reklamesäule, bestehend aus einem äußeren feststehenden und einem
inneren drehbaren Gehäuse mit Reklameanzeigen Die Erfindung bezieht sick. auf eine
Reklamesäule, bestehend aus einem äußeren feststehenden und einem inneren drehbaren
Gehäuse mit Reklameanzeigen. Insbesondere handelt es sich um eine Reklamesäule,
deren inneres drehbares Gehäuse mit einem Behälter zur Aufnahme von Abfällen ü.
dgi. versehen ist, die durch eine Klappe in dem äußeren Gehäuse hineingeworfen werden.
Gemäß der Erfindung wird das innere Gehäuse durch eine an sich bekannte Antriebsvorrichtung
absatzweise gedreht. Damit die Antriebsvorrichtung nicht unbeabsichtigter- oder
mutwilligerweise beschädigt werden kann, wenn man den Abfallbehälter entleert, wird
sie beim Öffnen einer Tür des feststehenden Gehäuses selbsttätig durch eine Kupplung
außer Betrieb gesetzt, worauf man das innere Gehäuse von Hand aus beliebig verdrehen
kann.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Abb. i eine Seitenansicht des Gehäuses für den Abfallbehälter, Abb.
2 einen senkrechten Schnitt durch dasselbe, Abb.3 eine Seitenansicht des inneren
Gehäuses mit der Antriebsvorrichtung, wenn es aus dem äußeren Gehäuse entfernt ist,
Abb. q. einen Teil der Befestigungsvorrichtung für die Reklameschilder, Abb. 5 eine
Draufsicht auf den Federmotor, Abb. 6 einen Querschnitt nach 6-6 der Abb. i und
Abb. 7 einen Schnitt nach 7-7 der Abb. 6. Das äußere Gehäuse besteht aus einem Rahmen
i, der zur Aufnahme des inneren Gehäuses mit seiner Antriebsvorrichtung und dem
Abfallbehälter dient. Der obere Teil 2 des Deckels dient zum Anbringen von Straßennamen
und kleinen unbeweglichen Reklameschildern. Das Gestell i ist im wesentlichen achteckig
und wird von einem Fußgestell 3 getragen. Die drei größten Seitenwände 5 des Gestelles
und die vierte Seitenwand q. desselben, die ebenso groß wie die Wände 5 ist und
als Tür dient, bestehen aus Glas. Das Gestell wird oben durch einen Metalldeckel
7 abgeschlossen. Im Innern des Gehäuses sind elektrische Lichtkörper 8 an geeigneten
Stellen angebracht.
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Die Glasscheiben werden an den Seitenwänden durch U-förmige Einfassungen
g mit Gummi o. dgl. festgehalten. Sie werden mittels Klammern io an den Glasscheiben
befestigt. Diese Klammern dienen zu zweierlei Zwecken, nämlich um die Glasscheiben
sicher in ihrer Stellung zu unterstützen und um Stöße aufzufangen, so daß ein Klirren
der Glasscheiben verhütet wird, und um gleichzeitig die Gefahr des Brechens der
Glasscheiben auf ein Mindestmaß herabzusetzen.
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In dem äußeren Gehäuse befindet sich ein rechteckig geformtes inneres
Gehäuse ii, welches
an allen Seiten und dem Boden geschlossen und
welches nur nach oben hin offen ist. Das innere Gehäuse wird von einer senkrechten
Welle 12 drehbar getragen, welche im oberen und unteren Teil eines Rahmens 13 und
14 gelagert ist. Der Rahmenteil 13- ist zu diesem Zwecke mit einem Rollager 15 versehen,
in dem die Welle =2 ruht. Außerdem ist ein aus einer einzigen Kugel bestehendes
Lager 16 in einem Lagersockel 17 angebracht, welcher an der unteren Seite des Rahmenteiles
14 befestigt ist. Eine Seitenwand iia des inneren Gehäuses ii ist in irgendeiner
Weise drehbar angeordnet, um als Tür zu dienen, damit diese Seitenwand nach auswärts
geschwungen werden kann, wenn die Tür ¢ in dem äußeren Gehäuse geöffnet ist. Wenn
beide Türen 4 und iiz geöffnet sind, hat man freien Zutritt zu dem Innern des inneren
Gehäuses, in das ein rechteckig geformter Abfallbehälter 18 hineingestellt wird.
Dieser Abfallbehälter ist nur nach oben hin offen. Damit die durch die Klappe 4z
eingeworfenen Abfallstücke in den Abfallbehälter hineinfallen können, ist eine ringförmig
ausgebildete Schürze i9 vorgesehen, welche an der Innenseite des äußeren Gehäuses
befestigt ist und welche mit ihrem unteren Teil in den oberen Teil des Abfallbehälters
hineinragt. Diese Schürze verhindert, daß Abfallstücke außerhalb des Abfallbehälters
zwischen dem inneren und dem äußeren Gehäuse einfallen können. Der Abfallbehälter
18 steht frei auf dem Boden des inneren Gehäuses ii und ist gegen seitliche Verschiebung
durch eine Anzahl nachgiebiger Abstandstücke 2o geschützt, welche im Innern des
inneren Gehäuses an den Wänden desselben befestigt sind. Um den Abfallbehälter bequem
entfernen zu können, ist derselbe mit einem Handgriff 21 ausgerüstet.
