DE485151C - Verfahren zur Kontrolle und Messung des Gluehlampenvakuums - Google Patents

Verfahren zur Kontrolle und Messung des Gluehlampenvakuums

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DE485151C
DE485151C DEV22108D DEV0022108D DE485151C DE 485151 C DE485151 C DE 485151C DE V22108 D DEV22108 D DE V22108D DE V0022108 D DEV0022108 D DE V0022108D DE 485151 C DE485151 C DE 485151C
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vacuum
capacitor
incandescent lamp
alternating current
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ELEK CITAETS ACT GES
Ver Gluehlampen & Elec AG
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/30Repairing or regenerating used or defective lamps
    • H01K3/305Testing of incandescent lamps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Other Investigation Or Analysis Of Materials By Electrical Means (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

  • Verfahren zur Kontrolle und Messung des Glühlampenvakuums Die Kontrolle des Glühlampenvakuums erfolgt in Glühlampenfabriken im allgemeinen mittels Teslastromes. Die abgeschmolzene Lampe wird mit dem einen Pol des Teslatransformators in Berührung gebracht, und dann die durch den Strom von hoher Spannung und hoher Frequenz in der Lampe verursachte Lichterscheinung beobachtet; je schwächer das Licht, um so vollkommener ist das Vakuum.
  • Dieses Verfahren ist zwar schnell und bequem durchführbar, ist aber nicht unbedingt zuverlässig. Es wurde nämlich gefunden, daß aus der Lichterscheinung oft auf ein sehr gutes Vakuum geschlossen wird, obgleich in der Lampe ein nicht unbedeutender Gasdruck vorhanden ist. Dabei ist die Teslaprobe nur zur Schätzung des Vakuums geeignet. Demgegenüber gibt das Verfahren nach der Erfindung hierfür einen bestimmten Wert. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist der, daß es in Verbindung mit dem den Abschluß der Lampenherstellung bildenden Vorbrennen der Lampe durchgeführt werden kann, so daß nach dem Vorbrennen bereits der Grad des Vakuums genau bekannt ist.
  • Der Grundgedanke des neuen Verfahrens ist der, claß der Grad der in der unter Strom gesetzten Glühlampe auftretenden Ionisation durch Bestimmung der beim Einschalten des Stromes auftretenden Änderung des Wechselstrom-.v iderstandes des aus dem Glühfaden einerseits und einer auf der Glühlampe zu diesem Zwecke angebrachten leitenden Hülle andererseits gebildeten Kondensators (Lampenkondensators) festgestellt wird. Hierbei wird zur Bestimmung der Änderung des Wechselstromwiderstandes an die beiden Belegungen des Lampenkondensators eine konstante Wechselspannung gelegt und die Stromstärke des hindurchgehenden Wechselstromes gemessen.
  • Es ist bekannt, daß ein Gas von niedrigem Druck durch die Stoßionisation leitend wird, wenn ein Elektronenstrom hindurchgeführt wird. Das hierdurch entstandene Leitvermögen kann durch Messung des durch das Gas gehenden positiven Ionenstromes bestimmt werden. Es ist auch bekannt, daß bei einem Drucke unterhalb von ungefähr '/."""mm dieser positive Ionenstrom mit dem Gasdruck proportional ist. Hieraus folgt, daß in solchem Falle der Gasdruck durch Messung des Leitvermögens bestimmt werden kann.
  • Auf dieser bekannten Tatsache beruht eine allgemein gebräuchliche Meßmethode zur Bestimmung des Vakuums von Dreielektroden= röhren. Diese besteht darin, daß die Kathode durch Glühen zum Aussenden von Elektronen gezwungen und sodann mittels der einen Elektrode positiven Potentials der Elektronenstrom, mit der anderen Elektrode negativen Potentials der positive Ionenstrom abgeleitet und die Intensität der beiden Ströme gemessen. wird. Der Quotient der Stromstärken, der sogenannte »Vakuumfaktor«, dient als Maß des Vakuums.
