DE486452C - Verfahren zur Herstellung von Berylliumlegierungen, insbesondere solchen mit hohem Berylliumgehalt, mittels Schmelzflusselektrolyse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Berylliumlegierungen, insbesondere solchen mit hohem Berylliumgehalt, mittels Schmelzflusselektrolyse

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DE486452C
DE486452C DES88479D DES0088479D DE486452C DE 486452 C DE486452 C DE 486452C DE S88479 D DES88479 D DE S88479D DE S0088479 D DES0088479 D DE S0088479D DE 486452 C DE486452 C DE 486452C
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beryllium
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Dr Hellmut Fischer
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/36Alloys obtained by cathodic reduction of all their ions

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Berylliumlegierungen, insbesondere solchen mit hohem Berylliumgehalt, mittels Schmelzflußelektrolyse Die Herstellung von Beryläumlegierungen mit einem hohen Berylliumgehalt bereitet in der Praxis erhebliche Schwierigkeiten. Ein Zusammenschmelzen des Berylliums mit den Legierungsmetallen empfiehlt sich aus dem Grunde nicht, weil das Beryllium leicht abbrennt und außerdem bei einem derartigen Prozeß fast alle handelsüblichen Tiegelmaterialien unzulässig stark angegriffen werden. Außerdem würde ein solcher Prozeß lange Zeit in Anspruch nehmen, da sich reines Beryllium in anderen M-etallschmelzen nur außerordentlich langsam auflöst.
  • Man hat bereits versucht, Berylliumlegierungen mittels Schmelzflußelektrolyse herzustellen. Man hat dabei meist die mit Berylhum zu legierenden fremden Metalle in geschmolzenem Zustand als Kathode verwendet. Hierbei entstehen indessen meist sehr inhomogene Legierungen, weil die Diffusion des Berylliums in das geschmolzene Fremdmetall hinein meist nicht ausreicht, um die mit Beryllium gesättigten äußeren Schichten, die kein Beryllium mehr aufnehmen, zu durchdringen. Es ist außerdem bereits vorgeschlagen worden, Berylliumlegierungen dadurch herzustellen, daß man zu einer zur elektrolytischen Abscheidung von Beryllium geeigneten Schmelze ein Salz des zu legierenden Fremdmetalles hinzusetzt. Dieses Verfahren ist indessen technisch aus dem Grunde schwierig durchführbar, weil die dafür am besten geeigneten Salze meist schwer beschaffbar sind.
  • Diese Nachteile der bekannen Verfahren werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß da-, mit Beryllium zu legierende Metall durch anodische Auflösung in die Schmelze eingeführt wird. Dabei wird die Temperatur der Schmelze unter dem. Schmelzpunkt des zu legierenden Metalles gehalten.
  • Besonders zweckmäßig ist es, solche Legierungsmetalle anzuwenden, die ein größeres spezifisches Gewicht haben als die zur Anwendung gelangende Schmelze, die am besten aus einem Gemisch von Fluoriden des Berylliums und eines oder mehrerer Erdalkalimetallen gebildet wird oder für ein leichtes Legierungsmetail das spezifische Gewicht der Schmelze z. B. durch Zusatz von Alkalihalogeniden hinreichend zu erniedrigen.
  • Zur Durchführung des neuen Verfahrens verfährt man zweckmäßig in der Weise, daß man in einem Tiegel zunächst die vorerwähnte Schmelze herstellt und den Tiegel oder mindestens den Tiegelboden anodisch schaltet, während eine oder -mehrere, gegebenenfalls gekühlte Kathoden von oben her in die Schmelze eingetaucht werden. Darauf wird das zu legierende Metall vorzugsweise in der Form von Pulver, Spänen o. dgl. in bestimmten Zeitabständen und in einer in der Hauptsache nach dem gewünschten Berylliumgehalt der Legierung zu bemessenden Menge in die Schmelze eingetragen. Die zulässige Höchstgrenze für die Menge des in die Schmelze einzubringenden Legierungsmetalles richtet sich nach dem spezifischen Gewicht der entstehenden Legierung. Sobald dieses größer werden würde als dasjenige des Elektrolyten, würde die Abscheidung praktisch sehr erschwert werden, da der sich kathodisch bildende Regulus von der Kathode ablösen würde. Für Kupfer liegen die Verhältnisse beispielsweise so, daß man eine bis zu 5oprozentige Berylliumlegierung ohne besondere Schwierigkeiten herstellen kann.
