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Flach zusammenlegbares Bockgerüst, insbesondere für Bühnenzwecke.
Gegenstand der Erfindung ist ein Bach zusammenlegbares Bockgerüst, das vorzugsweise
als Podest oder Rampe für Theaterbühnen bestimmt .ist, aber gegebenenfalls auch
als Arbeitsbühne für Stukkateure, Anstreicher usw. sowie als Redebühne oder -rampe
und für ähnliche Zwecke verwendet werden kann.
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Es ist bereits bekannt, Bockgerüste in der Weise auszubilden, daß
an das eine Ende eines Fußrahmens zwei druckfeste Streben angelenkt sind, an deren
Enden sich, Z-artig gegen den Fußrahmen versetzt, in gelenkiger Verbindung eine
Plattform anschließt. Bei den ,älteren derartigen Bockgerüsten ist einerseits jede
Strebe gegen die Fußstütze, andererseits die Plattform gegen die Streben durch Zwischenstäbe
abgestützt, mit der Wirkung, daß die Streben auf Biegung beansprucht werden, und
daß außerdem zur Ermöglichung weitgehender Verstellung eine Unterteilung der Streben
und teleskop.artige Verbindung der Strebenteile notwendig ist. Demgegenüber liegt
das Wesen der Erfindung darin, daß die Plattform mit in; der Nähe ihrer Enden vorgesehenen
Stützenpaanen unmittelbar in Rasten des Fußrahmens aufsetzbar ist.
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Bei dieser Einrichtung ist das Ganze bei Nichtgebrauch für die Beförderung
-fach zusammenlegbar. Ferner ist die Plattform, da eine größere Anzahl von Stützen
von abgestuften Längen zur Verfügung steht, in weiten Grenzen der Höhe nach verstellbar;
und zwar an jedem Ende gesondert, so daß sie nicht nur wagerecht, sondern auch schräg
eingestellt werden kann.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbieispiel des Erfindungsgegenstandes;
und zwar zeigt Abb. i das aufgestellte Bockgerüst von der Längsseite, Abb.2 von
der Breitseite aus gesehen. Abb.3 gibt einen Längsschnitt durch das zusammengeklappte
Gerüst wieder, wobei der Einfachheit halber die Stützen weggelassen sind.
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Das neue Bockgerüst besitzt einen rechteckigen Fußrahmen i und eine
Plattform 2. Der Fußrahmen kann je nach der Größe und dem Verwendungszweck des Gerüsts
aus Holz oder Eisen bestehen, eb henso die Plattform z, die je nach Bedarf aus einer
durch Längs- sowie gegebenenfalls Querträger mrsteiftenHolz- oder Eisenplatte oder
aus einem hölzernen oder .eisernen, mit Brettern belegten' Rahmen: gefertigt sehn
kann. In der Nähe eines jeden Endes der Plattform 2 sind an dieser mehrere (in dem
gezeichneten Ausführungsbeispiele sechs) _ Paare von Stützen 3 bis 8 und. 3a bis
8a angeienkt, die unter sich verschiedene Längen haben. Dabei entspricht aber jedem
Stützenpaar am einen Ende der Plattform,ein Stützenpaar gleicher Länge am anderen
Ende derselben. Die Stützen b,estehen im dargestellten Beispiel aus. U-förmig gebogenen
Blechplatten geeigneter Stärke;
die längsten Stützen 'haben dabei
die größte Breite, während die Breite der kürzeren Stützen, stufenweise abnimmt,
so daß die kurzen Stützen sich in die längeren einlegen lassen. Mit der Plattform
2 sind in dem gezeichneten .Ausführungsbeispiel die Stützen gelenkig verbunden.
Dabei durchdringenzwei an der Unterseite der Plattförm befestigte Achseng die Seitenflansche
der U-förmigen Stützen.
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Statt-der U-förmig gebogenen Blechplatten kann auch U-förmiges Walzeisen
oder ein anderes geeignetes Profileisen für die Stützen Verwendung finden. Die längsten
Stützen 3 und 3a sind paarweise durch Querstreben io miteinandeT verbunden und abgesteift.
Falls erforderlich, können" auch die kürzeren-Stützen paarweise durch Querstreben
verbunden sein. In diesem Falle bestehen die Stützen vorteilhaft aus winklig gebogenen
Blechplatten oder aus Winkeleisen, damit die kürzeren Stützen trotz ihrer Verstrebung
von den längeren Stützen aufgenommen werden können.
