DE484473C - Elektrolytische Messvorrichtung mit fluessiger Anode - Google Patents

Elektrolytische Messvorrichtung mit fluessiger Anode

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DE484473C
DE484473C DEJ34345D DEJ0034345D DE484473C DE 484473 C DE484473 C DE 484473C DE J34345 D DEJ34345 D DE J34345D DE J0034345 D DEJ0034345 D DE J0034345D DE 484473 C DE484473 C DE 484473C
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Schott AG
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Jenaer Glaswerk Schott and Gen
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R22/00Arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. electricity meters
    • G01R22/02Arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. electricity meters by electrolytic methods

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  • Power Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Elektrolytische meßvorrichtung mit flüssiger Anode Die Erfindung bezieht sich auf elektrolytische Meßvorrichtungen mit flüssiger, in der Regel aus Quecksilber bestehender Anode, bei denen durch die vom Strom abgeschiedene Anodenflüssigkeit nicht nur die durch die Vorrichtung gegangene Strommenge gemessen werden soll, sondern mit denen zugleich eine Schaltvorrichtung verbunden ist, die nach Ausscheidung einer bestimmten Menge der Anodenflüssigkeit durch diese Flüssigkeit selbsttätig geschlossen wird. Solche Meßvorrichtungen sind z. B. als sogenannte Stromautomaten vorgeschlagen worden, die nach Einwurf eines Geldstücks eine gewisse Elektrizitätsmenge liefern. Um die Schwierigkeiten zu umgehen, die einer völligen Trennung beider Schaltteile der erwähnten Schaltvorrichtung wegen des Vorhandenseins des (ebenfalls leitenden) Elektrolyten entgegenstehen, hat man außer dem Meßrohr noch ein besonderes, vom Elektrolyten freies Rohr angebracht, in dem der feste Schaltteil angeordnet war und in das bei der Abscheidung von Anodenflüssigkeit eine der abgeschiedenen Menge dieser Flüssigkeit gleiche Menge einer leitenden Flüssigkeit, in der Regel wieder Quecksilber, übergeführt wurde, bis die Flüssigkeitssäule den festen Schaltteil erreichte und dadurch den betreffenden Stromkreis schloß.
  • Nach der Erfindung läßt sich die Anordnung eines besonderen vom Elektrolyten freien Rohres vermeiden, also der erwähnte feste Schaltteil im Meßrohr selbst anordnen, wenn man den festen Schaltteil mit dem positiven Pol der Stromquelle verbindet, die dem zu schließenden Stromkreis angehört, und für diese Stromquelle eine Spannung wählt, die kleiner ist als die Zersetzungsspannung des Elektrolyten. Bei dieser Anordnung wirkt die im Meßrohr abgeschiedene Anodenflüssigkeit zusammen mit dem festen Schaltteil als elektrisches Ventil, das keinen Strom hindurchläßt, bevor nicht die abgeschiedene Anodenflüssigkeit mit dem festen Schaltteil in unmittelbare Berührung kommt.
  • Soll die Strommenge, die durch die Meßvorrichtung vom Zeitpunkt der Einschaltung derselben bis zur Betätigung der Schaltvorrichtung im Meßrohr durch die Meßvorrichtung fließen muß, veränderbar sein, so verbindet man zweckmäßig das untere Ende des Meßrohrs mit dem Vorratsbehälter für die Anodenflüssigkeit durch ein Rohr und ordnet ein Ventil an, durch das die Verbindung zwischen dem Meßrohr und dem Vorratsbehälter abgesperrt werden kann. Dann kann man durch Öffnen des Ventils willkürlich Anodenflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter in das Meßrohr strömen lassen und dadurch gewissermaßen den Nullpunkt, von dem aus das Gerät mißt, verlegen. Als Ventil mag dabei ein von Hand zu betätigender Hahn dienen. Vorteilhafter ist es jedoch, statt des Hahns einen sich selbsttätig gegen den Ventilsitz anlegenden Schwimmer anzuordnen, der mindestens teilweise aus magnetischem Stoff besteht und von einer Magnetspule umgeben ist, so daß der Kolben von dem Ventilsitz durch Hindurchleiten eines Stroms durch die Spule von Ferne abgehoben werden kann.