  • Das in die Schmelze eingetragene LegierungsmetaU sinkt infolge seines höheren spezifischen Gewichtes zu Boden und wird dadurch anodisch polarisiert und unter der Einwirkung des elektrischen Stromes aufgelöst. Dabei bildet sich das sonst meist schwer erhältliche Fluorid des betreffenden Metalles ohne weiteres, und aus diesem wird nun das Metall gemeinsam mit dem ebenfalls als Fluorid in der Schmelze vorhandenen Beryllium als Legierung an der Kathode abgeschieden.
  • Das neue Verfahren eignet sich insbesondere auch zur Gewinnung von Vorlegierungen mit hohem Berylliumgehalt, die auf niederprozentige Berylliumlegierungen dadurch weiterverarbeitet werden können, daß man eine geringe Menge von ihnen zu einer Schmelze des zu legierenden Metalles hinzusetzt.
  • Diese Anwendung des neuen Verfahrens hat gegenüber der zur Herstellung von Berylliumlegierungen sonst üblichen Verwendung von reinem, durch Schmelzflußelektrolyse gewonnenem Beryllium als Ausgangsmaterial praktisch erhebliche Vorteile, . Insbesondere tritt durch die Bildung der Legierung des Berylliums nach dem neuen Verfahren eine meist recht erhebliche Erniedrigung des Schmelzpunktes des abgeschiedenen Stoffes ein und damit die Erzielung schöner glatter Reguli. Infolge der Schmelzpunktemiedrigung kann man auch bei tieferen Temperaturen als bei der Abscheidung von Beryllium allein arbeiten, so daß eine wesentliche Energieersparnis eintritt und außerdem die Verluste infolge Verdampfung des Berylliums herabgesetzt werden. Ausführungsbeispiele i. Zu einer Schmelze, die aus Beryllium- und Erdalkalifluoriden gebildet und zur stündlichen Abscheidung von 2oo g reinem Beryllium geeignet war, wurden alle 15 Minuten io g Kupfer in Form von Spänen oder Pulver hinzugesetzt. Dadurch wurde eine etwa 15prozentige Kupfer-Beryllium-Legierung erhalten.
  • 2. Zu einer Schmelze, die stündlich 150 9 reines BeryRium lieferte und die gleichen Bestandteile wie zuvor enthielt, wurden alle 15Minuten 2og Nickel hinzugesetzt und damit eine etwa 35 prozentige Nickel - Beryllium - Legierung gewonnen.
  • 3. Zu einer Schmelze von der gleichen Zusammensetzung wie zuvor, die eine Erzeugung von 500 9 Beryllium -in der Stunde gestattete, wurden alle 15 Minuten 5 9 Eisenpulver zugesetzt und so eine etwa 3prozentige Eisen-Beryllium-Legierung gewonnen.
  • Man kann das neue Verfahren natürlich auch dazu anwenden, um Legierungen des Berylliums mit mehreren anderen Metallen, insbesondere Schwermetallen, zu gewinnen. Als Beispiel hierfür sei die Herstellung von Kupfer-Nickel-BeryBium-Legierungeil angegeben, die durch gleichzeitige Anwendung der Ausführungsbeispiele i und 2 erfolgen kann.

Claims (2)

  1. `PATENTAN SPRÜCHE: i, Verfahren zur Herstellung von Berylliumlegierungen, insbesondere solchen mit einem hohen Berylliumgehalt, mittels Schinelzflußelektrolyse, dadurch gekennzeichnet, daß das mit BeryRium zu legierende Metall durch anodische Auflösung in die Schmelze eingeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Schmelze unter dem Schmelzpunkt des mit Beryllium zu legierenden Metalles gehalten wird. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in eine aus Fluoriden des Berylliums und eines oder mehreren Erdalkalimetallen gebildete und in einem anodisch geschaltetenTiegel befindliche Schmelze ein solches zu legierendes Metall eingebracht wird, das ein größeres spezifisches Gewicht als die Schmelze hat.
DES88479D 1928-11-14 1928-11-14 Verfahren zur Herstellung von Berylliumlegierungen, insbesondere solchen mit hohem Berylliumgehalt, mittels Schmelzflusselektrolyse Expired DE486452C (de)

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