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Auf dem Fußrahmen. i sind in der Ebene der Stützen, 3 bis 8 und 3a
bis 8a zwei längsverlaufende T-Eisen, io befestigt, deren nach oben -gerichtete
Stege in der Nähe der Rahmen- -enden mindestens je eine etwa dreieckig oder trapezförmig
-ausgeschnittene Rast i i zum Einsgriff der Stützen enthalten. Die Stützen sind
dabei an ihren unteren Enden mit vorteilhaft ebenfalls dreieckigen oder trapezförmngen
Ausschnitten 12 versehen, also gewissermaßen, -gegabelt,-so daß sie - die Stege
der T-Eisen. i o umgreifen und dadurch seitlich geführt sind.
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Um die von den. gelenkigen Stützen getragene Plattform 2 gegen Längsverschiebung
zu sichern, ist sie mit der Fußplatte i durch zwei an den Langseiten des Gerüstes
angeordnete diagonale Zug- und Druckstangen 13 gekuppelt, deren Enden an entgegengesetzten
Enden der Plattform z und des Fußrahmens i gelenkig - befestigt sind. Die Stangen
13 bestehen im dargestellten Beispiel ähnlich wie- die Stützen aus U-förmig gebogenen.
Blechplatten; sie können aber auch aus Walzeisen gebildet sein oder auch aus Holzstangen,
die an den- Enden mit eisernen, Beschlägen versehen sind.
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Endlich sind .am Fußrahmen i noch Verriegelungsvorrichtungen für die
Stützen vorgesehen.. Diese Verriegelungsvorrichtungen bestehen im gezeichneten Beispiel
aus Haken 1q., die ,an. den Stegen der T-Eisen io in senkrechter Ebene drehbar gelagert
sind- und in ihrer Verriegelungsstellung in Löcher 15
an den. unteren Enden
der Stützen eingreifen. Die Haken 14 werden in dieser Stellung durch Blattfedern
16 -gehalten. Diese Blattfedern wirken dabei auf Druckflächen .ein, die sich
'. an den Lagerenden der Haken befinden. Bei Nichtgebrauch können die Haken nach
unten gedreht werden.
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Wie ersichtlich, kann die Plattform 2 des neuen Bockgerüstes durch
wahlweise Benutzung der längeren oder kürzeren Stützen in sechs verschiedenen Höhenlagen
eingestellt werden. Sie kann ferner in jeder beliebigen Schräglage einsgestellt
werden, indem ihre Abstützung .am einen Ende durch längere, am anderen Ende durch
kürzere Stützen vorgenommen wird,. öder indem sie mit ihrem einen, Ende unmittelbar
auf dem Fußrahmen i aufrülit. In, allen Fällen wird. die Plattform dadurch, daß
sie mit der Fußplatte i durch die diagonalen Stangen 13 gekuppelt ist, in jeder
Stellung sicher gehalten:; ein selbsttätiges Zusammenklappen. derselben ist ausgeschlossen.
Infolge-- der Verriegelung der Stützen durch die Haken iq. kann ferner das aufgestellte
Gerüst an der Plattform erfaßt und getragen werden. Bei Nichtgebrauch läßt sich
das neue- Bockgerüst -ach zusammenlegen, indem die Stützen 3 bis 8 und 3a bis 8a
nach einwärts unter die Plattform 2 geklappt werden, und die Plattform dann auf
die-Fußplatte i gesenilzt wird. Zur Sicherung des zusammengeklappten Gerüstes sind
an der Fuß--platte i Verriegelungüvorrichtungen für die gesenkte Plattform angebracht.
Diese Verrvegelungsvorrichtungen bestehen im Beispiel wiederum aus Haken
17, die am Fußrahmen i in Senkrechter - Ebene drehbar angebracht, über die
Achsen 9 der _ Stützen greifen und -ähnlich wie die Haken, i q. - für die Stützen
durch Blattfedern: in ihrer Sperrstellung gehalten werden.
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Wenn eine feinstufigere_-Höhenverstellung der Plattform 2 gewünscht
wird, als es durch die Anwendung von Stützen -verschiedener Länge möglich ist, -
können die am Fußrahmen i vorgesehenen T-Eisen io an jedem Ende mit mehreren in,
der Längsrichtung des Rahmens gegeneinander versetzten Rasten versehen sein,. Je
nachdem die unteren Enden der Stützen 3 bis 8 und 311 bis 8a in die eine oder andere
dieser Rasten, eingesetzt werden, stehen sie mehr oder weniger schräg, so daß dadurch
_ ebenfalls die Höhenlage der Plattform z geändert werden kann.
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Außer den bereits. angedeuteten Änderungen sind natürlich noch zahlreiche
weitere Abänderungen._tles neuen Bockgerüstes sowie auch .andere Ausführungen möglich,
ohne i daß dadurch das Wesen der Erfindung-berührt wird, insbesondere können an
Stelle der Haken 14 und 17 andere Verriegelungsvorrichtungen vorgesehen: sein. Vorteilhaft
ist der Fußrahmen auch noch mit Laufrollen i versehen, damit der--aufgestellte Bock
.leicht verschoben werden kann.