DE48475C - Aufsatz für Geschütze - Google Patents

Aufsatz für Geschütze

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DE48475C
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DE
Germany
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rod
distance
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scale
curved
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT48475D
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English (en)
Original Assignee
Sir W. G. ARMSTRONG, MlTCHEL & CO. Limited in Elswick Works, Newcastle upon Tyne, England
Publication of DE48475C publication Critical patent/DE48475C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G1/00Sighting devices
    • F41G1/06Rearsights
    • F41G1/16Adjusting mechanisms therefor; Mountings therefor
    • F41G1/24Adjusting mechanisms therefor; Mountings therefor rack-and-pinion; lever; linkwork
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G1/00Sighting devices
    • F41G1/38Telescopic sights specially adapted for smallarms or ordnance; Supports or mountings therefor
    • F41G1/393Mounting telescopic sights on ordnance; Transmission of sight movements to the associated gun

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach vorliegender Erfindung wird die Neigung der Visirlinie gegen die Seelenachse des Geschützrohres nicht wie gewöhnlich dadurch verändert, dafs man eines der Visire gegen das andere verschiebt, sondern durch die Bewegung einer gekrümmten Stange durch eine Hülse oder Führung, auf welcher beide Visire sitzen. Auf diese Art erhält man sowohl die verticale als auch Seitenrichtung.
Die Construction ist die folgende: Die Visire werden von einer einzigen Stütze getragen, welche die Gestalt eines Kreisbogens hat und sich in einer Führung bewegt, die am Geschützrohr fest ist und sich mit demselben bewegt. Wenn der Bogen sich in dieser Führung bewegt, so ist die Visirlinie in einer verticalen Ebene gegen die Seelenachse des Geschützrohres mehr oder weniger geneigt.
Um das Geschützrohr auch in der Horizontalebene schief gegen die Visirlinie stellen zu können (infolge der Seitenabweichung), sind die Visire auf einem gekrümmten Gleitstück angebracht, das sich in einer gekrümmten Führung auf der bogenförmigen Stütze bewegt; zur Bewegung des Gleitstückes längs der Führung ist eine Zahnstange und ein Trieb angebracht, um die Correctur für die Bewegung des Geschützrohres oder des Zielpunktes vornehmen zu können; wenn eines oder beide in Bewegung sind, wird die letzterwähnte Führung, statt direct an der bogenförmigen Stütze angebracht zu werden, in Gestalt eines gekrümmten Gleitstückes hergestellt, das durch Zahnstange und Trieb in einer gekrümmten Führung an der Stütze bewegt werden kann. Alle Gleitstücke besitzen Scalen.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen ein Visir dieser Construction:
Fig. ι ist ein Aufrifs, zum Theil Schnitt,
Fig. 2 eine Vorderansicht,
Fig. 3 eine Hinteransicht und
Fig. 4 eine Draufsicht desselben.
Fig. 5 und 6 zeigen eine Abänderung.
α ist ein in Grade und Theile von Graden getheilter Kreisbogen von solchem Halbmesser, dafs die Theilung gut sichtbar ist; der Bogen a kann in einer Hülse von entsprechender Gestalt gehoben und gesenkt werden, und diese Hülse ist am Geschützrohr befestigt oder derart mit demselben verbunden, dafs sie sich mit ihm bewegt.
Die Stange α trägt einen Kopf b und dieser bildet eine Führung, auf welcher das Gleitstück c sich verschieben kann. Diese Führung ist gleichfalls ein Kreisbogen, und das Gleitstück ist entsprechend gekrümmt und in Grade und Theile von Graden getheilt, wie in Fig. 2 gezeichnet.
Die Krümmung ist gering, so dafs die Theilung weit ist, wie dies die Zeichnung andeutet.