  • Als Stromquelle für den Stromkreis, der durch die im MeßTOhr angeordnete Schaltvorrichtung geschlossen werden soll, kann man diejenige des Verbrauchsstromkreises, in den die Meßvorrichtung eingeschaltet ist, selbst verwenden, indem man den zu schließenden Stromkreis von einem im Verbrauchsstromkreis liegenden Widerstand abzweigt. Dabei kann wiederum dieser Widerstand derselbe sein, von dem die Meßzelle abgezweigt ist. Im letzteren Falle hat man dafür zu sorgen, daß zwischen jeder Abzweigung des von der Schaltvorrichtung zu schließenden Stromkreises und der ihr zunächst liegenden Abzweigung des Meßstromkreises ein Widerstand liegt, dessen Spannungsabfall auch beim größten Nutzstrom kleiner ist als die Zersetzungsspannung des Elektrolyten, um unerwünschte Ströme zwischen den Schaltteilen im Meßrohr und den Elektroden der Meßvorrichtung zu vermeiden.
  • In Abb. i der Zeichnung ist beispielsweise eine der Erfindung entsprechende Vorrichtung in einem Längsschnitt dargestellt. Abb. 2 gibt ein Schaltungsschema für diese Vorrichtung wieder, wobei die Meßvorrichtung und die Schaltvorrichtung im Meßrohr an ein und demselben Nebenwiderstand des Nutzstromkreises liegen. Abb. 3 zeigt einen Teil einer abgeänderten Ausführungsform ebenfalls in einem Längsschnitt.
  • Die in Abb. i wiedergegebene Vorrichtung ist nach Art eines elektrolytischen Quecksilberzählers gebaut. Sie hat ein Meßrohr a, an das sich am oberen Ende ein Behälter b anschließt, der gegen das Meßrohr durch eine mit einem Loch cl versehene Glocke c aus porösem Glas abgeschlossen ist. Mit dem Behälter b steht ein Vorratsbehälter d für Quecksilber e in Verbindung. Ein von dem Vorratsbehälter d abzweigendes Rohr f verbindet diesen Behälter mit dem unteren Ende des Meßrohrs a. Zwischen den Rohren a und f ist ein eingeschliffener Hahn g mit einem Kanal 9l angeordnet. In der gezeichneten Stellung sperrt der Hahn g die Verbindung zwischen dem Vorratsbehälter d und dem unteren Ende des Meßrohrs a. Über dem Hahn g steht eine kleine Menge Quecksilber ei, in die ein in die Wandung des Rohres a eingeschmolzener Leitungsdraht k hineinragt. Außer dem Draht 7a ist in die Wandung des Meßrohrs a noch ein Draht i eingeschmolzen, der den festen Schaltteil einer Schaltvorrichtung bildet, deren beweglicher Schaltteil von dem Quecksilber im Meßrohr a gebildet wird. In den Behälter b ist ein Draht y eingeschmolzen, durch den der Meßstrom dem Quecksilber e zugeleitet wird, wobei dieses zur Anode der Meßvorrichtung wird. Die Kathode der Meßvorrichtung, die mit k bezeichnet ist, ist unterhalb der Glasglocke c befestigt. Der vom Quecksilber frei gelassene Raum der Vorrichtung ist mit einer Kaliumquecksilberjodidlösung l gefüllt.
  • Wie aus Abb. 2 ersichtlich, ist die Meßvorrichtung mit ihren Elektroden y und k parallel zu einem im Nutzstromkreis m, za liegenden Nebenwiderstand o geschaltet. Von den Punkten A und B des Widerstandes o zweigen Leitungen zu den Zuleitungsdrähten k und i der Schaltvorrichtung im Meßrohr a ab, wobei in die Zuleitung zu dem Draht i ein Wecker eingeschaltet ist. Die Punkte A und B sind so gewählt, daß zwischen jedem von ihnen und dem ihm zunächst liegenden Ende des Widerstandes o höchstens eine Spannungsdifferenz von o,3 Volt entstehen kann.
