DE48802C - Verfahren zur Darstellung eines grünen schwefelhaltigen Farbkörpers aus a-Nitronaphtalin - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines grünen schwefelhaltigen Farbkörpers aus a-Nitronaphtalin

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DE48802C
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DE
Germany
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sulfur
nitronaphthalene
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green
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Expired - Lifetime
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DENDAT48802D
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English (en)
Original Assignee
C. BENNERT in Hebburn-on-TyneS England
Publication of DE48802C publication Critical patent/DE48802C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/02Sulfur dyes from nitro compounds of the benzene, naphthalene or anthracene series

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. October 1888 ab.
In der Monographie »Das Naphtalin und seine Derivate« von M. Ballo, Braunschweig, 1870, S. 24, findet sich die Bemerkung, dafs Schwefel beim Erwärmen auf a-Nitronaphtalin einwirkt; über die Art und Weise der Einwirkung, sowie über die Reactionsproducte ist nichts bekannt.
Wird a-Nitronaphtalin mit Schwefel gemischt und auf ungefähr 1900 C. erhitzt, so beginnt eine Einwirkung, welche mit steigender Temperatur heftiger wird. Unter Entweichen von Schwefeldioxyd hinterbleibt schliefslich eine dunkel gefärbte Schmelze, welche sich theilweise in Schwefelkohlenstoff mit dunkelgrüner Farbe löst und aus einem Gemenge eines schwefelhaltigen grünen und eines blauen Farbkörpers, sowie einer Menge von Nebenproducten zusammengesetzt ist.
Die Ausführung des Verfahrens zur Gewinnung des dabei entstehenden und hier als Hauptproduct der Reaction anzusprechenden grünen Farbkörpers in genügend reinem Zustande geschieht in folgender Weise:
200 Theile a-Nitronaphtalin werden auf ungefähr 200 bis 220° C. erhitzt und dann langsam innerhalb der angegebenen Temperaturgrenzen unter stetem Umrühren 45 Theile fein zerkleinerter Schwefel in Portionen zugefügt. Die Reaction beginnt sofort und entwickelt beträchtliche Wärme. Man hat daher beim Eintragen des Schwefels darauf zu achten, dafs jede Portion möglichst verbraucht ist, ehe man eine neue zufügt, damit die Temperatur nicht plötzlich in nicht zu regulirender Weise steigt.
Es ist gut, so wenig wie möglich äufsere ^ Hitze zuzuführen und so viel wie möglich die/ Reactionswärme zum Innehalten der angegebenen Temperatur zu benutzen. Zweckmäfsig verarbeitet man Partieen von je 50 kg a-Nitronaphtalin in geräumigen eingemauerten Gefäfsen.
Der Schmelze entweichen Ströme von Gas, besonders Schwefeldioxyd; sie wird dickflüssig und bald nach Eintragen der letzten Portion Schwefel so steif, dafs das Umrühren schwierig wird. Man läfst die Schmelze erkalten; dieselbe bildet eine glänzende Masse von porösem Aussehen und ist hart und brüchig und läfst sich leicht pulvern.
Zur Gewinnung des grünen Farbkörpers wird die feingepulverte Rohschmelze mit heifsem Aceton behandelt, um nicht in Reaction getretenes a-Nitronaphtalin und Schwefel, sowie eine Menge brauner schmieriger Nebenproducte zu entfernen; gleichzeitig löst das Aceton auch einen grofsen Theil des blauen Farbkörpers.
Man bedient sich zu dieser Reinigung zweckmäfsig eines continuirlichen Extractionsapparates und extrahirt 24 Stunden lang, indem man Sorge trägt, das Extractionsmittel möglichst heifs und in reichlichem continuirlichen Strom anzuwenden; geschieht das nicht, so bleibt die Extraction zu unvollständig und man erhält ein stark verunreinigtes Product.
Zweckmäfsig bearbeitet man je 250 kg Rohschmelze in einer Operation.
Nach der Behandlung mit Aceton wird die Rohschmelze zur Gewinnung des grünen Farbkörpers mit Schwefelkohlenstoff behandelt, in welchem sich derselbe mit grüner Farbe löst.
Auch diese Operation wird in einem der für solche Operationen und diese Extractionsflüssigkeit bekannten continuirlichen Extractionsapparate vorgenommen und 24 Stunden fortgeführt, sowie das Extractionsmittel möglichst heifs und in reichlichem continuirlichen Strom angewendet.
Als Rückstand erhält man ein schwarz und stumpf aussehendes Pulver, ohne hervorzuhebende Eigenschaften, in welchem aufser einem Rest des grünen Farbkörpers auch eine Menge des bei der Acetonbehandlung nicht gelösten Restes des blauen Farbkörpers zurückbleibt, da dieser in Schwefelkohlenstoff weniger löslich ist als der grüne Farbkörper.
Der grüne Farbkörper wird bereits im Extractionsapparat möglichst von Schwefelkohlenstoff befreit; der letzte Rest desselben wird abgetrieben, indem man die Masse unter kräftigem Rühren längere Zeit . auf 1400C. erhitzt; es hinterbleibt dann eine brüchige, duiikelglänzende Masse, welche gepulvert ein schön dunkelgrünes Pulver darstellt.
Der erhaltene grüne Farbkörper (Naphtylthiazin genannt) ist schwefelhaltig, in Aethylalkohol unlöslich, in Schwefelkohlenstoff löslich.
Seine Eigenschaften gestatten nicht, ihn chemisch schärfer zu charakterisiren; zugleich wird seine Reindarstellung durch die Natur der Nebenproducte sehr erschwert. Indefs gelingt es, in der beschriebenen Weise ein genügend reines Product zu erzielen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung eines grünen Farbkörpers, darin bestehend, dafs man Schwefel in der Wärme auf a-Nitronaphtalin einwirken läfst, die erkaltete Rohschmelze durch Behandlung mit heifsem Aceton reinigt und aus dem Rückstand den grünen Farbkörper mit Schwefelkohlenstoff in der Wärme extrahirt.
DENDAT48802D Verfahren zur Darstellung eines grünen schwefelhaltigen Farbkörpers aus a-Nitronaphtalin Expired - Lifetime DE48802C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3482370A (en) * 1967-06-06 1969-12-09 Us Army Method of installing subterranean antenna

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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