  • In der Glühlampe kann das Vakuum auf diese Weise nicht gemessen werden; gewisse Bedingungen, nämlich die Elektronemission, die die Elektronen vom negativen Fadenende zum positiven Pol beschleunigende Spannung, die Betriebsspannung der Lampe und folglich auch die Stoßionisation der Gasreste, sind zwar gegeben, es fehlt aber die zum Auffangen der positiven Ionen dienende, vom Glühfaden isolierte Elektrode.
  • Im Sinne der Erfindung wird als solche Elektrode eine die Lampe umfassende, stromleitende Hülle angebracht (vgl. Abb. r der Zeichnung). Auf diese Hülle und auf den einen Pol der Lampe wird Wechselstrom geschaltet, aus der Stärke des durch den Stromkreis gehenden Stromes oder mittels einer anderen Wechselstrommessung wird auf das Leitvermögen des Gases geschlossen.
  • Daß das Verhalten einer derart mit einer äußeren Hülle versehenen Lampe, eines »Lampenkondensators«, Wechselstrom gegenüber vom Leitvermögen und somit vom Drucke der Gasreste abhängt, wird aus dem Folgenden klar: Man setzt zuerst voraus, daß in der Lampe keine Spur von Ionisation vorhanden ist, ebenso, als wenn die Lampe nicht unter Strom gesetzt wäre. In diesem Falle bilden Fadensystem und äußere leitexide Hülle von einander vollkommen isolierte zwei Belegungen, deren Kapazität im Verhältnis zueinander, die Fadenkapazität Cf, einen niedrigen Wert von einigen Zentimetern hat. Wenn nun auf die Belegungen eine Wechselspannung E von gegebener Frequenz to geschaltet wird, so wird auch die Stärke des durchgehenden Wechselstromes i eine geringe sein; ihr Wert beträgt i=E-Ct-Nimmt man nun den anderen Grenzfall: es sind stark ionisierende Gase in der Lampe, so daß der Innenraum der Lampe die Elektrizität gut leitet, so kann die Lampe gemäß der Erfindung mit der leitenden Hülle zusammen als ein Kondensator betrachtet werden, dessen eine Belegung die Innenwand der Gasglocke, die andere Belegung die ,äußere Hülle ist (vgl. Abb. 2 der Zeichnung). Die Kapazität dieses Kondensators (als Ballonkapazität Ck bezeichnet) ist aber eine wesentlich, gegebenenfalls mehrhundertfach, größere, als die Fadenkapazität Ct. Bei gleicher Frequenz und Spannung, wie oben angenommen, geht jetzt Lein viel stärkerer Wechselstrom durch das Instrument G hindurch.
  • J - E - Ck - co. Ist die Ionisation weniger stark, so ist auch die Stärke des Stromes eine geringere, ihr Wert wird zwischen i und T zu liegen. kommen; hieraus folgt, daßaus der Stärke des durch den Lampenkondensator gehenden Wechselstromes der Grad der Ionisation und somit auch des Vakuums bestimmt werden kann.
  • Es ist bekannt, daß in den Glühlampen nach dem Pumpen bzw. nach dem Abschmelzen des Pumpröhrchens das Vakuum die nötige Höhe noch nicht erreicht hat: diese ensteht nur anläßlich des ersteren Unterstromsetzens nach dem von Ionisationserscheinungen begleiteten Verschwinden des Gases. Durch das Messen des Glühlampenvakuums wird also festgestellt, ob die Lampen während des Vorbrennens den nötigen Grad der Luftleere erreicht haben.