  • Die beschriebene Einrichtung arbeitet in folgender Weise. Wird im Nutzstromkreis ein Stromverbraucher eingeschaltet, so fließt auch eile Strom durch die Meßvorrichtung. Dadurch wird Quecksilber von der Anode nach der Kathode k übergeführt und fällt in das Meßrohr a, in dem es allmählich ansteigt. Erreicht die Quecksilbersäule den Schaltteil i, so wird der Stromkreis des Weckers P geschlossen und dieser ertönt. Das kann z. B. ein Zeichen dafür sein, daß der Schalter für den Stromverbraucher wieder geöffnet werden soll. Statt des Weckers könnte auch ein Relais eingeschaltet sein, daß den Schalter des Stromverbrauchers selbsttätig öffnet. Nachdem das Quecksilber im Meßrohr den Schaltteil i erreicht hat, wird die Meßvorrichtung gekippt, so daß das abgeschiedene Quecksilber durch das Loch cl wieder in die Behälter b und d zurückläuft. Die Menge an Quecksilber ei, die vor dem Einschalten der Meßvorrichtung vorhanden sein soll und damit auch die Elektrizitätsmenge, die durch den Nutzstromkreis geflossen sein muß, bis der Wecker ertönt, wird nach dem Kippen durch kurzes Öffnen- und Wiederschließen des Hahns g eingestellt.
  • Bei der nach Abb. 3 abgeänderten Vorrichtung ist der Hahn g durch einen Schwimmer q, der einen Eisenkern ql enthält und der durch den Auftrieb, den er durch das Quecksilber e erleidet, gegen eine konische Fläche am Meßrohr a gedrückt wird, ersetzt. Eine Spule y, durch die aus einer Batterie s ein elektrischer Strom geschickt werden kann, umgibt den Schwimmer q teilweise. Wird der Strom der Spule y einigeschaltet, so zieht diese den Schwimmer q nach unten, wodurch das Meßrohr a nach unten geöffnet wird und Quecksilber aus dem Rohr f in das Meßrohr eindringen kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrolytische Meßvorrichtung mit flüssiger Anode, bei der eine Schaltvorrichtung vorgesehen ist, deren einer Schaltteil von der ausgeschiedenen Anodenflüssigkeit gebildet wird und die durch die ausgeschiedene Anodenflüssigkeit selbsttätig geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite feste Schaltteil der Schaltvorrichtung im. Meßrohr selbst angebracht und mit dem positiven Pol der dem zu schließenden Stromkreis angehörenden Stromquelle verbunden ist, und daß für die Stromquelle eine Spannung gewählt ist, die kleiner ist als die Zersetzungsspannung des Elektrolyten.
  2. 2. Meßvorrichtung nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des Meßrohrs mit dem Vorratsbehälter für die Anodenflüssigkeit durch ein Rohr verbunden ist, und daß ein Ventil angeordnet ist, durch das die Verbindung zwischen dem Meßrohr und dem Vorratsbehälter abgesperrt werden kann.
  3. 3. Meßvorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil einen mindestens teilweise aus magnetischem Stoff bestehenden Schwimmer enthält, der selbsttätig gegen den Ventilsitz gedrückt wird und der von einer Spule so umgeben ist, daß beim Hindurchleiten eines Strömes durch diese Spule der Schwimmer angezogen und dadurch der Schwimmer von dem Ventilsitz abgehoben wird. q.. Meßvorrichtung nach Anspruch r, bei der der die elektrolytische Zelle durchfließende zu messende Strom von einem Nebenwiderstand abgezweigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß von dem gleichen Widerstand auch der von der Schaltvorrichtung zu schließende Strom abgezweigt ist, und zwar so, daß zwischen jeder Abzweigung des von der Schaltvorrichtung zu schließenden Stromes und der ihr zunächst liegenden Abzweigung des Meßstromes ein Widerstand liegt, dessen Spannungsabfall auch bei dem stärksten durch den Nebenwiderstand fließenden Strom kleiner ist als die Zersetzungsspannung des Elektrolyten.
DEJ34345D 1928-05-06 1928-05-06 Elektrolytische Messvorrichtung mit fluessiger Anode Expired DE484473C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3045178A (en) * 1958-09-15 1962-07-17 United Nuclear Corp Operating time indicator

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