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Berührungsschutzanordnung für Glühlampenfassungen mit einer in der
Fassung angeordneten Schaltvorrichtung Zur Herbeiführung des Berührungsschutzes
bei Glühlampenfassungen 'hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Kontakte der Fassung
durch eine Schaltvorrichtung bis kurz vor dem beendigten Einschrauben der Glühlampe
spannungslos zu machen.
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Der Vorteil dieser durch das Patent I25 892
vom Jahre igoo zuerst
bekannt gewordenen Anordnung liegt allerdings nur darin, daß bei fehlender Glühlampe
oder sonstigem Anschlußkörper eine Berührungsgefahr der Fassungskontakte vermieden
wird. Ein Berührungsschutz beim Ein- und Ausschraubender Glühlampe wird trotz Anwendung
vorstehender Schaltvorrichtung aber erst durch die geeignete Anordnung eines Schutzringes
an der Fassung erzielt, da die Fassongs- und Lampensockelkontakbe erst unter Spannung
treten dürfen, nachdem sie durch den entsprechend ausgebildeten Fassungsrand verdeckt
sind.
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Diese Anordnung wird nun durch den Umstand ungünstig beeinflußt, daß
bei den normalisierten Glühlampens.ockeln nach der Abdeckung des Lampensockels durch
den Fassungsrand bis zur Betätigung der Schaltvorrichtung nur ein geringer Weg für
die Schraubbewegung der Glühlampe verbleibt, so da.ß die Schaltbewegung der Schaltvorrichtung
auf ein geringes Maß beschränkt wird.
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Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß, die in der
Fassung angeordnete Schaltvorrichtung zum Unterspannungsetzen oder Spannungslosmachen
des Gewindekontaktes der Fassung und des Lampensockels zwangsweise von zwei voneinander
getrennten Bewegungsvorgängen abhängig ist. Das Unterspannungsetzen erfolgt dabei
nicht nur durch die Einschraubbewegung der Glühlampe, sondern es ist auch von der
Bewegung einer besonderen Handhabe derart in schaltungstechnische Abhängigkeit gebracht,
da.ß völliges Glühlampeneinschrauben und Bewegung der Schaltvorrichtung durch die
Handhabe erst dem Gewindekorb der Fassung Spannung zuführen.
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Man erreicht dadurch, da.ß die Einschaltung - bzw. Unterspannungsetzung
der Fassungskontakte erfindungsgemäß erst nach dem vollständigen Einschrauben der
Glühlampe vor sich geht. Die Herbeiführung der Ausschaltstellung der Schaltvorrichtung
erfolgt jedoch zwangsläufig schon durch eine der vorgenannten Bewegungen in rückläufiger
Richtung, und zwar entweder durch das teilweise Herausschrauben der Glühlampe oder
gegebenenfalls auch durch die Zurückführung der Handhabe.
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Durch diese neue Anordnung tritt gegenüber der bisher bekannten Ausführung
vorteilhafterweise eine Vergrößerung des Schaltweges auf.
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Diese Anordnung wird durch eine Schaltvorrichtung herbeigeführt, deren
Schaltkontakte beide beweglich sind und wobei einer von diesen durch die erwähnte
Handbetätigung und der andere durch die Glühlafnpenbewegung
gesteuert
wird. Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann der von Hand bewegliche
Kontakt auch jederzeit ohne Mitwirkung der Schraubbewegung der Glüh-Lampe wieder
von Hand zurückbewegt werden, um erforderlichenfalls ein Ausschalten des zu den
Sockelstellen der Lampe führenden Stromkreises zu veranlassen.
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Durch die neue Anordnung wird mithin. nicht nur die Herbeiführung
eines einfachen Berührungsschutzes mit einem vergrößerten Schaltweg der Kontaktvorrichtung
erzielt, sondern es entsteht dadurch zugleich eine Schaltfassung unter Fortfall
des bisher benötigten besonderen Schaltwerks mit gesonderten Kontakten für die Stromschließung
und -öffnung.
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Die Erfindung ist in: den Fig. i bisr 7 in verschiedenen Anordnungen
dargestellt, und zwar zeigen Fig.3 einen senkrechten Längs, schnitt durch die Fassung,
während Fig.5 und 6 Einzelteile der Kontaktvorrichtung darstellen. In Fig.7 ist
sodann die Fassung im Längsschnitt mit eingeschraubter Glühlampe dargestellt.
