DE48614C - Herstellung von Calciummonocarbonat durch intermediäre Bildung der Hydratverbindung des basisch bez. halb - kohlensauren Kalkes - Google Patents

Herstellung von Calciummonocarbonat durch intermediäre Bildung der Hydratverbindung des basisch bez. halb - kohlensauren Kalkes

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DE48614C
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MÜHLENBRUCH, Königl. Reg.-Baumeister in Berlin W., Winterfeldtstr. 30a
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/18Carbonates

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
MÜHLENBRUCH in BERLIN.
basisch- bezw. halbkohlensauren Kalkes.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1888 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von kohlensaurem Kalk, bei welchem Verfahren in der ersten Phase des Processes halb- oder basischkohlensaurer Kalk und dann erst in der zweiten Phase gesättigter kohlensaurer Kalk gebildet wird.
Nach eingehenden Versuchen stellte' es sich heraus, dafs, wenn man Calciumoxyd mit Calciumcarbonat (beides in fein- bezw. staubförmiggepulverfem Zustande) innig mengt und dann mit Wasser anrührt, die ganze Mischung zu einer völlig homogenen festen Masse gesteht, in welcher durch Wasserbindung entstandenes Calciumhydroxyd neben Calciumcarbonat in keiner Weise erkennbar ist, und dafs, wie es mit der Entstehung einer ein einheitliches Gefüge besitzenden, durchaus homogenen Masse in völligem Einklang steht, eine Doppelverbindung aus Calciumhydroxyd mit Calciumcarbonat (annähernd nach der Formel Ca2 [OiTJ2 O2 CO) entstand, was als Secundärwirkung bei der Wasserbindung durch das Calciumoxyd in Gegenwart des Calciumcarbonats anzusehen war. Diese Bildung von wasserhaltigem, basischem Calciumcarbonat aus einer mit Wasser behandelten Mischung von Calciumoxyd mit Calciumcarbonat führte dazu, dafs man auf diesem Wege auch eine homogene feste, steinähnliche Calciummonocarbonatmasse erhalten mufste.
Läfst man nun auf eine solche Verbindung Kohlensäure oder kohlensäurehaltige Luft einwirken, so tritt allmälig an Stelle des gebundenen Wassers Kohlensäure in die Verbindung ein und es entsteht eine steinharte, homogene, politurfähige, durch und durch aus Calciumcarbonat bestehende Masse, in welcher eben die aus den ehemaligen Bestandtheilen herstammenden Partikelchen nicht zu erkennen sind, was der Fall sein müfste, wenn die KaIkhydrattheilchen einfach neben den Calciumcarbonattheilchen gelagert und sich alsdann aus ersteren einfach durch Kohlensäureaufnahme Calciumcarbonattheilchen gebildet hätten. In diesem Falle dürfte der Zusammenhang zwischen diesen und den ursprünglich vorhandenen Calciumcarbonattheilchen nur ein sehr loser sein, wie es thatsächlich der Fall ist, wenn man fertiges Kalkhydratpulver mit Calciumcarbonatpulver mengt und dann zu einem Brei anrührt, trocknet und der Einwirkung der Kohlensäure aussetzt. In diesem Falle konnte eine Bildung von wasserhaltigem basischen Calciumcarbonat nicht eintreten, weil letztere, wie oben erläutert, eben nur statthat bei der Einwirkung von Wasser auf Calciumoxyd in Gegenwart von Calciumcarbonat. Diese so gekennzeichnete Bildung bezw. Erzeugung von Calciumcarbonat hat in technischer Hinsicht einen bedeutenden Werth, da sie zur Herstellung von künstlichem Kalkstern, Marmor, Wandbekleidungen u. s. w. dienen kann. Da aufserdem das Product nur kohlensaurer Kalk ist, so lassen sich mit Leichtigkeit Farben finden, die dem Calciumoxydcalciumcarbonatgemenge zugegeben oder zum Färben, Bemalen oder Decoriren der Masse benutzt werden können, ohne von der Masse selbst (denn
letztere wird immer nur Calciumcarbonat werden und bleiben) oder von der Luft angegriffen oder verändert zu werden. Letzterem Einflüsse kann noch durch geeignete Mittel, z. B. Ueberzugsmaterialien, begegnet werden. Die Farben können auch nachträglich mit Wachs aufgetragen werden, welches mit der Farbe beim Erwärmen aufgesaugt und für sich durch die alkalisch reagirende Masse zersetzt wird, worauf das sich bildende Calciummonocarbonat die Farbentheilchen umschliefst und so eine dauernde Farbendecoration gebildet wird.
Entsprechend der obigen Darstellung kann nach vorliegender Erfindung das Verfahren zweckmäfsig folgendermafsen ausgeführt werden:
Man mischt fein gemahlenes oder pulverförmiges Calciumcarbonat (ungebrannten Kalk) mit einer zur Bildung von basischem Calciumcarbonat nothwendigen Menge von fein gemahlenem Calciumoxyd (gebranntem Kalk), auch ein Ueberschufs kann gestattet werden, und rührt dann diese Mischung mit Wasser an, worauf als Wirkung der Reaction des Wassers auf das Calciumoxyd in Gegenwart des kohlensauren Kalkes die Masse zu einem festen einheitlichen Ganzen sich vereinigt, das aus einer Hydratverbindung von basischem Calciumcarbonat besteht. So kann man z. B. zweckmäfsig auf 4,5 Gewichtstheile Calciumcarbonat 6 Gewichtstheile Calciumoxyd anwenden. Darauf überläfst man die Masse der Einwirkung von Kohlensäure, zweckmäfsig der kohlensäurehaltigen Luft, worauf man ein völlig festes, durch und durch homogenes Calciummonocarbonat erhält.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Calciummonocarbonat, darin bestehend, dafs man durch Mengen von trockenem Calcium oxy dpulver mit trockenem Calciumcarbonatpulver und darauffolgendem Mischen oder Behandeln mit Wasser gewässertes basisches Calciumcarbonat (etwa Ca2[OH]2O2 CO) erzeugt, und dieses dann der Einwirkung von Kohlensäure überläfst bezw. aussetzt.
DENDAT48614D Herstellung von Calciummonocarbonat durch intermediäre Bildung der Hydratverbindung des basisch bez. halb - kohlensauren Kalkes Expired - Lifetime DE48614C (de)

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