DE485367C - Verfahren und Vorrichtung zum Traenken poroeser Koerper mit Kohlensaeure - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Traenken poroeser Koerper mit Kohlensaeure

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DE485367C
DE485367C DEK108890D DEK0108890D DE485367C DE 485367 C DE485367 C DE 485367C DE K108890 D DEK108890 D DE K108890D DE K0108890 D DEK0108890 D DE K0108890D DE 485367 C DE485367 C DE 485367C
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carbonic acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/50Carbon dioxide

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Packages (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Tränken poröser Körper mit Kohlensäure Man kann Behälter dadurch kühlen, daß man in ihnen poröse, in Kohlensäure getränkte Körper anordnet. Das Tränken der porösen Massen bereitet aber Schwierigkeiten, weil die Kohlensäure bei atmosphärischem Druck fest wird. Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Schwierigkeiten -dadurch, daß die -porösen Körper unter .einem so hohen Druck mit der Kohlensäure in Berührung gebracht werden, daß diese flüssig bleibt und daß die Körper erst nach dem Tränken vom Druck entlastet werden, wobei die aufgesogene Kohlensäure erstarrt. Die so hergestellten Körper können für Kühlzwecke verwendet werden.
  • Das Verfahren kann in verschiedener Weise ausgeführt werden, je nachdem es sich um größere oder kleinere Mengen von Kühlkörpern handelt.
  • Abb. i stellt das Beispiel einer einfachsten Ausführung dar. Die Flasche i enthält flüssige -Kohlensäure, die durch den hohen, auf der Flüssigkeit lastenden Gasdruck durch das Rohr a bei Öffnung des Ventils 3 hochgedrückt wird. Im Behälter 4 befinden sich die porösen, :mit Kohlensäure zu tränkenden Körper 5. Ventil 6 stellt die Verbindung des Behälters 4 mit der Außenluft her. Wird Ventil 3 geöffnet, so verdichtet die aufsteigende flüssige Kohlensäure die Luft und tränkt einen Teil der eingelegten Körper. Wind das Ventil 6 -etwas geöffnet, so entweicht die zusammengepreßte Luft, und weitere Mengen flüssiger Kohlensäure gelangen nach 4, wobei schließlich sämtliche Körper getränkt werden. Nun wird Ventil 3 geschlossen und Ventil 6 langsam geöffnet. Dabei sinkt im Behälter ¢ der Druck und die Temperatur, und schließlich erstarrt die Kohlensäure. Nunmehr wird der Behälter 4 geöffnet, die Körper werden herausgenommen und ihren Verwendungszwecken zugeführt.
  • Da beim Ausströmen der Luft durch Ventil 6 Kohlensäure mit .ausströmt und beim Öffnen des Behälters ¢ die Kohlensäure, die sich zwischen den Körpern befindet, verlorengeht, so kann dieses einfache Verfahren nicht wirtscUaftlich sein. Beim Arbeiten in größerem Maßstabe wird man die mit der Luft ausgeblasene Kohlensäure wiedergewinnen und die Verluste im Behälter vermeid en.
  • Abb. a :stellt das Beispiel einer größeren Anlage dar. Der mit flüssiger Kohlensäure gefüRte Behälter 13 ist durch Rohr 14 mit dem Tränkgefäß 15 verbunden, das die zu tränkenden Körper enthält. Das Tränkgefäß 15 ist durch Rohr 2z mit der Pumpe 2o und diese wiederum durch Rohr a i mit dem Gefäß 13 verbunden. Ferner führt Rohr i 6 vom Gefäß: i 5 zu dem Verdichter i 7, der durch Rohr i i in den Verflüssiger i2 drückt. Rohr i8 verbindet Behält-er i 5 mit einem Gefäß 19, das mit einer Kohlensäure absorbierenden Flüssigkeit gefüllt ist. Rohr 2 7 verbindet das Gefäß 15 mit einer Gas führenden Stelle der Druckleitung des Verdichters. 23, 2q., 25, 26 und 28 sinkt Absperrventile.