Die Einstellung des Gleitstückes c erfolgt durch Drehung des gerändelten Kopfes d auf einer vom Kopf b getragenen Welle. Die Welle trägt ein Trieb, das mit Zähnen an der Unterseite des Gleitstückes' in Eingriff steht; c1 ist eine Feder, die eine hinreichend starke Reibung zwischen den Theilen b und c hervorruft. Am Gleitstück c ist eine Scala c2 ange-
bracht. Das Gleitstück c dient seinerseits als Führung für ein oberes Gleitstück f, und diese Theile sind gleichfalls gekrümmt, wie aus der Draufsicht, Fig. 4, zu ersehen ist. Das Gleitstück f hat Arme f1/1 und trägt Visir und Korn /2 und g. p ist ein gerändelter Knopf, welcher gedreht wird, um das Gleitstück f zu ' verschieben; auf seiner Achse (die vom Gleitstück f getragen wird) befindet sich ein Getriebe, das in Zähne am Gleitstück c eingreift. Bei f3 befindet sich eine kleine Feder zur Hervorbringung der Reibung zwischen den Theilen c und f. f* ist gleichfalls ein am Gleitstück f befestigtes Stück; ein Zeiger auf demselben spielt auf der Scala c2. Am Theil b befindet sich ein anderer Zeiger, der auf derselben Scala spielt. Die Scala c2 dient zu der durch die Schiffsbewegung nothwendig gemachten Correctur.
Jede Einstellung kann besonders gemacht werden, und hierdurch vermeidet man Fehler. Die Stange α wird in ihrer Hülse gehoben, um die erforderliche Elevation zu geben; die Seitenabweichung und die Correctur für den Wind wird durch die vordere Scala der Fig. 2 eingeführt und die Correctur für die Schiffsbewegung durch Verschiebung der Zeiger längs der Scala c1.
Bei dem in den Zeichnungen dargestellten Visir ist die Scala am Bogen α gleichmäfsig getheilt, um die Elevationswinkel anzugeben. Aber die Erfindung gestattet, auch eine gleichmäfsig nach den Schufsdistanzen fortschreitende Scala zu benutzen. ■'
Zu dem Zweck erhält die Stange α, statt nach einem Kreisbogen gekrümmt zu werden, eine wachsende Krümmung. In jenem Theil der Stange, welcher die Stellung der Visire für geringe Distanzen bestimmt, wo die Flugbahn noch flach ist, ist die Krümmung gering, so dafs, wenn die Stange um einen Theilstrich der Scala in der Hülse hinauf- oder herabgeschoben . wird, die Neigung der Visirlinie gegen die Seelenachse des Geschützrohres nur wenig geändert wird. Jener Theil der Stange aber, welcher die Stellung der Visirlinie bei grofsen Schufsdistanzen bestimmt, wo die Flugbahn stärker gekrümmt ist, hat eine stärkere Krümmung, so dafs eine Verschiebung um einen Theilstrich der Scala bei grofsen Schufsdistanzen eine gröfsere Veränderung der Neigung der Visirlinie gegen die Seelenachse des Geschützrohres hervorruft.
Die Krümmung und die Theilung sind derart, dafs jeder Theilstrich einer gleichtheiligen Scala einer gewissen Anzahl von Yards oder Metern (etwa 100) entspricht, um welche die Schufsdistanz ab- oder zunimmt.
Die Theilung kann von beliebiger Gröfse sein, und ebenso kann der ganze Apparat nach Wunsch in gröfserem oder geringerem Mafsstab ausgeführt werden.
Die Anordnung des Apparates in der Weise, dafs die Stange α für gleiche Veränderungen der Distanz um gleiche Stücke verschoben wird, führt zu einer weiteren Neuerung. Die Visirvorrichtung kann nun mit einem Distanzanzeiger verbunden werden, welcher in deutlich sichtbaren Ziffern die Distanz angiebt, auf welche das Visir eingestellt ist. Der Distanzanzeiger ist ein Zählwerk mit zwei Rädern, auf welchen die Ziffern von ο bis 9 verzeichnet sind.
Ein Rad ist das Hunderterrad, das andere das Tausenderrad. Diese Räder sind mit einander so in Eingriff, dafs, wenn das Hunderterrad eine Umdrehung macht, das Tausenderrad sich um ein Zehntel einer vollen Umdrehung dreht und von einer Ziffer auf die nächste übergeht.
Eine Zahnstange auf der Stange α treibt das Hunderterrad derart, dafs es eine volle Umdrehung macht, wenn die Stange um ein einer Schufsdistanz von 1000 m oder Yards entsprechendes Stück bewegt wird.
Fig. 5 ist eine Hinteransicht und Fig. 6 eine Seitenansicht, zum Theil Schnitt einer der bereits beschriebenen ähnlichen Visirvorrichtung, nur ist der Bogen mit einer gleichtheiligen Distanzenscala versehen, und seine Krümmung ist derart, dafs die Scala eine gleichtheilige sein kann.