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Die Fassung besteht wie bisher aus dem Fassungsboden i, dem Mantel
2 und dem Innentei13. An letzterem befinden sich der Mittelkontakt q. und die Gewindehülse
5. Da die Berührung zwischen dem Lampenfußkontakt 6 und dem Fassungskontakt q. erst
bei völlig eingeschraubter Glühlampe erfolgt, so erübrigt sich auch die Abschaltung
des Mittelkontaktes q. durch die obengenannfie Schaltvorrichtung zum Spannungslosmachen
der Kontakte .aus .Gründen der Vereinfachung und Verbilligung der Fassung. Der Mittelkontakt
4. ist deshalb mit der Anschlußklemme 7 direkt verbunden. Es kann aber auch eine
Abschaltung des Mittelkontaktes q. auf bekannte Art und Weisse, wie z. B. nach der
amerikanischen Patentschrift Nr. i 23 i o63 herbeigeführt werden, ohne .dadurch
den Erfindungsgedanken zu beeinflussen. Erforderlich zur Herbeiführung des Berührungsschutzes
ist nur die Abschaltung der 'Gewindehülse 5, damit diese erst unter Spannung gelangt,
wenn der Fassungsmantel 2 den Lampensockel n vollständig bedeckt. Die bekannte Schaltvorrichtung
zum Spannungslosmachen des Kontaktes 5 besteht zum Beispiel aus einem fiedernden:
Metallstück 9 von beliebiger Form, welches an -der Gewindehülse 5 z. B. bei io mittels
einer Schraube i i o. dgl. befestigt wird. Die der Glühlampe zugekehrte Seite des
Teiles q ist mit einer isolierenden Platte 12 belegt, welche durch mehrem umgebogene
Lappen 13 an dem Teil 9 befestigt ist (Fig. i und 5). Sowohl das Metallstück
g als auch die Isolierplatte 12 sind so ausgebildet, daß .der nicht abgeschaltete
Mittelkontakt durch beide Teilre hindurchtreten kann. An dem Teil g befindet sich,
-dem Innenteil3 zugekehrt, ein vorstehendes KontaktstÜck i ¢ (Fig. 3, 5 und 6),
dessen etwas rorsteh ende Kontaktstelleni 5 abgerundet sihd.
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Bei völlig eingeschraubter Glühlampe hat das Kontaktstück i ¢ noch
keine Verbindung mit einem Gegenkontakt im Gegensatz zu früheren- bekannten Ausführungen,
bei welchen diese Verbindung bei ganz eingeschraubter Lampe durch die letztere herbeigeführt
wurde. Diese Verbindung wird erfindungsgemäß erst hergestellt durch die Betätigung
eines Gegenkontaktes 16, welcher z. B. U-förmig über den durch die Lampe
b:ewegte,ri Kontakt i q. greift. Der Kontakt 16 besitzt z. B. Aushöhlungen, welche
sich federnd den Abrundungen 15 des Kontaktes i q. anschmiegen. Der in sich
federnde Kontakt i6--kann auf beliebige Weise an einer mit dem Anschlußkontäkt i7_
verbundenen Blattfeder 18 (Fig. 2 und 3) oder z. B. nach Fig. q. an einem mit dem
Anschlußkontakt 17 in Verbindung stehenden Winkelhebel i9 befestigt sein.
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Fig. 3, q. und 7 stellen den Kontakt 17 in Ausschaltstellung
dar. Diese wird durch die Eigenfederung der Blattfeder 18 oder durch eine Feder
2.o, welche z. B. am Winkelhebel i.9 angreift, herbeigeführt. Die Einschaltung erfolgt
nach den Fig. 3 und q. durch ein Zugorgan 2 i, welches in beliebiger Richtung aus
der Fassung herausgeführt werden kann. Bei fehlender Lampe kann keine Einschaltung
durch :das Zugorgan 2 1 erfolgen, weil infolge Fehlens einer Rast die Federung der
Teile 18
bzw. i9 diese wieder in die Ausschaltstellung zurückbringt. Bei .eingeschraubter
Lampe jedoch hat sich er Kontakt i q. dem Kontakt 16 genähert.(Fig. 7); so daß.
nunmehr der letztere bei .der Zugbetätigung federnd über den Kontakt i q. greift
und .durch kugelige Ausbildung der Kontaktflächen, entgegen dem 'Zug der Federn
18 und i9 in der Einschaltstellung festgehalten wird.
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Die Schaltvorrichtung wird nach Fig. 3 erst getrennt, wenn die Glühlampe
etwas losgeschraubt wird und sich dadurch das ebenfalls durch Federung zurücktretende
Teil g mit dem Kontakt 1q. aus dem nicht noch folgenden Kontakt 16 herauszieht.
Es genügt eine geringe Bewegung des Kontaktes 14, um die Verbindung mit dem Korntakt
16 zu unterbrechen, so daß. dieser durch die Federung des Teiles 18 zurückschnellt
und den Stromweg einwandfrei unterbricht. Derselbe Vorgang vollzieht sich bei der
Ausfühtung nach der Fig. q., da die Feder 2o den Winkelhebel bei Trennung der Kontakte
1q: und 16 ebenfalls zurückzieht.
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Durch die Anordnung eines weiteren Zugorgans 22 ist es jedoch außerdem
möglich,
die Kontaktverbindung 14 bis 16 zu unterbrechen,
ohne da.ß die Glühlampe bewegt wird. Durch Zug am Organza wird der Winkelhebel.
i 9 in die Ausschaltstellung gebracht, wie aus Fig. 4 ohne weitere Erklärung erkennbar
ist. Die Zugorgane 21 und -z können aus einem Stück bestehen und durch eine Öffnung
23 des Schalthebels i9 hindurchgeführt sein. Zwei Anschläge 24 am Zugorgan,
welche einen Spielraum zwischen sich und dem Hebel i9 lassen, ermöglichen die Betätigung
des letzteren mit Momentsprung durch die Handausschaltung.