DE238474C - - Google Patents
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- DE238474C DE238474C DENDAT238474D DE238474DA DE238474C DE 238474 C DE238474 C DE 238474C DE NDAT238474 D DENDAT238474 D DE NDAT238474D DE 238474D A DE238474D A DE 238474DA DE 238474 C DE238474 C DE 238474C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H29/00—Switches having at least one liquid contact
- H01H29/18—Switches having at least one liquid contact with level of surface of contact liquid displaced by non-electrical contact-making plunger
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- Surface Treatment Of Glass (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
238474 KLASSE 21 c. GRUPPE
Der Gegenstand der Erfindung betrifft eine elektromagnetische, durch Quecksilberverdrängung
wirksame Schalteinrichtung für elektrische Ströme, insbesondere für die Begrenzung der
Stromentnahme aus Beleuchtungsnetzen. Apparate nach diesem Prinzip sind in verschiedenen
Ausführungsformen bekannt, von denen eine die folgende Einrichtung hat.
In die Wand einer Glasröhre sind die beiden
ίο Kontaktstifte eingeschm.olzen. Der Raum in
der Glasröhre unterhalb dieser Einschmelzungen ist mit Quecksilber angefüllt, jedoch nur so hoch,
daß die Kontaktstifte noch nicht berührt werden; kommt aber ein Fremdkörper von entsprechendem
Rauminhalt und Gewicht zu dem Quecksilber hinzu, so wird dieses durch Verdrängung
bis an die Kontaktstifte hochgetrieben und damit die elektrische Verbindung hergestellt.
Die Ausschaltung erfolgt durch elektromagnetisches Anheben des Verdrängungskörpers.
Bei der Verwendung einer solchen Einrichtung als Strombegrenzer oder Blinklichtschalter
machen sich folgende Mängel störend bemerkbar:
1. Verunreinigung des Quecksilbers und schneller Verbrauch der reduzierenden Gasfüllung,
weil der Unterbrechungsfunke zwischen Platin und Quecksilber, also verschiedenen Metallen,
gebildet wird;
2. geringe Belastungsfähigkeit der in die Glaswand eingeschmolzenen Kontaktstifte;
3. der notwendigerweise aus Eisen bestehende Verdrängerkolben bewegt sich in dem Räume,
durch dessen Wand die Kontaktstifte eintreten, so daß Stromschließungen durch den Eisenkörper
möglich sind, die zu einer Zeit auftreten, in der Unterbrechung gewünscht ist.
Diese Mängel werden bei einer anderen bekannten Einrichtung vermieden, die beispielsweise
gemäß Fig. 1 ausgeführt sein kann. Hier ist ein röhrenförmiges Hauptgefäß g vorgesehen,
in dessen Wand keine Kontaktstifte eingeschmolzen sind, und in dem sich nur der eiserne
Verdränger ν und das zu verdrängende Quecksilber Hg befinden. In das Hauptgefäß g münden
zu beiden Seiten zwei Nebengefäße ηΛ und n2,
in deren Böden die Stromzuführungen C1 und C2
eingeschmolzen sind, welche von der Quecksilberfüllung der Nebengefäße dauernd bedeckt und
dadurch auch dauernd gekühlt werden. Durch diese Anordnung ist die Stromunterbrechungsstelle
von den eingeschmolzenen Stromzuführungen C1 und C2 nach den Verbindungsstellen
zwischen dem Hauptgefäß und den Nebengefäßen verlegt, und die Unterbrechung findet nur
zwischen Quecksilber statt. Auch die Gefahr einer Stromschließung durch den eisernen Verdränger
ν ist beseitigt, weil in dem Wege des Verdrängers überhaupt keine stromführenden
Hindernisse liegen.
Bei beiden beschriebenen Einrichtungen aber sind noch nachstehende Übelstände vorhanden.
Die Unterbrechungen treten so häufig auf, daß das beabsichtigte Erlöschen und Wiederaufleuchten
der Glühlampen überhaupt nicht erfolgt, sondern nur eine schwache Beunruhigung des Lichtes wahrnehmbar ist. Außerdem wird
durch die große Anzahl von Unterbrechungsfunken der ganze Apparat sehr stark erwärmt
und das Vakuum des Gefäßes verschlechtert bzw. die reduzierende Gasfüllung schnell verbraucht.