  • Das V orbrennen wird allgemein als Einzelvorbrennen durchgeführt; hierbei werden die Lampen mit genügendem Vorschaltswiderstand einzeln in einen Stromkreis von einer die Betriebsspannung der Lampen weit übersteigenden Spannung geschaltet; es wird hierzu meist Wechselstrom benutzt. An dieses Verfahren schließt sich nun eine Ausführungsart der Erfindung an, laut welcher die zum Vorbrenneri dienende Stromquelle auch zur Messung des Ionisationsstromes benutzt wird (Abb. 3 der Zeichnung). Die Lampe 3 erhält den Strom durch den Widerstand q. aus der Stromquelle r, 2, wobei die leitende Hülle 5 der Lampe durch das Meßinstrument zweckmäßig unmittelbar an den Pol z geschaltet ist. Der durch den Lampenkondensator gehende Strom wird mittels eines Wechselstrominstrumentes, oder falls der Widerstand 7 und der Gleichrichter S, z. B. ein Detektor, angewendet werden, mittels eines Gleichstrominstrumentes 6 gemessen.
  • Diese Einrichtung gestattet eine genaue Beobachtung des während des Vorbrennens erfolgenden Vorganges des Verschwindens der Gasreste. Wenn nämlich durch Herabsetzung des Widerstandes q. die Polspannung der Lampe allmählich erhöht wird, dann erfolgt bei gewisser Spannung die Ionisation, der Zeiger des Instrumentes 6 schlägt stark aus und kehrt dann im Ausmaße der Druckverminderung gegen den Nullpunkt des Instrumentes zurück, um schließlich an einem Punkte stehenzubleiben; der verbleibende Ausschlag, der ein Maß des Leitvermögens der Gasreste ist, bildet gleichzeitig ein Maß des in der Lampe entstandenen Vakuums.
  • Auf diese Weise braucht an der Betriebseinrichtung für das Vorbrennen keine wesentliche Änderung vorgenommen zu werden, um ein Vergleichsmaß des Vakuums, welches in der Praxis meist genügt, vom Meßinstrument ablesen zu können.
  • Es kann aber mit diesem Verfahren auch ein absolutes Maß des Vakuums sehr leicht festgestellt werden; es wird zu diesem Zweck der, der abgelesenen Stromstärke entsprechende Druck, z. B. durch Vergleich mit den Anzeigen eines Mac Leodschen Manometers, für die betreffende Lampentype bestimmt, sodann kann auf dem elektrischen Meßinsttument der Grad des Vakuums unmittelbar in Millimetern abgelesen werden.
  • Eine andere, in der Praxis leicht zu bewerkstelligende Ausführungsart der Erfindung besteht darin, daß die zu untersuchende, mit einer stromleitenden Hülle versehene Lampe als Kondensator eines elektrischen Schwingungskreises geschaltet wird. In diesem Falle wird die Frequenz des Schwingungskreises desto niedriger, je stärker die Ionisation, also je größer die Kapazität ist; Glas Verschwinden der Gasreste äußert sich in diesem Falle in der Erhöhung der Frequenz. Eine Ausführung der hierzu nötigen Einrichtung zeigt Abb.4 der Zeichnung. Hier wird die Kathodenglimmlichtlampe 6 zur Schwingungserzeugung benutzt, und zwar auf Grund ihrer bekannten Eigenschaft, daß sie bei sehr geringer Stromstärke eine fallende Charakteristik besitzt und so mit dem mit ihr parallel geschalteten Kondensator zur Schwingungserzeugung angeregt werden kann, wobei die Frequenz der Schwingungen vom Werte der Kapazität abhängt. Nach Abb. 4 wird die Kathodenglimmlichtlampe 6 von der Gleichstromquelle io, i i über den Widerstand ; gespeist; parallel mit ihr ist der aus dem Fadensystem der zu untersuchenden Lampe 3 und aus der äußeren Belegung 5 gebildete »Lampenkondensator« geschaltet; in diesem Stromkreis liegt ferner der Telephonhörer 8 und gegebenenfalls das Wechselstrominstrument 9. Die Lampe 3 ist im übrigen in der beim Vor brennen gewohnten Weise an die Gleich- oder Wechselstromquelle i, 2 geschaltet, aus welcher sie durch den einstellbaren Widerstand 4 den Strom erhält.