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Das innere Gehäuse ii ist so konstruiert, daß es zur Befestigung von
Reklameschildern geeignet ist, die durch die Glaswände des äußeren Gehäuses sichtbar
sind. Um die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Reklameschilder zu lenken, sind
dieselben drehbar angeordnet.
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Um das innere Gehäuse ii, an welchem die Reklameschilder befestigt
sind, in Drehung zu versetzen, kann irgendeine passende Antriebsvorrichtung, z.
B. ein elektrischer oder mechanischer Motor, benutzt werden. In dem Ausführungsbeispiel
ist ein mechanischer Motor, und zwar ein Federmotor, benutzt. Dieser Federmotor
22 wird durch eine Kurbel 23 aufgezogen, welche ein Paar Kegelzahnräder 24 und ein
Räderwerk 25 in Bewegung setzt. Diese Anordnung bei einem Federmotor ist bekannt.
Der Motor ist mit der Welle 12 des inneren Gehäuses ii mittels der Zahnräder 26,
27 verbunden, wobei das letztere auf der Welle i2 frei drehbar gelagert ist. Das
Zahnrad 27 wird durch eine Kupplung 28, welche auf der Welle 12 mittels eines Keiles
gleitbar befestigt ist, mit der Welle x2 in Arbeitseingriff gebracht.
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Um das innere Gehäuse ix schrittweise zu drehen, ist eine von einer
Uhr überwachte Vorrichtung 29 angeordnet, die aus einem vierzä.hnigen Hemmungsrad
3o besteht, welches an der Stundenwelle einer Uhr befestigt und mittels eines Hebels
31 mit vier Anschlägen 32 des Federmotorrades 26 verbunden ist. Diese Teile sind
so zueinander angeordnet, daß das Zahnrad 26 jedesmal eine viertel Umdrehung macht,
wenn das Hemmungsrad 3o um einen Zahn weiter bewegt worden ist. Auf diese Weise
wird dann das innere Gehäuse ii ebenfalls um eine viertel Umdrehung weiter bewegt,
und da diese Drehung während einer Stunde durch das vierzahnige Hemmungsrad
30 viermal stattfindet, so bleiben die Reklameschilder an jeder Seite des
Gehäuses 15 Minuten lang stehen.
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Um die Bewegung des inneren Gehäuses jederzeit unterbrechen zu können,
wenn die Tür ¢ geöffnet wird, was dann geschieht, wenn die Reklameschilder ausgewechselt
werden sollen, oder wenn der Abfallbehälter entleert werden soll, ist eine besondere
Vorrichtung getroffen, welche aus einem drehbar gelagerten Hebel 33 besteht, welcher
die Kupplung 28 selbsttätig ausrückt, wodurch die Bewegung des inneren Gehäuses
sofort unterbrochen wird. Der Ausrückhebel 33 wird durch eine federüberwachte Stange
34 gesteuert, welche mit dem nach abwärts gebogenen Teil des Hebels 33 bei 35 in
Eingriff steht. Die Stange 34 wird bei der Schließung der äußeren Tür 4 nach einwärts
gedrückt, und dädurch wird die Kupplung 28 in Arbeitseingriff mit dem Zahnrad 27
gehalten. Wird jedoch die Tür 4 geöffnet, dann tritt die Feder 36 in Wirkung und
bewegt die Stange 34 nach der entgegengesetzten Richtung, wodurch der Hebel 33 durch
eine Feder 37 nach aufwärts geschwungen wird, so daß die Kupplung 28 außer Eingriff
mit dem Zahnrad 27 gerät. Dadurch ist die Antriebsvorrichtung von dem drehbaren
Gehäuse ii abgeschaltet, und das Gehäuse ix kann nun von Hand aus beliebig gedreht
werden, unabhängig von der Antriebsvorrichtung.
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Um das Uhrwerk 29 aufzudrehen, kann irgendeine beliebige Vorrichtung
vorgesehen sein. In dem Ausführungsbeispiel wird ein Reibungsgetriebe 38, 39 benutzt,
welches mit der Kurbel 23 verbunden ist. Dieses Reibungsgetriebe dient zum Antrieb
einer Welle 40 und einer Kegelzahnradübersetzung 41, durch welche das Uhrwerk aufgezogen
wird. Durch die Verwendung des Reibungsgetriebes 38, 39 ist das Aufziehen der Uhr
mit Bezug auf das Aufziehen des Federmotors unabhängig von dem Übersetzungsverhältnis
der Reibungsräder.
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Um die Reklameschilder an den Wänden des
drehbaren
Gehäuses ii zu befestigen, können irgendwelche federnde Befestigungsvorrichtungen
benutzt werden. Die gezeichnete Befestigungsvorrichtung besteht aus einem federnden
Scharnier 42, 43 und einer Leiste 45, welche an dem Scharnier befestigt ist. An
der Leiste 45, und zwar zwischen derselben und der Wand, ist ein Gummistreifen 44
befestigt, der die Reklameschilder in ihrer gewünschten Stellung festhält.
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Vorzugsweise wird das drehbare Gehäuse mit einer Glocke 46 versehen,
die an irgendeinem beliebigen Platz angeordnet sein kann, z. B. an dem Rahmenteil
13. Die Glocke besitzt einen Schläger 47, der nach jeder viertel Umdrehung des Gehäuses
durch einen Ansatz 48 zum Ausschwingen gebracht wird; so daß bei jedem Stellungswechsel
der Reklameschilder ein Glokkenschlag ertönt, der die Aufmerksamkeit des Publikums
auf die Vorrichtung lenkt.