DE48614C - Herstellung von Calciummonocarbonat durch intermediäre Bildung der Hydratverbindung des basisch bez. halb - kohlensauren Kalkes - Google Patents
Herstellung von Calciummonocarbonat durch intermediäre Bildung der Hydratverbindung des basisch bez. halb - kohlensauren KalkesInfo
- Publication number
- DE48614C DE48614C DENDAT48614D DE48614DA DE48614C DE 48614 C DE48614 C DE 48614C DE NDAT48614 D DENDAT48614 D DE NDAT48614D DE 48614D A DE48614D A DE 48614DA DE 48614 C DE48614 C DE 48614C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- calcium
- carbonate
- lime
- basic
- calcium carbonate
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- VTYYLEPIZMXCLO-UHFFFAOYSA-L Calcium carbonate Chemical compound [Ca+2].[O-]C([O-])=O VTYYLEPIZMXCLO-UHFFFAOYSA-L 0.000 title claims description 45
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 4
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 title description 8
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 title description 8
- 239000004571 lime Substances 0.000 title description 8
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 title description 5
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 title description 5
- 229910000019 calcium carbonate Inorganic materials 0.000 claims description 20
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-N carbonic acid Chemical compound OC(O)=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 4
- 239000000843 powder Substances 0.000 claims description 4
- 239000011575 calcium Substances 0.000 claims description 3
- 229910052791 calcium Inorganic materials 0.000 claims 1
- ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N calcium oxide Inorganic materials [Ca]=O ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- 239000000292 calcium oxide Substances 0.000 description 7
- 235000012255 calcium oxide Nutrition 0.000 description 7
- BRPQOXSCLDDYGP-UHFFFAOYSA-N calcium oxide Chemical compound [O-2].[Ca+2] BRPQOXSCLDDYGP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 6
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 6
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 6
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-L Carbonate Chemical compound [O-]C([O-])=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 4
- AXCZMVOFGPJBDE-UHFFFAOYSA-L calcium dihydroxide Chemical compound [OH-].[OH-].[Ca+2] AXCZMVOFGPJBDE-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 4
- 239000000920 calcium hydroxide Substances 0.000 description 4
- 235000011116 calcium hydroxide Nutrition 0.000 description 4
- 229910001861 calcium hydroxide Inorganic materials 0.000 description 4
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 4
- OAUKXDWHXFHBAE-UHFFFAOYSA-L [O--].[Ca++].[Ca++].[O-]C([O-])=O Chemical compound [O--].[Ca++].[Ca++].[O-]C([O-])=O OAUKXDWHXFHBAE-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 2
- 239000003086 colorant Substances 0.000 description 2
- 235000019738 Limestone Nutrition 0.000 description 1
- NKWPZUCBCARRDP-UHFFFAOYSA-L calcium bicarbonate Chemical compound [Ca+2].OC([O-])=O.OC([O-])=O NKWPZUCBCARRDP-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 1
- 150000004649 carbonic acid derivatives Chemical class 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 239000000470 constituent Substances 0.000 description 1
- 238000005034 decoration Methods 0.000 description 1
- 238000004043 dyeing Methods 0.000 description 1
- 239000006028 limestone Substances 0.000 description 1
- 239000004579 marble Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 1
- 238000010422 painting Methods 0.000 description 1
- 230000009291 secondary effect Effects 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01F—COMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
- C01F11/00—Compounds of calcium, strontium, or barium
- C01F11/18—Carbonates
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
MÜHLENBRUCH in BERLIN.
basisch- bezw. halbkohlensauren Kalkes.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1888 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von kohlensaurem Kalk, bei
welchem Verfahren in der ersten Phase des Processes halb- oder basischkohlensaurer Kalk
und dann erst in der zweiten Phase gesättigter kohlensaurer Kalk gebildet wird.