  • Es entstehen bei richtiger Wahl des Widerstandes 7 Schwingungen. Solange die Polspannung der Lampe 3 eine so niedrige ist, daß keine Ionisation entsteht, wird im Telephon ein hoher Ton gehört, welcher der obengenannten »Fadenkapazität« Cf entspricht. Wird die Polspannung erhöht, und erfolgt die Ionisation, dann wächst die Kapazität, und der Ton wird ganz bedeutend tiefer, gleichzeitig zeigt das Instrument 9 einen starken Ausschlag. Wenn dann das von lonisationserscheinttngen begleitete "Verschwinden des Gases beendet ist, fällt die Kapazität nahezu auf ihren ursprünglichen Wert zurück, und es wird im Telephon wieder ein hoher Ton gehört; gleichzeitig kehrt der Zeiger des Instrumentes 9 in die Nähe des Nullpunktes zurück. Somit gestattet die Beobachtung der Tonhöhe, einen Schluß auf die Änderungen der Kapazität und hieraus auf den Grad des Vakuums zu ziehen.
  • Die das Vorhandensein der Gasreste anzeigende Tonvertiefung bzw. die infolge deren Verschwinden auftretende Tonerhöhung ist eine so starke (bis mehrere Oktaven ausmachende), daß in der Praxis das Instruirent 9 weggelassen werden kann und der Grad des entstehenden Vakuums aus der Tonhöhe mit Sicherheit beurteilt werden kann. Diese Ausführungsform der Erfindung kann nicht nur in Verbindung mit dem Vorbrennen, sondern auch= zur Kontrolle des Vakuums der fertigen Lampe benutzt werden. Der im Telephon hörbare Ton ist zwar nur zur Schätzung der Güte des Vakuums geeignet, das Verfahren gibt aber weitaus verläßlichere und genauere Resultate als die bisher allgemein verwendete Teslaprobe.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zurKontrolle undMessung des Glühlampenvakuums, dadurch gekennzeichnet, daß der Grad der in der unter Strom gesetzten Glühlampe auftretenden Ionisation durch Bestimmung der beim Einschalten des Stromes auftretenden Änderung des Wechselstromwiderstandes des aus dem Glühfaden einerseits und einer auf der Glühlampe zu diesem Zwecke angebrachten leitenden Hülle andererseits gebildeten Kondensators (Lampenkondensators) festgestellt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestimmung der Änderung des Wechselstromwiderstandes an die beiden Belegungen des Lampenkondensators eine konstante Wechselspannung gelegt un,l die Stromstärke des hindurchgehenden Wechselstromes gemessen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Lampenkondensator in einen Schwingungskreis von hörbarer Frequenz eingeordnet wird, und daß die durch die in der Glühlampe auftretende Ionisation bewirkten Kapazitätsänderungen des Lampenkondensators aus den Änderungen der Tonhöhe bestimmt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Messung des Vakuums in Verbindung mit dem üblichen Vorbrennen erfolgt.
DEV22108D 1926-02-08 1927-02-08 Verfahren zur Kontrolle und Messung des Gluehlampenvakuums Expired DE485151C (de)

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DE (1) DE485151C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1149822B (de) * 1958-07-10 1963-06-06 Siemens Ag Verfahren zur Feststellung von Feinstundichtigkeiten bei luft- bzw. feuchtigkeitsdicht abgeschlossenen Gehaeusen fuer elektrische Kondensatoren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1149822B (de) * 1958-07-10 1963-06-06 Siemens Ag Verfahren zur Feststellung von Feinstundichtigkeiten bei luft- bzw. feuchtigkeitsdicht abgeschlossenen Gehaeusen fuer elektrische Kondensatoren

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