  • Die Anlage arbeitet in foilgender Weilso: Wird Ventil zq. geöffnet, so wird durch den Gasdruck über der flüssigen Kohlensäure diese durch das Rohr i q. in !den Behälter 15 gedrückt, preßt dort die vurhandene Luft zusammen und tränkt bereits einen Teil der porösen Körper. Um zu verhindern, daß. sich bei dem geringen Druck im Anfang Kohlensäureschnee im Gefäß 15 bildet, kann man vor öffnen des Ventils 24 Ventä 28 so lange öffnen, bis sich in 15 ein genügend hoher Druck (etwa 6 Atm.) eiugesteJlt hat. Nach Ausgleich des Druckes in 15 und 13 wird Ventil 26 geöffnet. Es entweicht die zusammengepreßte Luft durch Rohr 18 und steigt in; B1asenform durch die Flüssigkeit im Behälter i9 ,auf. Die mitgerissene Kohlensäure wind dabei von der Flüssigkeit festgehalten. Ist alle Luft entwichen, so. wird Ventil 26 geschlossen. Inzwischen istdurch Ventil 24S0 viel flüssige Kohlensäure nachgeströmt, daß ,alle im Tränkgefäß 15 enthaltenen porösen Körper getränkt sind. Jetzt wird Veneil 24 geschlossen, Venti123 geöffnet und die Pumpe 2o in Gang gesetzt, welche die flüssige Kohlsäure, die die Zwischenräume zwischen dien porösen, Körpern ausgefüllt hat, absaugt und in den Behälter 13 zurückdrückt. Ist alle überschüssige Flüssigkeit entfernt, dann wird Venti123 geschlossen, Venti7.25 geöffnet und der Verdichter 17 in Gang gesetzt. Dieser saugt die; im Trämkgefäß 15 befindlichen Kohlensäuredämpfe .ab, verdichtet sie und fördert sie durch Rohr i i in dein Verflüssiger 12 und den Behälter 13. Ist der Druck im Tränkgefäß 15 auf i Atm. gesunken, so wird das Gefäß geöffnet und die getränkten Körper entnommen. Nun kann. man Tränkgefäß 15 wieder füllen und das Spiel von neuem beginnen.
  • Es ist natürlich möglich, mehrere Tränkgefäße 15 ,anzuordnen, so daß Pumpe, 2o und Verdichter 17. ständig in Betrieb sein können und nur die Ventile .an den verschiedenem Tränkgefäß:en zu bedienen sind. Anstatt die Luft durch die flüssige Kohlensäure herauspressen zu lassen, kam .man auch dass Gefäß 15 durch eine Vakuumpumpe entlüften; so daß sich ein Abblasen von Luft erübrigt. Auch kann man durch entsprechende Anordnung die Verwendung einer Flüssigkeirtspumpe überflüssig machen, wie dies die beispielsweise Anordnung der Abb. 3 zeigt.
  • Der Verdichter 5o ist durch die Saugleitung 58 mit dem Tränkgefäß 55 verbunden und drückt nach dem Verflüssiger 5 i, der dufrch Leitung 52 mit .dem Flüssigkeitsbehälter,53 verbunden ist. Von diesem führt Rohr 5q. 'zu dem Tränkgefäß 55, das höher angeordnet ist als der Behälter 53. Rohr 59 verbindet den oberen Teil des Gefäßes 5 5 mit einem Gas führenden Teil. der Druckleitung, z. B. das Verbindungsrohr zwischen Verdichter und Verfiüssiger. Die Vakuumpumpe 56 ist durch Rohr 57 mit dem Tränkgefäß 5 5 verbunden. 6o, 61, 62 und 63 sind Absperrventile.
