DE48878C - Neuerungen an Elektromotoren - Google Patents

Neuerungen an Elektromotoren

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DE48878C
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S. Z. DE ferranti in West Kerisington, Nr. 5 Stanwick Road, Grafschaft Middlesex, England
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K7/00Arrangements for handling mechanical energy structurally associated with dynamo-electric machines, e.g. structural association with mechanical driving motors or auxiliary dynamo-electric machines
    • H02K7/20Structural association with auxiliary dynamo-electric machines, e.g. with electric starter motors or exciters

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Dc Machiner (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Neuerungen an Elektromotoren.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, Anordnungen zu treffen, mittelst welcher Wechselströme in vortheilhafter Weise ' zum Betrieb von Elektromotoren benutzt werden können.
Es ist bekannt, dafs, wenn in eine Wechselstrommaschine ein Wechselstrom eingeleitet wird, sie übereinstimmend mit den Stromwechseln in Bewegung geräth, nämlich so, dafs jeder Tlieil ihres Ankers von einem Feldmagnetpol zum nächsten ungleichnamig polaren Pol übereinstimmend mit dem Wechsel in der Stromrichtung bewegt wird. In der Praxis kann man jedoch solche Maschinen nicht als Motoren benutzen, ohne dafs man Mittel anbringt, um den Anker des Motors mit einer den Stromwechseln entsprechenden Geschwindigkeit leicht drehen zu können, weil sie erst dann Kraft entwickeln, wenn ihre Bewegung mit den Stromwechseln synchron ist.
Um dies zu erreichen,x benutzt der Erfinder in Verbindung mit dem Wechselstrommotor einen kleinen, mit einem Commutator versehenen Motor, der sich in Bewegung setzt, sobald ein Strom in denselben eingeleitet wird.
Fig. ι und 2 zeigen zwei in der oben angegebenen Weise combinirte Elektromotoren. Der Hauptmotor hat keinen Commutator undist derart beschaffen,, dafs, wenn er mit entsprechender Geschwindigkeit läuft, er diese Geschwindigkeit ' auch beibehält und sich von selbst mit den Richtungswechseln des durch ihn hindurchgehenden Stromes in zeitliche Uebereinstimmung setzt, indem die Umkehrung des Stromes in den Feldmagneten und im Anker stets gleichzeitig erfolgt. Der andere Elektromotor ist kleiner und ist mit einem Commutator versehen, so dafs er sich selber in Bewegung setzt, wenn der Strom durch ihn hindurchgesandt wird. Der Anker dieser Maschine ist mit der Ankerwelle des ersten Elektromotors gekuppelt oder es befinden sich beide Anker auf derselben Welle, so dafs,. sobald die Schliefsung hergestellt ist, der kleine Motor den Anker des grofsen Motors in Gang setzt und ihm eine Geschwindigkeit ertheilt, die dem zugeleiteten Wechselstrom entspricht. Die Motoren arbeiten dann anstandslos weiter.
G ist der Anker des Wechselstrommotors. HH sind Feldmagnete, die im Kreis dem Anker gegenüber alternirend angeordnet sind und mit demselben conaxial sind. / ist die Welle der Anker, J ist ein Trommelanker auf der Welle I und K K sind Feldmagnete, welche auf diesen Anker wirken. Die Kerne und Polschuhe dieser Magnete bestehen aus parallelen, von' einander isolirten Eisenplatten, so dafs sie von Wechselströmen mit möglichst geringen Verlusten magnetisirt werden können. L L sind Bürsten, urri den Wechselstrom, welcher die Maschine treibt, zum Commutator der Siemens-Maschine zu führen.
Die Feldmagnete dieser Maschine werden von dem Wechselstrom erregt, welcher ihren Spulen durch Drähte c d zugeführt wird, so dafs die Magnete den Strom direct der Hauptleitung
entnehmen. Dem Anker der Siemens-Maschine wird derselbe Wechselstrom zugeführt und erfährt durch den Commutator die zum Gang erforderlichen Umkehrungen in den ein zelnen Ankerspulen. Wenn die Geschwindigkeit des Ankers höher geworden ist als jene, mit welcher sie laufen würde, wenn der Wechselstrom durch den Anker G ginge, wird der Wechselstrom von den Drähten α b und c d auf die Drähte g h übergeleitet, so dafs er dann durch den Anker des Wechselstrommotors hindurchgeht. Gleichzeitig werden die Spulen der Feldmagnete H und K mit den Bürsten L L verbunden, so dafs diese von einem Gleichstrom durchflossen werden; sobald die Geschwindigkeit, mit welcher dieser Anker gedreht wird, bis zu derjenigen herabsinkt, mit welcher der Wechselstrom den Anker treibt, behält dieser seine Geschwindigkeit constant bei und kann dazu benutzt werden, einen über eine Triebscheibe M laufenden Riemen zu treiben, wie in der Zeichnung dargestellt ist.
In ähnlicher Weise kann man einen kleinen Accumulator benutzen. Der Strom zur Erregung der Feldmagnete des Wechselstrommotors wird dann dem Accumulator entnommen. . Der Accumulator wird von Zeit zu Zeit dadurch geladen, dafs man ihn mit den Bürsten LL verbindet, während der Hauptmotor in Gang, ist. Ein dem Accumulator entnommener Gleichstrom wird in diesem Falle benutzt, um den Apparat in Gang zu setzen und die richtige Ganggeschwindigkeit zu erzielen.

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch:
    Die Verbindung eines Wechselstrommotors mit einem zum Antrieb dienenden Gleichstrommotor in der Weise, dafs die Anker, beider Motoren auf derselben Welle befestigt sind oder beide Ankerwellen mit einander gekuppelt. werden können, zu dem Zweck, den Anker des Wechselstrommotors in Umdrehung zu setzen und auf die erforderliche Umdrehungsgeschwindigkeit zu bringen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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