Der Distanzanzeiger ist gleichfalls angebracht.. k ist der Arm, welcher die Visirvorrichtung trägt; er endigt in einer Hülse, in welcher der Bogen α verschiebbar ist. / I sind zwei kleine Rollen an der Rückseite des Bogens, und m m sind andere ähnliche Rollen, welche auf die Vorderfläche des Bogens durch die Federn η angedrückt werden, so dafs der Bogen zwischen diesen Rollen festgehalten wird.
Auf der Hinterfläche des Bogens befinden sich gekrümmte Zähne a1 a', die in eine Spirale auf der Fläche der Scheibe 0 eingreifen, die mittelst des gerändelten Knopfes o1 gedreht werden kann, um den Bogen α zu heben oder zu senken. Die Scheibe wird durch eine Spiralfeder nach vorn gedrückt, und kann, wenn gewünscht, · aufser Eingriff gesetzt werden, um eine rasche Auf- und Abwärtsbewegung hervorzubringen. a1 a2 sind andere Zähne am Bogen a; sie greifen in einen Trieb ρ auf der Achse der Scheibe p1 ein. Auf dem Umfang der Scheibe sind die Zahlen ο bis 9 verzeichnet, in Fig. 5 ist die Zahl 1 durch einen Spalt im Gehäuse sichtbar. Die in Fig. 5 ersichtlichen Nullen sind am Gehäuse verzeichnet und ändern ihre Lage nicht. Das Rad oder, die Scheibepl hat einen Zahnp1 und dieser dreht-bei jeder Umdrehung der Scheibe p1 eine Scheibe q um einen kleinen Winkel, indem er mit dem einen
oder dem anderen Zahn qx auf dieser Scheibe in Eingriff tritt. Dieses Rad trägt gleichfalls Zähne, welche nach einander an der Oeffnung des Gehäuses erscheinen. Der in Fig. 5 ersichtliche Theil dieses Rades ist unbeschrieben; wenn aber das Rad sich um einen Schnitt dreht, so erscheint zunächst die ZahLi, dann die Zahl 2 u. s. f. Dieses Rad giebt die Tausende von Metern oder Yards an. r ist' ein kleines, an den Zähnen des Triebes ρ liegendes Blatt, das zwischen den Federn s s gehalten wird. Wenn ein Zahn an diesem Blatt vorübergeht, so giebt dieses einen hörbaren Schlag, und der Mann weifs, ohne auch den Distanzanzeiger zu sehen, um wie viel hundert Meter oder Yards er das Visir verstellt hat; dies ist insbesondere bei Nacht von Vortheil oder auch dann, wenn der Distanzanzeiger nicht leicht zu sehen ist.
Die Erfindung ist zum Theil auch auf den Fall anwendbar, wenn die Stange a blps eines der Visire trägt.
Unter den Vortheilen, welche die Erfindung darbietet, sind folgende zu erwähnen:
ι. die Theilung am Visir kann von beliebiger Gröfse sein;
2. die gleichen Distanzen entsprechenden Scalentheile können auf der ganzen Scala gleich sein;
3. ein Distanzzeiger, der in kräftigen Ziffern die Distanz angiebt, auf welche das Visir eingestellt ist, kann angewendet werden;
4. eine Drehung des gerändelten Knopfes, welcher das Visir bewegt, entspricht stets derselben Aenderung der Schufsdistanz.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Aufsatz für Geschütze, gekennzeichnet durch die Anordnung des Visirs h und Kornes g auf einer Stange ff1, welche mittels der nach einem Kreisbogen gekrümmten Stange a und der gekrümmten Führung nach der Höhe und Seite gegen das Geschützrohr eingestellt werden kann (Fig. 1 und- 4).
  2. 2. Bei dem durch den Anspruch 1. gekennzeichneten Aufsatz die Anbringung der gleichmäfsig getheilten Entfernungsscala auf der nach einem Bogen von wachsender Krümmung gebogenen Stange a (Fig. 5 und 6).
  3. 3. Bei dem durch den Anspruch 1. bezw. 2 gekennzeichneten Aufsatz die Anordnung, wonach die Entfernung, auf welche der Aufsatz eingestellt ist, durch die mit Zahlen bezw. Buchstaben versehenen Räder ρ pl q ersichtlich gemacht wird.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT48475D Aufsatz für Geschütze Expired - Lifetime DE48475C (de)

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