Um daher die Häufigkeit und die Unregelmäßigkeit der Unterbrechungen zu regeln, muß
die Beweglichkeit des Verdrängers ν gedämpft werden. Eine solche dämpfende Wirkung könnte
durch einen Hilfsmagneten oder durch eine dauernd von Strom durchflossene Spule auf
ίο den Verdränger ν ausgeübt werden. Auf wesentlich
einfachere Art erfolgt aber gemäß der Erfindung die Dämpfung durch mechanische Bremsung, indem man die Reibung benutzt,
welche bei der Bewegung des Verdrängerkörpers ν auf der Glaswand entsteht, wenn das Glasgefäß
g unter einem hinreichenden Winkel geneigt wird, wie es in Fig. 2 dargestellt ist. Wird
dieser Winkel richtig gewählt, dann entsteht sowohl bei der Abwärtsbewegung des Verdrängers
ν eine Schwächung der treibenden Kraft, nämlich der Erdschwere, als auch bei
seiner Aufwärtsbewegung, welche ja beim Öffnen des Stromkreises in Frage kommt, eine Schwächung
des zu überwindenden Widerstandes.
Man erreicht also eine Beschleunigung des Öffnungsvorganges und eine Verzögerung des Schließungsvorganges,
insbesondere aber eine Verminderung der Unterbrechungszahl. Außerdem spart man hierdurch an Amperewindungen für
das Anheben des Eisen verdrängers.
Ein Apparat, der nach diesen Gesichtspunkten aufgebaut ist, wird durch Fig. 2 und 3 erläutert.
Die mittels der Schiene p befestigte Spule s umschließt das Hauptgefäß g und bestimmt durch
die Richtung ihres Hohlraumes auch die erforderliche Neigung des Glasgefäßes g mit seinen
Nebengefäßen. In dem Hauptgefäß g befindet sich der eiserne Verdränger v, der bei entsprechendem
Stromdurchgang in den Spulenraum hineingezogen wird. Hierdurch wird die Vereinigung
der Quecksilberfüllungen in den Nebengefäßen mit der Quecksilberfüllung in dem mittleren Hauptgefäß aufgehoben, und der Verdränger
gleitet aus dem Spulenraum auf der Glaswand wieder herab, wobei er infolge der Neigung des Gefäßes die erforderliche Verzögerung
erfährt. Bei dem Herabgleiten des Verdrängers ν wird durch diesen Quecksilber aus
dem Hauptgefäß in die Nebengefäße getrieben, wodurch die elektrische Verbindung wieder hergestellt
ist und der Verdränger von neuem hochgezogen wird. Dieses Spiel wiederholt sich so
lange, als die Stromstärke die erforderliche Amperezahl aufweist.
Zwecks Einstellung der Empfindlichkeit des ganzen Apparates kann die Lage des Gefäßes g
zur Spule s derart verändert werden, daß der eiserne Verdränger υ der Spule s genähert oder
von ihr entfernt wird.
Ein weiterer wichtiger Vorzug des in geneigter Lage angeordneten Quecksilbergefäßes ist die
Ausgleichung der bei der Fabrikation unvermeidlichen Füllfehler. Bei allen senki'echt
angeordneten Quecksilberunterbrechergefäßen, gleichviel, ob mit Elektroden in der Hauptgefäßwand
oder in Nebengefäßen, ist die Standhohe des Quecksilbers in dem zugeschmolzenen
Gefäß nicht mehr zu ändern. Sobald jedoch das Gefäß geneigt und dabei drehbar angeordnet
ist, kann die Entfernung zwischen Elektrode und Quecksilberoberfläche beliebig geändert
werden. Auch bei dem dreiteiligen Gefäß kann durch Drehen des geneigt angeordneten
Gefäßes ein etwa vorhandener Quecksilberüberschuß (Füllfehler) nach einem der beiden Nebengefäße
geleitet Werden, um dadurch die Trennung des Quecksilbers im Hauptgefäß von dem in den
beiden Nebengefäßen enthaltenen zu gleicher Zeit zu erreichen.
Nach erfolgter Einstellung der Quecksilberfüllung und der magnetischen Zugkraft wird die
Lage des Gefäßes g durch Anziehen der Rohrschelle r, die durch die Strebe α mit der Schiene φ
verbunden ist, endgültig festgelegt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Elektromagnetischer, durch Quecksilberverdrängung wirksamer Strombegrenzer, dadurch gekennzeichnet, daß das Quecksilbergefäß (g) geneigt angeordnet ist, so daß der Verdrängungskörper (ν) auf der Gefäßwand aufliegt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE238474C true DE238474C (de) |
Family
ID=497995
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT238474D Active DE238474C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE238474C (de) |
-
0
- DE DENDAT238474D patent/DE238474C/de active Active
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