Nach eingehenden Versuchen stellte' es sich heraus, dafs, wenn man Calciumoxyd mit
Calciumcarbonat (beides in fein- bezw. staubförmiggepulverfem Zustande) innig mengt und
dann mit Wasser anrührt, die ganze Mischung zu einer völlig homogenen festen Masse gesteht,
in welcher durch Wasserbindung entstandenes Calciumhydroxyd neben Calciumcarbonat
in keiner Weise erkennbar ist, und dafs, wie es mit der Entstehung einer ein einheitliches
Gefüge besitzenden, durchaus homogenen Masse in völligem Einklang steht, eine Doppelverbindung aus Calciumhydroxyd mit
Calciumcarbonat (annähernd nach der Formel Ca2 [OiTJ2 O2 CO) entstand, was als Secundärwirkung
bei der Wasserbindung durch das Calciumoxyd in Gegenwart des Calciumcarbonats anzusehen war. Diese Bildung von wasserhaltigem,
basischem Calciumcarbonat aus einer mit Wasser behandelten Mischung von Calciumoxyd
mit Calciumcarbonat führte dazu, dafs man auf diesem Wege auch eine homogene feste, steinähnliche Calciummonocarbonatmasse
erhalten mufste.
Läfst man nun auf eine solche Verbindung Kohlensäure oder kohlensäurehaltige Luft einwirken,
so tritt allmälig an Stelle des gebundenen Wassers Kohlensäure in die Verbindung
ein und es entsteht eine steinharte, homogene, politurfähige, durch und durch aus Calciumcarbonat
bestehende Masse, in welcher eben die aus den ehemaligen Bestandtheilen herstammenden
Partikelchen nicht zu erkennen sind, was der Fall sein müfste, wenn die KaIkhydrattheilchen
einfach neben den Calciumcarbonattheilchen gelagert und sich alsdann aus ersteren einfach durch Kohlensäureaufnahme
Calciumcarbonattheilchen gebildet hätten. In diesem Falle dürfte der Zusammenhang zwischen
diesen und den ursprünglich vorhandenen Calciumcarbonattheilchen nur ein sehr loser
sein, wie es thatsächlich der Fall ist, wenn man fertiges Kalkhydratpulver mit Calciumcarbonatpulver
mengt und dann zu einem Brei anrührt, trocknet und der Einwirkung der Kohlensäure aussetzt. In diesem Falle konnte
eine Bildung von wasserhaltigem basischen Calciumcarbonat nicht eintreten, weil letztere,
wie oben erläutert, eben nur statthat bei der Einwirkung von Wasser auf Calciumoxyd in
Gegenwart von Calciumcarbonat. Diese so gekennzeichnete Bildung bezw. Erzeugung von
Calciumcarbonat hat in technischer Hinsicht einen bedeutenden Werth, da sie zur Herstellung
von künstlichem Kalkstern, Marmor, Wandbekleidungen u. s. w. dienen kann. Da
aufserdem das Product nur kohlensaurer Kalk ist, so lassen sich mit Leichtigkeit Farben
finden, die dem Calciumoxydcalciumcarbonatgemenge zugegeben oder zum Färben, Bemalen
oder Decoriren der Masse benutzt werden können, ohne von der Masse selbst (denn
letztere wird immer nur Calciumcarbonat werden und bleiben) oder von der Luft angegriffen
oder verändert zu werden. Letzterem Einflüsse kann noch durch geeignete Mittel,
z. B. Ueberzugsmaterialien, begegnet werden. Die Farben können auch nachträglich mit
Wachs aufgetragen werden, welches mit der Farbe beim Erwärmen aufgesaugt und für sich
durch die alkalisch reagirende Masse zersetzt wird, worauf das sich bildende Calciummonocarbonat
die Farbentheilchen umschliefst und so eine dauernde Farbendecoration gebildet wird.