  • Der Vorgang ist folgender: Zunächst wird Ventil 63 geöffnet, während alle anderen Ventile geschlossen sind, und die Vakuumpumpe entfernt :die im Gefäß 55enthaltene Luft. Sodann wird Verrti163 geschlossen und Ventil 61 geöffnet, bis sich in. Gefäß 55 ein- solcher Druck eingestellt hat, daß flüssige Kohlensäure beim Eintritt in das Gefäß 55 nicht mehr erstarrt. Dann. wird. Ventil. 6 i geschlossen und Venti16o geöffnet. Nunmehr wird flüssige Kohlensäure durch den oixv Behälter 53 herrschenden höheren Überdruck nach Gefäß 55 gedrückt und die hier befilvd'lichen porösen Körper getränkt. Die Temperatur im Gefäß 55 wird zunächst niedrig sein, well: bei dem geringen Druck Kohlensäure verdampft und dabei -die Flüssigkeit gekühlt wird. Je mehr die Temperatur in 55 im Laufe der Zeit steigt, um so größer wird. der Dampfdruck in 55 und um so tiefer senkt sich den- Flüssigkeitsspiegel im 55. Setzt .man den Verdichter 5o in Gang und öffnet Venti162, so kann man durch Absaugen der Dämpfe den Druck in 5 5 niedrig halten und .eine zum Tränken aller Körper .ausreichende Höhe des Flüssigkeitsspiegels erzielen. Wenn, die Körper mit flüssiger Kohlensäure getränkt sind, wird Ventil 62 geschlossen und Venti161 geöffnet. Infolge des Druckausgleiches sinkt alle überschüssige Flüssigkeit durch Rohr 54 -hinab nach Gefäß 53. Nunmehr werden die Ventile 6o und 61 geschlossen. Der Verdichter 5o saugt .die Kohlemsäuredämpfe ab, bis der Druck nur noch i Atm. beträgt. Dann wird das Gefäß 55 geöffnet, die getränkten Körper werden herausgenommen, neue eingelegt, und das Spiel beginnt von neuem.
  • Es ist natürlich möglich und zweck-. mäßig, eine ganze Anzahl vorn Tränkgefäßen anzuordnen, so daß. die Vakuumpumpe und der Verdichter ständig laufen können und man nur die Ventile zu bedienen. hat.
  • Wenn das Tränkgefäß durch die porösen Körper, die getränkt werden sollen, nicht genügend gefüllt wird, s,o, empfehlt fes sich, dem. Zwischenraum durch nichtporöse Körper auszufüllen, ;um den Bedarf an flüssiger Kohlensäure zu - vermindern.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren. zum Tränken poröser Körper mit Kohlensäure, dadurch gekennzeichnet, daß die porösen Körper in einem Tränkgefäß mit flüssiger Kohlensäure unter Überdruck in Berührung gebracht werden, und daß nach dem Tränken der Druck .auf den .atmosphärischen vermindert wird.
  2. 2. Vorrichtung zum Tränken poröser Körper, dadurch gekennzeichnet, daß ein die zu tränkenden Körper aufnehmendes Gefäß einerseits mit der Kohlensäureflüssigkeitsleitung, andererseits mit der Atmosphäre in, z. B. mittels Ventil absperrbarer Verbindung steht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Tränkgefäß höher ,angeordnet ist als der Behälter für flüssige Kohlensäure. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Tränkgefäß,e angeordnet sind, die gleichzeitig oder wechselweise betrieben werden können.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, -dadurch gekennzeichnet, daß das Tränkgefäß mit einer Gas führenden Stelle .der Druckleitung des Kohlensä@ureverdichters absperrbar verbunden ist.
  6. 6. Verfahren mach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß, der nicht von den porösen Körpern eingenommene Raum in dem Tränkgefäß ganz oder teilweise durch nichtporöse Körper ausgefüllt wird. EERLIN. GEDRUCKT IN DElt RRICII@DRl'CICEI@@a
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