Entsprechend der obigen Darstellung kann nach vorliegender Erfindung das Verfahren
zweckmäfsig folgendermafsen ausgeführt werden:
Man mischt fein gemahlenes oder pulverförmiges Calciumcarbonat (ungebrannten Kalk)
mit einer zur Bildung von basischem Calciumcarbonat nothwendigen Menge von fein gemahlenem
Calciumoxyd (gebranntem Kalk), auch ein Ueberschufs kann gestattet werden, und
rührt dann diese Mischung mit Wasser an, worauf als Wirkung der Reaction des Wassers
auf das Calciumoxyd in Gegenwart des kohlensauren Kalkes die Masse zu einem festen einheitlichen
Ganzen sich vereinigt, das aus einer Hydratverbindung von basischem Calciumcarbonat
besteht. So kann man z. B. zweckmäfsig auf 4,5 Gewichtstheile Calciumcarbonat 6 Gewichtstheile Calciumoxyd anwenden. Darauf
überläfst man die Masse der Einwirkung von Kohlensäure, zweckmäfsig der kohlensäurehaltigen
Luft, worauf man ein völlig festes, durch und durch homogenes Calciummonocarbonat
erhält.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Calciummonocarbonat, darin bestehend, dafs man durch Mengen von trockenem Calcium oxy dpulver mit trockenem Calciumcarbonatpulver und darauffolgendem Mischen oder Behandeln mit Wasser gewässertes basisches Calciumcarbonat (etwa Ca2[OH]2O2 CO) erzeugt, und dieses dann der Einwirkung von Kohlensäure überläfst bezw. aussetzt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48614C true DE48614C (de) |
Family
ID=323590
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT48614D Expired - Lifetime DE48614C (de) | Herstellung von Calciummonocarbonat durch intermediäre Bildung der Hydratverbindung des basisch bez. halb - kohlensauren Kalkes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE48614C (de) |
-
0
- DE DENDAT48614D patent/DE48614C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE48614C (de) | Herstellung von Calciummonocarbonat durch intermediäre Bildung der Hydratverbindung des basisch bez. halb - kohlensauren Kalkes | |
| DE454744C (de) | Verfahren zur Herstellung poroeser Kunststiene | |
| DE3643950C2 (de) | ||
| DE4319461C2 (de) | Erdalkali enthaltendes Sorptionsmittel zur Entfernung von Verunreinigungen aus einem Gasstrom, seine Herstellung und Verwendung | |
| DE855438C (de) | Verfahren zur Herstellung von Anstrichmassen | |
| DE174840C (de) | ||
| DE2134232A1 (de) | Verfahren zur herstellung von putz in pulverform | |
| DE600437C (de) | Verfahren zur Herstellung eines kuenstlichen Baustoffes | |
| DE922154C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kalksandsteinen | |
| EP0257021A1 (de) | Streumittel und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE162637C (de) | ||
| DE2546570A1 (de) | Feinkalk sowie seine verwendung zur herstellung von porenbeton | |
| DE630645C (de) | Verfahren zum UEberziehen der Oberflaechen von Schiefer, Beton, Backstein u. dgl. Stoffen | |
| DE535432C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gips aus Anhydrit | |
| DE914951C (de) | Masse zum Beschleunigen des Abbindens von zementhaltigen Moerteln oder Betonmischungen | |
| DE4017623C2 (de) | ||
| DE349346C (de) | Verfahren zur Herstellung von schwefliger Saeure aus Kalziumsulfid | |
| DE377109C (de) | Verfahren zur Herstellung von wetterfesten Wasserglasfarben oder -emaillen | |
| DE335348C (de) | Putzmasse | |
| AT91902B (de) | Verfahren zur Herstellung wetterfester farbiger Putzmörtel. | |
| DE250433C (de) | ||
| DE562291C (de) | Verfahren zur Behandlung von Zement, Zementputzmasse | |
| DE133618C (de) | Verfahren zum Färben von kalkhaltiger Kunststein- oder Mörtelmasse. | |
| DE151949C (de) | ||
| DE423346C (de) | Verfahren zur Verbesserung von Trockenmoertel fuer Putzzwecke |